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Kreisliga B Detmold

SF Oesterholz/Kohlstädt – Aus dem Windschatten nach vorne?

Die Sportfreunde liegen auf der Lauer und haben viele Trümpfe in der eigenen Hand. Das Ziel „A-Liga“ soll auch mit zwei Rückkehrern erreicht werden.

 

Brinkmann: „Ausrutscher kann sich keiner mehr erlauben“

Kreisliga B Detmold (ab). Mit drei Nachholspielen in der Hinterhand lauern die Sportfreunde auf Rang fünf der Kreisliga B Detmold. Die Top drei, die aktuell zwei Spiele mehr absolviert haben, haben fünf, sechs, bzw. sieben Punkte mehr geholt, befinden sich also in Reichweite für Oesterholz/Kohlstädt. Der neue Coach Guido Rellensmann hat eine Top-Mannschaft aufgebaut. Was jetzt noch fehlt sind Siege gegen die Mitkonkurrenten um den Aufstieg. Hier sieht Obmann Björn Brinkmann jedenfalls Luft nach oben. Um den Traum von der A-Liga zu realisieren, hat man in der Winterpause zwei ehemalige Sportfreunde zurückgeholt.

 

Handschrift von Rellensmann ist erkennbar

Das Fazit zur Hinrunde von Björn Brinkmann fällt „im Großen und Ganzen doch recht positiv aus.“ Im Sommer hat Guido Rellensmann die junge Truppe von Sascha Möller übernommen und man hat schnell „seine Handschrift erkennen können. Man merkt einfach, dass Guido selber hoch gespielt hat, dazu viele gute Trainer hatte, sprich, den Jungs eine Menge Erfahrung mitgeben kann“, so Brinkmann. Rellensmann gibt seine eigenen Erfahrungen an die Spieler und kann sich in sie hineinversetzen. „Das ist ein großer Pluspunkt“, findet Brinkmann. So haben die Sportfreunde auch „sehr gut trainieren können“, Trainer und Mannschaft haben sich schnell und gut aufeinander eingespielt. Dabei begann die Spielzeit gleich mit einem „richtigen Brett“, am zweiten Spieltag ging es zum TuS Eichholz/Remmighausen. Aber das 3:3 auf deren Platz gegen den starken Gegner „hat uns Selbstvertrauen gegeben und wir konnten danach unsere Hausaufgaben gegen die vermeintlich schwächeren Gegner erfüllen“ Bis zum zehnten Spieltag marschierten die Sportfreunde ungeschlagen durch die Liga, holte dabei Unentschieden gegen Lage und Istrup/Brüntrup.

 

Wohnzimmer „Am Paradies“

Im Nachhinein ist das aber nicht genug, findet der Obmann. Zumindest muss die Tatsache, dass die Sportfreunde „keines der Topspiele gewinnen konnten“ hinterfragt werden. Zwar gab es Unentschieden wie eben gegen Eichholz/Remmighausen, Lage oder Istrup/Brüntrup, aber auch Niederlagen gegen Müssen und zum Schluss zu Hause gegen CSL Detmold. Die ersten und bislang einzigen Niederlagen der Saison. „Da müssen wir cleverer und mit mehr Rückgrat spielen“, fordert Brinkmann, denn: „Wir können jeden Gegner schlagen, müssen uns aber nun einmal alles hart erarbeiten und zu 100 Prozent da sein. Und gegen die Konkurrenz im Aufstieg darfst du nun einmal keinen Zentimeter herschenken.“ Hinzu kommt, dass die SF Oesterholz/Kohlstädt bislang kaum auswärts gespielt haben: „Lediglich acht Punkte haben wir auf fremden Plätzen geholt bei aber auch erst fünf Spielen.“ Dafür ist Brinkmann mit den Spielen im „Wohnzimmer“, dem Sportplatz „Am Paradies“, mehr als zufrieden. Dort wurden einzig in den Spielen gegen CSL Detmold und Istrup/Brüntrup Punkte liegen gelassen.

 

Alleinunterhalter Sebastian Hüttmann

Auch mit der Tormaschine Sebastian Hüttmann ist Björn Brinkmann „sehr zufrieden.“ Mit seinen 20 erzielten Toren steht er in der Torjägerliste „da, wo er hingehört. Und er wird das ein oder andere Tor definitiv noch schießen“, ist Brinkmann überzeugt. Allerdings gibt Hüttmann Offensiv oftmals den Alleinunterhalter. Zweitbeste Torschützen in Reihen der Sportfreunde sind Jan Ellerbrok und Marnik Wobbe mit je fünf Toren. „Schön wäre es, wenn die ein oder anderen offensiven Kräfte ebenfalls so einen Zug zum Tor hätten.

