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Kreisliga A Detmold

Kreisliga A Detmold – Vorbericht 17. Spieltag 2019/20

Fünf Partien stehen im Fokus. Das Spitzen-Trio ist dabei auch involviert.

Nelkenstädter reisen zu den giftigen Schlängern

Kreisliga A Detmold (hk). Gut erholt präsentierte sich der SV Eintracht Jerxen/Orbke von der 2:3-Heimniederlage gegen Blomberg. Am Dienstag-Abend ist der Türkische SV Horn klar mit 5:2 bezwungen worden. Nun reisen die Junx an den Dörenwald. Im Parallelspiel bekommt es der erste Jäger TuS WE Lügde mit dem Vierten Türkischen SV Horn zu tun, während Blomberg nach Schlangen reist. Extrem emotional wird es wohl in Pivitsheide zur Sache gehen, wenn die FSV den SuS guten Tag sagt. Schlusslicht SG Brakelsiek/Wöbbel hofft derweil auf Punkte im Gastspiel beim SC Türkgücü Detmold. Wegen einer Wochenend-Präsenz auf der Detmolder Andreas-Messe baten die Sportfreunde Berlebeck/Heiligenkirchen erfolgreich um eine Verlegung des Heimspiels gegen den RSV Hörste. Am Donnerstag-Abend schlugen im Spieltags-Eröffnungsspiel die Sportfreunde die Ackmänner mit 5:0.

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

FC Fortuna Schlangen vs. Blomberger SV

(ab). Mit dem Blomberger SV kommt die „momentane Mannschaft der Stunde“, meint Fortuna-Betreuer Jens Riepenhausen. „Die sind richtig gut drauf.“ Was für die Fortuna drin ist, wird darauf ankommen, „was für eine Kaderzusammenstellung wir am Sonntag haben.“ Ganz ordentlich lief das Hinspiel: „Das war ein gutes, kampfbetontes Spiel von unserer Seite, wo wir verdient einen Punkt geholt haben.“ Doch seitdem hat sich „viel getan. Blomberg hat sich mit den neuen Spielern gefunden und spielt einen guten Ball und ist schwer zu schlagen. Ein wirklich heißer Aufstiegskandidat“, findet Riepenhausen. Für die Fortuna hingegen wird es eine „Durchgangsaison, mit vielen auswärtigen Spielern, die sehr viel eingespannt sind.“ Am Sonntag wird man versuchen, „eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz zu bekommen.“

 

Im letzten Spiel, zumindest unter freiem Himmel, geht es für den bislang ungeschlagenen Blomberger SV nach Schlangen. „Gegen Schlangen haben wir zum Start der Serie Unentschieden gespielt, also wird es keine Hinrunden-Abschlussfahrt für uns“, gibt Mike Winkler den Mahner: „Schlangen hat sicherlich mehr Qualität, als das Tabellenbild aussagt.“ Das heißt: „Von unserer Seite werden wir das Spiel konzentriert angehen und Schlangen auf heimischem Geläuf nicht unterschätzen.“ Ziel sind aber „natürlich die drei Punkte.“ Die Nelkenstädter müssen auf Alex Felker, Karaus, Retzlaff, Wilhelmi und Michel Weber verzichten, hinter Chris Reuter und Timur Uzunlar stehen noch Fragezeichen, da auf einem Wochenend-Workshop. Dafür kehrt Samed Ünal zurück ins Team.

 

Schiedsrichter ab 14.30 Uhr ist der Sportsfreund Pascal Striene.

 

TSV Horn vs. TuS WE Lügde

(hk). Jedes Team in Deutschland, wahrscheinlich sogar weltweit, möchte sein Heimspiel gewinnen. Das gilt auch für den Türkischen SV Horn, wie sich Coach Thorsten Schmiech vor Augen hält. Die Voraussetzung dafür formuliert er jedoch eindeutig: „Dazu ist es zwingend notwendig, endlich mal über 90 Minuten konstant zu spielen. So eine erste Halbzeit wie gegen Jerxen darf uns nicht passieren, denn Lügde steht zu Recht mit oben und wird so einen Auftritt ähnlich konsequent nutzen, wie es Jerxen getan hat“, führten die „Junx“ am Dienstagabend leicht und locker nach 45 Minuten bereits mit 3:0. Die Eintracht hätte sogar weitaus höher führen können – bei mehr Sorgfalt im Umgang mit den Torchancen. Die Verbesserung der eigenen Performance in den zweiten 45 Minuten war unübersehbar, frohlockt Schmiech im Lippe-Kick-Gespräch: „Wenn es uns aber gelingt, die Leistung aus der zweiten Hälfte abzurufen, bin ich sicher, dass wir Lügde zu Hause bezwingen können!“ Welche Gegner-Kontrolle präsentiert Schmiech via Lippe-Kick? „Der TuS WE Lügde ist außergewöhnlich offensivstark mit sehr starken Einzelspielern im Team und vor allem sehr variabel im Tempo!“ Auch nicht zu verachten: „Das Team ist eingespielt und versteht es sehr gut, mal mit hohem Tempo und Druck zu agieren und dann auch mal wieder das Tempo rauszunehmen. Gerade wenn sie führen, sind sie schwer zu spielen“, müssen es die Egge-Kicker verhindern, einem Rückstand hinterherzulaufen. Die Horner sind eine echte Heim-Macht, haben die letzten vier Partien vor heimischer Kulisse allesamt für sich entschieden.

