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Eishockey

HEV – Die Männer-Grippe hat zugeschlagen

Die Erkältungswelle legt halben HEV-Kader auf Eis. Vielleicht verlieren auch deshalb die Ice Dragons sehr deutlich ihr Spiel.

Eishockey: Herford unterliegt in Herentals mit 1:5

 

Tapfer gewehrt – gleich zwölf Spieler fehlten Chefcoach Jeff Job beim Inter Regio-Cup-Auswärtsspiel in Herentals. Die verbliebenen zehn Akteure plus die drei Juniorenspieler Dario Walkenhorst, Hendrik Pohlmann und Alex Kraus schlugen sich zwar achtbar, verloren jedoch letztlich mit 1:5 (1:1/0:1/0:3), auch weil am Ende einfach die Kraft ausging.

Beide Teams tasteten sich im ersten Drittel zunächst ab, wobei sich Herford trotz der vielen Ausfälle nicht versteckte und mutig nach vorne spielte. Als Fabian Staudt in der 15. Minute eine Strafzeit absaß, schlug Herentals jedoch bereits nach wenigen Sekunden zu. Nathan Pancel wurde von seinen Mitspielern in Position gebracht und netzte aus kurzer Entfernung zum 1:0 Führungstreffer ein. Herford erholte sich jedoch schnell von dem Rückstand und kam durch Killian Hutt nur eine Minute später mit einem sehenswerten Solo von der Mittellinie zum verdienten Ausgleich, mit dem es auch in die erste Pause ging.

Im zweiten Spielabschnitt ließ der HEV zunächst eine Überzahlsituation ungenutzt. Herentals erhöhte danach den Druck, scheiterte jedoch immer wieder an Kieren Vogel im Tor der Ice Dragons. Herford blieb bei einigen Kontern weiterhin auch torgefährlich. Als Leon Nasebandt in der 36. Minute eine 2+2-Minuten Zeitstrafe erhielt und zudem auch Guillaume Naud eine Minute vor der Pausensirene auf die Strafbank musste, erzielte der Gastgeber wenige Sekunden vor dem letzten Wechsel das 2:1 durch Mitch Morgan. Gar nicht einverstanden war Chefcoach Jeff Job mit diesem Treffer, da die Schiedsrichter unmittelbar vor dem Tor ein Foul an Killian Hutt ungeahndet ließen.

Das letzte Drittel begann mit einer kalten Dusche für den Herforder EV, als Jacques De Ceuster auf 3:1 für Herentals erhöhte. Der HEV bemühte sich zwar um den Anschlusstreffer, doch so langsam machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar. Der Gastgeber stand sicher in der Abwehr und wartete geduldig auf die sich bietenden Chancen. In der 56. Minute erhöhte Jef Van Den Bosch auf 4:1 und kurz vor Schluss erzielte Ben Vercammen in Überzahl den 5:1-Siegtreffer.

Für Herford bleibt nicht viel Zeit zum Erholen, denn bereits im Dienstagsspiel geht es um 20.00 Uhr im Halbfinale um den NRW-Pokal bei den Hammer Eisbären weiter. Bleibt zu hoffen, dass sich bis zu dem Spiel der ein oder andere Akteur des HEV wieder gesund meldet und somit der Kader für das mit Spannung erwartete Westfalenduell wieder anwächst.

 

Tore:

1:0 14:49 PancelN/GorisE/MorganM PP1

1:1 16:01 HuttK/StaudtF

2:1 39:45 MorganM/GorisE

3:1 40:31 De CeusterJ/PancelN

4:1 55:05 Van Den BoschJ/Van MeleJ/VervoortA

5:1 58:26 VercammenB/PancelN/VroemansN PP1

 

Strafen:

Herentals 6 Minuten

Herford 10 Minuten

 

Zuschauer:

249

 

Stellungnahme des Vorstandes zum gestrigen Kader

 

Der Vorstand des Herforder EV möchte sich, ergänzend zum Spielbericht, zu dem gestrigen, doch sehr kleinen Kader noch äußern:

5 Spiele in 8 Tagen, mittendrin diese Partie an einem Sonntagabend um 20:00 Uhr nördlich von Brüssel – irgendwo ist für berufstätige Spieler die Belastungsgrenze überschritten. Besonders für die fünf Spieler, die nach der nächtlichen Rückkehr nach Herford noch über weitere 100 km Heimfahrt in Richtung Kassel oder Hannover vor sich haben. Wenn dann noch ein Arbeitgeber den bereits genehmigten Urlaub streicht und der Grippevirus bei drei weiteren Spielern zuschlägt, kommt so etwas heraus wie das Spiel in Herentals. Alle Versuche des HEV, das Spiel zu verlegen, waren an fehlenden terminlichen Alternativen gescheitert. Nicht anzutreten war keine Option und wäre zudem gegenüber den Gastgebern, die diese Begegnung zu einem Benefizspiel für ein schwer erkranktes Kind gemacht hatten, unfair gewesen.

“Heute Abend ist exemplarisch deutlich geworden, wo definitiv die zeitlichen Grenzen für eine gemeinsame Drei-Länder-Liga gesetzt werden müssen. Bei Terminen wie Sonntagabend um 20:00 Uhr muss die Auswärtsmannschaft ein Vetorecht bekommen, wenn ihre Anreise über 300 km und vier Stunden dauert.” sagt HEV-Vizepräsident und Team-Manager Tobias Schumacher.

 

 

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