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Kreisliga B2 Lemgo

Kreisliga B2 Lemgo – Vorbericht 14. Spieltag 2019/20

Alles drin und alles dran, das ist die Devise in der Kreisliga B2 Lemgo vor dem 14. Spieltag, der mit einigen attraktiven Begegnungen aufwartet.

Schwingen sich die Wüsten-Füchse zu alter Stärke empor?

 

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Es ist wirklich diffizil, wenn man sich das Tabellenbild etwas genauer betrachtet. Auf den ersten Blick scheint es am Nordpol auf einen Zweikampf zwischen dem TuS Lockhausen (30 Punkte) und dem TuS RW Grastrup/Retzen (27) hinauszulaufen. Allerdings wartet das gierige westlippische Verfolger-Duo TuS Lipperreihe II und TuS Asemissen II mit jeweils 24 Punkten. Auch die SG Hörstmar/Lieme II ist mit einem Punkt dahinter bei der Drei-Punkte-Regelung keinesfalls zu verachten. Auffällig: Die Top-Fünf treffen in keinem direkten Duell aufeinander. Klar ist aber auch: Strauchelt ein Team, wird dies wohl gnadenlos ausgenutzt.

 

 

Von Henning Klefisch

 

TuS Lipperreihe II vs. TSG Holzhausen/Sylbach II

Dieser Prüfstein wird sehr anspruchsvoll sein. TuS Lipperreihe II-Coach Thorsten Taverner ist nicht entgangen, dass die TSG-Reserve zuletzt richtig gut und höchst erfolgreich performed hat, erklärt er dazu doch im Lippe-Kick-Gespräch: „Als Aufsteiger kommt der Gegner immer besser in Fahrt. Mein Trainerkollege, den ich noch aus seiner Zeit in Bad Salzuflen kenne, macht eine hervorragende Arbeit“, ist der Liga-Neuling derzeit noch sämtlichen Abstiegssorgen ledig. Taverner hat seine Erfahrungswerte mit diesem Rivalen, gab es an gleicher Stelle vor heimischer Kulisse eine Niederlage. Deshalb zieht Taverner daraus nun seine Motivation: „Wir wollen etwas gutmachen und werden versuchen, diesmal zu gewinnen“, um das Führungsduo TuS Lockhausen und TuS RW Grastrup/Retzen mit einem Heim-Dreier im Frühspiel dieses Spieltags merklich unter Druck zu setzen. Um die Aussicht auf einen dreifachen Punktgewinn immens zu steigern, war La Furia Roja im Übungsbetrieb äußerst fleißig. Pässe und Konditionseinheiten, das waren die Inhaltsstoffe zuletzt. Wenn das Erlernte auch im Spiel umgesetzt wird, wäre dies ganz nach dem Gusto von Taverner, der die Verletzungsproblematik beklagt. Auf zehn Akteure muss er im folgenden Spiel verletzungsbedingt verzichten. Dazu gesellen sich die Gesperrten. Das 2:1 gegen Lockhausen, noch mehr das 5:1 im Derby in Leopoldshöhe, haben die Schultern breiter werden lassen, weshalb Taverner allzu gerne ein Fortsetzungskapitel mit seinem Team schreiben möchte, wenn er danach giert: „Aber wie beim letzten Spiel wird eine Furia Roja auf dem Platz stehen, die brennen wird und das hoffentlich diesmal 90 Minuten lang.“ Taverner hat noch reichlich Luft nach oben bei seinem Team erkannt, moniert er doch: „In den letzten Spielen haben wir einfach zu früh abgeschaltet und werden das diesmal ändern.“ Er nimmt sämtliche Kaderspieler mit in die Verantwortung, erwartet er doch einen Kontrahenten, „der niemals aufgeben wird.“ Die Heimstärke soll weiterhin bestätigt werden, möchten die Lipperreiher für die Seriensieger aus der Nähe von Bad Salzuflen zu einem imaginären Stopp-Schild mutieren. „Trotzdem werden wir den Gegner nicht unterschätzen und müssen von der ersten Sekunde an hellwach sein“, könnte doch die TSG Holzhausen/Sylbach II mit einem Sieg bis auf zwei Punkte gefährlich nahe heranrücken. „An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an unseren Betreuer Michael Groth, der sich außerhalb des Platzes um alles kümmert“, zeigt sich Thorsten Taverner sehr froh, dass er diese Unterstützung erhält.

