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Pokalspiele

Kreispokal Lemgo – Vorbericht Viertelfinalspiele vom 31.10.2019

Heute gibt es nur einen Dreierpack, da die Begegnung zwischen der SG Bega/Humfeld und dem TuS Lipperreihe auf Samstag, den 23. November, verlegt worden ist.

Ein Derby und zwei David-Goliath-Duelle

Kreispokal Lemgo (hk). Um jeweils 19.00 Uhr erfolgt heute Abend der Anpfiff. Zu einem schönen Derby zwischen zwei spielstarken A-Ligisten kommt es, wenn der TuS Ahmsen und der SV Werl-Aspe aufeinandertreffen. Die beiden B-Ligisten und Gastgeber SG Lüdenhausen/Talle/Westorf (gegen Barntrup) und der TuS RW Grastrup/Retzen (gegen Oerlinghausen) haben jeweils Bezirksligisten vor der Brust. Doch, nicht erst der jüngste Pokal-Coup vom Regionallisten 1. FC Saarbrücken über den Bundesligisten 1. FC Köln hat bestätigt: Im Pokal ist alles möglich.

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

TuS Ahmsen vs. SV Werl-Aspe

(hk). Der momentanen Abstiegsangst, die auch weiterhin beim SV Werl-Aspe grassiert, möchte Ahmsen-Coach Michael Tönsmann nicht zu viel Bedeutung beimessen. Er betont: „Werl-Aspe hat eine gute Mannschaft und wird ganz sicher bald den Hebel umlegen und aus der unteren Tabellenregion rauskommen.“ Mit einem Schmunzeln führt er weiter fort: „Damit können sie sich aber gerne noch zwei Wochen Zeit lassen.“ Den Nachbarn sieht man häufiger, steht doch neben dem Pokal-Kracher am übernächsten Spieltag auch das Liga-Match an, wenn die Rückserie bereits beginnt. Prinzipiell besitzt für ihn Gültigkeit: „Im Pokal ist bekanntlich alles möglich. Wir dürfen den Gegner trotz der aktuellen Lage nicht unterschätzen, auch wenn wir am ersten Spieltag deutlich mit 7:1 gewonnen haben“, kann Tönsmann hier ausnahmsweise nicht als Zeitzeuge dienen. Er hat bei dieser Partie krank das Bett gehütet. Obwohl insbesondere im Abwehrbereich einige Ausfälle drohen, ist die Sehnsucht groß: „Die Jungs wollen aber unbedingt ins Halbfinale.“ Fragezeichen stehen hinter: Moritz Brünger, Max Kampf und Marvin Zurheide. Sicher nicht dabei sind: Marcel Förster und Hermann Neufeld, beide aus der  Viererkette.

 

SV Werl-Aspe-Coach Marcio Goncalves kann es kaum erwarten: „Ich freue mich auf einen tollen Pokalabend“, der wohl vor vielen Zuschauern in der Ahmser Werrekampfbahn stattfindet. Die Ahmser-Angriffswucht ist gewaltig, wird hier wohl eine ähnlich hohe Qualität wie beim jüngsten Kontrahenten TBV Lemgo auf die Asper treffen. Die Schwarz-Weißen sinnen auf Wiedergutmachung: „Wir haben noch eine Rechnung offen. So haben wir, vor meiner Zeit, das erste Saisonspiel mit 1:7 verloren. Das müssen wir definitiv besser verteidigen und werden dafür alles geben“, sollen die richtigen Lehren aus dem ersten Saison-Vergleich gezogen werden. Er bedient sich allzu gerne einer Phrase, wenn er klarstellt: „Im Pokal ist alles möglich!“ Wie könnte der Favoritensturz denn in der Praxis gelingen? „Wenn wir es den Offensivleuten Pluskat, Seifert und Jahn schwer machen, dann wird man sehen, was das Spiel so bringt“, müssen die Fantastischen Drei an die Kette gelegt werden. Natürlich ist der Frust nach dem 1:8-Heim-Desaster gegen den TBV Lemgo enorm, doch Marcio Goncalves denkt an das Gute, sagt: „Ich traue meinen Jungs einen Pokalcoup zu.“ Vor allem, da der SV Werl-Aspe personell voll ausschöpfen kann.

 

Jakob Kasper ist auf dem Kunstrasenplatz in Ahmsen der Referee. Um 19.00 Uhr ist der Anstoß.

 

SG Lüdenhausen/Talle/Westorf vs. RSV Barntrup

(hk). Die Bedeutung dieser Begegnung ist grundsätzlich nicht zu verachten aus Sicht der Spielgemeinschaft: „Für uns ist das schon ein besonderes Spiel gegen einen Bezirksligisten. Jedoch haben wir uns nicht speziell auf den Gegner vorbereitet“, erklärt Lüdenhausen/Talle/Westorf-Coach Tim Schauf. Seit dem 15. September, einem 0:2 gegen den TSV Kirchheide, sind die Nord-Lipper ungeschlagen. Sechs Siege stehen zu Protokoll, dazu ein 2:2-Remis bei der SG Extertal/LaSi. Den starken Trend möchte das B1-Spitzenteam weiter fortführen, favorisiert es Schauf: „Wir versuchen die Dinge, die wir in den letzten vier Monaten erarbeitet haben, umzusetzen.“ Einige Leader wie Patrick Strate, Fabian Grundmann, Ethem Demirkol und Andre Newger setzen aus. Eine schöne Geschichte: „Rechtzeitig fit wird wohl Fabian Arning sein, der sich sehr auf das Spiel gegen seinen alten Verein freut.“

