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Bezirksliga

Bezirksliga 3 – Vorbericht 13. Spieltag 2019/20

Die komplette Bezirksliga 3, die liefert euch Lippe-Kick hier. Exklusiv und kostenfrei. Was sagen die Protagonisten? Schaut mal hinein.

Rüschenpöhler-Jungs vor vorentscheidendem Duell

 

Bezirksliga 3 (hk). Stolz ist wirklich so ein großes Wort. Auch im Zusammenhang mit dem Lokal-Fußball. Als Lipper darf man aber durchaus verzückt sein, was für Leistungen und Ergebnisse das Bezirksliga-Trio SG Hiddesen/Heidenoldendorf, RSV Barntrup und der Post TSV Detmold in den letzten Spielen so gezeigt hat. Die Tabelle sorgt aber für ausreichend Bodenhaftung. Selbst der überraschend starke Aufsteiger, die SG Hiddesen/Heidenoldendorf, weist nur sechs Punkte Vorsprung vor dem FC Peckelsheim-Eissen-Löwen auf. Ausgerechnet gegen dieses Team geht es für die Rüschenpöhler-Jünger am kommenden Sonntag.

 

Von Henning Klefisch

 

RSV Barntrup vs. SC Borchen

Diese Roten Teufel, die gehen einfach nur richtig steil. Die letzten drei Begegnungen haben sie allesamt für sich entschieden, dabei fünf Dreier aus den jüngsten sieben Partien geholt. Im Kreis-Pokal ist der Aufsteiger zudem mit einem starken 6:0-Sieg beim B-Ligisten SG Lüdenhausen/Talle/Westorf ins Halbfinale vorgestoßen. RSV-Trainer Daniel Barbarito stellt mit ganz viel Wohlwollen in seiner Stimme fest: „Wir haben momentan das nötige Selbstvertrauen, um auch am Sonntag das Spiel für uns zu entscheiden.“ Er wirft einen prüfenden Blick auf das Tableau, spricht eine gut gemeinte Empfehlung aus: „Alle Mannschaften mit 19 Punkten müssen sich meiner Meinung nach noch stark nach unten orientieren, auch der SC Borchen.“ Mit einem Heim-Dreier könnte der kommende Gegner geschluckt werden. Der Abstand auf die ungemütlichen Tabellenränge würde frappant anwachsen. Zugleich wäre das Hinrunden-Ziel mit 20 Zählern gebongt. Die beiden Urlauber Hoffmann und Brinkmann fallen aus, Tschernjawskij ist verletzt und ob Meier mitwirkt, das weiß nur der liebe Fußball-Gott. Die Kader-Quantität ist eine echte Wonne aus Barntruper-Sicht, weshalb RSV II-Coach Martin Schäfer die Kuntz-Säge machen darf. Bis zu drei Kicker darf er aus dem Bezirksliga-Team einsetzen.

 

So ein 1:6 im Derby beim SV Heide Paderborn tut schon richtig weh. Borchen-Coach Andreas Wegener hofft inständig, dass die gestrige Klatsche bis Sonntag aus den Köpfen gelöscht wird. Die beste Therapiemaßnahme ist ein weiteres Fußball-Spiel. Wegener sieht das ähnlich, erklärt: „Gut für uns, dass nach so einem Ergebnis direkt das nächste Spiel ansteht. Gegen Barntrup waren es in der Vergangenheit immer interessante Duelle. Wir werden eine ganz andere Einstellung, Körpersprache und Zweikampfführung an den Tag legen müssen“, um beim derzeit so prächtig aufspielenden Aufsteiger überhaupt eine Chance zu haben. Der Leitsatz ist unzweifelhaft: „Wir wollen natürlich das Maximale aus Barntrup entführen und uns so in der Tabelle weiter vor Barntrup halten“, führt Wegener abschließend aus.

 

Florian Günnewich leitet ab 14.30 Uhr dieses Spiel auf dem Barntruper Kunstrasenplatz.