 

Sehr anspruchsvoll geht es für die TSG Holzhausen/Sylbach II am Sonntag zur Sache. Immerhin führt die Reise zum drittbesten Team der Liga, zum TuS Lipperreihe II. Die erste Mannschaft der TSG behielt im Duell mit La Furia Roja mit einem 4:3-Erfolg die Oberhand. Die letzte Niederlage für das Taverner-Team, das sich zuletzt gut erholt von diesem Rückschlag zeigt, mit 2:1 über den TuS Lockhausen und sogar mit 5:1 in Leopoldshöhe triumphierte. Die Aufgabe wird schwer, aber nicht unmöglich für den Aufsteiger. Gäste-Coach Henri Ellerbrok erklärt via Lippe-Kick, dass er nicht in Furcht erstarren wird: „Lipperreihe II spielt eine richtig gute Saison. Allerdings haben wir zuletzt gezeigt, dass uns die Teams von oben liegen. Ich persönlich freue mich sehr auf das Duell mit meinem Freund Torsten Taverner. Er ist ein echter Typ, der gerade heraus ist. Es sind immer wieder schöne Spiele mit guten Gesprächen vor und nach den Spielen, egal ob in der Meisterschaft oder im Freundschaftsspiel. Ich schätze seine Arbeit und sehe auch Parallelen, da beide Mannschaften ihre Stärken vor allem im Ballbesitz demonstrieren können“, darf man sich auf einen interessanten Vergleich gefasst machen, der von einigen schönen Ballstafetten gekennzeichnet sein wird. Der Kurs der Blau-Weißen spielt eindeutig ihnen in die Karten, denn Ellerbrok verhehlt im Lippe-Kick-Gespräch nicht: „Nimmt man nur die letzten fünf Spiele, so würden wir gemeinsam mit dem TBV Lemgo die Tabelle anführen, sind wir so etwas wie das Team der Stunde.“ 13 von 15 möglichen Punkten hat die TSG-Zweitvertretung zuletzt ergattert. Es passt derzeit beim Tabellenzehnten, der spielstark und kombinationssicher unterwegs ist. Wenn dies mit dem relevanten Matchglück gepaart wird, kommt solch eine Erfolgsserie eben zustande. Ellerbrok ist sich eindeutig bewusst: „Aufgrund unserer guten Formkurve treten wir am Sonntag natürlich sehr motiviert und mit genügend Selbstvertrauen auf, um die nächsten Punkte einzufahren.“ Die beiden angriffslustigen Zweitvertretungen werden wohl das offene Visier anstreben, um die volle Punktzahl einzuheimsen. Die Hausherren könnten den dritten Sieg in Folge verbuchen, während Holzhausen/Sylbach II bereits den vierten Dreier hintereinander dealen könnte. Im persönlichen Auslandseinsatz sind Moritz Lucks und Sebastian Aydin, sind dies nach aktuellem Stand wohl die einzigen beiden Fehlenden.

 

Um 12.30 Uhr erfolgt der Anpfiff zum Duell der beiden formstarken Teams. Florian Pascal Heinze wird diesen auf dem Lipperreiher Kunstrasenplatz.

 

SV Werl-Aspe II vs. TuS Ahmsen II

Partien gegen den Nachbarverein aus Ahmsen (knapp fünf Kilometer entfernt) blicken die Protagonisten des SV Werl-Aspe II mit Freudenstrahlen entgegen. Die jüngsten Duelle spielen nämlich klar den Heerser-Bruch-Boys in die Karten, verbinden sie vor allem positive Erinnerungen mit diesem Kontrahenten. Sechs Punkte Vorsprung haben die Hausherren vor diesem „Sechs-Punkte-Spiel“, wie es Aspe‘ s Abwehrspieler Marius Grimm bei Lippe-Kick bezeichnet. Der Kader liest sich ansprechend, muss Chefcoach Alexander Ruge doch einzig auf Viktor Schneider, Daniel Worthmann, Maurice von Elm und Boris Bergheim verzichten, ist dieses Quartett verletzt oder erkrankt. Das Ahmser 4:4-Remis gegen den TSV Schötmar hat bei Grimm die Alarmglocken schrillen lassen. Er offenbart: „Wären wir vor zwei oder drei Wochen aufeinander getroffen, hätte ich gesagt, alles andere als drei Punkte und ein klares Ergebnis ist eine Blamage.“ Er nimmt direkt Bezug auf die spektakuläre Punkteteilung: „Doch gerade das letzte Spiel von Ahmsen gegen den TSV hat gezeigt, dass Ahmsen alles dafür tut, um in der Liga zu bleiben. Entsprechend umkämpft wird es am Sonntag auch auf dem Platz hergehen.“ Ganz viel Aufmerksamkeit, dazu eine Prise Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Gehäuse, und dann könnte es etwas werden mit dem so wichtigen Heimsieg. Dann wäre der Nachbarverein auf neun Zähler distanziert. „Dieses Manko stand auch in der Trainingswoche im Fokus“, bringt Grimm dieser Disziplin ganz viel Bedeutung entgegen.