Sebastian Hüttmann

Teilweise verlassen wir uns auf Hütte und lassen uns vorne keine Überraschungen für die gegnerische Abwehr mehr einfallen. Da könnte man noch flexibler agieren und vorne mehr wirbeln“, meint der ehemalige Torhüter. Die Sportfreunde sind schließlich ein offensiv agierendes Team. „Nur dann muss man einfach aus der Überlegenheit mehr Kapital schlagen und sich mit Toren belohnen. Und zwar alle. Das gelingt uns noch nicht in jedem Spiel, aber wir werden weiter daran arbeiten, denn die Mannschaft, die am fittesten aufgestellt ist, wird am Ende auch aufsteigen“, so Brinkmanns Prognose.

 

„Gute Ausgangslage für zweite Hälfte“

Die „durchaus positive erste Hälfte“ wollen die Sportfreunde nun als „gute Ausgangslage für die zweite Hälfte nutzen.“ Er führt seine aufgestellte Prognose weiter aus: „Wie schon gesagt ist der physische Aspekt der wichtigste. Wir brauchen eine fitte Truppe, die 90 Minuten ein hohes Tempo gehen kann. In der Kreisliga B werden viele Spiele erst in der letzten Viertelstunde entschieden, da viele Mannschaften dann ausgepowert sind. Dann kann man vieles zu seinen Gunsten klarmachen.“ So ist die Fitness einer der Schwerpunkte während der Vorbereitung. „Denn wenn man fit ist kommt im zweiten Schritt das Taktische automatisch dazu.“ Denn auch in Sachen Taktik wollen sich die Sportfreunde breiter aufstellen, um auf entscheidende Punkte im Spiel besser reagieren zu können. Dabei ist es egal, „ob man hinten liegt oder führt, man muss auf jede Situation eingehen können und da haben wir auch das Potenzial in der Mannschaft und im Trainerteam.“

 

Brinkmann rechnet mit Fünfkampf bis zum Schluss

Auch von Verletzungen muss man verschont bleiben: „Wenn alle fit und gesund bleiben, steigen unsere Chancen“, weiß Brinkmann. So ist beispielsweise Phillip Pucker fast die gesamte Hinrunde durch seinen Kreuzbandriss ausgefallen. Ein schmerzhafter Verlust:

Philipp Pucker

„Sollte er im ersten Spiel wieder auf der Matte stehen, wird uns das abrupt helfen. Davon bin ich ebenfalls überzeugt.“ Und im engen Aufstiegskampf ist jede Unterstützung Willkommen. Denn Brinkmann rechnet mit einem Fünfkampf bis zum Schluss: „CSL, Eichholz/Remmighausen, Müssen, wir und jetzt auch Lage stehen im Moment am besten da. Wenn nicht eine Mannschaft abfällt, wird es schwer für die anderen Mannschaften dahinter. Auch Istrup/Brüntrup, die ich lange auf dem Zettel hatte, musste Federn lassen und kann nur hoffen, dass oben ein bis zwei Mannschaften schlecht starten werden.“

 

Fehse und Rose kehren zurück

Womit wir das nächste Stichwort haben: Rückrundenstart. „Auch das wird entscheidend sein“, so Brinkmann. „Ein guter Start in die Rückrunde kann dich die ganze Saison über oben halten. Die ersten drei, vier Spiele sind da schon richtungsweisend.“ Die ersten vier Gegner heißen, Stand heute – die ausgefallenen Spiele sind noch nicht neu angesetzt –

Maik Fehse

Hakedahl, Diestelbruch/Mosebeck II, Hiddesen/Heidenoldendorf II und Belle/Cappel. Bis dahin wird fleißig getestet. Es geht ausschließlich gegen höherklassige Gegner: Am 30. Januar geht es zum SV Eintracht Jerxen-Orbke, am 7. Februar zum Lemgoer A-Ligisten TuS Sonneborn. Den Feinschliff holt man sich in den Spielen beim RSV Barntrup (13. Februar) und beim SV Diestelbruch/Mosebeck (16. Februar). Dort werden dann auch zwei Rückkehrer mitwirken. In der Winterpause sind Maik Fehse vom FC Fortuna Schlangen und Alexander Rose vom TSC Steinheim zu den Sportfreunden zurückgekehrt.

 

„Hoffentlich bleiben alle Bezirksligisten drin“

Björn Brinkmann

Abschließend wünscht sich Björn Brinkmann noch, nicht ganz uneigennützig, dass „hoffentlich alle Bezirksligisten drinbleiben.“ Denn: „Dann steigt bei dann drei Aufstiegsplätze die Möglichkeit auch wirklich hochzugehen. Sollte es nur einen Platz geben, wird es eine verdammt spannende, aber auch harte Saison.“ So oder so ist die Vorfreude groß. Aktuell genießt man noch „die fußballfreie Zeit“, die sich in dieser Woche aber bereits dem Ende neigt, denn dann startet man mit der Vorbereitung auf die Rückrunde, „so dass wir dann im ersten Spiel auswärts beim Hakedahler SV topfit sind und die vielleicht wichtigsten drei Punkte im neuen Jahr einfahren können.“ Denn eines ist ganz klar: „Ausrutscher kann sich nun keine der Mannschaften mehr erlauben.“

Vigilant Team Sports

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