 

Nicht allzu viel Sympathie hegt RSV Barntrup-Coach Daniel Barbarito für diesen Wettbewerb. Der Klassenerhalt in der Bezirksliga 3 besitzt für den Aufsteiger deutlich mehr Bedeutung. Daher bezeichnet er die Aufgabe im Westorfer Waldstadion auch als „Pflichtaufgabe.“ Und: „Wenn wir rausfliegen, dann muss man das auch ganz einfach so hinnehmen“, kann man diesbezüglich vielleicht einmal beim TuS Asemissen nachfragen. Im Achtelfinale musste das A-Liga-Spitzenteam bei der SG LTW bekanntlich die Pokal-Segel streichen. Für den Tabellenvierten der B1 Lemgo ist wohl Volksfeststimmung angesagt, denn so oft werden in den nächsten Jahren die Roten Teufel auch nicht zu Besuch sein. Barbarito erwartet ganz viel Körperlichkeit, ein hohes Engagement der Hausherren, müssen die Basics vom hohen Favoriten abgerufen werden. Schonzeit und Geruhsamkeit ist für einige angeschlagene RSV-Kicker angesagt, möchte man mit Blick auf die wichtigen Liga-Aufgaben kein überflüssiges Risiko eingehen. Meier und Lindemeyer werden vollständig geschont. McCarthy sitzt zunächst auf der Bank. Diese Bühne vor wohl großer Kulisse bietet auch die Möglichkeit, Akteuren aus der zweiten Reihe wichtige Spielpraxis zu gewähren. Barbarito kündigt via Lippe-Kick an: „Wir werden wohl eher mit langen Bällen operieren, denn aufgrund des Rasenplatzes bei dem Wetter werden wir keinen gepflegten Fußball sehen, weshalb für Lüdenhausen/Talle/Westorf alles möglich ist.“ Den Verein mag Daniel Barbarito sehr, vor allem auch das Bierchen nach dem Spiel mit dem Kalletal-Bomber Patrick Strate, auch mit dem Ex-Barntruper Fabian Arning. Trotz alledem gilt: „Das Halbfinale wollen wir definitiv erreichen. Dann schauen wir mal, wie es im Pokal weitergeht.“

 

Jochen Diederich ist auf dem Rasenplatz im tiefsten Kalletal für die Spielleitung verantwortlich.

 

TuS Rot-Weiß Grastrup/Retzen vs. TSV Oerlinghausen

(ab). David gegen Goliath, Kreisliga B gegen Bezirksliga. Auf dem Papier ist das Spiel schon gespielt. Doch was heißt das schon, gerade im Pokal. Persönliche Erfahrungen mit dem kommenden Gegner hat TuS-Coach Thore Eitner „noch nicht sammeln können“, doch nachdem er sich „die zweite Halbzeit in Lüerdissen angeschaut“ hat, wird seine Mannschaft dementsprechend agieren. Um die Rollenverteilung weiß aber auch Eitner: „Wir sind natürlich klar der Underdog, aber ich denke, wenn man uns unterschätzt oder schon abgeschrieben hat, können wir großartiges leisten.“ Zumal die Mannschaft erholt ist, nachdem das Training am Dienstag ausgefallen ist. Außerdem hat man sich „mit der Mannschaft auf der Alm Inspirationen geholt, wie man als Underdog die Großen doch noch ärgern kann.“ Wie das gelingen kann, weiß der Coach: „Wenn wir von Anfang an wach sind, die Zweikämpfe annehmen und die Laufwege auch ohne Ball machen, können wir vielleicht die ein oder andere Chance ergattern.“ Die Atmosphäre am Sportplatz an der Lemgoer Straße tut ihr Übriges dazu und auch personell sieht es bei den Rot-Weißen hervorragend aus, Thore Eitner kann „aus dem Vollen schöpfen.“

 

Der Titelverteidiger steht nach hartem Kampf in der Vorwoche in Lüerdissen ebenfalls wieder im Viertelfinale und strebt den zweiten Titelgewinn in Folge an. Zuvor muss man aber bei den Rot-Weißen bestehen. „Die stehen auch nicht umsonst im Viertelfinale“, meint nämlich Milko Micanovic. Dennoch: „Wir spielen auswärts bei einem B-Ligisten, da darf es keine zwei Meinungen geben, wer als Sieger den Platz verlässt. Es geht nur um das Weiterkommen.“ Dabei würde es den Bergstädtern helfen, „früh das 1:0 zu machen und dann schnell nachzulegen.“ Den Gastgeber schätzt Micanovic eher defensiv ein: „Ich denke, sie werden versuchen, lange die Null zu halten, kompakt zu stehen und vorne mit ein, zwei schnellen Spielern für Gefahr zu sorgen.“ Der Anspruch ist natürlich die nächste Runde, und: „Man sollte schon sehen, welches der beiden Teams in der Bezirksliga spielt.“ Personell kann auch der TSV Oerlinghausen auf alle Spieler zurückgreifen, gut möglich, dass „der ein oder andere, der in der Liga nicht so häufig spielt, seine Chance bekommt, sich zu beweisen.“

 

Als Schiedsrichter fungiert der Sportsfreund Eugen Podsigun. Um 19.00 Uhr ist Anstoß.

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