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Kreisliga A Detmold

Kreisliga A Detmold – Vorbericht Nachholspiele vom 12.11.19

Zwei Heimspiele der Zuckerstädter gegen ein Duo aus dem Speckgürtel der Residenzstadt. Lippe-Kick liefert euch die Einstimmung dafür.

Heiden möchte neues Erfolgs-Kapitel schreiben

 

Kreisliga A Detmold (hk). Bei Heimspielen vom TuRa Heiden und des RSV Hörste Mitte November ist der erste Gedanke: sichere Ausfälle. Immerhin besitzen die beiden Traditionsvereine Rasenplätze, die in der kälteren Jahreszeit nicht bespielbar sind. Deshalb weichen sie auf Kunstrasenplätze aus. Für den TuRa Heiden geht es zum Lagenser Werreanger, wo es ab 19.30 Uhr zum Anpfiff gegen den SC Türkgücü Detmold kommt. Eine halbe Stunde danach erfolgt auf dem Müssener Kunstrasenplatz der Startschuss der Partie RSV Hörste gegen den SV Diestelbruch/Mosebeck.

 

Von Henning Klefisch

 

 

TuRa Heiden vs. SC Türkgücü Detmold

Nachdem der Rasenplatz der Rotenberg-Kampfbahn für das Heimspiel gegen die Sportfreunde Berlebeck/Heiligenkirchen (3:0) bespielbar war, wurde er mittlerweile wieder gesperrt. Deshalb zieht der TuRa Heiden um. Zum heutigen Spiel geht es auf den Kunstrasenplatz nach Lage. Gut möglich, dass der Heimverein einen Einnahmeverlust hinnehmen muss, pilgern zum heimischen Sportplatz im eigenen Ort doch mehr Zuschauer. TuRa-Trainer Thorsten Geffers begründet diese Maßnahme bei Lippe-Kick plausibel: „Wir sind nämlich schon zwei Spiele im Rückstand und das Wetter wird nicht mehr besser. Zudem haben sich einige Jungs auch extra beruflich den Tag heute freigeschaufelt.“ Die Heidener sind wieder längst zurück in der Erfolgsspur. Nach fünf meist auch deutlichen Niederlagen gab es zuletzt drei Dreier in Serie. Nach einem 4:1 in Pivitsheide folgte der angesprochene Erfolg über BHK, ehe am Sonntag auch auf dem Schlänger Rennekamp gewonnen wurde – mit 4:2. Die maximale Ausbeute in Folge einzufahren, das ist das erstrebenswerte Ziel. Geffers reibt sich voller Vorfreude die Hände, wenn er johlt: „Meine Jungs sind klasse drauf und die Formkurve zeigt weiter nach oben. Wenn wir genauso konzentriert, diszipliniert und taktisch gut vorgehen wie in Schlangen, werden wir die drei Punkte am Platz behalten“, muss diese starke Performance von vorgestern nur bestätigt werden. Einfach wird diese Aufgabe gegen die Südländer aus dem Schulzentrum Mitte aber nicht, sensibilisiert Geffers seine Jungs: „Trotzdem haben wir vor Türkgücü Respekt, da man sie nie unterschätzen darf. Das haben die letzten Ergebnisse wie die beiden Siege gegen Berlebeck/Heiligenkirchen (4:3) und Hörste (3:1) gezeigt.“ Etwas Uneinigkeit herrscht vor dem Spiel zwischen den beiden Vereinen, was die Austragung betrifft. Am Sonntag-Abend kontaktierte Türkgücü-Coach Erhan Eksioglu seinen Kollegen Thorsten Geffers mit der Bitte, diese Partie erneut zu verlegen. Geffers kann diesen Gäste-Wunsch nicht erfüllen, erklärt dazu nun bei Lippe-Kick: „Einige Spieler haben sich extra für den Wochenspieltag beruflich freigeschaufelt und wir sind bereits zwei Spiele im Rückstand. Außerdem ist es bei der Platzbelegung in Lage nicht einfach, den Kunstrasen mal eben so in der Woche für ein Ligaspiel zu bekommen. Zudem bin ich auch vom Verhalten der letzten Saison enttäuscht. Da hatten wir um Verlegung des Pokalspiels Anfang Oktober gebeten, da wir durch eine Grippewelle keine Mannschaft voll bekommen hatten. Meine Bitte wurde seitens Türgücü damals abgelehnt, obwohl es bis zum Halbfinale Anfang Mai dieses Jahres in den fünf Monaten genug Nachholtermine gegeben hätte.“

 

