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Kreisliga A Detmold

TuS Horn – Bad Meinberg – Bisher gut, aber es geht noch besser!

Ein Mittelfeldplatz mit Blickrichtung nach oben, so stellt sich die Situation rund um die Kurstädter dar. Im folgenden Bericht äußert sich TuS-Trainer Sascha Möller zum derzeitigen Sachverhalt.

Möller mag die feine Klinge

Kreisliga A Detmold (hk). Es ist noch etwas möglich. Fröhlich gestimmt ein paar Plätze nach oben hangeln, das könnte die verheißungsvolle Parole vom TuS Horn-Bad Meinberg sein, der an achter Position überwintert. Bis zum Nachbarn, den Sportfreunden Berlebeck/Heiligenkirchen, sind es nur läppische fünf Punkte, könnte diese Abweichung mit zwei Siegen in den Nachholspielen zerschmettert werden. Ausgerechnet, das mag man sich denken, geht es gegen BHK, findet zudem noch eine Partie beim TuRa Heiden, dem Team vom Ex-TuS-Torgaranten Thorsten Geffers, statt. In Gänze ist Horn-Bad Meinberg-Coach Sascha Möller mit der bisherigen Performance seiner Jungs zufrieden, „obwohl wir vielleicht vier, fünf Punkte unter den Möglichkeiten geblieben sind von den Spielverläufen her.“

 

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Von Henning Klefisch

 

Der Findungsprozess hat möglicherweise etwas länger als vermutet benötigt, fehlte nach dem doch relativ abrupten Soethe-Ende die gemeinschaftliche Vorbereitung. Ein weiteres Hemmnis, um direkt und sofort durchzustarten: „Ich kannte ja nur wenige Spieler und der Kader war sehr aufgebläht.“ Ursprünglich wollte Möller (Bild links) nach der Erledigung seiner Trainer-Aufgabe bei den SF Oesterholz/Kohlstädt ganz entspannt Fußball zelebrieren, bei der TuS-Zweitvertretung in prächtiger Stimmung dem Leder hinterherjagen. Zusammen mit seinem Kumpel Patrick Pauleikhoff. Dass er so schnell wieder eine Trainerstelle mit Leben füllt, kam wohl auch für ihn sehr überraschend. Die aktuelle Platzierung „war auf jeden Fall über den Erwartungen“, bringt er im Lippe-Kick-Gespräch klar zum Ausdruck. Mit vier Siegen hintereinander stürmten die Kurstädter in die lange Pause, kam diese ihnen daher wohl sehr ungelegen. Als ein Highlight-Spiel geht sicherlich der frenetisch umjubelte 4:3-Sieg im Ortsderby gegen den Türkischen SV Horn in die Geschichtsbücher ein. Wie sich der Turn- und Sportverein beim 0:1 gegen den SV Jerxen/Orbke präsentierte, war aller Ehren wert. Dorthin wechselt auch Malte Reineward (Bild rechts), zieht es zudem Ahmad Alsayyed zur SG Belle-Cappel. Einige verletzte Akteure stehen in der Warteschleife, werden wohl peu à peu wieder in den Spieltagskader rücken.

 

Anspruchsvolles Vorbereitungsprogramm

 

Bunt gemischt hat Möller bei der Zusammenstellung der Testspiel-Gegner. Ganz gezielt selektiert er aus verschiedenen Spielklassen, sind es hier Top-Teams, die bevorzugt bespielt werden. Gegen die B-Liga-Spitzentruppe TuS Eichholz/Remmighausen setzte es eine 3:5-Niederlage, gegen den C-Liga-Primus SV 21 Steinheim feierte man einen vorbildlichen 6:2-Erfolg. Bei Möllers Ex-Klub SF Oesterholz/Kohlstädt fiel das Match aus, folgen noch Aufeinandertreffen auf Kunstrasenplätzen gegen die lippischen Schwergewichte TBV Lemgo und SG Hiddesen/Heidenoldendorf. Möller erklärt im Lippe-Kick-Gespräch: „Bei den Gegnern wollten wir in der Vorbereitung eine gute Mischung aus Top-Teams der Kreise, aber auch Top-Teams der unteren Ligen.“ Am 23. Februar wird es wieder ernst, steht der Wiederauftakt beim FC Fortuna Schlangen auf der Agenda. Ein Rad greift ins andere – mit Blick auf die „sehr gut organisierte“ Vorbereitung, die edel aufeinander abgestimmt zu sein scheint, wie er verrät: „Nach lockerem Auftakt haben wir die Grundlagenausdauer erarbeitet und in Verbindung mit der Entwicklung einer Defensivstrategie holen wir uns jetzt die fußballspezifische Ausdauer. Dazu machen wir zum Beispiel auch Spinning im Buena Vista. Anschließend geht es regenerativ weiter und wir werden den Fokus im Offensivspiel haben, ergänzt um Pressing und Standards“, rechnet Möller fest damit, dass diese abwechslungsreichen Inhalte dazu ausreichen, um die folgenden Herausforderungen zu meistern.