 

„Im letzten Spiel in diesem Jahr wollen wir uns mit einem guten Gefühl in die Pause verabschieden“, fordert Eichen-Coach Andreas Hoffmann im Vorfeld des Gastspiels jenseits der Egge. Wovon er ausgeht: „Wir wissen, dass es eine richtig schwere Aufgabe in Horn wird.“ Denn: „Technisch sind die Spieler vom TSV Horn sehr versiert, haben Bezirksligaerfahrung.“ Lügde wird mit seiner besten Mannschaft anreisen. „Wir wollen uns die drei Punkte holen“, kündigt Hoffmann gegenüber Lippe-Kick forsch und selbstbewusst zugleich an. Diese Rhetorik kann er sich erlauben, denn nach der 1:4-Niederlage im Kreispokal in Jerxen präsentierten sich die Osterräderstädter exzellent erholt, gewannen die folgenden Partien in Diestelbruch mit 4:1 und gegen FSV Pivitsheide sogar mit 6:2.

 

Auf dem Hartplatz im Eggestadion wird Florian Engelke dieses Spiel um 14.30 Uhr leiten.

 

FSV Pivitsheide vs. SuS Pivitsheide

(hk). Dass Schalke 04-Fan und FSV Pivitsheide-Obmann Andree Köhler mit seinen Schwarz-Gelben so tief im Rotlichtbezirk vom Detmolder Kreis-Oberhaus beheimatet ist, stört ihn gewaltig. So ein Triumph im wohl heißesten Derby in ganz Lippe würde Balsam für die geschundene FSV-Seele sein. Er wählt vor dem Pivitsheide-Kracher die deutliche Rhetorik, sagt: „Es ist Derby. Mehr muss man eigentlich nicht sagen. Jeder muss heiß sein, jeder muss brennen für dieses Spiel. Wir wollen das letzte Spiel in diesem Jahr erfolgreich gestalten.“ Mit einem Derby-Sieg in die Winterpause zu gehen, das würde Weihnachten für alle FSV‘ ler zu einem echten Fest machen. Köhler kündigt tatendurstig gegenüber Lippe-Kick an: „Wir haben das Hinspiel unglücklich verloren, deswegen wollen wir es diesmal auf heimischen Platz besser machen.“ Coach Dima Charov muss auf Leon Jordan, Tim Manca, David Alexander Bedoya Ramirez (Kreuzbandriss), Alexander Görzen (Leiste) und Jan Töpker (Schulter) verzichten.

 

Andre Selse ist ein Mentalitätsmonster. Das ist in Lippe von Bexterhagen bis nach Niese bekannt. Dass er seit September dieses Jahres keine Übungseinheit bei den Pivitkern besucht hat, liegt nicht an seiner Faulheit. Vielmehr plagt sich der Vin Diesel von der Hebbelstraße mit extremen Knieproblemen herum, schluckt fleißig Schmerzmittel, um am Sonntag überhaupt spielen zu können. Der Abwehrhüne ist hart im Nehmen, kennt keine Gnade gegen die Gegenspieler und auch nicht gegen sich selbst. Er flüstert voller Sehnsucht bei Lippe-Kick: „Ich hoffe, über den Winter wird das dann wieder“, ist in der baldigen Pause viel Ruhe und Pflege angesagt. Lippe-Kick wünscht ihm an dieser Stelle eine gute und schnelle Besserung. Selse gilt als Erfolgs-Garantie. Drei Spiele hat er mit SuS Pivitsheide gegen den Rivalen aus der Vogtei Lage bestritten, alle gewann er. „Das darf auch gerne so weiter gehen“, so der Serientäter. Selse denkt pragmatisch: „Alleine auch schon deshalb, um endlich mal wieder ein positives Erlebnis mitzunehmen und gleichzeitig einen riesigen Schritt Richtung Klassenerhalt zu machen. Und es ist natürlich auch ganz klar, dass gerade gegen FSV, auf jeden Fall gewonnen werden muss“, möchte Selse auch weiterhin mit Stolz geschwellter Brust am Freitag-Abend sein Curuba-Sixpack, sein Brot und seine Eier im örtlichen Markant Markt Kussel käuflich erwerben.

Um 14.30 Uhr ist Justin Grob für die Spielleitung auf dem Kunstrasenplatz an der Oerlinghauser Straße verantwortlich.

