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Kreisliga B2 Lemgo

Kreisliga B2 Lemgo – Vorbericht 18. Spieltag 2019/20

In dieser kalten Jahreszeit gibt es nur eine Konstante in dieser zweiten B-Lemgo-Liga: Auf den Kunstrasenflächen wird gezockt.

Schickt Wüsten den Primus in diese?

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Es ist noch längst nichts entschieden im Aufstiegsrennen. Gewinnen der TuS Lipperreihe II (bei Hörstmar/Lieme II) und der TuS RW Grastrup/Retzen (gegen Asemissen II) ihre Nachholspiele, dann wären es nur noch sechs Punkte Differenz auf den so großartigen Klassenbesten TuS Lockhausen. Grastrup/Retzen muss auch an diesem dritten Rückrundenspieltag mit der Zuschauerrolle Vorlieb nehmen, da der Rasenplatz in Bexterhagen nicht verfügbar ist. Auch die Reserve aus Lipperreihe wird wohl auf der West-Alm bei Yunus Lemgo nicht spielen können. Anders gestaltet sich die Perspektive für die Braunschweig-Boys, die in Wüsten eine harte Prüfung zu bestehen haben.

 

Von Henning Klefisch

 

TuS Asemissen II vs. TSV Schötmar

Keinen Unfug spricht TuS Asemissen II-Trainer Florian Meerkötter, als er verdeutlicht: „Schötmar ist eine spielerisch starke Mannschaft. Nach einem sehr guten Saisonstart sind sie etwas aus der Spur gekommen, haben zuletzt aber wieder gepunktet.“ So skizziert er also den Saisonverlauf des letztjährigen A-Ligisten, der nur einen Rang, aber vier Punkte hinter seinem Team liegt. Die 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel ist für ihn noch schwer verdaulich, liegt ihm schwer im Magen, erklärt er indessen mit etwas Abstand: „Das Spiel würde ich aus unserer Sicht zu einem unserer drei schlechtesten Saisonleistungen zählen.“ Die berühmt-berüchtigte Reaktion ist daher also erforderlich, erklärt Meerkötter im Lippe-Kick-Talk per Forderungsmodus: „Dementsprechend erwarte ich von meinen Jungs, dass sie heiß sind, es am Sonntag besser zu machen. Unser Ziel ist es, mit drei Punkten und einem Sieg in die Winterpause zu gehen.“ Es winkt die frohlockende Botschaft, dass Asemissen II bereits mit einem Zähler auf dem zweiten Tabellenplatz überwintert. Aufgrund der aktuellen Wetterlage rechnet Meerkötter nämlich nicht damit, das spitzenmäßige Nachhol-Spiel in Grastrup noch zu bestreiten. Ausfallen werden Max Diekhof, Niklas Brühl, Tobias Gröschl, Patrick Dove und Lasse Huitema. Natürlich muss auch der Langzeitverletzte Matthias Riediger aussetzen. Der Filet-Fußballer Raffael Giebel ist noch angeschlagen. Justin Vogt weilt derzeit in der schönsten Stadt von Deutschland, in Köln, wird aber Sonntag voraussichtlich mitspielen können.

 

Auf einer Erfolgswolke schwebt derzeit der TSV Schötmar durch die B2-Galaxie. Die Spiele gegen Yunus Lemgo und Union Entrup ergaben ein vorzeigbares Torverhältnis von 9:2. Die Aufgabe beim viertplatzierten TuS Asemissen II wird für den Fünften aus dem Lohfeld ungleich schwerer. Mit einem Auswärtserfolg würden sie bis auf einen Zähler an die Blau-Weißen heranrücken. Auch deshalb gibt TSV-Vereinsboss Ersan Dargecit unumwunden via Lippe-Kick zu: „Wir freuen uns darauf, das letzte Spiel bestreiten zu können, bevor es in die Winterpause geht.“ Eine große Bedeutung nimmt für Dargecit ein, dass witterungsbedingt keine eigenen Partien abgesagt werden muss, wodurch die stressigen Nachholspiele in der heißen Saisonendphase nicht Realität werden. „Wir können uns in der Vorbereitung auf die normale Rückserie vorbereiten“, betont er. Im Hinspiel in Schötmar hat er eine fußballerisch überlegene TSV-Truppe beobachtet, die jedoch nur denkbar knapp mit 2:1 die Oberhand behielt. „Jedoch möchte ich den Gegner nicht am Hinspiel messen.“ Er kann diese Aussage auch untermauern: „Asemissen II ist grundsätzlich eine schwer einschätzbare Mannschaft. Man kann jederzeit mit einem unerwarteten Sieg, aber auch mit einer Niederlage rechnen.“ In der Tat, denn für die Blau-Weißen gilt stets das Motto: Hop oder top, freuten sie sich über elf Siege, ärgerten sich über fünf Niederlagen. Unentschieden sind bei den Meerkötter-Männern sehr verpönt. Die Maßgabe für Dargecit ist jedoch eindeutig: „Wir werden es wie die letzten Spiele machen und uns in erster Linie auf unser Spiel konzentrieren. Wenn wir unser Spiel so durchziehen, wie wir es planen, dann ist es für uns eigentlich egal, was für einen Auftritt der Gegner hinlegt.“ Die individuelle und fußballerische Stärke sollte schließlich ausreichend sein, um den dritten Erfolg hintereinander zu erreichen. Im physischen Bereich hat Dargecit einige Defizite in seinem Spiel erkannt, weshalb in den Übungseinheiten innerhalb der Woche darauf akribisch der Fokus gelegt wurde. Freudig: „Sofern nichts Kurzfristiges passiert, können wir personell auf alle Spieler zugreifen“, ist dies ein seltenes Phänomen in dieser Spielzeit bisher gewesen.