 

Schon jetzt ist klar: Es geht freundschaftlich zur Sache vor und nach dem Aufeinandertreffen der beiden Nachbarvereine. Während der 90 Minuten stellt sich das Ganze doch etwas anders dar. Der logische Grund: Die beiden Zweitvertretungen sind weiterhin Bestandteil im Abstiegskampf. In den letzten Begegnungen gingen meist die Asper mit einem Grinsen aus dem Spiel, gehen die Gastgeber auch in das folgende Spiel auf dem heimischen Heerser Bruch daher favorisiert. Ahmsen II-Interimstrainer Köhnemann zeichnet seine gnadenlose Ehrlichkeit aus. Manchmal stößt er damit dem eigenen und dem gegnerischen Team gewaltig vor den Kopf. Meist aber ist es erfrischend ehrlich, was er so mitteilt. Nach dem jüngsten 4:4 gegen den TSV Schötmar möchte er nicht in Versuchung geraten, dieses zu beschönigen, erklärt er doch via Lippe-Kick: „Machen wir uns nichts vor. Wir hatten Glück und genau das dürfen wir nicht loslassen. Für die nächsten Spiele drücken wir mal alle Daumen.“ Die Liga zieht aber ihre Kraft aus ihrer großen Unberechenbarkeit, ist jedes Team doch schlagbar. Köhnemann verrät die eigene Sichtweise: „Wir sind minimalistisch angehaucht und nehmen mit, was mitzunehmen ist.“ Bereits mit einem Punktgewinn würde sich der Ahmsen-Bomber zufriedengeben, würde er ein Hartgeld-Investment für eine gepflegte Kiste Bier tätigen. Wenn es aber tatsächlich zu einem Auswärtscoup kommen sollte, hätten die Grün-Weißen mit einem Schlag den Abstand zum rettenden Ufer halbiert. Auf Sergej Litmann, Burkhard Übbing und Kevin Buchmann muss das Schlusslicht verzichten. Christian Kowalewski und Khalaf Nahko stehen nunmehr wieder zur Verfügung. Nach den beiden Alt-Internationalen Köhnemann und Übbing wird am Sonntag ein Akteur zwischen den Pfosten stehen, der dies zuletzt in der Jugend getan hat. „Ich bin sehr gespannt, wie wir uns präsentieren am Sonntag. Ob wir ein bisschen Schwung mitnehmen können oder ob wir in alte Merkmale verfallen“, überwiegt die immense Vorfreude beim Mr. Ahmsen.

 

Peter Dankwerth ist um 13.00 Uhr der Mann mit Pfiff auf dem Heerser Bruch in Werl-Aspe.

 

TBV Lemgo III vs. Yunus Lemgo

Einen spontanen Vortrag über die Stärken und Schwächen von Yunus Lemgo könnte TBV Lemgo III-Coach Frank Schröder im Hörsaal der Lemgoer Fachhochschule jetzt nicht unbedingt halten. Dafür fehlt ihm der aktuelle Wissensstand. Trotzdem. Böhmische Dörfer sind die Spieler von Yunus Lemgo für ihn jetzt nicht unbedingt, räumt er doch im Lippe-Kick-Gespräch ehrlich ein: „Ich kenne ein paar Kicker bei Yunus, habe die Mannschaft aber ewig nicht mehr spielen sehen“, wird am Sonntag der Vergangenheit angehören. Für eine positive Grundstimmung sorgt bei ihm die Tatsache, dass die jüngsten Spiele die Brust seiner Schützlinge auf Tim Wiese-Niveau haben anwachsen lassen. 16 von 18 mögliche Zähler haben die Hansestädter geholt. Ergo: Genügend Selbstvertrauen sollte definitiv vorhanden sein vor diesem Hansestadt-Derby. Schröder hebt jedoch mahnend den Zeigefinger, vermittelt den Seinen die klare Botschaft: „Aber auch, wenn wir mal Favorit sind, gehen wir da wieder so ran, wie in die Partien gegen vermeintlich stärkere Mannschaften.“ Auf explizite Trainingsinhalte haben die Lemgoer keinen Wert gelegt, wie der eloquente Coach bei Lippe-Kick klarstellt. Klar ist schon jetzt: Leader Patrick Wattenberg fehlt auf jeden Fall.

