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Kreisliga B2 Lemgo

Kreisliga B2 Lemgo – Vorbericht 15. Spieltag 2019/20

 

So schnell kann es gehen. Die Hinrunde ist mit diesem Spieltag Vergangenheit. Lippe-Kick blickt auf die Partien.

Entrup will „eineinhalb blaue Augen“

 

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Das Eröffnungsspiel fand schon am Mittwochabend statt, als ein lebendiges Duell der Zweitvertretungen zwischen dem SV Werl-Aspe II und der SG Hörstmar/Lieme II mit einem 1:1-Unentschieden endete. Sieben Begegnungen stehen am Sonntag im Fokus. Die beiden Kellerkinder, die gerade einmal eine einstellige Punkteausbeute aufweisen, müssen sich mit echten Großkaliber auseinandersetzen. Der TuS Ahmsen II hat den Tabellendritten TuS Lipperreihe II zu Gast. Der Vorletzte Yunus Lemgo bekommt es mit dem Zweiten TuS RW Grastrup/Retzen zu tun. Entrup möchte derweil mit einem Heimsieg im Hansestadt-Derby über den TBV Lemgo III den Anschluss an das Tabellenmittelfeld herstellen. Interessant: Bei der TSG Holzhausen/Sylbach gibt es einen Trainer-Wechsel, ist doch Stefan Brunk ab sofort kein Trainer der Blau-Weißen mehr.

 

 

Von Henning Klefisch

TuS Asemissen II vs. TuS Bexterhagen II

Extrem früh aufstehen, das gilt für sämtliche Akteure vom TuS Asemissen II und vom TuS Bexterhagen II. Schon um 10.30 Uhr pfeift Hüseyin Öztürk die Begegnung auf dem Kunstrasenplatz in Greste an. Voll des Lobes über die acht Punkte schlechter platzierten „Reds“ ist Asemissen II-Coach Florian Meerkötter, indem er sagt: „Bexterhagen II ist immer gut einstellt. Sie spielen in der Regel sehr diszipliniert gegen den Ball und gehen konsequent in die Zweikämpfe. Sie sind insbesondere durch das Kollektiv als Mannschaft gut.“ Beim TuS Bexterhagen II ist es wahrlich ein goldener Oktober und ein eher trüber Vormonat. Denn: Der September war nur am Anfang und am Ende erfolgreich, als zunächst mit 2:0 beim SV Werl-Aspe II gewonnen wurde, ehe auch der andere Nachbar, der TuS Ahmsen II, gegentorlos bezwungen werden konnte. Gegen das Schlusslicht feierten die „Reds“ sogar einen grandiosen 10:0-Erfolg. Dazwischen aber sammelten sie von zwölf möglichen Zählern keinen einzigen. Die Bilanz von fünf Siegen zuletzt kann sich absolut sehen lassen, weshalb Meerkötter mit einem „selbstbewussten Gegner“ rechnet. Daher werden auch die Asemisser ganz viel investieren müssen, die jüngst demonstrierten Qualitäten an den Tag legen, um zu früher Stunde nicht gönnerhaft zu agieren. Der Asemissen II-Trainer gibt schließlich als klare Marschroute aus: „Nichtsdestotrotz gehen wir mit dem Ziel in das Spiel, die Hinrunde mit drei Punkten abzuschließen und die 30 Punkte vollzumachen.“ Es könnte personell allerdings zu etlichen Ausfällen kommen. Das verletzte Trio Niklas Brühl, Matthias Riediger und Tobias Gröschl muss definitiv aussetzen. Bei Raffael Giebel, Max Diekhof und Lasse Huitema wird noch kurzfristig entschieden, ob es bis zum Matchday reicht. Ihr Comeback im Kader geben Erkan Aymandir und Patrick Dove.

