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Bezirksliga Staffel 3

Bezirksliga 3 – Vorbericht 18. Spieltag 2019/20

Wegen des Lippe-Krachers startet die Rückrunde mit nur zwei Vorberichten. Diese präsentieren wir euch allerdings gewohnt ausführlich.

Lippischer Flutlicht-Kracher in Barntrup

Bezirksliga 3 (hk). Bereits am heutigen Abend geht es zur Sache, wenn ab 19.30 Uhr der RSV Barntrup den Post TSV Detmold begrüßt. Die Hausherren könnten sich mit einem Heim-Erfolg weiter Luft im Abstiegskampf verschaffen, während der Post TSV Detmold danach strebt, in das obere Tabellendrittel vorzustoßen. Am Sonntag hat der starke Aufsteiger SG Hiddesen/Heidenoldendorf eine harte Nuss zu knacken, wird vor heimischer Kulisse der Tabellenvierte Delbrücker SC II in Empfang genommen. Bei einem günstigen Spieltag-Verlauf winkt der Spielgemeinschaft das Klettern hinauf auf den sechsten Rang.

 

 

Von Henning Klefisch

 

RSV Barntrup vs. Post TSV Detmold

Daniel Barbarito hat schon so einige Erlebnisse auf der lippischen Fußball-Bühne gehabt. In der Bezirksliga eher weniger, spielten doch seine Barntruper meist in der Landgruppe, während die Detmolder bis 2018 der Bielefelder Bezirksliga-Staffel zugehörig waren. Die Qualität des Post TSV beeindruckt den RSV-Coach sehr, lobt er schließlich explizit: „Die Detmolder sind individual- taktisch sehr stark ausgebildet. Eine junge, hungrige Truppe“, die vor der laufenden Serie einen gewaltigen Umbruch unfreiwillig erlebt hat. Die fußballerischen Fähigkeiten der Residenzler beeindrucken ihn sehr, doch die wichtigste Person in jedem Verein ist der Trainer, der das zur Verfügung stehende Spielermaterial erst formen muss. Seinen Gegenüber Ralf Brokmann klassifiziert er als einen „sehr, sehr guten Trainer“, was das Schwierigkeitslevel noch weiter erhöht. Eine ähnlich starke Performance wie zuletzt gegen den Delbrücker SC II (1:4), mit mehr Entschlossenheit im eigenen Angriffsspiel, auch mehr Unberechenbarkeit in der Abteilung Attacke, sollte ausreichen, um den Favoriten zu Fall zu bringen. Leistungsmäßig waren die roten Teufel in diesem Spiel ebenso wenig enttäuschend wie beim deutlichen 1:7 am Spieltag zuvor gegen Neuenbeken. Aller guten Dinge sollen drei sein, hofft der juvenile Coach auf den ersten Erfolg im dritten Heimspiel nacheinander. Die stickige Luft im Tabellenkeller tut den Barntrupern nicht gut, helfen Dreier bei der Klettertour hinaus aus den Tiefen des Rankings ganz besonders. Um auch das Herz-Kreislauf-System der treuen Barntruper-Fans zu schonen, wäre es ganz im Interesse von Barbarito, dass die Saisonendphase nicht thematisch mit dem Abstiegskampf belastet wird. Die Bedingung dafür ist, dass die Hausherren über die komplette Spielzeit „Gas geben.“ Hilfreich: „Meine Jungs haben Bock, ich habe Bock, Lipper-Derby, Freitagabend Flutlicht. Was viel Schöneres gibt es nicht“, möchte man dem Barntruper-Urgestein hier explizit nicht widersprechen.

 

 

Große Lust auf Lippe-Derbys verspürt Post TSV Detmold-Manager Michael Grundmann. Im Hinspiel vor heimischer Kulisse gab es ein 1:1-Unentschieden, hat er seine Truppe als „die bessere Mannschaft“ gesehen. Das Manko: Der schlampige Umgang mit den eigenen Tormöglichkeiten ist eine Begleiterscheinung gewesen, die ein treuer und lästiger Kompagnon während der gesamten Hinserie gewesen ist. Dennoch: Der Aufwärtstrend ist offensichtlich, kam die Post-Kutsche seit vier Spielen nicht mehr auf Irrfahrten, ist in diesem Zeitraum ungeschlagen. Nun führt die Reise also zum nordlippischen Aufsteiger, der sich in den vergangenen Wochen sehr stabil präsentiert hat, einige Glanzpunkte setzen konnte. „Barntrup ist ein ganz gefährlicher Gegner, gerade zu Hause stark.“ Davon möchten sich die Residenzler allerdings freimachen, ihre eigenen Qualitäten durchsetzen, die nächsten drei Zähler in die Residenzstadt nehmen. Konkret im kämpferischen Sektor sieht Grundmann auf seine Mannschaft ganz viel Arbeit zukommen, wird wohl vor allem in den Zweikämpfen diese Partie über das Wohl und Wehe entscheiden. Mit einer starken Truppe treten die Detmolder an, sollen die beiden lippischen Aufsteiger erfahren, wer seit Jahren eine echte Größe in der Bezirksliga darstellt. Nach einer intensiven wie erfolgreichen Trainingswoche freut sich Grundmann auf die Begegnung vor einer wohl ansprechenden Kulisse. „Das ist ein Duell auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeiten entscheiden werden“, spekuliert Grundmann via Lippe-Kick.

