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Kreisliga C2 Lemgo

Kreisliga C2 Lemgo – Goalgetter-Report Winter 2020

Wie jedes Jahr im Winter portraitieren wir euch auch dieses Jahr wieder die besten Torjäger der Liga. Den Anfang macht die Kreisliga C2 Lemgo.

 

Ballermann Brinkmann – Und dann lange nichts

Kreisliga C2 Lemgo (ab). Holger Brinkmann, Stürmer in Diensten des SV Wüsten II, befindet sich, bei allem Respekt, im Spätherbst seiner Karriere, wird wie ein guter Wein aber im Alter immer besser. 41 Jahre jung ist Brinkmann mittlerweile und hat in der Hinrunde die Kreisliga C2 Lemgo im Alleingang kurz und klein geschossen. Satte 34 Treffer hat Brinkmann erzielt und das bei nur elf Einsätzen. Eine wahrlich beeindruckende Quote. Die Verfolger Jascha Prüßner und Matthias Schelinski haben zusammen vier Tore weniger erzielt als Brinkmann. Je 15 Mal trafen die Goalgetter des TuS Rot-Weiß Grastrup/Retzen II und der TSG Holzhausen/Sylbach III. Dicht dahinter folgt Yusif Derbas vom SV Rojhilat Bad Salzuflen mit 13 Treffern, Jonas Karsten vom VfB Matorf traf zwölfmal. Da letztgenannter Verein derzeit leider kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit Lippe-Kick hat, werden statt Karsten auch noch Dennis Kalinasch (TuS Lockhausen II) und Timo Rentschler (SC St. Pauli) vorgestellt. Beide erzielten bislang je zehn Saisontore.

 

Holger Brinkmann SV Wüsten II, 34 Tore

Mit 41 Jahren spielt Holger Brinkmann die vielleicht beste, mit Sicherheit aber die torreichste Saison seiner Karriere. Sein Mitspieler Marc Schmidt ist sichtlich beeindruckt: „Dass Holger ein guter Kicker ist, war uns schon immer klar beim SV Wüsten. Doch in der laufenden Saison ist er einfach Weltklasse. Dieser, etwas in die Jahre gekommene, junge Mann hat endlich den Durchbruch in der Kreisliga geschafft. Dabei konzentriert er sich nicht nur auf seine eigene Leistung, sondern zieht die gesamte Mannschaft mit. Er bereichert die Trainingseinheiten durch Witz und ist immer für die ein oder andere verrückte Sache gut, Holger eben! Er passt in die Welt und wir hoffen, dass er dem SV Wüsten noch lange erhalten bleibt.“

 

Jascha Prüßner TuS Rot-Weiß Grastrup/Retzen II, 15 Tore

Schon im letzten Jahr wurde Prüßner an dieser Stelle vorgestellt, hatte zum damaligen Zeitpunkt zehn Treffer mehr auf dem Konto und führte die Torjäger-Wertung an. Dieses Jahr reicht es „nur“ zu Rang zwei. Sein Coach Timo Drechshage möchte seinen besten Torschützen dennoch nicht hergeben: „Er spielt im Gegensatz zu den Jahren davor zentral hinter der Spitze, was den Drang zum Tor noch ein bisschen verschärft. Er macht viel Defensivarbeit mit, hat aber nebenbei auch noch viele Scorerpunkte, was ein bisschen überraschend ist. Er hat auch den Blick für den Nebenmann. Das war im ersten Jahr schon so, als er die über Außen gekommen ist. Jetzt ist er zentral noch stärker. Er schießt unsere Elfmeter und alle Standards. Das ist auch eine Sache, über die wir im Training viel sprechen, dass wir die Standards als Mittel nutzen wollen, um Torgefahr zu entwickeln. Jascha ist auch einer, der sich nach dem Training den Ball noch 20-mal hinlegt, da ist er sehr ehrgeizig. Er ist schnell mit Ball am Fuß, hat ein gutes Auge und ist abgewichst vorm Tor. Diese Saison ist er unser erster Kapitän und hat eine Vorbildfunktion in der Mannschaft. Er findet immer eine gute Mischung aus Spaß und ernst. Er weiß, wann man das Glas heben kann, er kann aber auch auf den Tisch hauen. Das macht ihn für mich wichtig als Teamplayer und als Menschen, da muss die Mischung passen. Ich mag seine Art und Weise. Er ist ein unangenehmer Spieler, aggressiv, gefährlich, man darf ihn nie aus den Augen lassen. Er spielt sehr variabel offensiv auf allen Positionen. Das macht es mir auch einfach, immer wieder umzuswitchen. Er spielt da, wo ich hin hinstelle. Er har aber auch einen Schwachpunkt: Er ist Bayern-Fan, das kriegt man nicht aus ihm raus. Aber was soll man gegen diese Krankheit auch machen. Auch das nimmt er immer mit einem Augenzwinkern, man kann mit ihm über Fußball reden, obwohl er dieses Bazi-Problem hat.“

