Connect with us

Kreisliga A Lemgo

Kreisliga A Lemgo – Vorbericht 18. Spieltag 2019/20

Die perfekte Vorbereitung auf den Matchday am Sonntag. Die liefert euch Lippe-Kick mit dem großen Vorbericht. Gönnt euch einen Blick hinein.

Spitzenspiel mit Derby-Charakter

Kreisliga A Lemgo (hk). Der Sieg im Spitzenspiel in Lipperreihe tat dem TBV Lemgo spürbar gut. Nun haben es die Hansestädter wieder in der eigenen Hand. Am Sonntag steht die machbare Heimaufgabe gegen die SG Bentorf/Hohenhausen an. Im Verfolgerduell nehmen sich der TuS Ahmsen und der SC Bad Salzuflen gegenseitig die Punkte weg. Im Tabellenkeller bietet sich eine große Chance für den TuS Brake, der mit einem Heimsieg im Keller-Kracher gegen den TuS Sonneborn bis auf zwei Zähler an diesen Kontrahenten herankommen könnte. Der Vorletzte Leese besucht derweil das Mittelklasseteam TSV Oerlinghausen II.

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

TBV Lemgo II vs. TuS Leopoldshöhe II

(hk). Prominent ist am Sonntag-Mittag der Besuch, wenn kein Geringerer als die hungrigen Löwen aus Leopoldshöhe am Jahnplatz vorstellig werden. Ausgesprochen erfolgreich sind die West-Lipper unterwegs, wissen gar nicht mehr so richtig, wie sich eine Niederlage anfühlt. Das letzte Mal, als sie ohne Ausbeute das Spielfeld verlassen haben, war der 6. Oktober, als mit 3:4 in Bad Salzuflen verloren wurde. Seitdem kennzeichnen vier Siege und zwei Remis den Erfolgspfad. Auch TBV II-Coach Benjamin Rawe spricht hier von einer „absoluten Top-Mannschaft“, verkündigt er bereits via Lippe-Kick: „Nachdem wir zuletzt zu Hause Salzuflen und Lipperreihe sehr lange geärgert haben, wollen wir am Sonntag den gleichen Weg noch einmal gehen.“ Der Hintergrund: Trotz vorzeigbarer Leistungen verlor die TBV-Reserve nämlich seine Heimspiele gegen Bad Salzuflen (3:4) und Lipperreihe (0:3). Um gegen den Fünften aus dem 16.000 Einwohner-Ort erfolgreich zu sein, muss von An- bis Abpfiff alles bei den Hausherren zusammenpassen. Rawe ruft sich in Erinnerung: „Das Hinspiel in Leopoldshöhe (2:5) hat genau die zwei Seiten gezeigt, wie es laufen kann. In der ersten Halbzeit sind wir untergegangen, die zweite war sehr ausgeglichen. An der zweiten Halbzeit wollen wir natürlich anknüpfen“, möchte man ihm dies nicht verdenken. Er erwartet eine Leo-Elf, die mit viel Ballbesitz aufwartet, die Kugel geschickt durch die eigenen Reihen laufen lässt, um dann über die Flanken mit einer Menge Dynamik die Schlagzahl zu erhöhen. Der TBV Lemgo II muss situativ erkennen, wann, wo und wie angemessen gepresst wird, um somit das gegnerische Angriffsspiel ins Stocken zu bringen. „Viel Laufarbeit und gutes Verschieben werden da sehr wichtig sein“, prognostiziert Benjamin Rawe. Die Wiedersehensfreude ist enorm – mutmaßlich in beiden Lagern, denn einige bekannte Gesichter werden wohl herzlich begrüßt. Konkret geht es um Marvin Mathuse, die Knecht-Zwillinge und Marlon Gamm, die eine TBV-Vergangenheit vorweisen können. Die eigene Personalsituation zeigt Luft nach oben auf. Rawe räumt unverdrossen ein: „Personell werden wir uns strecken müssen, da einige Spieler fehlen, ich aber auch der dritten Mannschaft nicht zu viele Spieler ‚wegnehmen‘ möchte. Da sind wir Trainer aber jetzt schon in der Abstimmung“, läuft die Kommunikation innerhalb des Vereins prächtig. Nicht zu verachten: Der letzte Sieg liegt bereits fünf Wochen zurück. Am 20. Oktober wurde der SV Werl-Aspe mit 4:1 besiegt. Seitdem gab es besagte zwei Niederlagen gegen die Spitzenteams und das 2:2 gegen die SG Bentorf/Hohenhausen.