 

Ein etwas größerer Katzensprung ist es für Yunus Lemgo, um am folgenden Sonntag ab 13.00 Uhr auf dem Jahnplatz des TBV Lemgo III zu gastieren. Diese Derby-Konstellation ist eine Premiere für die abstiegsbedrohten Delphine, die bei sechs Punkten Abstand auf die rettenden Ränge so langsam mit der Punktejagd starten sollten. 17 Punkte mehr hat der Nachbarverein bis dato gesammelt. Yunus-Interimstrainer Levent Sen lobt den Rivalen: „Sie sind zwar Aufsteiger aus der C-Liga, aber spielen bis jetzt eine recht ordentliche Saison.“ Den technisch starken Akteuren spielt der Kunstrasenplatz in die Karten, können sie dort doch prächtig ihr gewohntes Tiki-Taka-Spiel aufziehen. Zudem ruft sich Sen allzu gerne ins Gedächtnis, dass sein Team auf diesem Untergrund die besten Leistungen abgerufen hat. „Wir denken, dass es Sonntag nicht anders sein wird“, möchte Sen allzu gerne eine Fortsetzungsgeschichte schreiben. Dies wird wahrscheinlich in Bestbesetzung geschehen, denn bis zum Redaktionsschluss hat sich noch kein Kicker vom Tabellenvorletzten abgemeldet. Wie hat sich Yunus Lemgo auf dieses so wichtige Hansestadt-Derby vorbereitet? „Im Training haben wir vermehrt Konditionstraining gemacht und Spieleinheiten simuliert.“

 

Detlef Meyer ist um 13.00 Uhr auf dem Jahnplatz in Lemgo der Referee.

 

TuS Bexterhagen II vs. FC Union Entrup

Eng geht es zu in der diesjährigen Tabelle. So trennen die Hausherren und die blau-gelben Gäste lediglich zwei Zähler. Während die Gemütslage bei den Roten aufgrund des Aufwärtstrends der letzten Wochen noch ganz angenehm ist, stehen die Entruper doch eindeutig zu schlecht da. „Ich lasse mich da nicht von der Tabelle blenden. Wir spielen gegen eine erste Mannschaft, die hier und da mal etwas Spielpech hatte und somit womöglich viele Punkte hat liegen lassen. Vom Anspruch her gehören die Entruper sicherlich in die Top fünf. In der Rückrunde kann sich tabellarisch noch einiges tun, da alles eng beieinander liegt“, wagt Reds-Coach Dennis Lütkehölter schon einen kleinen Ausblick. Für den TuS gab es am letzten Wochenende einen Spielausfall zu beklagen. In Yunus Lemgo war der Platz unbespielbar. Das Nachholspiel ist für den 31.10. terminiert. Personell kehren Jan Piel, Marc Stühlmeyer, Oliver Kampmann und Robin Eichmann im Vergleich zum Wüsten-Sieg wieder in den Kader zurück. Fehlen werden Patrick Jasper und Nick Kampmeier. Auch Torhüter Max Mäscher weilt im Urlaub. „Wir haben zwei starke Fänger in der Ersten, da wird wohl einer bei uns Spielpraxis sammeln.“ Ansonsten hat der Trainer die Qual der Wahl. Derzeit sind alle heiß und leistungsmäßig auf manchen Positionen mehr als eng beisammen. Es ist echt nicht einfach! Einigen muss ich in der dritten Mannschaft Spielpraxis verschaffen, auch wenn sie gut trainieren und man ihnen nichts vorwerfen kann“, nennt man das wohl im Amateurbereich ein Luxusproblem. „Wir mussten aber auch über die Urlaubszeit im September sehr viele Spieler ersetzen, das hat auch mächtig Punkte gekostet“, wollen sich die Hausherren bis zur Winterpause noch als fleißige Punktesammler zeigen. „Der FCU wird körperbetont und laufstark auftreten. Vorsicht ist im Umschaltspiel geboten! Zusätzlich sollten wir Timm Lessow nicht warm schießen. Er kann in engen Spielen den Unterschied machen“, lobt der TuS-Trainer den Lippe-Kick-Auswahlhüter im Gästetor.