 

Referee Axel Wattenberg ist um 12.30 Uhr der Mann für Recht und Ordnung auf dem Kunstrasenplatz in Greste.

 

TuS Ahmsen II vs. TSG Holzhausen/Sylbach II

Einmal mehr ist es eher trüb, wie die Personalsituation beim TuS Ahmsen II ausschaut. Coach Lothar Köhnemann formuliert es gewohnt ehrlich: „Ich hatte wirklich große Hoffnung auf eine schnelle Besserung der Kranken beziehungsweise Kaderliste, aber es ist mehr oder weniger nicht mal ein guter Durchschnitt, was es an Rückkehrern und Zugängen für die Mannschaftsaufstellung zu vermelden gibt.“ Ein Handvoll weiterer Absagen gesellen sich beim Schlusslicht dazu, wie etwa Sebastian Schüler, der als eine Galionsfigur im Team der Grün-Weißen gilt. Was ist geschehen? „Er hat sich ein wenig restliches Metall aus der Schulter nach seiner verheilten Schlüsselbein-Verletzung entfernen lassen“, verrät Köhnemann. Dazu fehlen auch noch die alten Recken wie Sokol Kajtazi, Idris Ekinci und Mirsad Berusi. Ob einige Spieler aus der ersten Mannschaft das B2-Kellerkind verstärken, kann jetzt noch nicht abschließend geklärt werden. Bei vielen Akteuren genießt derzeit höchste Priorität, dass die Malaisen auskuriert und regeneriert werden. Ein mögliches Verletzungsrisiko soll schließlich so weit wie möglich ausgeschlossen werden. Der Kontakt zum kommenden Gegner ist ausgezeichnet, erklärt Köhnemann via Lippe-Kick: „Mit der TSG haben wir einen guten Kontakt und Draht. So teilen wir im Winter auch zeitweilig schon mal den Platz, um ihnen dann die Möglichkeit zum Training zu geben. Mit den Damen fing es an, aber auch die Herren sind willkommen“, so der als Casanova bekannte Köhnemann. Obwohl im ersten Aufeinandertreffen der beiden Nachbarvereine die Ahmser Personalsituation deutlich angenehmer war, setzte es eine klare 1:4-Niederlage. Die Hoffnung stirbt auch beim langjährigen Haudegen Lothar Köhnemann zuletzt: „Wir hoffen erstmal auf einen guten Kader und schauen dann, was wir auf den Platz bringen können.“ Allein die Tatsache, dass eine zweistellige Anzahl an Spielern die Übungseinheit bevölkerte, sollte für Zukunftsglaube sorgen. Das Motto ist klar: „Also ein letztes Mal in 2019 für 90 Minuten Kreisliga B-Fußball und dann sehen wir weiter“, kann der TuS Ahmsen II schließlich nur gewinnen.

 