 

Leopoldshöhe-Coach und Einpeitscher Christian Martens gibt vor dem komplizierten Gastspiel in Lemgo zu: „Wir hatten eine gute Trainingswoche. Ich habe die Jungs vor dem Spiel noch einmal heiß gemacht.“ Auch im neunten Spiel hintereinander wollen die Löwen ungeschlagen bleiben, mit dieser ansprechenden Serie unter dem Tannenbaum sitzen. An die ansprechende Leistung aus dem Hinspiel möchte das Spitzenteam anknüpfen, Selbstsicherheit ausstrahlen, auch im zweiten Saison-Aufeinandertreffen mit diesem Widersacher dreifach punkten. Die Heisler-Brüder Marcel und Daniel, zwei anerkannte Unterschiedsspieler, befinden sich mitten in der Prüfungsphase. Martens gibt zu: „Das sind Ausfälle, die nicht leicht zu verkraften sind. Eins-zu-eins können sie nicht ersetzt werden. Dafür haben die beiden einfach zu viel Qualität.“ Innenverteidiger Philipp Posteher fehlt ebenfalls, musste er sich doch einer Operation unterziehen. Der langzeitverletzte Marc Reh ist unterdessen erfolgreich am Kreuzband operiert worden, geht nun in die Reha. Allerdings haben es die Nachrücker richtig gut gemacht, hat Leopoldshöhe in den letzten Partien gut performed, fleißig gepunktet. Auch in Lemgo steht Martens ein vielversprechender Kader zur Verfügung. Wie fällt seine Gegner-Analyse aus? „Lemgo schätze ich stärker ein als bei uns im Hinspiel. Sie sind eine Kunstrasenmannschaft, sind es gewohnt, auf Kunstrasen zu spielen, hatten im Hinspiel den Hagemann drin, der zwei Buden gegen uns gemacht hat. Die zweite Mannschaft hat gute Fußballer. Das wird eine harte Aufgabe für uns“, rechnet Martens mit einem ganz harten Prüfstein. Was ist die mögliche Erfolgsrezeptur? Enorm viel Konzentration und Vollgas. Und: „Wir werden uns voll auspowern“, verspricht Martens gegenüber Lippe-Kick.

 

Erdogan Sayan pfeift um 12.30 Uhr das Spiel auf dem Kunstrasenplatz in Lemgo an.

 

TSV Oerlinghausen II vs. BSV Leese

(ab). TSV-Coach Jan Rüter und seine Truppe haben sich für das Spiel gegen Leese einiges vorgenommen: „Wir wollen das Spiel ähnlich dominant wie gegen Bexterhagen bestreiten.“ Für Rüter geht es dabei vor allem darum, dass sich seine Jungs „im Spiel mit dem Ball weiterentwickeln“, dafür nimmt er auch gerne „auftretende Fehler in Kauf.“ Mit dem BSV Leese kommt eine „körperlich robuste, aber vor allem auch sehr sympathische Mannschaft“, wie Rüter nach dem Hinspiel gemerkt hat, an den Kalkofen. „Trotzdem wollen wir es vermeiden, kurz vor Weihnachten Geschenke zu verteilen.“ Die Personaldecke für das Spiel ist dünn, eine Grippewelle macht dem TSV Oerlinghausen II arg zu schaffen. „Wir werden schauen müssen, was sich bis Sonntag tut“, so Rüter.

 

BSV-Kicker Jan Plöger hat das Hinspiel noch sehr genau vor Augen. Er erinnert sich an ein Spiel, „wo beide Mannschaften wirklich ein sehr gutes Spiel gemacht haben und wir uns am Ende mit einem Punkt belohnt haben.“ Mit dem TSV Oerlinghausen II kommt eine „spielstarke Mannschaft“ auf den BSV zu: „Das haben sie schon bei uns auf Rasen bewiesen und auf deren Kunstrasen wird es, denke ich, noch schwerer, gegen sie zu bestehen.“ Das Ziel des Aufsteigers ist es, „das Spiel solange wie möglich offen zu gestalten“ und sich am Ende „endlich auch mal wieder mit Punkten zu belohnen.“ Personell sind nach aktuellem Stand alle Mann an Bord.

 

Malte Arend pfeift das Spiel um 14.30 Uhr an.