 

Man muss jetzt nicht den Teufel an die Wand malen. Der Abstiegskampf ist kein Thema für den FC Union Entrup, hat sich das Team von Coach Peter Lewecke einen signifikanten zehn Punkte-Vorsprung auf einen Abstiegsrang aufgebaut. Mit dem Gastspiel beim TuS Bexterhagen II geht es für die Kicker aus dem 1000 Einwohner-Ort mitten im Lemgoer Kreisgebiet zu einer Erlebnisreise, die nicht mit den besten Erinnerungen behaftet ist. Wenn man allerdings zu sehr zurückblickt, könnte dies zu Nackenschmerzen führen, will man das neue Spiel als eine neue Chance wahrnehmen. In der heimischen Ilsekampfbahn konnten die Unioner unter der Woche nicht trainieren, ist das Lewecke-Team deshalb mit seinen Schützlingen auf den Kunstrasenplatz nach Kirchheide ausgewichen, der erheblich bessere Trainingsvoraussetzungen geliefert hat. Die direkten Duelle und Torraumsituationen genossen ganz viel Wertschätzung. Ob Bornscheuer und Wildner bis zum Matchday wieder mit Einsatzfähigkeit glänzen, muss abgewartet werden. Entrup-Fänger Timm Lessow weiß, dass es „um viel geht“, nimmt sein Team zudem bewusst in die Verantwortung: „Der Druck liegt bei uns, die drei Punkte zu holen.“

 

Um 13.00 Uhr ist Wolfgang Lenger auf dem Bexterhäger Rasenplatz am Alten Postweg der Hüter über Recht und Ordnung auf dem Spielfeld.

 

TSG Holzhausen/Sylbach vs. TuS Asemissen II

Es gibt einige Aspekte, die die Laune von TSG-Coach Stefan Brunk spürbar trüben vor dem Heimduell mit dem unmittelbaren Tabellennachbarn. Brunk listet diese gewohnt akribisch auf: „TuS Asemissen II war immer schwer zu spielen, es waren immer enge Spiele. Sie stehen vor uns und wir haben viele Probleme in Quantität und Qualität.“ Der erfahrene Trainer lebt in keiner Fabelwelt, glänzt vielmehr mit ganz viel Realismus in seinem Handeln, weshalb das aktuelle Zahlenwerk – auch die Bewertung seiner Elf samt der aktuellen Fähigkeiten – bei ihm dazu führen, dass er den Akteuren aus dem rund 3800 Einwohner-Ort sachkundig die Favoritenrolle zuschiebt. Grundsätzlich hat Brunk seinem Team eine Platzierung zwischen Rang drei bis fünf zugetraut, jetzt aber sieht er seine Elf leistungsmäßig eher zwischen Position sieben bis elf angesiedelt. Die TSG Holzhausen/Sylbach sehnt sich nach der Winterpause, die in gut einem Monat ansteht, verrät doch Brunk gewohnt freimütig: „Wir wollen am liebsten bereits jetzt in die Winterpause, da wir uns von Spieltag zu Spieltag nur noch versuchen, über Wasser zu halten.“ Aus den jüngsten sieben Begegnungen gab es vier Siege, zwei Remis und nur eine Niederlage. Die fiel mit einem 0:5 gegen den TuS Lockhausen aber erschütternd aus, hat alle wach gemacht im TSG-Lager.

 

TuS Asemissen II-Coach Florian Meerkötter verzieht die Mundpartie, denn der Tabellensechste aus Holzhausen/Sylbach lässt sich nur schwer greifen. Faktisch steht fest, dass die Mannschaft von Coach Stefan Brunk nur je zwei Plätze und Punkte schlechter als die Asemisser rangieren, sich grundsätzlich in Reichweite zu den Balkonplätzen der B2 Lemgo befinden. Meerkötter verfällt in eine gewisse Unsicherheit, wenn er Lippe-Kick anvertraut: „Wenn ich mir jede Woche die Aufstellung von Holzhausen/Sylbach angucke, hat sich einiges getan und viele Spieler sind mir nicht bekannt. Auch die Ergebnisse sind sehr schwankend. Nichtsdestotrotz erwarte ich einen guten Gegner“, hat dieser doch eine vielversprechende personelle Grundstruktur intus. In den vergangenen Gastspielen ging es für die Asemisser stets munter zur Sache, kann Ähnliches auch dieses Mal erwartet werden. Platztechnisch könnte es zu auffälligen Parallelen im Vergleich zum jüngsten Entrup-Spiel kommen, was die West-Lipper mit 2:0 für sich entschieden haben. „Wichtig ist, dass wir den Platz annehmen, klar in unseren Aktionen sind und im Mittelfeld gierig auf die zweiten Bälle sind, immer wieder hinter den Ball kommen“, fordert er hier eine Leistungswiederholung aus dem Entrup-Match. Andererseits: „Wenn wir es nicht umsetzen, wird es ganz schwierig zu punkten. Dementsprechend wird die Tagesform entscheidend sein“, gilt dies grundsätzlich in annähernd jedem Fußball-Match. Verletzt – daher abwesend – sind Niklas Brühl und Matthias Riediger. Auch der gesperrte Erkan Aymandir setzt aus. Darüberhinaus nicht mitspielen können Max Diekhof und Yannick Klippenstein. Eine Vagheit ist bezüglich der Personalien von Lasse Huitema, Jonathan Epp und Raffael Giebel auszumachen, während Unterschiedsspieler Marc Schubert wieder mit von der Partie ist.