 

„Jerxen/Orbke hat die stärkste Mannschaft“

 

Der Weg empor zum Aufstiegs-Gipfel ist extrem sperrig und undurchsichtig, weshalb es wohl bei einem Dreikampf bleiben wird. Höchstwahrscheinlich werden das Rennen Jerxen/Orbke, Blomberg und Lügde unter sich ausmachen. Als „schwierig“ erachtet Möller eine Prognose, um präziser in die Analyse einzusteigen: „Ich denke, Jerxen/Orbke hat die stärkste Mannschaft, aber die anderen beiden können besser die ruppigen Spiele durchziehen. Spielerisch hat mich in den Duellen mit uns keiner richtig überzeugt und wir werden unser Bestes geben, jeden zu ärgern“, verfügen die Horner durchaus über das Arsenal, um dies in die Tat umzusetzen. Vielleicht gelingt das auch mit einem „offensiven Spiel“, das er präferiert, „das auf einer guten Struktur und Stabilität basiert.“ Teilweise agierte die TuS-Deckung eher etwas fragil, denn 35 Gegentore in 13 Partien sind nicht wirklich passabel. Er verfolgt auch seine Wünsche: „Ich habe keine Lust, mich 90 Minuten an den Spielfeldrand zu stellen und zuzugucken, wie wir nur den Platz umpflügen und den Gegner bekämpfen.“ Man spürt an diesen Worten: Viel Sympathie für diesen Grobian-Fußball hegt er nicht, er protegiert die feine Klinge – mit dem Ball in Kombination mit Risiko.

 

„Dreier- UND Viererkette ist das Optimum“

 

Die Diskussion zieht weite Kreise, bis hinauf in die Champions League. Dreier- oder Viererkette in der Verteidigung. Merke: Die Dreierkette kann sich chamäleonartig in eine Fünferkette verwandeln, wenn die beiden Außenbahn-Spieler nach hinten rücken. Beim Spielaufbau ermöglicht die Dreierkette zudem einen Akteur mehr zum Verschieben, steigert dies die Variabilität um ein Vielfaches. Die Viererkette ist die logische Wahl, wenn es darum geht, ballorientiert zu agieren. Die kompakte Grundordnung ist bei gegnerischem Ballbesitz leicht umsetzbar, wird bei dieser taktischen Anordnung auch sinnvoller die komplette Breite vom Spielfeld genutzt. Wenn das Spielgerät einmal stibitzt wird, vollzieht sich der Angriffszug sehr geordnet, sollte die Voraussetzung dafür sein, dass alle Spieler in Bewegung sind, beim Aufbau mitmachen. Um den Gegner zu verwirren, könnte eine Fluidität behilflich sein, bedeutet: Mehrere Spieler verlassen ihre angestammte Position, sorgen somit für reichlich Kopfkino und einen enormen Stressfaktor beim Kontrahenten. Auch Möller hat dazu eine Meinung, die er gegenüber Lippe-Kick auch deutlich kommuniziert: „Taktisch streiten sich ja die Geister: Für mich ist das oder falsch. Dreier- UND Viererkette ist das Optimum. Flexibilität ist ein wichtiger Faktor für Erfolg.“ So hat der Taktik-Freund mit einer Umstellung im Spielsystem die Einfuhr von zahlreichen Zählern ermöglicht. „Die Dreierkette ist ein interessantes Element, da sie pressingresistenter ist und im Mittelfeld besseres Überzahlspiel ermöglicht. Dafür lässt sich mit der Viererkette und guten Außenbahnspielern viel Druck am Flügel aufbauen.“ Wichtig ist für ihn: „Man muss schauen, was besser zum Spielermaterial und auch Gegner passt.“ Klar sollte sein: Mit einer gewissen taktischen Unberechenbarkeit steigt für den TuS die Wahrscheinlichkeit, am Saisonende vielleicht sogar unter den Top Five einzulaufen.

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