 

SG Hiddesen/Heidenoldendorf vs. FC Peckelsheim-Eissen-Löwen

Du, Kalle Rummenigge, Fußball ist doch Mathematik. Einst hast du über deinen Trainer Ottmar Hitzfeld fies gespottet, doch schaust du jetzt auf die Bezirksliga 3-Tabelle, dann siehst du, was Phase ist. Im konkreten Fall geht es um den Abstand zwischen Hiddesen/Heidenoldendorf und dem FC Peckelsheim-Eissen-Löwen. Die Gäste könnten mit einem Auswärts-Sieg beim Aufsteiger die Differenz halbieren. Falls der kecke Neuling dieses Spiel auf dem Kunstrasenplatz in Heidenoldendorf jedoch gewinnen sollte, wären es beruhigende neun Zähler Bonus. Für dieses Spiel ist der Begriff vorentscheidende Bedeutung erfunden worden. „Von daher ist es ein ungemein wichtiges Spiel für uns. Ich hoffe, dass bei uns sich auch alle dieser Situation bewusst sind und das Spiel auch dementsprechend annehmen“, so der allgemeine Wunsch von Hiddesen/Heidenoldendorf-Coach Markus Rüschenpöhler. Eine ähnliche Situation haben die Lipper bereits gegen Barntrup und Anreppen vorgefunden. In beiden Spiele versagten die Nerven, der Spielrhythmus wurde nicht gefunden und es setzte letztlich eine bittere Niederlage. Gegen die Spitzenteams hat die Spielgemeinschaft auf erstaunliche Art und Weise unter Beweis gestellt, dass sie mehr als nur mithalten können. Nervenstärke gegen einen direkten Rivalen im Kampf um den Klassenerhalt zu beweisen, das ist eine wichtige Tugend. Mit dem PEL-Coach Matthias Rebmann pflegt Rüschenpöhler sehr gute Beziehungen, gab es in der jüngeren Vergangenheit einen intensiven und verheißungsvollen Austausch untereinander. Auf die Tormaschine der Gäste, Pascal Knoke, wird zu achten sein. 13 Mal hat er in der noch jungen Saison zugeschlagen, weist seine Konstanz als Torjäger schon mehrere Jahre lang zureichend nach. „Aber, wie alle Mannschaften besteht auch Peckelsheim nicht nur aus einem Spieler, sondern auch aus mindestens zehn anderen Spielern, die am Sonntag auflaufen werden“, kann man Rüschenpöhler aus dieser Aussage keinen Strick drehen. Ankommen wird es für den SG-Coach vor allem darauf, dass man ähnlich gute Leistungen wie gegen Neuenbeken und gegen den SV Heide Paderborn zeigt, sein freundliches Gesicht in dieser so entscheidenden Partie präsentiert. Im Gegensatz zu den Auseinandersetzungen mit den Spitzenteams rechnet nun aber Rüschenpöhler mit einem defensiv agierenden Kontrahenten, der das flotte Kombinationsspiel der jungen Fohlen gezielt stören möchte. „Da werden sicherlich andere Tugenden, andere Aufgaben und andere Verhaltensmuster von uns gefragt sein“, erahnt der Blondschopf. So ein Dreier würde ganz bestimmt einem Befreiungsschlag gleichkommen, denn mit den einfachen Punktgewinnen könnte der Rotlichtbezirk auf Dauer unangenehm nahe kommen. Rüschenpöhler hat das im Blick, wenn er via Lippe-Kick sagt: „Wir haben jetzt drei Spiele hintereinander nicht gewonnen. Von daher wäre es mal wieder an der Zeit, zu gewinnen und mal wieder drei Punkte auf einen Schlag zu bekommen“, proklamiert er einen Heimsieg als das erklärte Ziel. Dass dies gegen die Mannschaft aus dem knapp 2000 Einwohner-Ort nicht einfach wird, dessen ist sich Markus Rüschenpöhler absolut bewusst. Immerhin ist der FC seit mehreren Spielzeiten schon ein etablierter Bezirksligist. „Sie haben es immer wieder geschafft, sich von den Abstiegsplätzen fernzuhalten und werden das auch sicherlich in diesem Jahr wieder versuchen.“

 

 