 

Matthias Schelinksi TSG Holzhausen/Sylbach III, 15 Tore

Matthias Schelinski ist einer der Gründe für die starke Saison der TSG Holzhausen/Sylbach III. Keiner, nicht mal die TSG-Kicker selbst, hätten damit gerechnet, oben mitzuspielen. Eigentlich wäre Schelinski sogar ein Kandidat für die erste Mannschaft. Simon Koring ist froh, ihn in seiner Truppe einsetzen zu können: „Allein die Tatsache, dass er bei uns spielt ist ein enormer Mehrwert für das gesamte Team. Letzte Saison hat er ja noch erste gespielt, aber beruflich und privat schafft er es nicht regelmäßig zum Training, möchte aber trotzdem weiter Fußball spielen. Da kam die Gründung der Dritten gerade Recht. Er ist ein technisch sehr starker Spieler, der mit Tempo im 1:1 nur schwer zu stoppen ist und somit sehr gute Räume für seine Mannschaftskameraden zieht. Er ist immer zu 100% motiviert und es gab schon Fälle, wo in vorderster Front der Ball verloren wurde, er im Vollsprint zurück ist und im eigenen Fünfer geklärt hat. Solch ein Einsatz ist mir persönlich mehr wert als so manches Tor. Aber als technisch guter Spieler ist er natürlich manchmal etwas ballverliebt und sollte den Blick ab und an mal heben und nach rechts und links gucken. Wobei man da auch berücksichtigen muss, dass in der C-Liga logischerweise der letzte Erfolgsdruck und Ernst fehlt. Ich will dies definitiv nicht als Schwäche, sondern eher als Verbesserungspotenzial sehen! Menschlich passt er mit seiner ruhigen, freudigen und zielstrebigen Art super in das gesamte Team. Ich bin einfach happy, welche Qualität er in unser Team bringt und man muss ja auch sagen, wenn Kicker eines solchen Formates dabei sind, sind die Mannschaftskameraden auch motivierter am Sonntag die Tasche zu packen. Also ein Vorteil für alle Seiten.“

 

Yusif Derbas SV Rojhilat Bad Salzuflen, 13 Tore

Yusif Derbas und der SV Rojhilat Bad Salzuflen, das gehört einfach zusammen. Schon seit Jahren gehört Derbas zu den besten Torjägern der Kurstädter. Sein Mitspieler und Coach Saleh Maan weiß Folgendes über ihn zu sagen: „Yusif Derbas ist ein disziplinierter Spieler. Er spielt seit Jahren bei uns mit und ist ein körperlich robuster Spieler. Er ist schon seit Jahren im Kader und ein sehr zuverlässig. Und für uns auch ein sehr, sehr wichtiger Spieler.“

 

Dennis Kalinasch TuS Lockhausen II, 10 Tore

Sonderlich rund lief es für den TuS Lockhausen II in der Hinrunde nicht. Erst gegen Ende des Jahres kam der TuS ins Rollen. Einen Anteil daran hat auch Dennis Kalinasch, der beste Torschütze des Teams. Tobias Schilling meint über ihn: „Dennis ist eher ein ruhiger Typ, der aber immer Vollgas gibt auf dem Platz oder bei seinem anderen Hobby Kartfahren. Er ist ein feiner Fußballer mit dem Gespür für den richtigen Pass und seine Freistöße sind ein Traum. Menschlich passt er absolut rein, ist mehr der ruhige Genießer in der Truppe. Schwächen: Seine Positionstreue, wenn er mal nicht zentral aufgestellt wird. Wir versuchen es gar nicht mehr, ihn über die Bahn zu bringen, die Mitte scheint magnetisch zu sein und seine Schuhe ziehen ihn dort immer wieder hin.“

 

Timo Rentschler SC St. Pauli, 10 Tore

Der Neuzugang – Rentschler kam vor der Saison vom BSV Leese – hat voll eingeschlagen und führt die interne Torjägerliste des Tabellenführers mit zehn Treffern an und ist mit ein Grund, weshalb es diese Saison so prächtig läuft bei den Grün-Weißen. Simon Meschonat, sein Coach, ist voll des Lobes: „Timos größte Stärke ist definitiv die Schnelligkeit im Antritt und im Sprint. Dazu kommt, dass er auch enorm stark am Ball ist und durch seine Dribblings den Verteidigern oft davon zieht. Wenn er noch etwas mehr Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor bekommt, ist auch locker das doppelte seiner jetzigen Torausbeute möglich. Er ist für unser Team sehr wichtig, nicht nur durch seine Tore, sondern auch durch seinen Offensivdrang und seine Erfahrung im Vereinsfußball.“ Vizekapitän Jonathan Düe fügt außerdem noch hinzu: „Der Mann ist eine Granate, obwohl er sich selten beim Training blicken lässt. Aber durch seine Tore sieht man, wie wichtig er für die Mannschaft ist. Wenn er gefragt ist, liefert er ab.“

Stadtwerke Bad Salzuflen

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