 

TBV Lemgo vs. SG Bentorf/Hohenhausen

(hk). Irgendwie ist die SG Bentorf/Hohenhausen für den TBV-Trainer Matthias Wölk gleichbedeutend mit einem Überraschungs-Ei. Er weiß nicht so wirklich, was er tatsächlich bekommt. Klar ist für ihn definitiv, dass sein Ex-Coach aus Hohenhausen-Zeiten, Jens Böger, ein „exzellenter Fachmann“ ist, die Spielgemeinschaft zudem mit den Offensivleuten „Brand und Westhoff zwei tolle Spieler hat.“ Der 2:0-Auswärtssieg in Lipperreihe war wichtig für Körper und Geist, aber Wölk verdeutlicht: „Der Erfolg gegen Lipperreihe ist nur dann etwas wert, wenn wir nachlegen“, soll der Jahresausklang bitteschön erfolgreich sein. Die stets wiederkehrende Maßgabe vom Trainerfuchs: „Wir wollen Lösungen im Ballbesitz haben, müssen an die Leistung anknüpfen, alle Kräfte bündeln, auch defensiv sehr gut stehen.“ Im Gegensatz zum Lipperreihe-Match rechnet er dieses Mal nicht damit, dass Ben/Hoh sein Heil in einen stabilen Abwehrverbund legt, nicht früh zustellt, sondern eher abwartend agiert. „Wir werden Lösungen finden“, denn die Mischung aus Entschlossenheit und Kreativität ist entscheidend, um das Kalletaler-Abwehrdickicht erfolgreich per Fuß zu durchqueren. Klarheit herrscht bezüglich der Personalie Markus Esko, der in diesem Jahr keine Partie mehr bestreiten wird. „Sein Knie und Körper sollen sich erholen. Der LZ-Cup kommt ein Jahr zu früh“, stellt Matthias Wölk bei Lippe-Kick klar. Philipp Born ist weiter rot-gesperrt, Fabio Hildebrand befindet sich an diesem Wochenende mit seiner Firma auf Weihnachtsfeierfahrt. Ein Hoffnungsträger kehrt aus dem fernen Südamerika zurück. Arno Warkentin steht nach seinem Paraguay-Abstecher wieder im Kader. Sein Trainer staunt nicht schlecht: „Dafür, dass er sechs Wochen nichts gemacht hat, ist das außergewöhnlich gut.“

 

Die Reise der SG Bentorf/Hohenhausen zum TBV Lemgo ist vergleichbar mit dem Gastspiel des 1. FC Köln in München. Oder es ist ähnlich wie der Besuch beim Zahnarzt: Man muss hin, doch es tut meist weh. Im letzten Liga-Spiel in 2019 erwartet die Kalletaler eine hammerharte Aufgabe mit dem Wölk-Team. Allzu gerne hätte Ben/Hoh-Obmann Marco Evers an dieser Stelle temporäres Alzheimer, denn im Hinspiel setzte es vor heimischer Kulisse eine schmerzempfindliche 0:8-Demütigung. „Da war Lemgo uns in allen Belangen haushoch überlegen und gewann auch in der Höhe verdient“, möchte Evers dies nicht verschweigen. Hier muss angesetzt werden, denn eine epische Leistungssteigerung im Vergleich zum Hinspiel ist Grundvoraussetzung für das mögliche Fußball-Wunder. Die Personalsituation spricht in Summe für die Gäste, muss bei dem einen oder anderen verschnupften Akteur allerdings noch geschaut werden, ob bis Sonntag eine Linderung eintritt. Die Forderung von Evers ist unmissverständlich: „Aber wir müssen noch auf die Zähne beißen, damit uns so ein Desaster wie im Hinspiel nicht nochmal passiert.“ Was fällt ihm denn zum Gegner ein, der mit 39 Punkten nach 16 Partien aufwartet, sich bis dato als extrem aufstiegstauglich präsentiert hat? „Ich denke, sportlich brauchen wir über Lemgo nicht viel zu sagen. Die beste Mannschaft in der Liga. Zwischendurch hatten sie ein kleines Tief, da sie vielleicht nicht mit 100-prozentiger Konzentriertheit die Spiele angegangen sind. Ist halt auch schwierig für den Kopf, wenn man über die eigene Stärke weiß, dieses dann zu hundert Prozent auf den Platz zu bringen“, vermutet er zeitweise ein leichtes Unterschätzen der Situation durch die Lemgoer. Seine jüngste Erkenntnis: „Aber auch das haben sie mittlerweile in den Griff bekommen.“ Die Lemgoer befinden sich deshalb in der mehr als eindeutigen Favoritenrolle, „wobei wir seit drei Spielen ungeschlagen sind“, wirft Evers mit einem Schmunzeln auf den Lippen ein. Zuletzt gab es ein 2:2-Remis gegen den TBV II, davor zwei Auswärtssiege mit dem 5:2 in Brake und dem 3:1 in Sonneborn.