 

Amelie Ellerkamp pfeift auf dem Kunstrasenplatz im Waldstadion Barntrup dieses Lokal-Duell an. Um 19.30 Uhr geht es los.

 

SG Hiddesen/Heidenoldendorf vs. Delbrücker SC II

Die aktuelle Form vom Delbrücker SC II sorgt für einen klaren Warn-Hinweis. Die sechs Siege aus den jüngsten sechs Partien haben mächtig Eindruck bei Hiddesen/Heidenoldendorf-Coach Markus Rüschenpöhler hinterlassen. Er spricht vom „derzeit formstärksten Team der Liga“ und meint damit den Mit-Aufsteiger. Die letzte Niederlage datiert vom Tag, als in Deutschland Erntedank gefeiert wurde. Am 6. Oktober setzte es eine 1:2-Niederlage in Atteln. Seitdem überzeugt die Mannschaft von Coach Benjamin Braune mit tollen Leistungen und sehr ansprechenden Ergebnissen, wurden die Siege schließlich nicht ergaunert, sondern mit guten Auftritten berechtigterweise eingefahren. Die 0:2-Auftakt-Niederlage in Delbrück ist der Spielgemeinschaft noch gut in Erinnerung. Speziell in den ersten 45 Minuten war es eine Machtdemonstration der DSC-Reserve, die den Lippern hochüberlegen gewesen sind. „Das war sicher einer der stärksten Gegner, auf den wir in dieser Saison getroffen sind“, lobt Rüschenpöhler den folgenden Widersacher aus eigener Anschauung. Was ist ihm mit Bick auf die Mannschaft aus dem 30.000 Einwohner-Ort aufgefallen? „Sie haben junge, dynamische gut ausgebildete Spieler in ihren Reihen, die extrem willig, fußballerisch sehr gut und athletisch sind.“ Da die Zöglinge aus der bockstarken Westfalen-Liga-Mannschaft regelmäßig Spielpraxis in der siebten Liga gewährt bekommen, ist die Qualität, die am Sonntag in Heidenoldendorf gastiert, enorm. Der Gastgeber wird daher als Underdog in diese Partie gehen, doch in dieser Rolle fühlt er sich ausgesprochen wohl. Die zuletzt bewiesene Heimstärke sollte dem Tabellenachten allerdings Mut machen, gab es zuletzt einen 2:1-Sieg über Elsen, davor einen 3:2-Erfolg über Dringenberg. Die Konsequenz sind neun Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsrang, den derzeit die Reserve aus Brakel einnimmt. Diese Erfolge unterstreichen, dass der Weg, auf dem sich die Hausherren befinden, der absolut richtige ist. Wie vor jedem Spiel wollen auch am Sonntag die jungen Fohlen punkten, möchte sich Markus Rüschenpöhler noch nicht endgültig festlegen, ob diese einfacher oder dreifacher Natur sein werden. „Wir wissen um die Schwere der Aufgabe. Wissen auch, dass wir offensiv und defensiv eine Top-Leistung an den Tag legen müssen“, so Rüschenpöhler, der mit seiner talentierten Truppe vor einer echten Bewährungsprobe steht. Nicht gerade vorteilhaft, dass die SG-A-Jugend am Sonntag Match-Day hat, weshalb die Priorität wohl darauf liegt, erst einmal die Shootingstars in der höchsten Nachwuchs-Mannschaft kicken zu lassen. Da einige Spieler vor ihrer Rückkehr in den Kader stehen, verbessert sich die Personalsituation um ein Vielfaches.

 

Die Sieben ist eine magische Zahl. Den siebten Sieg in Serie strebt also der Delbrücker SC II im Auswärtsspiel in Heidenoldendorf an. Gäste-Trainer Benjamin Braune wünscht sich via Lippe-Kick: „Wir wollen zum Jahresendspurt nochmal richtig Fahrt aufnehmen. In der Hinserie haben wir aus den ersten drei Spielen nur drei Punkte geholt“, sind die einzigen drei Zähler im so frühen Saisonstadium ausgerechnet gegen den kommenden Rivalen verbucht worden. Braune schwebt es vor: „Das wollen wir in der Rückrunde überbieten und daher in Hiddesen direkt mit dem Punktesammeln starten.“ Vor allem die Körperlichkeit wird ganz entscheidend sein, erinnert sich der Aufstiegstrainer: „Im Hinspiel hat Hiddesen/Heidenoldendorf sich robust und diszipliniert gezeigt, daher werden wir physisch präsent und spielerisch präzise agieren müssen“, um somit die eigenen Erfolgsperspektiven rapide zu erhöhen. Jannik Diederichs muss gelb-gesperrt zuschauen, Raphael Meiß hat seine Sprunggelenksverletzung erfolgreich überstanden. Bis auf diese beiden Personalien geht Neuenbeken mit dem identischen Kader im Vergleich zum erfolgreichen Barntrup-Spiel in das folgende Aufeinandertreffen.

 

Auf dem Kunstrasenplatz am Niedernfeldweg leitet Stefan Grabowsky ab 14.30 Uhr die Begegnung.

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