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Hallenfussball

Lippe-Flex-Cup 2019 – Der Rückblick

Man muss es klar identifizieren: Für die niederklassig spielenden Teams gibt es viel zu wenige sportliche Betätigungsmöglichkeiten unter dem Hallendach. Der Lippe-Flex-Cup bietet da fast schon eine Ausnahme.

Jöstingmeier-Jungs holen sich den Pott

 

Lippe-Flex-Cup 2019 (hk). Lächelnde Gesichter, wohin das Auge blickt. Der Lippe-Flex-Cup 2019 war ein „voller Erfolg“, wie auch Organisator Gürhan Korkmaz im Lippe-Kick-Gespräch verdeutlicht. Groß ist bei ihm die Erkenntlichkeit, dass das Sextett der lippischen Vertreter an diesem interessanten Wettbewerb inmitten der lippischen Hallenmeisterschaften in der DBB-Halle teilgenommen hat. Auffällig für Korkmaz: „Man hat es allen Mannschaften angesehen, dass sie dieses Turnier und diesen Cup sehr ernst genommen haben, alles dafür getan haben, ihr Spiel zu gewinnen.“ Dass der B-Ligist SG Hiddesen/Heidenoldendorf II am Ende triumphiert, ist für Korkmaz „würdig.“ Auch das Catering war ein voller Genuss wie Erfolg, wurden die kulinarischen Leckereien ausgesprochen gut frequentiert und konsumiert.

Von Henning Klefisch

 

Endplatzierung:

 

1. SG Hiddesen Heidenoldendorf II 19:8 Tore, 12 Punkte
2. SC Türkgücü Detmold II 18:12 Tore, 12 Punkte
3. TSV Horn II 17:15 Tore, 9 Punkte
4. SG Belle Cappel 11:14 Tore, 6 Punkte
5. SC Sancakspor Spenge II 13:16 Tore, 6 Punkte
6. TuS Eichholz-Remmighausen II 9:22 Tore, 0 Punkte

 

Nach einigen intensiven Partien am Ende einer kräftezehrenden Hinserie geht die Spielgemeinschaft aus dem Westen von Detmold verdientermaßen als Sieger aus diesem Turnier, denn der SC-Akteur Korkmaz hat beobachtet: „Vom Anfang bis zum Ende haben sie super Spiele gezeigt, haben verdient das Turnier gewonnen.“ Groß ist die Sehnsucht, dass der Lippe Flex-Cup im Jahr 2020 dann in seine vierte Auflage gehen wird. Ein Wermutstropfen bleibt aber, denn Türkischen SV Horn II-Akteur Osman Karaman hat sich etwas schwerer verletzt. Korkmaz: „Ich wünsche dem Spieler eine gute Besserung und eine schnelle Genesung, sodass er bald wieder fit wird.“ Die SG Hiddesen/Heidenoldendorf II feiert den Triumph unterdessen in neuen Gewändern. Darüber freut sich wohl nicht nur die Firma Stegelmann. Als Glücksbringer fungiert haben die neuen Trikots vom Autohaus, die beim Best of Lippe-Kick 2019 ausgelobt wurden. Erfolgs-Coach Jörg Jöstingmeier reibt sich etwas verwundert die Augen, als er etwas perplex feststellt: „Dafür, dass wir zu diesem Zeitpunkt nur einmal in der Halle waren – zum Üben – war es echt gut gemacht von meiner Mannschaft.“ Insbesondere der 4:0-Kantersieg über die SG Belle-Cappel sorgt für entfesselte Begeisterungsstürme beim sympathischen Coach, der konstatiert: „Wenn man gegen einen LZ-Cup-Teilnehmer mit 4:0 gewinnt und das sogar verdient gewonnen hat, haben die Jungs alles richtig gemacht.“ Einzig beim 1:2 gegen den Lokalmatador SC Türkgücü Detmold II ging die Spielgemeinschaft als Verlierer vom Platz. Am Ende entscheidet das beste Torverhältnis für die Jöstingmeier-Jungs. Der Coach bedankt sich ganz artig: „Ein großes Dankeschön an den Gastgeber für das Turnier, was sehr gut organisiert war in allen Belangen.“