 

Referee Carsten Grandt pfeift um 14.30 Uhr diese Begegnung auf dem Kunstrasenplatz am Jahnplatz in Lemgo an.

 

TuS Ahmsen vs. SC Bad Salzuflen

(ab). Für Ahmsen-Coach Michael Tönsmann ist klar, woran es im Hinspiel bei der 1:2-Niederlage in Bad Salzuflen gehapert hat: „Wir hatten zu viel Respekt und unnötig verloren.“ Damit das nicht nochmal passiert, hat der TuS „diese Woche gut trainiert“ und will „unbedingt im letzten Spiel 2019 die drei Punkte in Ahmsen lassen.“ Und auch, wenn Tönsmann „einige Spieler, meist Langzeitverletzte, wieder fehlen, werden wir am Sonntag eine Mannschaft haben, die gerade bei uns zu Hause diesen Sieg holen kann.“ Den SCB schätzt er als ein „starkes Team mit einem guten Spielaufbau“ ein, das mit dem „Ehlert einen Stürmer hat, gegen den es schwierig ist zu verteidigen.“

 

Mit „viel Respekt und dem nötigen Selbstvertrauen“ geht der SC Bad Salzuflen die Aufgabe in Ahmsen an, verrät Kapitän Eddy Müller. „Wir erwarten einen starken Gegner, ähnlich wie im Hinspiel. Ahmsen ist eines der Top-Teams der Liga und wird versuchen, den Abstand zur Spitzengruppe zu verkürzen.“ Für die Gäste bedeutet das Folgendes: „Wir müssen die Zweikämpfe annehmen und kompakt stehen. Spieler wie Jahn und Seifert müssen wir aus dem Spiel nehmen. Dann bin ich zuversichtlich, was die drei Punkte angeht.“ Personell kann Coach Frank Biermann aus dem Vollen schöpfen. Und Müller spricht für alle, wenn er sagt: „Wir sind heiß auf das Spiel.“

 

Jochen Diederich ist ab 14.30 Uhr der Schiedsrichter.

 

TuS Asemissen vs. FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen

(ab). TuS Asemissen-Kicker Gerrit Barthelmeus kennt den FC SSW als eine „kampfstarke Mannschaft“ und weiß: „Sie scheuen keinen Zweikampf und gehen dahin, wo es weh tut.“ Genau das gilt es, anzunehmen, zudem die „Stärken im Spielerischen auf den Platz zu bringen.“ Barthelmeus setzt auf den Heimvorteil: „Wir spielen auf unserem Kunstrasen, sicherlich ein Vorteil für uns.“ Dennoch muss der TuS „konzentriert in das Spiel gehen“ und wird dann „hoffentlich mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung die drei Punkte zu Hause behalten und dann in die Winterpause gehen.“ Für dieses Vorhaben werden Dadaev, Giesbrecht und Düding verletzt fehlen. Rückkehren wird im Vergleich zum letzten Spiel einzig Hatim Bahri.

 

„Das letzte Spiel des Jahres in Asemissen wird definitiv nicht leicht, das wird sogar sehr schwer werden“, mutmaßt SSW-Kicker Rouven Post. Denn: „Asemissen ist die zweitstärkste Heimmannschaft. Sie haben auch noch ein Spiel weniger als der Erstplatzierte.“ Was Post damit sagen will: „Das ist eine Top-Mannschaft zu Hause auf dem heimischen Kunstrasen. Sie haben eine sehr gute Technik und werden den Ball sicherlich sehr gut laufen lassen gegen uns.“ Für den FC SSW gilt es, „kompakt zu stehen“ und versuchen zu verhindern, Asemissen „Platz zum Entfalten“ zu geben. „Wir müssen probieren jeden Zweikampf anzunehmen und über eine kompakte, geschlossene Mannschaftsleistung vielleicht den ein oder anderen Nadelstich zu setzen und mal sehen. Wer weiß, was am Ende rauskommt“, so Post, der sich an das letzte Spiel an der Grester Straße erinnert: „Vor zwei, drei Jahren haben wir da gespielt und das ist relativ knapp ausgegangen zu unseren Ungunsten. Wer weiß, vielleicht kann man sich jetzt in der Vorweihnachtszeit schon ein Geschenk machen, wenn wir etwas mitnehmen.“ Personell sind, bis auf zwei Ausnahmen, alle Mann an Bord.

 

Andreas Steffen hat ab 14.30 Uhr die Spielleitung.