Eine große Trauer schwebt über dem gesamten Verein SC Türkgücü Detmold. Die Schwester von Chefcoach Erhan Eksioglu ist gestorben, dies in jungen Jahren. Sie war Mitglied im Verein – mit vielen SCT-Spielern verwandt. Was für Eksioglu sehr enttäuschend ist: „Nach Anfrage wollte Heiden leider das Spiel nicht verlegen – trotz Trauerfall.“ Warum? „Grund ist, dass wir uns bei einer Verlegung des Pokalspieles im letzten Jahr nicht einigen konnten. Wir haben letztes Jahr Heiden mitgeteilt, dass wir gerne verlegen können, aber nicht in den nächsten drei, vier Wochen, da wir personell und arbeitsbedingt dann auch extreme Probleme haben können. Leider hat dann auch der Pokal-Leiter es nicht viel weiter nach hinten legen wollen, weshalb Heiden dann nicht angetreten ist. Aber dieses ist auch ein Trauerfall und nicht ein Verlegungswunsch wegen anderer Gründe. Es sind reichlich Spieler in der Türkei. Und ich musste nach einem Trauerfall von meiner Schwester unbedingt letzte Nacht zurückfliegen, damit ich heute in Heiden (Lage) auflaufen kann.“ Die Personalnot ist gewaltig, bekommen die Detmolder so gerade eine Mannschaft zusammen. Über das Sportliche möchte Eksioglu nichts sagen, betont jedoch mit aller Vehemenz: „Ich werde dieses dem Verantwortlichen aus Heiden auch mein Leben lang nicht verzeihen. Wir spielen hier untersten Amateurfußball, wo es um nichts geht. Wenn wir bei solch einem Trauerfall von einer wichtigen Person sprechen und dann auch noch so stehen gelassen werden, habe ich keinerlei Worte mehr. Das ist auch das Ende, wo man keinerlei Worte mehr aussprechen kann und möchte“, zeigt sich Eksioglu maximal enttäuscht. Er führt weiter aus: „Letzte Woche hat Heiden nicht das Spiel auf den Werreanger verlegt. Das haben sie jetzt gemacht, weil sie wissen, dass ich angeschlagen bin. Nicht nur personell, sondern auch im Herzen.“

 

Sascha Kreye ist auf dem Kunstrasenplatz in Lage der Referee vom Nachholspiel der zehnten Runde.

 

RSV Hörste vs. SV Diestelbruch/Mosebeck

„Der Vorteil liegt eindeutig bei Di-Mo, da sie im Rhythmus sind und die beiden letzten Spiele gewonnen haben, aber auch wir haben ganz ordentlich trainieren können, da wir jetzt offiziell Trainingszeiten in Müssen haben und auch diesbezüglich das Spiel dorthin legen können“, sagt RSV Hörste-Coach Ralf Ackmann vor dem heutigen Heimspiel auf dem Müssener Kunstrasenplatz. Nunmehr rangiert der Vorjahres-Aufsteiger auf dem drittletzten Tabellenplatz, besitzt jedoch immer noch einen Vorsprung von neun Zählern auf das Schlusslicht SG Brakelsiek/Wöbbel – bei gleicher Anzahl an Spielen. Gegen das Weskamp-Team fuhr Hörste auch den letzten Sieg ein. Vor zwei Monaten geschah dies. Seitdem gab es ein Unentschieden und vier Niederlagen – mit der Krönung der 0:9-Pleite in Jerxen/Orbke. Die 1:3-Niederlage gegen den SC Türkgücü Detmold im vergangenen Spiel hat für eine kolossale Enttäuschung bei Ackmann gesorgt, der nunmehr Wiedergutmachung fordert. Da ist es doch mehr als tröstlich, dass die Hörster in Bestbesetzung diese Partie bestreiten können. „Somit gehen wir das Spiel auch sehr selbstbewusst an, um wieder Anschluss ans Mittelfeld zu bekommen“, wäre ein Dreier dafür sehr behilflich.

 

Mit zwei torreichen – dennoch knappen – Siegen ist der SV Diestelbruch/Mosebeck wieder zurück in der Erfolgsspur. Di-Mo-Abwehrmann Patrick Hoffmann fordert nun im Lippe-Kick-Gespräch: „Wir wollen den Schwung aus den beiden letzten Siegen in das Nachholspiel beim RSV natürlich mitnehmen und die Punkte mit zurück an den Dörenwald nehmen.“ Mit einem Sieg könnte vom achten auf den siebten Rang geklettert werden, wenn Heiden sein Heimspiel gegen den SC Türkgücü Detmold verpatzen sollte. Hoffmann brütet innerlich, wie das Spiel tatsächlich laufen könnte: „Der RSV wird sicherlich über den Kampf kommen – diesen müssen wir annehmen und dann unsere eigenen, spielerischen Tugenden in das Spiel bringen.“ Im Vergleich zum 3:2-Sieg beim SuS Pivitsheide am Sonntag wird es keine massiven Kader-Veränderungen geben. Hoffmann verrät: „Der Einsatz von zwei, drei Spielern steht noch auf der Kippe.“

 

Cemil Türkoglu ist der Referee ab 20.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Müssen an der Hörster Straße. Auch er leitet ein nachgeholtes Spiel der zehnten Runde.

 

 

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