Es ist eine Menge passiert rund um die TSG Holzhausen/Sylbach. Die Trainer-Institution Stefan Brunk hat zuletzt sein jähes Ausscheiden bei der Erstvertretung mit spannenden Aussagen begründet. Die TSG-Reserve, die Mannschaft von Coach Henri Ellerbrok, wartet bereits seit sechs Wochen sehnsüchtig auf die maximale Ausbeute. Am 20. Oktober feierte der Aufsteiger einen vorzüglichen 6:0-Heimerfolg über die Zweite vom SV Werl-Aspe. Seither setzte es drei Niederlagen beim TuS Lipperreihe II (2:6), dann gegen die Erstvertretungen aus Lockhausen und die eigene TSG-Elf (jeweils 1:2). Einziger kleiner Hoffnungsschimmer ist das torlose Remis gegen Leopoldshöhe II, holten sie damit immerhin einen von zwölf möglichen Punkten. Das Streben nach dem Dreierglück ist groß, formuliert Ellerbrok schließlich via Lippe-Kick: „Wir wollen unbedingt vor dem Winter nochmal dreifach punkten und werden am Sonntag alles dafür tun. Zudem konnten wir in dieser Saison noch nicht auf Kunstrasen gewinnen“, wird es langsam Zeit, dieser bescheidenen Ausbeute ein Ende zu setzen. Ahmsen II schließlich ist aufgrund kolossaler Personalsorgen zuletzt gegen Leopoldshöhe II überhaupt nicht angetreten. Dass bei den Grün-Weißen eine „gewisse Fluktuation“ zu erkennen ist, möchte der Aufstiegstrainer nicht von der Hand weisen. Seine eindringliche Maxime: „Unabhängig davon wollen wir uns voll und ganz auf unser Spiel konzentrieren und dies dem Gegner aufzwingen.“ Die Trainingswoche war besonders mit der Beantwortung der Frage gefüllt: Wie gewinne ich möglichst schnell die Kugel wieder? Auch die Konzentration in den Torraumsituationen genoss eine gewisse Wertschätzung. Ergo steht für ihn fest: „Ich denke, wir sind gut gewappnet für das Spiel.“ Weiterhin muss auf die Funke-Brothers und Berkemann verzichtet werden, da verletzt. Nicht nachgewiesen ist, ob Alexander Möwe wieder zur Verfügung steht. Ihre Rückkehr in die Mannschaft feiern erfreulicherweise Sebastian Ewers und Dustin Sundermann.

 

Antonio Ljubas pfeift auf dem Kunstrasenplatz der Ahmser Werrekampfbahn diese Begegnung um 12.30 Uhr an.

 

SV Wüsten vs. TuS Lockhausen

Das finale Heimspiel 2019 möchte der SV Wüsten mit einem Erfolgserlebnis beenden. Die Aufgabe könnte größer nicht sein, denn der Spitzenreiter TuS Lockhausen ist zu Besuch im Salzufler Speckgürtel nahe Vlotho. „Wir werden versuchen, den Tabellenführer zu ärgern“, so der Wunsch von Fußball-Vorstand Bastian Meißner. Eine Szenerie mit dem unspektakulären Rang sieben mit 17 Punkten Rückstand auf den Klassenbesten und kommenden Gegner ist wohl nicht mehr in den schlimmsten Träumen vorgekommen. Meißner schüttelt nur den Kopf, konstatiert mit viel Durchsetzungsvermögen in seiner Stimme: „Wir sind mit unserer Hinrunde alles andere als zufrieden und wollen es nach dem Winter besser machen.“ Deshalb: „Mit einem Dreier zu Hause wäre es ein versöhnlicher Abschied in die Winterpause.“ Er möchte keine detaillierte Gegner-Bewertung vornehmen, möchte er viel lieber den eigenen Spielvortrag thematisieren. Den wissbegierigen Lippe-Kick-Zeilenknechten diktiert er letztlich doch noch in den Notizblock: „Sie spielen eine konstante Serie und stehen deshalb zu Recht an der Spitze.“ Osso und Sinn müssen ihre Rot-Sperre aus dem Lipperreihe II-Match (2:5) absitzen. Gallo und Egchig stehen noch auf der Kippe. Es ist nicht alles schlecht, denn ein Duo steht dem Trainer-Fuchs Achim Wenzel wieder zur Verfügung. „Wir müssen als Team noch einmal alles geben“, kann mit mannschaftlicher Geschlossenheit Großes gelingen. Dennoch laufen die Wüsten-Füchse auf ihrer letzten Felge: „Aber ich lüge nicht, wenn ich sage, dass wir die Winterpause herbeisehnen“, betont der langjährige SVW-Akteur treuherzig gegenüber Lippe-Kick.

