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Kreisliga B2 Lemgo

TBV Lemgo III – Routiniertes Trio als Muntermacher

Mit dem wichtigen Pfund der Erfahrung, damit wuchern die Hansestädter in dieser Transferperiode. Lippe-Kick nimmt die neuen Spieler etwas präziser unter die Lupe.

Kämpfer, Ballvirtuose und der große Unbekannte

Kreisliga B2 Lemgo (hk). So einige Farbtupfer setzte der TBV Lemgo III bereits. In der neuen Spielklasse hat sich der letztjährige C-Ligist hervorragend akklimatisiert. 21 Punkte nach 18 Partien lautet das Zahlenwerk zur Winterpause. 14 Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsrang sind beruhigend, verhindern somit eine hektische Schnappatmung beim Blick auf das Ranking. Um den avisierten Klassenerhalt weiter zu manifestieren, wurde auf dem Transfermarkt mehr geklotzt statt gekleckert. Ein Trio findet nun den Weg an den Jahnplatz.

 

Dieser Bericht wird Ihnen präsentiert von:

 

Von Henning Klefisch

 

Serkan Köse

Zuletzt beim Detmolder C1-Ligisten SG Klüt/Wahmbeck aktiv war Patrick Winkler. Der 37-Jährige gilt als eine Art Staubsauger vor der Abwehrkette, ist körperlich sehr robust, ein extremer Kämpfertyp. Sein neuer Coach Serkan Köse gibt zu: „Fußballerisch kenne ich ihn nicht so gut“, doch was ihn zuversichtlich stimmt: „Er kann hinten für Ordnung sorgen mit seiner körperlichen Präsenz, kann die Abwehr gut stabilisieren.“ Eine allzu lange Zeit der Eingewöhnung wird wohl hier nicht beansprucht, denn das Trainerteam Köse und Sebastian Klaas kennen Winkler persönlich, wurde dadurch der Kontakt hergestellt. „Er wollte in unserer Truppe gegen den Ball treten. Er kennt einige Spieler aus unserer Mannschaft. Es hat ihn gereizt, dass er mit seinen Jungs zusammenspielt“, ist es das Gemeinschaftserlebnis mit guten Bekannten, das sein Interesse weckt, er dies nun auf dem Platz umsetzen kann.

 

Sayan als Charleston-Tänzer

Als bunter Hund im lippischen Fußball gilt Kenan Sayan (Bild links), der mit seinen 38 Jahren so einige Stationen im FuL-Kreis Lemgo und Detmold hinter sich hat. Für die Mannschaftshygiene, das Kabinenklima, ist der erfahrene Zauberkünstler ausgesprochen wichtig, gilt er doch als empathisch, locker und verbindlich in seinem Wesen. Vor seiner jüngsten fußballerischen Schaffenspause kickte der flexibel einsetzbare Sayan, der bis auf Torwart alle Positionen bekleiden kann, beim Lemgoer A-Ligisten SG Bentorf/Hohenhausen. So richtig trainieren kann er allerdings nicht, würde er dann wohl zumindest im Lemgoer Kreisoberhaus dem runden Leder hinterherjagen. Serkan Köse skizziert die Problematik, die für den als selbstständigen Geschäftsmann aktiven Sayan vorherrscht: „Er ist sehr eingespannt, beruflich sehr aktiv. Es ist zu viel Aufwand, um immer zu trainieren“, benennt er als vorteilhaft, dass der TBV-Sportplatz quasi direkt vor seiner Haustür liegt, er mit „alten Freunden“ kicken kann. Sayan gilt als echtes Mentalitätsmonster, betont Köse gegenüber Lippe-Kick explizit: „Als Typ kitzelt er alles raus, ist ein Führungsspieler. Ihn können wir sehr gut gebrauchen, haben wir doch einige jüngere Spieler im Kader.“ Diese müssen geführt werden. Kenan Sayan ist technisch beschlagen, verfügt über eine Eleganz wie ein Charleston-Tänzer, setzt seinen Körper gewinnbringend ein. Er gilt als ein „kleiner Terrier.” Weil: „Er macht vieles über den Einsatzwillen und beweist kämpferische Tugenden“, so Köse weiter. Etwas verwundert zeigt er sich über eine Tatsache, denn der fußballballverrückte Ballvirtuose findet nicht unbedingt als kopfballstarker Hüne in der lippischen Fußball-Geschichte Eingang: „Er hat Kopfballduelle gewonnen, da denkt man sich: Wie geht das?“ Der dritte Neuzugang im Bunde ist Jens Schultz. Der 30-Jährige hat im Raum Münster sogar Bezirksliga-Luft geschnuppert, zuletzt bei den Alt-Herren beim SV Grieth 1949 seine fußballerischen Dienste angeboten. Serkan Köse erklärt zu dieser Personalie: „Er ist selbst auf den Verein zugekommen, ist nach Lemgo gezogen.“ Am wohlsten fühlt Schultz sich augenscheinlich in der vordersten Front, verfügt er hier über geeignete Voraussetzungen. „Wir freuen uns, dass er uns helfen kann“, steht für den TBV III-Coach fest. Insgeheim ist Jens Schultz aber  die große Unbekannte in diesem Trio, vielleicht auch das verlockende Versprechen.

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