 

Knapp mit 1:0 gewannen die Bexterhäger ihr gestriges Nachholspiel bei Yunus Lemgo. Das war der fünfte maximale Erfolg in Serie. Beruhigend: Ein Quartett steht mit Stühlmeyer, Kampmann, Mäscher und Salih Yousif wieder zur Verfügung. Bex II-Coach Dennis Lütkehölter stellt fest: „Wir sind zwar selbstbewusst, aber spielen gegen die Mannschaft der Stunde. Auch wenn es zu nachtschlafender Zeit angepfiffen wird, müssen wir 90 Minuten hellwach sein“, sind es gerade einmal acht Kilometer, die als Fahrtstrecke zurückgelegt werden müssen. Die Zielsetzung ist diskussionslos: „Ein Derby will man immer gewinnen. Wir sind gegen eine gut geordnete und spielstarke Mannschaft nur Außenseiter“, meint jedoch Lütkehölter. Dennoch konstatiert er: „Der Hunger nach weiteren Punkten ist jedoch groß.“

 

TuS Ahmsen II vs. TuS Lipperreihe II

Überbordend sind die Hoffnungen nicht, mit denen das Schlusslicht TuS Ahmsen II in das folgende Heimspiel gegen diese starken Lipperreiher geht. Immerhin ist die grundsätzliche Personalqualität der ersten beiden Seniorenteams extrem hoch. Vielleicht erinnert sich Interimstrainer Lothar Köhnemann auch an den sensationellen 1:0-Erfolg vom Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern mit Chefcoach Otto Rehhagel an der Spitze – dies beim scheinbar übermächtigen FC Bayern München Anfang August 1997. Er ruft sich nämlich ins Gedächtnis: „Es hat auch schon Spiele gegeben, in denen es andere geschafft haben, zu überraschen.“ Für das Schlusslicht geht es vor allem darum, dass Match für Match durchgehalten wird, die vier Spiele bis zur Winterpause, um dann mit neuem Elan anzugreifen. Vorbildlich, dass auch Kicker nützliche Hilfsdienste anbieten, die schon gefühlt seit der Währungsreform nicht mehr gegen den Ball getreten haben. Dennoch sind sie noch ausreichend fit, um tatsächlich fußballerisch nützlich zu sein. Köhnemann ist ganz sentimental: „Dafür kann ich denjenigen gar nicht genug danken und mit Worten ist es eh nicht mehr beschreibbar.“ Nun sind also die West-Lipper am Autobahnkreuz zu Besuch. Köhnemann kann es kaum erwarten, erklärt via Lippe-Kick deshalb: „Ich freue mich aber auf die Jungs aus Lipperreihe, weil dort wirklich Freunde sind, mit denen wir schon ein ganzes Fußball-Leben lang unterwegs sind. Wer weiß, vielleicht kann ich sie so in Gespräche verwickeln, dass sie vergessen, alle Punkte mitnehmen“, ist das dem so kommunikationsfreudigen Köhnemann voll und ganz zuzutrauen.

 

Natürlich lauert die Gefahr an allen Ecken und Enden, dass der TuS Lipperreihe II die kommende Aufgabe nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit angeht. Das droht, zweifelsfrei. Zum Glück haben West-Lipper aber mit Thorsten Taverner einen Coach, der diese Diskussion direkt im Keim ersticken lässt: „Wir werden eines mit Sicherheit nicht machen: Den Gegner aufgrund des Tabellenplatzes zu unterschätzen.“ Er führt etwas konkreter aus: „Sie hatten am Anfang mit Sicherheit eine schwere Zeit, eine Mannschaft auf den Platz zu bringen. Aber in den letzten Spielen hat man gesehen, dass sie es wieder schaffen.“ Speziell das 4:4 gegen den TSV Schötmar hat ihm ausgesprochen gefallen, denn in diesem Spiel bewies das Schlusslicht echte Comeback-Qualitäten. Taverner glaubt fest daran: „Das ist sicherlich auch ein Verdienst von Lothar “Urgestein” Köhnemann, der alles versuchen wird, um die Mannschaft Woche für Woche zu motivieren. Er ist seit Jahren immer ein fairer Sportsmann und immer wieder freut man sich, ihn zu sehen.“ Sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren, dieses mit aller Überzeugung durchzuziehen, um somit dreifach zu punkten, das wollen die Gäste versuchen. In welchen Bereichen existiert denn konkret ein Steigerungspotenzial? „Arbeiten müssen wir an der Abwehr, da wir einfach noch zu viele Gegentreffer kassieren“, erklärt Taverner, denkt zugleich auch daran, dass 25 Gegentore in 14 Partien geschluckt werden mussten. Mit 48 erzielten Toren verfügt La Furia Roja über die drittbeste Sturmreihe hinter dem TuS RW Grastrup (52 Tore) und dem SV Wüsten (49). Dessen ist sich auch Taverner bewusst, der klarstellt: „In der Offensive sind wir spielerisch sehr stark und werden versuchen, unsere Offensive wieder oft ins Spiel zu bringen.“ Das Dienstagstraining ist ausgefallen, da einige Lipperreiher auf der Bielefelder „Alm“ beim DFB-Pokal-Aufeinandertreffen des DSC Arminia Bielefeld gegen den FC Schalke 04 gewesen sind. Andere hätten sowieso nicht trainieren können, da lädiert oder verletzt. Neu im Kader im Vergleich zum 6:2-Sieg über die TSG Holzhausen/Sylbach II sind Pascal Weiss und Sven Theunert. Was erstaunlich ist. Knapp ein Dutzend Akteure muss verletzungsbedingt aussetzen. Für Taverner ist dies aber nicht allzu hinderlich: „Aber auch am Sonntag spielt eine La Furia Roja, die den Sieg unbedingt will, denn schließlich spielen wir eine gute Hinrunde und wollen diese mit einem Sieg vergolden“, könnte im günstigsten Fall der TuS RW Grastrup/Retzen vom zweiten Tabellenplatz gestoßen werden.