 

Für den TSV Horn II war mehr möglich

 

Den Treppchenplatz drei belegt am Ende der Türkische SV Horn II, weshalb das Resümee von Führungsspieler Polat Arslan auch dementsprechend positiv ausfällt: „Im Ganzen war ich sehr zufrieden mit meiner Mannschaft, außer dass ein Spieler einen Achillessehnenriss erlitten hat“, ist es bekanntlich Karaman gewesen, der sich diese schwerwiegende Verletzung zugezogen hat. Was sagt Arslan zu dem mittelmäßigen Platz im Endklassement? „Wir haben den dritten Platz gemacht, obwohl wir die Eins hätten sein können.“ Die interne Kommunikation hat tüchtig geholfen: „Wir haben uns aber zusammengesetzt und uns über die Fehler unterhalten. Es lief alles gut“, ist dies fast schon zu überschwänglich. Schließlich gab es Gründe, warum der mögliche Gesamt-Sieg verspielt worden ist: „Die anderen Mannschaften wurden teilweise unterschätzt und unsere Taktik konnten wir nicht umsetzen“, bleiben viele Wünsche so kurz vor dem Weihnachtsfest unerfüllt.

 

Semierfolgreich die Beine vertreten

 

Mächtig Luft nach oben bietet dieser Wettkampf aus fußballerischer Sicht, wie SG Belle-Cappel-Kicker Malik Schacht findet, klassifiziert er das sportliche Niveau als „durchwachsen“ und „überschaubar.“ Dass der B-Liga-Kontrahent aus Hiddesen/Heidenoldendorf allerdings berechtigterweise dieses Turnier hat zu seinen Gunsten entscheiden können, ist für ihn nur allzu folgerichtig, denn: „Sie haben natürlich den besten Eindruck gemacht.“ Im eigenen Spiel liegt vieles im Argen beim Aufsteiger, moniert Schacht voller Offenheit: „Wir haben zu wenig von den Dingen umgesetzt, die wir uns vorgenommen haben. Dementsprechend haben wir auch nur zwei Spiele gewinnen können“, konnten einzig Erfolgserlebnisse gegen die Zweitvertretungen von Eichholz/Remmighausen und Sancakspor Spenge gesammelt werden. Immerhin. Kurz vor den kalorienreichen Feiertagen haben sich die BC-Kicker aber tüchtig die Beine vertreten, hat dabei keiner Schaden genommen, wie Malik Schacht gegenüber Lippe-Kick feststellt: „Am Ende haben aber alle genug Spielanteile sammeln können und es hat sich keiner ernsthaft verletzt. Das ist die Hauptsache.“

„Das Lahmacun-Angebot ist hervorzuheben”

 

Den fünften und somit vorletzten Rang belegt der weit angereiste Gast SC Sancakspor Spenge II. Coach Ihsan Sevinc verlebt mit seinem Team dennoch eine angenehme Zeit, wie er im Lippe-Kick-Talk kundtut: „Vielen Dank für das gut organisierte Turnier. Wir hatten sehr viel Spaß und würden uns über die nächste Einladung sehr freuen“, spricht nicht viel gegen eine Wiederholung. Was eine große Bedeutung für Sevinc besitzt: „Für uns liefen die Partien sehr fair und sportlich ab. Ich kann mich nicht beklagen.“ Wichtig ist ihm auch die Neutralität der Referees, bescheinigt er ihnen zudem „gute Partien gepfiffen zu haben.“ Von der roten Laterne zeigt sich der TuS Eichholz/Remmighausen II-Kicker Marco Stuckenschneider alles andere als angetan, tadelt er erfrischend ehrlich: „Spielerisch haben wir unter unseren Möglichkeiten, teils sehr unsortiert agiert.“ Von einer stimmungsvollen Kulisse kann bei diesem Turnier auch nicht die Rede sein: „Leider waren es kaum bis keine Zuschauer.“ Er möchte aber nicht alles in Schutt und Asche reden, denn der Gaumen wurde verwöhnt: „Bei der Bewirtung ist das Lahmacun-Angebot hervorzuheben.“

 

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