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Kreisliga B1 Lemgo

SG Kalldorf – Brill geht nach sieben Jahren

Nach sieben Jahren ist am Ende dieser Saison Schluss für Stephan Brill bei der SG Kalldorf. Warum und wie es weitergeht, das erfahrt ihr bei Lippe-Kick.

 

Nach sieben Jahren ist im Sommer Schluss

Kreisliga B1 Lemgo (ab). Nach sieben gemeinsamen Jahren endet die Zeit von Stephan Brill beim B1-Ligisten SG Kalldorf. Gründe dafür gibt es viele, wie der Coach gegenüber Lippe-Kick einräumt. Als Brill die Schwarz-Gelben zur Saison 2013/2014 übernahm, kam gleichzeitig auch der Erfolg ins kleine Dörfchen im Kalletal an der Grenze zu Vlotho. Der Abstieg in der Vorsaison war die erste Saison, in der sich die SG im Vergleich zum Vorjahr nicht verbessern konnte.

 

Mit Brill kam der Erfolg

Im Spieljahr 2013/2014 war die SG Kalldorf noch ein C-Ligist, schaffte aber gleich im ersten Jahr unter Stephan Brill in der Aufstiegsrunde gegen den FC Oberes Extertal II und den TuS Lockhausen II den Aufstieg in die B-Liga und erreichte dort auf Anhieb einen guten elften Rang. Von Jahr zu Jahr steigerte sich die SG, wurde im Jahr darauf Zehnter. Noch ein Jahr später war man auf Rang acht angekommen, ehe man 2017/2018 sogar als Meister den Aufstieg in die A-Liga schaffte. Das erste Mal seit 57 Jahren spielte man wieder im Lemgoer Kreisoberhaus. Den direkten Weg zurück in die B-Liga konnte auch Brill nicht verhindern, denkbar knapp verpasste man den Klassenerhalt. Schon nach dem Abstieg hatte sich der Coach Gedanken gemacht, wollte bereits aufhören, hing aber noch ein Jahr dran. Den direkten Wiederaufstieg wird Kalldorf in dieser Saison aber vermutlich nicht mehr erreichen. „Wenn man ehrlich ist, sind wir schon ganz schön weit weg“, sieht auch Brill den Zug Richtung A-Liga ohne Kalldorf abfahren. „Wir wollen uns aber nach oben orientieren. Platz drei ist das Ziel, wir wollen in Lauerstellung bleiben“, so der Coach. Und danach ist Schluss.

 

Ungewisse Zukunft – Wo spielt Kalldorf nächste Saison?

Und diese Frage ist wörtlich zu verstehen. Stand jetzt steht noch nicht fest, ob der eigene Platz in Kalldorf wieder bespielbar sein wird, oder ob man weiterhin in Westorf spielt.

Stephan Brill

Auch das ist ein Grund für Brill, die Zelte abzubrechen: „Bei sowas muss man als Trainer immer als erstes eine Entscheidung treffen. Die Spieler können in Ruhe bis zum 30. Juni abwarten und sich dann noch abmelden und den Verein wechseln. Aber ich muss vorher wissen, was Sache ist. Ich kann jetzt noch keinen Spieler ansprechen für nächste Saison, weil ich einfach nicht weiß, was nächste Saison ist.“ Schon zu Beginn der Saison hat Brill gesagt, „so lange wie möglich zu warten, was passiert.“ Die Frist hatte der Coach auf den 1. Dezember gelegt, als bis dahin nichts passiert ist, war die Entscheidung gefallen. Brill geht. Auch, dass die sportliche Verantwortung nahezu allein auf Brills Schultern lastet, spielt mit rein: „Die, die ich hier habe, leisten großes.“ Doch viele sind das nicht. Brills Herzblut steckt in dem Verein, aber mit dieser ungewissen Zukunft lässt sich nicht arbeiten.

 

Wie geht es für Brill weiter?

Stephan Brill sieht die SG Kalldorf „nicht vorankommen.“ Es seien „so viele Sachen“, die Brill nicht schmecken, dass die Entscheidung keine andere mehr sein konnte: „Ich bin sportlich ehrgeizig“, so der Coach, weshalb es für ihn andernorts weitergeht. Er verrät: „Es habe vorher schon Vereine angefragt, ob was gehen könnte.“ Aber erst in letzter Zeit gab es konkrete Gespräche mit zwei Vereinen. Mit welchen, das will Brill natürlich nicht verraten. „Ich bleibe dem Fußball verbunden.“ Nur wo, das klärt sich in den nächsten Wochen, oder vielleicht sogar schon Tagen. „Wenn man sieht, wie es woanders laufen könnte und wenn man dann sieht, was ich im Moment alles alleine machen muss“, dann kommt man durchaus ins Grübeln. Die Entscheidung, Kalldorf nach sieben Jahren zu verlassen, hat sich der Coach nicht einfach gemacht: „Seit ich hier bin, ging es nur aufwärts. Letzte Saison bin ich erstmals in den Genuss gekommen, abzusteigen. Wir werden das bis zum Schluss durchziehen. Die Jungs auch, die sind fußballerisch top, charakterlich auch. Deshalb habe ich mir lange Gedanken gemacht.“ Mit dem Entschluss, die Zelte ab kommenden Sommer woanders aufzuschlagen.

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