 

SC Türkgücü Detmold vs. SG Brakelsiek/Wöbbel

(ab). Türkgücü-Coach Erhan Eksioglu erwartet mit der SG Brakelsiek/Wöbbel „keinen leichten Gegner. Sie spielen einen sehr kampfbetonten Fußball bis zur letzten Sekunde.“ Doch das bringt die Gastgeber nicht von ihren eigenen Vorhaben ab: „Wir wollen unser Spiel machen und den Gegner genau da packen, wo sie anfällig sind.“ Und Eksioglu ist sich sicher: „Wenn wir so konzentriert wie die letzten Spiele auflaufen, werden wir die volle Ausbeute einfahren.“ Abschließend wünscht sich der Coach ein „faires und gutes Match.“

 

Mit welchem Kader die SG nach Detmold reisen wird, „entscheidet sich erst am Samstag-Abend“, so Coach Falk Weskamp. „Stand jetzt sind wir gut aufgestellt.“ Und da das Spiel „auf Asche stattfindet, wird es wohl keinen Ausfall geben.“ Das aktuelle Schlusslicht der Liga will „in der Rückrunde einiges besser machen als in der Hinrunde. Damit wollen wir Sonntag beginnen“, wünscht sich der Coach.

 

Auf dem Hartplatz am Schulzentrum Mitte geht es um 14.30 Uhr los. Manuel Kelada leitet das Spiel.

 

SV Diestelbruch/Mosebeck vs. SV Eintracht Jerxen/Orbke

(hk). Die jüngsten Erfahrungswerte mit Spitzenteams im Dörenwald-Stadion waren in der Mehrheit eher negativ behaftet für den SV Diestelbruch/Mosebeck. Nach einem 1:4 gegen den TuS WE Lügde unterlag man dem Blomberger SV am Samstag sogar mit 0:5. Der in der SVE-Jugend ausgebildete Di-Mo-Abwehrmann Patrick Hoffmann ordnet vorab die Verhältnisse kurz ein: „Mit dem SVE kommt nun der dritte Aufstiegsaspirant in Folge an den Dörenwald – ich persönlich sehe den SVE am Ende ganz oben in der Tabelle und erwarte somit natürlich ein verdammt schweres Spiel.“ Mit einer vergleichen Vorstellung wie gegen Lügde könnte die Elf vom scheidenden Chefcoach Sascha Weber die Sieg-Wahrscheinlichkeit steigern. Mit einer ähnlich dürftigen Vorstellung wie gegen Blomberg wird es die dritte Heimpleite in Folge setzen, „gerade mit dem Hintergrund, dass wir im Hinspiel deutlich in die Schranken gewiesen worden sind“, möchte Hoffmann nicht mehr drüber reden. Der Anspruch ist klar vor dem Aufeinandertreffen mit dem gefühlten Bezirksligisten: „Wir werden dem SVE hoffentlich einen guten Fight bieten und dann werden wir schauen, was am Ende dabei rumkommt.“ Nach abgesessener Gelb-Sperre wird Stürmer Joel Weber in seinem vorerst letzten Liga-Heimspiel für die Rot-Weißen wieder verfügbar sein. Auch Fänger Leonard Schlegel kann wieder Bälle halten. Er ist aus seinem Urlaub zurückgekehrt.

 

Auch im finalen Spiel 2019 erhofft sich Eintracht Jerxen/Orbke-Coach Marco Schlobinski den nächsten Erfolgs-Ritt. Im Vergleich zum 5:2-Erfolg unter der Woche über den Türkischen SV Horn wird er wohl mit einem identischen Kader auflaufen können. Im Bereich des Möglichen ist, dass ein, zwei Akteure dazukommen. Eine spezielle Vorbereitung vor dem Spiel findet nicht statt, erklärt Schlobinski doch im Lippe-Kick-Gespräch: „Trainiert wird vor Sonntag nicht, die Jungs sind fit und haben Selbstvertrauen, sodass wir den traditionellen Andreas Messe-Abend aufrechterhalten und auf dem Platz nichts mehr machen.“ Seit Dienstag-Abend wird der Klassen-Streber doch das Fußballspielen nicht verlernt haben. Kompliziert ging es die letzten Male meist auf dem Kunstrasenplatz in Diestelbruch zu, möchte man die eigenen Fähigkeiten erneut gewinnbringend einsetzen. Dass der SVE den kommenden Kontrahenten im Hinspiel nach allen Regeln der Kunst vernaschte, spielt jetzt keine Rolle mehr „und ist kein Maßstab“, unterstreicht Schlobinski gegenüber Lippe-Kick. Auch den jüngsten beiden Heimpleiten möchte der Eintracht-Trainer nicht zu viel Bedeutung beimessen, weil: „Der Gegner hat sich gefangen und ich gehe davon aus, dass sie uns alles entgegensetzen werden.“ Ebenso der zu erwartende Hexenkessel im Dörenwald mit den heißblütigen Di-Mo-Ultras sorgt für großen Respekt im Hause des glasklaren Favoriten.

 

Luca Maurer ist um 14.30 Uhr der Referee auf dem Kunstrasenplatz im Dörenwald-Stadion.

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