 

Manfred Miske ist ab 15.00 Uhr der Spielleiter. Angepfiffen wird diese Partie der Tabellennachbarn auf dem Naturrasenplatz in Holzhausen.

 

TuS Lockhausen vs. TuS Leopoldshöhe II

„Wir schauen von Spiel zu Spiel und nur auf uns“, erinnert sich TuS Lockhausen-Coach Stefan Braunschweig an das entscheidende, abgefälschte Tor von Marcel Heisler bei der 0:1-Niederlage im letzten Aufeinandertreffen. Selbst haben damals seine Jungs beste Möglichkeiten ausgelassen. Man lebt aber im Hier und Jetzt Nach dem klasse 5:0-Auswärtssieg in Holzhausen soll die gute Leistung weiter fortgeführt werden. Braunschweig hat Lippe-Kick verraten: Er mag das gezielte Spiel über die Außenbahn, um dann mit Flachpässen in den Rücken der Abwehr zu gelangen. Die Vorbereitung fand auf dem Naturrasenplatz in Bexterhagen am gestrigen Abend statt. Dies ist die Folge des intensiven Drahts zu Bex-Chefcoach Sven Gleisner, der dies problemlos erlaubte. Die berühmten Kreisspiele, einige Antritte und die Vermittlung von taktischen Einheiten auf Kommunikationsebene, das waren Bestandteile der jüngsten Übungseinheiten. Aber, es wird auch gewarnt. Vergessen möchte Braunschweig auch nicht, dass seinem Team in einigen Spielen das Matchglück hold gewesen ist. Und: Die aktuelle Personalsituation ist nicht gerade als rosig zu bezeichnen. Dennis Brackhage fährt 14 Tage in den Urlaub. Hendrik Stockhecke muss seinen Kreuzbandriss weiterhin auskurieren, fällt deshalb immer noch aus. Jan Philipp Krügler hat einen blauen Fuß, Jan Sundermann zwickt es an den Adduktoren. Bei beiden Jungs wird kurzfristig entschieden, ob sie am Sonntag auflaufen können. Positiv: Wieder im Team steht Edgar Tissen, der seine Ampelkarte verbüßt hat.

 

Der enorme Aufwärtstrend, der rund um den TuS Lockhausen in diesen Tagen – eher sogar Wochen – vorherrscht, ist auch vom TuS Leopoldshöhe II nicht unerkannt geblieben. Leo II-Akteur Max Meckelmann weiß dies natürlich, als er klarstellt: „Lockhausen gehört diese Saison zu den gefährlichsten Teams der Liga, da ist aus der letzten Spielzeit wenig zu sehen“, als sie noch in den südlichen Tabellengefilden beheimatet gewesen sind. Deshalb gibt Meckelmann seinem Team mit auf den Weg: „Wir werden zu 100 Prozent fokussiert sein müssen.“ Die Auftritte beim 0:4 in Werl-Aspe, vor allem beim 1:5 gegen Lipperreihe II, haben einigen Verbesserungsbedarf erkennen lassen. Zwei Elemente standen klar im Vordergrund. So wurde etwa der Ausdauer-Aufbau gezielt intensiviert, hat das Löwen-Rudel doch vor allem auch Spiele in der Endphase abgegeben. Auch der Umgang mit Torraumsituationen stellt sich als verbesserungswürdig dar. Meckelmann ist sich vollauf bewusst, dass beim TuS Lockhausen sein Team nur wenige Möglichkeiten erhält. Diese müssen dann aber auch mit aller Konsequenz verwertet werden. An der Ausgangslage ist nicht zu rütteln: „Natürlich sind wir der klare Außenseiter. Wir wollen allerdings alles reinhauen, was wir haben.“ Man darf gespannt sein, wie viel das tatsächlich sein wird.