 

Patrick Elfers pfeift dieses Duell der Zweitvertretungen um 12.30 Uhr an. Auf der Ahmser Werrekampfbahn geht es zur Sache.

TSG Holzhausen/Sylbach II vs. TuS Lockhausen

Viel heftiger geht es nicht für die TSG Holzhausen/Sylbach II. Der Klassen-Streber TuS Lockhausen ist zu Besuch. Der Vorteil: Der Druck liegt eindeutig beim Gast, der 14 Punkte mehr als die TSG-Reserve aufweist. Der Respekt ist gewaltig vor dem Verein aus dem rund 3200 Einwohner-Ort aus dem nordwestlichen, lippischen Randgebiet. Dieser Aufsteiger ist aber keck, lässt er sich bisher nicht viel gefallen von den Schwergewichten dieser Liga. Gegen Grastrup/Retzen (3:2) und beim TSV Schötmar (2:1) sind zwei Favoriten bezwungen worden. Dazu kommt der Heimvorteil, denn der Sportplatz in Holzhausen gleicht einem Hexenkessel: „Da wir jedoch zu Hause spielen, werden wir alles probieren, lange mitzuhalten und möglichst mal wieder für eine Überraschung zu sorgen und einen Favoriten zu stürzen. So wird uns sicherlich die ganze Liga die Daumen drücken, um es wieder etwas spannender zu machen“, rechnet TSG II-Coach Henri Ellerbrok mit mentaler Unterstützung. Ähnlich wie viele lippische Kontrahenten hat der Aufsteiger es diese Woche deutlich entspannter angehen lassen, was die Trainingsintensität angeht. Bei einigen Spielern ist der physische und psychische Akku nahezu leer. Einige sehnen sich die Winterpause herbei. Auch die Rasenplätze gleichen oft den Ackerlandschaften in den neuen Bundesländern. Ellerbrok hat dennoch einige Inhalte trainieren lassen, verrät via Lippe-Kick dazu: „Wir haben den Fokus auf das Passspiel und taktische Abläufe gelegt.“ Die Weiterentwicklung der eigenen Matches steht im Fokus, sollen die guten Spielphasen kontinuierlicher und langanhaltender werden. „Wenn wir zudem den Kampf und die Zweikämpfe annehmen, ist vor heimischer Kulisse alles möglich. Auch der Fall vom dritten Großkaliber innerhalb von nur einem Monat. Auf Sebastian Funke, Sebastian Aydin und Maik Moritz kann der Gastgeber nicht bauen.

 