„Als Aufsteiger sorgt Hiddesen/Heidenoldendorf für Furore“, so hat es FC Peckelsheim-Eissen-Löwen-Coach Matthias Rebmann treffend bemerkt. Dass den Aufstiegskandidaten Neuenbeken und Heide Paderborn von den Lippern jeweils ein Zähler abgeknöpft wurde, sorgt für ein respektvolles Nicken bei Rebmann. Die Stabilität im eigenen Team ist ganz entscheidend, geht es darum, dass einer für den anderen da ist, das drei Musketiere-Prinzip voll und ganz beherzigt wird. In den letzten drei Partien ist die Stabilität mehr Wunsch als Realität gewesen, setzte es doch jeweils eine Niederlage. In Bad Lippspringe und Dringenberg verloren die Eissen-Löwen-Kicker mit 1:3, vor heimischer Kulisse gegen Barntrup gar mit 1:4. Der letzte Pflichtspielsieg datiert von Mitte Oktober, als im Kreis-Pokal der FC Stahle nach einem 4:3 nach Verlängerung das Nachsehen hatte. Speziell im Abwehrverbund möchte PEL sehr achtsam agieren, sind es individuelle Aussetzer gewesen, die die eigenen Hoffnungen zerstört haben. Den Abstand zu den Mittelfeldrängen wollen die Peckelsheimer tunlichst nicht zu weit abreißen lassen, geht es nach dem Spiel beim Aufsteiger gegen die besagten Spitzenteams. „Wir müssen stabil und mit einem großen Willen auftreten, auch gegen einen richtig guten Aufsteiger etwas mitzunehmen“, so die Sehnsucht von Rebmann. Fänger Simon Störmer urlaubt, fällt deshalb aus. Ebenso Toni Schön. Weitere Akteure sind noch angeschlagen.

 

Marcel Kowatsch leitet diese Begegnung ab 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Heidenoldendorf.

 

SpVg Brakel II vs. Post TSV Detmold

Erst hatten sie kein Glück, dann kam auch noch Pech hinzu. Das ist ein verbaler Klassiker der nationalen Fußball-Geschichte. Dies hat wohl auch für die Reserve der Spielvereinigung aus Brakel Gültigkeit, wie Coach Maik Schmitz so langsam realisiert: „Mittlerweile kommen die Spiele, in denen uns auch einfach das Glück fehlt.“ Zuletzt etwa verlor die Spielvereinigung denkbar knapp mit 2:3 beim Delbrücker SC II. Davor setzte es eine 1:5-Klatsche in Mastbruch. Vor heimischer Kulisse ist das Team aus der 17.000 Einwohner-Stadt gut, gewann etwa gegen die Mit-Aufsteiger Barntrup (4:3) und TuRa Elsen (5:2), holte ein Remis gegen den SV Dringenberg (0:0). Die Devise ist ganz einfach: „Wir müssen hart arbeiten, um uns das Glück vielleicht auch ein Stück weit zu erzwingen.“ Erforderlich dafür wird wohl ganz viel Konzentration und Wachsamkeit über das vollständige Match sein. Dass der Aufsteiger mit diesem Post TSV Detmold mithalten kann, davon zeigt Schmitz sich definitiv überzeugt. „Das wollen wir am Sonntag im Heimspiel zeigen“, betont er via Lippe-Kick unmissverständlich.

 

Nach zuvor ganz ordentlichen Auftritten setzte es für den so stolzen Post TSV Detmold eine 0:5-Heimklatsche gegen die aufstiegsinteressierten Sportfreunde aus Mastbruch. Ein Sieg ist nun beim Drittletzten das erklärte Ziel. Post TSV-Manager Michael Grundmann räumt gegenüber Lippe-Kick unumwunden ein: „Brakel II können wir nicht einschätzen, da natürlich auch immer Spieler von der ersten Mannschaft dabei sein können.“ Was für Zuversicht bei ihm sorgt: „Wenn wir so spielen, wie gegen Mastbruch in der ersten Halbzeit können wir definitiv etwas in Brakel holen.“ Andererseits: „Spielen wir, wie in der zweiten Halbzeit werden wir auch in Brakel verlieren.“ Nach einer erfolgreichen und intensiven Trainingswoche brennen die Postler wie Fackeln. Marcel Zimmer kehrt in den Detmolder Kasten zurück. Lukrativ für die Lipper: Mit einem Auswärtssieg bauen sie den Vorsprung auf den kommenden Gegner auf satte zehn Zähler aus.

 

Um 15.15 Uhr erfolgt auf dem Kunstrasenplatz im Brakeler Thermo-Glas-Stadion der Anpfiff. Referee Sven Jedreizak wird diesen ausführen.

 

 

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