Fendi Akbulut ist um 15.00 Uhr auf dem Rasenplatz auf dem Lockhausener Sepp der Spielleiter.

 

TSV Schötmar vs. SG Hörstmar/Lieme II

Beide Teams waren quasi vor der Saison überkreislich aktiv, aber irgendwie auch wieder nicht. Der TSV Schötmar ist aus der A-Klasse abgestiegen. Die SG Hörstmar/Lieme II hat noch einige Spieler im Kader, die im Vorjahr in der Bezirksliga aktiv waren. Die Erstvertretung hat sich bekanntlich aus der zweiten Staffel abgemeldet, weshalb die Zweite derzeit das ranghöchste Team ist. Beide Mannschaften stehen nach 13 absolvierten Partien in der oberen Tabellenhälfte. Der TSV Schötmar hat nach einem beachtlichen Start zuletzt leichtfertig Punkte liegen lassen, weiß spielerisch zu überzeugen, doch offenbart Defizite, wenn es darum geht, dies auch mit Toren und Punkten zu belohnen. Rang acht mit 20 Zählern entspricht beileibe nicht dem wahren Leistungsvermögen. Am Sonntag wird also der Tabellendritte SG Hörstmar/Lieme II im Lohfeld zu Besuch sein. TSV-Vorsitzender Ersan Dargecit zeigt „allergrößten Respekt“ vor diesem Widersacher, honoriert er immerhin: „Sie spielen diese Saison eine echt starke Saison bisher und belohnen sich auch dementsprechend. Wenn man die Ergebnisse der letzten drei bis vier Wochen vergleicht, kann man schon sagen, dass die Spielgemeinschaft als Favorit in diese Partie geht und so werden wir diese Sache auch angehen.“ Auch wenn einst Bayern München-Grande Karl-Heinz Rummenigge konstatierte, dass Fußball „keine Mathematik sei“, so sieht dies Dargecit doch ein Stück weit ähnlich: „Im Fußball sagt man zwar: Solange mathematisch alles möglich ist, ist auch alles möglich. Dieser Aussage stimme ich nicht ganz zu. Wenn wir dieses Spiel nicht gewinnen sollten, ist für uns zwar mathematisch noch alles möglich, aber ich denke mal, wir sollten unsere Ziele danach etwas realistischer gestalten für den Rest der Saison.“ Der Aufstieg in die Beletage des Lemgoer Fußballs wird dann kein Thema mehr sein. Mithat Bozkurt fehlt weiterhin rot gesperrt, auch die verletzten Nihat Durmaz, Murat Incekara und Sinan Siviloglu stehen in diesem wichtigen Heimspiel nicht zur Verfügung. Ebenso bei Zahid Keles deutet vieles darauf hin, dass er passen muss.

 

„Man kennt die ganze Bande rund um Ilker Siviloglu“, erklärt Hörstmar/Lieme II Co-Trainer Robert Maros, verspürt gewiss auch Freude beim Wiedersehen mit dem einen oder anderen alten Bekannten. Maros erhofft sich genügend mentale Stärke von seinem Team, dass ausreichend „gefightet wird“, dies bitteschön von Spielminute eins an. Natürlich muss die Spielgemeinschaft mit dem nötigen Respekt diese Aufgabe angehen, dennoch will man die eigene Spielidee verwirklichen. Für Maros ist es außerordentlich wichtig: „Mit Moral und Kampfgeist wollen wir gegen Schötmar bestehen und drei Punkte an die Magdeburger Straße mitnehmen. Dafür geben wir alles.“ Zuletzt hat Hör/Lie II dem TuS RW Grastrup/Retzen ein sehr achtbares 2:2 abgerungen.

 

Sascha Kreye ist der Spielleiter um 15.00 Uhr auf dem Rasenplatz im Lohfeld.

 