Die Unwägbarkeit ist ein seriöses Merkmal für den TuS Lockhausen-Coach Stefan Braunschweig: „Wir können gegen jeden gewinnen, können aber auch gegen jeden verlieren.“ Ergo: Das Wetter wird am Sonntag heiter bis wolkig. Dass Holzhausen/Sylbach II mit Grastrup/Retzen und Schötmar zwei Spitzenteams bezwungen hat, das hat Braunschweig im Hinterkopf. Auch eine 2:0-Führung über den TuS Lipperreihe II bestätigt ihn in der Annahme, dass die Blau-Weißen über eine gewisse Qualität verfügen. „Das kommt nicht von ungefähr“, erklärt er via Lippe-Kick. Trotz der vorzeigbaren Tabellenführung möchte man sich stets und ständig verbessern, sich nur auf den eigenen Match-Plan konzentrieren. „Egal, wie viele Tore der Gegner kassiert oder geschossen hat“, reicht dem TuSL bereits ein Zähler zur Herbstmeisterschaft. Dieses Etappenziel wollen die Braunschweig-Boys mit aller Macht erreichen. „Wenn es am Ende nur die Vizemeisterschaft wird, ist das auch eine Riesengeschichte“, macht Braunschweig von einem möglichen Aufstieg nicht sein Seelenheil abhängig. Mit welcher Begeisterung und Akribie seine Mannschaft trainiert, zusammenhält, auch Neuankömmlinge wie Anto Rados, Edgar Tissen und Aimen Khoudouj integriert, erfüllt ihn mit Stolz. „Wir sind eine große Familie“, schwärmt der Ex-Oberliga-Kicker. Beispielhaft dafür ist, dass der am Kreuzband verletzte Hendrik Stockhecke auch weiterhin ein fester Bestandteil ist, die Mannschaft stets vor Ort unterstützt. Besonders für die eierlegende Wollmilchsau vom TuS Lockhausen freut sich Stefan Braunschweig. „Matze Höcker macht eine überragende und mega Arbeit. Er ist 24 Stunden für den Verein da. Jetzt wird das belohnt.“ Höckers Idee, dass die Jugendarbeit intensiviert wird, mehr Zusammenhalt im gesamten Verein vorherrscht, wird nun von allen Beteiligten exzellent umgesetzt. „Das liegt nicht an mir, sondern am Verein“, nimmt sich Braunschweig selbst nicht allzu wichtig.

Detlef Meyer ist ab 12.30 Uhr der Referee für diese Begegnung.

TuS Leopoldshöhe II vs. TSG Holzhausen/Sylbach

Die Leistung beim 0:1 gegen den TuS Lockhausen hat das Selbstbewusstsein gesteigert beim TuS Leopoldshöhe II. Die nimmersatten Löwen wollen gegen Holzhausen/Sylbach nunmehr wieder in die Punkteränge vorstoßen. „Unsere Abwehr hat sich wieder stabilisiert und wenn wir die Leistung der letzten Woche abrufen können, sollten wir zumindest hinten keine Probleme haben“, hofft Leo II-Akteur Max Meckelmann auf ein defensives Bollwerk seiner Mannschaft. Im Offensivbereich wurde sehr viel Fokus auf die Passschärfe gelegt, damit die stabile Defensive mit offensiven Akzenten gepaart wird. Allerdings warnt Meckelmann vor dem Kontrahenten, der nun ohne Coach Stefan Brunk antritt. Der langjährige TSG-Trainer hat am gestrigen Abend sein Trainer-Amt niedergelegt. „Holzhausen/Sylbach wird es uns natürlich nicht leicht machen und sich erfahrungsgemäß mit allem reinwerfen, was sie haben.“ Da der Leopoldshöher Rasenplatz keinem Teppich gleicht, tief sein wird, muss auch der Ausdauerfaktor eine Rolle spielen, damit entschieden wird, wer nach 90 intensiven Minuten erfolgreich ist. Leopoldshöhe II-Cheftrainer Seifert wird wohl – Stand jetzt – seine Best-Formation auflaufen lassen. In der 17.000-Einwohner-Gemeinde empfängt der Tabellenzwölfte den Siebten. Mit einem Heimsieg könnten die Leos punktmäßig zur TSG aufschließen. Zweifelsfrei ein Indiz für die enorme Ausgeglichenheit in dieser Liga.

 

Wolfgang Lenger ist um 12.30 Uhr der Referee der Partie.

 

FC Union Entrup vs. TBV Lemgo III

Timm Lessow fehlt die Grundlage, um den starken Aufsteiger aus der Nachbarschaft angemessen beurteilen zu können. Das Personal-Roulette wird beim TBV Lemgo III schließlich stets gut bedient. Die Entruper haben allerdings genug eigene Probleme, müssen demnach vor der eigenen Haustür kehren. „Wir brauchen die Punkte, egal wie“, so erklärt es

der Keeper der Entruper. Dass der Rasenplatz in der Ilsekampfbahn wohl äußerst schwer bespielbar sein wird, könnte tatsächlich den Entrupern in die Karten spielen. Seine Prognose: „Spielerisch und taktisch wird Lemgo III sehr viel anbieten. Ob sie auf unserem »Acker» den Kampf annehmen, wird sich zeigen. Da unsere zweite Mannschaft nicht spielt, werden wir uns wieder verstärken, um das Maximum an Qualität auf den Platz zu bringen“, sollen die Kräfte gebündelt werden. Zum Ende der Hinserie dreifach zu punkten, „wäre zumindest ein versöhnlicher Abschluss.” Der Tabellendreizehnte würde diese mittelprächtige Halbserie mit „eineinhalb blauen Augen“ beenden, erklärt Lessow im Lippe-Kick-Gespräch.