 

Lockhausen-Coach Stefan Braunschweig gibt via Lippe-Kick mit Blick auf den Gegner zu: „Sie hatten einen personellen Aderlass zu verkraften. Torjäger Patrick Traczuk ist weg, Coach Sebastian Milde auch. Da muss man immer erst einmal schauen, wie es da so läuft“, ist er nicht völlig überrascht, dass die bisherige Spielzeit beim SV Wüsten keinem Triumphmarsch gleicht. Die Hinspiel-Niederlage stört ihn gewaltig, weil: „Vor den drei Gegentoren hat es immer eine strittige Situation gegeben.“ Da die Verfolger an diesem Spieltag wohl notgedrungen nicht eingreifen werden, könnte der Spitzenreiter bis auf zwölf Punkte davonziehen. „Wir sind gut vorbereitet und wollen natürlich gewinnen“, gibt Braunschweig gegenüber Lippe-Kick die unmissverständliche Marschroute  aus. Durch seinen guten Kontakt zu Bexterhagen-Obmann Sven Gleisner gab es für Lockse die Möglichkeit, unter der Woche auf dem Kunstrasenplatz beim TuS Bexterhagen zu trainieren. Sehr viel Wertschätzung genießt die dynamische und torgefährliche Offensive der Wüsten-Füchse, die bereits 64-Mal zugeschlagen hat, was den Spitzenwert bedeutet. „Wir wollen unser Spiel wieder durchsetzen, wir gehen als Tabellenführer in die Winterpause. Das haben wir uns erspielt“, sagt Braunschweig spürbar stolz. Unentschieden sind für die Lockhausen-Spieler gleichbedeutend mit böhmischen Dörfern. Es gab 14 Siege und drei Niederlagen. Nach der bitteren 1:2-Niederlage in Lipperreihe folgten fünf Dreier in Folge. Was für eine Botschaft an die Aufstiegskonkurrenz! Dass seine Mannschaft nicht nur kicken, sondern auch feiern kann, haben die Party-Hengste bei der vereinseigenen Weihnachtsfeier am vergangenen Samstag unterstrichen. Braunschweig ist der Meinung: „Wir sind auch in den Nebenkriegsschauplätzen top.“ Bitter: Nach einem Autounfall ist Dennis Brackhage nicht spieltauglich. Hendrik Stockhecke befindet sich nach seiner Kreuzband-Operation in der Reha, spielt diese Saison keine Rolle mehr.

 

Um 14.30 Uhr erfolgt durch Spielleiter Marco Prüßner der Anpfiff auf dem Wüstener Kunstrasenplatz.

 

TBV Lemgo III vs. TSG Holzhausen/Sylbach

„Wir müssen aber zusehen, dass wir uns um uns kümmern“, fordert TBV Lemgo III-Coach Frank Schröder von seinem Team. Dieses befindet sich inmitten eines Negativ-Strudels, verließ viermal als Verlierer das Spielfeld. Der spektakuläre 7:4-Auswärtssieg vor eineinhalb Monaten blieb das letzte Erfolgserlebnis für den Liga-Neuling, der seither keinen Zuwachs für das eigene Punktekonto herstellen konnte. Das Heimspiel gegen Yunus Lemgo wurde mit 0:1 verloren. Auch das nächste Hansestadt-Derby verloren die TBV-Jungs, ohne einen eigenen Treffer erzielt zu haben. In den jüngsten beiden Spielen erzielte die TBV-Drittvertretung immerhin jeweils einen Treffer. Nur ein schwacher Trost, setzte es dennoch Niederlagen bei Asemissen II (1:5) und gegen Bexterhagen II (1:4). Alles halb so wild, denn man muss das große Ganze sehen. Davor haben die Lemgoer fleißig gepunktet, haben sich mit 21 Punkten einen 14-Zähler-Bonus auf den ersten Abstiegsrang erarbeitet. „Trainiert haben wir ganz normal“, erklärt Schröder, kann er allerdings über den aktuellen Personalzustand keine weiteren Angaben machen.

 

Der TSG Holzhausen/Sylbach-Interimstrainer Michael Wehmeyer spekuliert vorab: „Ich denke, dass wir am Sonntag ein schweres Auswärtsspiel vor der Brust haben, der TBV ist im Moment für mich etwas schwer einzuschätzen, die letzten Spiele haben sie etwas nachgelassen, davor aber gut gepunktet“, kommen die gesammelten 21 Punkte nicht von ungefähr. Dass die TBV Drittvertretung vor heimischer Kulisse nun den berühmten Bock umstoßen und den Negativtrend beenden möchte, daran glaubt Wehmeyer felsenfest. Auch die Kunstrasenfläche am Jahnplatz könnte den Lemgoern in die Karten spielen. Was die Hoffnung weiter verbessert: Personell sieht’s bei uns relativ gut aus, wer aber genau noch dazu stößt oder eventuell nicht dabei ist, kann ich noch nicht genau sagen“, wird bis Sonntag noch einiges im Personalbereich passieren. Ein Versprechen gibt er bereits jetzt ab: „Wir werden natürlich Sonntag zum TBV reisen und alles reinhauen, um etwas Zählbares mit nach Holzhausen zu nehmen.“

 

Auf dem Kunstrasenplatz am Jahnplatz geht es ab 16.30 Uhr los. Udo Dissmeier ist der Referee.

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