TuS RW Grastrup/Retzen vs. SV Wüsten

Vor der Saison haben so einige Fußball-Gurus damit gerechnet, dass der TuS RW Grastrup/Retzen und der SV Wüsten das Meisterschaftsrennen unter sich ausmachen. Zumindest haben die beiden Teams aus dem Bad Salzufler Umland in den Vorjahren stets und ständig die oberen Tabellengefilde bevölkert. Nicht nur der Typ Schwiegersohn, Rapper Bushido, wusste: Die Zeiten ändern dich und sich. Seitdem Coach Sebastian Milde die Wüsten-Füchse verlassen hat, ist das Team im Wandel. Auch Grastrup/Retzen-Coach Thore Eitner hat dies im Hinterkopf, wenn er Lippe-Kick gegenüber klarstellt: „Wüsten hatte einen starken Sturm und ein super Mittelfeld, die den Fußball nur so zelebriert haben. Aber“, ist der Fußball eben auch in der B2-Liga ein schnelllebiges Geschäft, „das war letzte Saison so!“ Cut. Eitner weiß: „Seitdem Sebastian Milde gewechselt hat, hat sich auch die Taktik um 180 Grad gedreht.“ Was sich im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls nicht geändert hat: Bei Grastrup/Retzen und bei Wüsten wird weiterhin scharf geschossen, besitzen die beiden Teams die besten Offensivreihen der gesamten Spielklasse. Grastrup/Retzen hat schon 49-mal den Ball in das gegnerische Netz gedroschen, Wüsten immerhin 47-mal. Der entscheidende Unterschied: „Nur, Wüsten hat auch ähnlich viele Gegentore kassiert“, ist die SVW-Abwehr mit 39 Gegentreffern temporär löchrig wie ein Schweizer Käse. Die mögliche Erfolgstaktik ist für Eitner leicht ausfindig zu machen: „Wenn wir den Sturm in den Griff bekommen und unsere Chancen vorne nutzen, sehe ich gute Chancen für uns, die drei Punkte zu Hause zu behalten“, um somit auch den Druck auf den Überraschungs-Spitzenreiter TuS Lockhausen weiterhin hochzuhalten. Für den TuS RW Grastrup/Retzen gilt: Die Entwicklung der letzten Spiele ist nicht gerade von positiver Natur, haben sie doch nur eine der letzten drei Partien gewonnen. Dies immerhin mit 9:0 gegen einen – in diesem Spiel – nicht wettbewerbsfähigen Gegner TuS Ahmsen II. Und: Von wegen ein Spiel dauert 90 Minuten, wie der legendäre Sepp Herberger einst gebetsmühlenartig predigte, ist dieses rot-grün-weiße Aufeinandertreffen schon nach einer Stunde Spielzeit vorüber gewesen. Die letzten beiden Auswärtsmatches endeten jeweils ohne den gewünschten Erfolg, erlitt man eine 2:3-Niederlage in Holzhausen und ein 2:2 gegen Hörstmar/Lieme II. Eitner bemängelt: „Die letzten Spiele waren wir nicht konsequent genug, haben Siege verschenkt oder leichtfertig vergeben.“ Er vermisst die Konstanz in der eigenen Leistungsfähigkeit. Ebenso steht eine ausreichende Kaderbeteiligung auf der Fahndungsliste. Eitner kritisiert: „Trotz des 21 Mann-Kaders waren diese Woche nur acht bis zehn Leute beim Training. Der Rest hat sich krank abgemeldet“, wünscht Eitner sich, dass seine Jungs bis Sonntag wieder in einen spieltauglichen Zustand gelangen. Das führt dazu, dass er bei der Frage auf die Personalsituation bezogen passen muss, fehlen ihm die Informationen für eine wahrheitsgemäße Aussage.

 

Es ging immer intensiv zur Sache, wenn sich in der jüngeren Vergangenheit die Teams aus Grastrup/Retzen und Wüsten bespielten. SVW-Pressesprecher Marvin Bahlo möchte aber explizit nicht unerwähnt lassen, dass diese Begegnungen stets von viel Fairness gekennzeichnet waren. Die vielen Regenfälle in den letzten Wochen und Tagen haben die Verhältnisse auf den Rasenplätzen in der Region deutlich erschwert. Das weiß selbstredend auch Bahlo, der dies als keine absolute Neuigkeit betrachtet: „Vor allem in Grastrup auf dem tiefen Rasenplatz tun wir uns traditionell sehr schwer.“ Bei acht Vorsprung sind die Hausherren in der klaren Favoritenrolle, weshalb auch die Gäste bereits realistisch sind: „Möchten wir aus Grastrup etwas mitnehmen, muss schon einiges passen. Vor allem gegenüber dem letzten Spiel muss eine deutliche Leistungssteigerung her“, war die Verteidigung beim 4:7 gegen den TBV Lemgo III doch extrem instabil. Immerhin gibt er ein Versprechen vor dem Nachbarschafts-Duell ab: „Aber wir werden wie immer natürlich alles geben.“ Wohltuend: Spielführer Kai Richner könnte dem Team wichtigen Halt geben.

 

Andreas Hellmich ist ab 15.00 Uhr der Mann mit Pfiff. Auf dem Rasenplatz in Grastrup ist er der Referee.

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