 

Vier Siege in Folge, dies bei einem Torverhältnis von 23:7, der TBV Lemgo III ist derzeit die Mannschaft der Stunde in der B2-Liga. Es gab drei Entertainment-Angebote durch den Aufsteiger, ehe der 1:0-Erfolg bei Yunus Lemgo mit einer eher trostlosen Vorstellung eingefahren wurde. TBV III-Coach Frank Schröder erinnert sich: „Wir hatten eine tolle Siegesserie. Da haben wir tollen Offensivfußball und vielleicht mit den besten Fußball in der Liga gespielt. Das letzte Spiel gegen Yunus haben wir dann voll in den Sand gesetzt. An dem Tag haben alle Spieler unter ihrem Niveau gespielt“, wollen die Jahn-Platz-Jungs nun unbedingt eine Reaktion zeigen. Keine Auffälligkeiten gab es im Training, haben die Trainer Sebastian Klaas und Schröder dort nichts Konkretes ins Auge gefasst. Im Vergleich zum Yunus-Match wird Patrick Wattenberg wieder in den Kader zurückkehren. Schröder gibt zu: „Ansonsten kann man bei uns kaum von Rückkehrern sprechen. Die Mannschaft ändert sich ja so gut wie jedes Wochenende.“

 

Volker Schröder ist um 14.30 Uhr für die Spielleitung in Entrup verantwortlich.

 

Yunus Lemgo vs. TuS RW Grastrup/Retzen

Ganz große Realisten sind die Yunus Lemgo-Trainer Levent Sen und Cüneyt Kurt, die unisono predigen: „Gegen Grastrup/Retzen müssen wir natürlich die Favoritenrolle an sie abgeben, weil sie auch ein Aufstiegsaspirant sind und nicht daran interessiert sind, Punkte gegen uns liegenzulassen.“ Vorab die Punkte per Post an die Rot-Weißen schicken, das passt den Delphinen überhaupt nicht in den Kram. Immerhin benötigt man doch selbst noch viele Zähler für den Klassenerhalt. Daher kündigt Sen bereits an: „Es wird gekämpft bis zum Umfallen, denn wir brauchen die Punkte auch!“ Das gestrige 0:1 gegen den TuS Bexterhagen II war extrem unglücklich wie knapp. Jetzt den Blick nach vorne zu richten, darauf wird es für die Hansestädter vor allem ankommen. Kurt stellt korrekterweise fest: „Wir haben noch viele Spiele vor uns, aber dennoch müssen und werden wir punkten.“ Neben dem besagten Liga-Spiel ist in der laufenden Woche auch trainiert worden. Ausdauer und Torraumsituationen genossen viel Wertschätzung beim Tabellenvorletzten. Die exakte Personalsituation kann noch nicht verifiziert werden. Tröstlich: Ahmet Tümenci gibt nach abgelaufener Sperre wieder sein Comeback.

 

Seine Hochzeit wird TuS RW Grastrup/Retzen-Coach Thore Eitner wohl nicht auf dem Rasenplatz der West-Alm feiern. Auf die Frage von Lippe-Kick, was er mit Yunus Lemgo verbindet, antwortet er: „Erinnerungen habe ich hauptsächlich an den schlechten Platz. Kein Grün war mehr zu sehen und wo Hundekot und Steine sich die Hand gegeben haben. Es sah mehr wie eine Hundewiese aus.“ Im spielerischen Bereich hat er eine Mannschaft beobachtet, die stets und ständig hervorragend gekämpft hat, sind es zudem viele individuell starke Spieler gewesen, die allzu oft den Unterschied ausgemacht haben. „Deshalb müssen wir von Anfang an wach sein, die gleiche hervorragende Leistung abrufen, die wir am Donnerstag im Pokalspiel abgeliefert haben.“ Gegen den scheinbar übermächtigen Bezirksligisten TSV Oerlinghausen gab es erst im Elfmeterschießen nach einem 5:6 das Ausscheiden zu verdauen. Eine Fortführung dieser Vorstellung wünscht sich Eitner jetzt: „Sollten wir dies schaffen, sehe ich kein Problem, unserem Ziel wieder einen Schritt näherzukommen und die drei Punkte mitzunehmen.“ Dies findet ohne eine Trainingseinheit statt. Am Dienstag haben sich viele RW-Spieler gemeinsam das DFB-Pokal-Spiel zwischen Arminia Bielefeld und dem FC Schalke 04 angeschaut. Gestern gab es bekanntlich das aufregende eigene Pokalspiel. „Dafür haben die Jungs sich am Donnerstag ausreichend ausgepowert, sodass wir die Trainingseinheiten wieder aufgeholt haben“, gibt sich Eitner diesbezüglich überzeugt. Wie sich die Ausfallsituation letztlich tatsächlich darstellt, muss noch abgewartet werden. Eitner befürchtet nach diesem intensiven Pokal-Fight nämlich: „Ich denke, in jedem meiner Spieler sitzt noch ein wenig Muskelkater nach der Leistung. Das muss man nun differenzieren, ob Muskelkater oder bleibender Schmerz.“