 

TuS Brake vs. TuS Sonneborn

(hk). Bedeutungsschwere Worte verwendet TuS Brake-Geschäftsführer Michael Berge vor dem Schicksalsspiel gegen den Drittletzten TuS Sonneborn. Die Nächte werden länger, die Anzahl der Spiele kürzer. Das Urgestein vom TuS Brake weiß, dass die Stunde nun geschlagen hat: „Ich denke, das ist unsere allerallerallerletzte Chance. Die Mannschaft ist in der Pflicht. Definitiv“, zählen nun keine möglichen Ausreden mehr. Es flutet Licht in die trübe Personalsituation, denn Karadan und Dokru haben ihre Rotsperren abgesessen, bieten ihre fußballerischen Dienste bei Coach Andreas Ridder nunmehr wieder an. Berge frohlockt: „Vielleicht zaubern wir kurzfristig noch einen Bezirksliga-Spieler aus dem Hut, wenn der Verband rechtzeitig handelt. Es geht um ein Zweitspielrecht. Wir hoffen darauf“, könnte es sich um einen sogenannten Unterschiedsspieler handeln. Für Berge ist vor allem ganz entscheidend, dass sich alle Brake-Jungs „den Ernst der Lage bewusst sind, zur Stange halten und sich den sogenannten Hintern aufreißen“, steht doch die A-Ligazugehörigkeit vom TuS Brake auf dem Spiel. „Aktionismus hilft uns nicht weiter“, meint er. Ein Vorteil könnte darin liegen, dass sich die Walkenfeld-Kicker im Spielrhythmus befinden, während Sonneborn seine jüngsten Partien absagen musste. „Nichtsdestotrotz sollten wir den TuS Sonneborn nicht unterschätzen“, betont Michael Berge, kann er diese Aussage auch argumentativ geschickt untermauern: „Sie stehen genauso mit dem Rücken zur Wand, haben allerdings zweifelsohne die bessere Ausgangsposition, da sie auch noch drei Spiele weniger auf dem Konto haben als wir.“ Immerhin: Mit einem Heim-Dreier wäre Brake nur noch zwei Zähler hinter den Blau-Gelben. Bei einer Niederlage würde der Rückstand auf das rettende Ufer auf acht Punkte anwachsen. Das würde eine schwere Hypothek für die Rückserie bedeuten. „Gerade deshalb hoffe ich bei unserer Mannschaft auf den Aha-Effekt, dass die Jungs kämpfen und den unbedingten Einsatz zeigen. Wir müssen einfach das Spiel gewinnen, ohne Wenn und Aber“, zeigt sich Michael Berge in dieser Frage überhaupt nicht in Debattierlaune.

 

Verlieren verboten, dessen ist sich auch TuS Sonneborn-Kicker Marcel Krügel absolut im Klaren, wählt er dabei eine unzweifelhafte Rhetorik. Für ihn ist dieses Keller-Duell gleichbedeutend mit einem „Sechs-Punkte-Spiel.“ Nicht zu weit abreißen zu lassen, den Kontakt zu den Teams im unteren Tabellenmittelfeld keinesfalls zu verlieren, das ist die Maßgabe für ihn: „Wir müssen gewinnen, um den Anschluss an die Mannschaften über uns zu halten.“ Zwei Spielausfälle mit den Partien in Leese und gegen Leopoldshöhe haben nicht gerade für Hochstimmung bei den Nord-Ost-Lippern gesorgt. Der letzte Sieg liegt schon etwas länger zurück, war es Ende September ein 3:2-Erfolg über den TuS Bexterhagen. Seitdem jagen die Sonneborner erfolglos den Punkten hinterher, haben sie fünfmal in Folge keinen einzigen geholt. „Wir brauchen wieder ein Erfolgserlebnis“, kündigt Krügel gegenüber Lippe-Kick an. Der Druck liegt auch beim Gastgeber, findet schließlich Krügel: „Der TuS Brake steht mit dem Rücken zur Wand, sie müssen gewinnen. Sie werden uns alles abverlangen.“ Coach Thomas Elsner muss auf Robin Niemeier (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Raphael Reineke (Sprunggelenk gebrochen) und Jannis Drawe verzichten.

 

Auf dem Kunstrasenplatz im Zentrum Walkenfeld ist Alexander Schnüll der Leiter dieser Partie. Um 14.30 Uhr ertönt sein Anpfiff.

Autohaus Stegelmann

Schiewe

Sport Wilkening

Fahrschule Isaak

More in Kreisliga A Lemgo

%d Bloggern gefällt das: