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Kreisliga B2 Lemgo

TuS Lipperreihe II – Dankbarkeit und Stolz gleichermaßen

Den besten Torschützen und das zweitbeste Team, das ist die Zusammenfassung der bisherigen Spielzeit beim TuS Lipperreihe II.

„Wir werden das Wort Aufstieg nicht in den Mund nehmen!“

 

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Tief waren die Sorgenfalten beim La Furia Roja-Zeremonienmeister Thorsten Taverner, als er von der Schreckensmeldung erfuhr. Sein Sturmführer und Galionsfigur Henning Brinker ist für längere Zeit verletzungsbedingt zur Untätigkeit verdonnert worden. Die Lösung wurde intern gesucht und gefunden, denn Alexander Krause hat das Stürmer-Handwerk von klein auf gelernt, wurde an die vorderste Front beordert. Das Resultat: 32 Saison-Tore vom Killer-Krause, der somit knapp die Hälfte der insgesamt 70 Tore für den TuS Lipperreihe II erzielt hat. Die West-Lipper stellen die ausgereifteste Tor-Maschine der Liga, gehen als Tabellenzweiter in die Winterpause. Eine tolle Zwischenbilanz, die aber nicht durch Pater Zufall ermöglicht wurde.

 

Von Henning Klefisch

 

Die Not macht erfinderisch. Das weiß natürlich auch Trainerfuchs Thorsten Taverner nur allzu gut. Nach dem Brinker-Ausfall ist schnell die Wahl auf Krause gefallen, der in der abgelaufenen Spielzeit noch eine smarte Rolle als ein Teil der Viererkette bekleidete, sich sehr gut schlug, ein echter Leistungsträger war. Seine bessere Hälfte hat für eine Leistungssteigerung bei ihm gesorgt, verrät Taverner schließlich gegenüber Lippe-Kick: „Durch seine neue Liebe und dadurch, dass er mehr als zehn Kilogramm abgenommen hat, ist er in der Form seines Lebens. Ich kenne ihn schon ein paar Jahre, habe ihn aber noch nie so stark gesehen und konditionell so fit.“ Die 70

A. Krause

erzielten Tore kommen nicht von ungefähr, ist die gesamte Lipperreiher-Mannschaft sehr angriffslustig unterwegs, sucht sie ganz gezielt das Spiel in die Spitze. Taverner merkt an: „Sicherlich hat Alex in dieser Saison einen richtig guten Lauf, profitiert er aber auch vom Kollektiv. Mit unserem spielenden Co-Trainer Sebastian Mathea hat er einen sehr guten Mitspieler in der Offensive. Beide ergänzen sich optimal und legen sich die Tore auch gegenseitig auf. Alex ist aber auch ein sehr guter Torvorbereiter“, darf der routinierte Krause nicht allein auf das Toreschießen reduziert werden.

 

„Es gibt keine Übermannschaft“

 

Bundes-Berti, Nachname Vogts, predigte es bei der siegreichen Fußball-Europameisterschaft 1996 in England inflationär: Der Star ist die Mannschaft, wollte er dadurch den Mannschaftsgeist in den Vordergrund rücken. Auch Taverner hat wohltuend erkannt: „Wir haben in dieser Saison einen sehr guten Teamspirit. Die Jungs wollen, sind gierig nach Erfolgen.“ Der Lust- und Spaß-Faktor ist sehr stark ausgeprägt, wird dies mit in die Partien transportiert. Akribisch ist Co-Trainer Sebastian Mathea (Bild links) bei der Vorbereitung der Übungseinheiten unterwegs, werden diese von den Spielern wohlwollend angenommen. Taverner schwärmt: „Die Mannschaft zieht voll mit und so macht es auch tierisch Spaß, unser “Hobby” mit den Jungs zu teilen“, passt es auch zwischenmenschlich und im Eifer-Verhalten bei den Rot-Weißen. Trotz der ansprechenden Ausgangsposition, die sich mit einem Auswärts-Sieg im Nachholspiel bei der SG Hörstmar/Lieme II weiter deutlich verbessern würde, möchte man sich nicht kirre machen, vielmehr im Understatement weiter verfahren. Der Familienvater drückt mit aller Vehemenz aus: „Wir haben und wir werden das Wort Aufstieg nicht in den Mund nehmen.“ Vielmehr schreibt er seinen Schützlingen ins Pflichtenheftchen: „Wir werden weiterhin an uns arbeiten und dann wird man sehen, was am Ende dabei herausspringt. Aber bis dahin ist es noch ein langer und harter Weg für uns alle“, sind es derzeit sechs Zähler, die der TuS Lipperreihe II im Vergleich zum Klassen-Streber TuS Lockhausen weniger aufweist. Die Ausgeglichenheit verkörpert ein ausgeprägtes Merkmal in dieser Spielzeit, nimmt Taverner in dieser Spielklasse „keine Übermannschaft“ wahr, führt er vielmehr konkret aus: „Man hat Sonntag für Sonntag gesehen, dass es in dieser Liga jeden “erwischen” kann und deshalb glaube ich, wird es bis zum letzten Spieltag richtig spannend.“ Was die Neulinge – wie der TBV Lemgo III und die TSG Holzhausen/Sylbach II – so performen, beeindruckt ihn sehr. Etwas sorgenvoll blickt er Richtung Autobahn-Anschlussstelle Ahmsen: „Beim TuS Ahmsen II kann man nur hoffen, dass sie es bis zum letzten Spieltag schaffen, Woche für Woche eine Mannschaft zu stellen, um sich nicht abmelden zu müssen“, würde dies für ein Kuddelmuddel sorgen, was den Spielplan und die bisherigen Begegnungen betrifft.

 

Blick zurück ist hilfreich

 

T. Taverner

Trotz der insgesamt 17 Partien, die auf dem Tacho stehen, gibt es einen Dreierpack, der für Taverner unvergesslich ist. Er steigt ein in die Tiefen-Analyse: „Zuerst das Spiel in Bexterhagen, wo wir auf einem tiefen Rasenplatz mit einer sehr starken Teamleistung 4:1 gewinnen konnten. Dann unser Heimspiel gegen den TSV Schötmar. Es ist bis dato unsere einzige Heimniederlage in einem wirklich sehr gutem Kreisliga B-Spiel. Unglücklich, aber auch nicht unverdient haben wir 2:3 verloren. Die kämpferische und spielerische Leistung hat aber gepasst“, klaffte eine unangenehme Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit. „Und dann unser Sieg im Heimspiel gegen den Tabellenführer TuS Lockhausen. Es war sicherlich nicht unser bestes Spiel, aber die kämpferische Leistung hat gestimmt. Selbst in doppelter Unterzahl haben wir das Spiel gewonnen“, ist es ein Erfolg des Willens gewesen. Als „Streichergebnisse“ hat er die Begegnungen in Retzen (2:5) und Holzhausen (3:4) evaluiert. „In Retzen konnten wir unserem Gegner kein Paroli bieten. Es war mit Abstand die schlechteste Saisonleistung, da nicht ein einziger Spieler mit Normalform auflief“, sind die Lipperreiher eben keine Maschinen, die stets und ständig funktionieren. Bei der knappen Niederlage bei der TSG führte La Furia Roja bis in die Schlussphase hinein mit 3:1, um dann in den Schlusssequenzen alles herzuschenken.

Taverner in Dankbarkeit-Laune

 

Wie seine Mannschaft tatsächlich performed hat, freut Taverner extrem, will er sich dafür bedanken und begründet: „Es macht halt sehr viel Spaß, mit den Jungs zu arbeiten und die Stimmung in der Truppe ist hervorragend.“ Und auch die Mitstreiter will er nicht völlig außer Acht lassen: „Danke sagen muss ich auch an unseren spielenden Co-Trainer Sebastian “Excel” Mathea. Er ist “kopfkrank”, was Fußball angeht und sehr ehrgeizig. Er bereitet jede Trainingseinheit vor und sorgt auch dafür, dass die Einheiten auf dem Platz ausgeführt werden. Danke auch an unseren Betreuer Michael “Gonzo” Groth. Er ist für mich als Betreuer sehr wichtig, da er alles um das Spiel herum mir abnimmt und bei jedem Spiel mir an der Linie zur Seite steht. Er kümmert sich auch außerhalb des Platzes um viele wichtige Termine und Dinge.“ Daher möchte Thorsten Taverner so kurz vor dem heiligen Fest seine besten Glückwünsche loswerden, teilt via Lippe-Kick mit: „Ich wünsche im Namen des Trainerteams allen Spielern und deren Familien ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2020. Auch an das Team von Lippe-Kick senden wir die gleichen Wünsche und bedanken uns für eine tolle Zusammenarbeit im Jahr 2019 und hoffen, dass es genauso weitergeht.“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

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