 

Auf der West-Alm ist Lemgo ist Manfred Miske um 14.30 Uhr für die Spielleitung verantwortlich.

 

SV Wüsten vs. TSV Schötmar

Tabellenplatz zehn mit 19 Punkten aus 14 Spielen ist eine echte Überraschung für den SV Wüsten – eine negative. Der letztjährige Vizemeister punktete in den vergangenen drei Partien kein einziges Mal, nachdem zuvor mit dem 4:2-Sieg über den TuS Asemissen II ein echter Achtungserfolg gelungen ist. Pressesprecher Marvin Bahlo betont nun via Lippe-Kick: „Wichtig für das Spiel gegen Schötmar ist, dass die erste Mannschaft aus der Abwärtsspirale rauskommt und einfach mal wieder ein Erfolgserlebnis für sich verbuchen kann.“ Die Warnung ist klar: „Gegen Schötmar wird es sicherlich nicht leicht werden. Bei uns auf dem Kunstrasen haben sie sich in der Vergangenheit allerdings immer etwas schwergetan.“ Schließlich kennen die rot-schwarzen Panther doch nur den heimischen Rasen- und Ascheplatz im Lohfeld. Die Hausherren wollen hinten dicht sein. 42 Gegentore in 14 Partien sind ganz klar zu viel, haben die Wüstenfüchse doch dreimal pro Begegnung hinter sich greifen müssen. Die Maxime ist für Bahlo daher klar: „Wichtig ist, dass wir in der Defensive gut stehen. Ein Tor vorne erzielen wir immer“, haben die Wüstener doch auch schon 49 Tore selbst erzielt. Jonte Welle fällt weiterhin verletzungsbedingt aus. Stefano Gallo ist wegen einer Krankheit fraglich.

 

Auch die jüngste Schwächeperiode lässt den TSV Schötmar-Boss Ersan Dargecit nicht an seiner Meinung rütteln: „Sonntag erwartet uns in meinen Augen ein schwerer Gegner.“ Der TSV Schötmar rangiert derzeit auf dem sechsten Rang, ist damit je vier Punkte und Ränge besser platziert als der SVW. Dargecit ist der Ansicht: „Diese Saison passen die Ergebnisse nicht ganz beim SV Wüsten. Sie haben aber einige Akteure, die gut Fußball spielen können. Der Kunstrasen wird sicherlich auch von Vorteil für sie sein.“ Dort fühlen sich die Schötmar-Kicker bekanntlich mal so gar nicht wohl. Insbesondere auf die Bewachung von Angreifer Ibrahim Sory Camara werden die Gäste ihr Augenmerk legen. „Er ist nämlich ein Stürmer, der weiß, wo das Tor steht“, erklärt Dargecit, der sich voll darauf konzentrieren möchte, das eigene Spiel zu machen. Ausfallen werden der rotgesperrte Mithat Bozkurt und die verletzten Murat Incekara und Sinan Siviloglu. Schötmar kann kicken. Das haben sie zuletzt eindrucksvoll beim 2:1-Sieg über die SG Hörstmar/Lieme II bewiesen.

 

Der ruhende Pol als Schiedsrichter, Manfred Heinrich, ist ab 14.30 Uhr der Mann mit Pfiff. Gespielt wird auf dem Kunstrasenplatz in Wüsten.

 

 

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