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Regionalliga West

SV Rödinghausen – Verzicht auf die 3. Liga

Der SV Rödinghausen arbeitet auch in Zukunft nachhaltig. Das ist die Voraussetzung. Mit sieben Punkten Vorsprung führen sie die Tabelle in der Regionalliga West an.

„Wir sind Rödinghausen. Wir bleiben Rödinghausen. Wir bleiben Regionalliga.”

 

„Ich bin froh, dass wir alle gemeinsam rechtzeitig zu einer Entscheidung gekommen sind, die dem SV Rödinghausen eine nachhaltige und gesunde Zukunft sichern wird. Wir haben die Anforderungen des DFB bis ins letzte Detail geprüft, gerechnet, diskutiert und sind zum Entschluss gekommen: Wir werden die Lizenz für Liga 3 nicht beantragen. Ich persönlich finde diese Entscheidung, auch wenn sie unglaublich schwerfällt, richtig und gut. So kann sich der Verein weiter entwickeln. Wir haben jetzt Raum, um gesund und nachhaltig weiter zu wachsen. Und darauf freue ich mich“, fasst Alexander Müller, der Geschäftsführer des SV Rödinghausen, die finale Entscheidung zusammen.

 

Immer wieder haben sich Vorstand, Sponsoren und Geschäftsführung in den letzten Wochen und Monaten intensiv beraten. Und sie waren und sind sich einig: Ein Verein, der bei einer unglaublich starken Konkurrenz die Tabelle der Regionalliga West anführt, hat nicht nur seine Hausaufgaben gemacht. Hier ist etwas gewachsen, das Potential für Liga 3 und noch viel mehr hat. Wer auf die Tabelle sieht, wer die Sponsoren des Vereins kennt, für den ist die Entscheidung von heute schwer nachzuvollziehen. Das versteht auch Geschäftsführer Alexander Müller: „Oberflächlich betrachtet kannst du das niemandem erklären. Etwas genauer betrachtet ist das jedoch die einzig richtige Entscheidung. Wenn man die Entwicklung des Vereins betrachtet, dann können alle Beteiligten einfach nur stolz sein. Der SV Rödinghausen – so wie man ihn heute kennt – sollte ursprünglich einmal eine perfekte Spielstätte zur Förderung des Nachwuchsfußballs in der Region werden. Es war nie geplant, dass man es in 10 Jahren von der Kreisliga A zum Spitzenreiter der Regionalliga West schafft. Das haben wir uns langsam erarbeitet, nachhaltig, vernünftig, und doch mit ganz viel Spaß.

 

Die DFB Auflagen zur Lizensierung sprechen eine recht klare Sprache. Platz für mindestens 10.001 Zuschauer, Rasenheizung, TV Studio, ein Stellplatz für die Übertragungswagen von mindestens 400 qm, großzügige Toilettenanlagen, neue Parkplätze, das sind nur einige der vielen Anforderungen. Ein Umbau des derzeitigen Stadions ist nicht möglich, die Realisation eines Neubaus – und nur durch einen solchen wären die Bedingungen langfristig zu erfüllen – ist weder wirtschaftlich noch nachhaltig.

 

„Der DFB stellt die Anforderungen für die 3. Liga bei sämtlichen Vereinen auf eine Stufe, egal, ob du jetzt in Duisburg, München oder Rödinghausen spielst. Die Heimspiele stattdessen in Bielefeld, Osnabrück oder Lotte auszutragen, ist für uns keine wirkliche Option, unsere Heimat ist hier in Rödinghausen und die Verbundenheit mit unserer Region und unseren Fans hier vor Ort ist uns sehr wichtig“ so Alexander Müller.

 

Einfach war diese Entscheidung nicht. Denn man ist sich sehr bewusst: Trainer und Mannschaft als Herz des Vereins haben alles für Platz 1 gegeben. Und im ersten Moment hat die neue Situation selbstverständlich alle geschmerzt.

„Wir haben Enrico Maaßen und die Jungs am heutigen Donnerstag informiert. Meine Tür war und ist immer offen. Absolute Transparenz ist mir wichtig. Deshalb war die Enttäuschung zwar allgegenwärtig, aber was daraus folgte, das war erste Liga! Alle verstehen und akzeptieren diesen Schritt. Alle tragen das mit. Und wir sind uns sicher, dass wir eines Tages ganz andere Gespräche führen werden. Die Zukunftsentwicklung des SV Rödinghausen tragen alle mit. Und jeder will gerne tun was er kann. Mit dieser Haltung können wir alles erreichen. Aber ebenso, wie wir es gewohnt sind: Achtsam, nachhaltig, nicht durchdrehen, hart arbeiten, und Stück für Stück weiter. Wo das endet werden wir sehen. Aber wir sind noch lange nicht am Ende, das ist fest versprochen.“, versichert Müller.

 

In den kommenden Wochen werden die Verantwortlichen nun bereits in die weitere Planung gehen, denn obwohl man die Lizenz nicht beantragen will, arbeitet der SV Rödinghausen schon jetzt am Projekt Zukunft. Man bleibt ruhig und ehrgeizig, wird klare Ziele definieren. Die Entwicklung von neuen Talenten steht dabei sicher ganz oben auf der To Do Liste. Geschäftsführer Alexander Müller ist auch hier sehr klar: „Wir wollen jeden Spieler besser machen. Wir wollen fördern, so wie bisher auch. Unser Verein darf auch in Zukunft eine Art Qualitätszentrum für den Fußball sein. Wir wollen auch in Zukunft zu den Topmannschaften der Regionalliga zählen und uns möglichst für den DFB-Pokal qualifizieren. Allein die Möglichkeit, wie im Jahr 2018 in der Hauptrunde gegen eine TOP-Mannschaft wie Bayern München spielen zu können, motiviert uns jedes Jahr erneut bis in die Haarspitzen. Wenn dann noch die Sportschau berichtet, dass ein Spieler wie Marius Bülter als jetziger TOP Scorer von Union Berlin mal in Rödinghausen groß geworden ist, dann erfüllt uns das mit großem Stolz.

 

Und dafür brauchte es – da sind sich alle einig – heute diese wichtige Entscheidung:

Wir sind Rödinghausen. Wir bleiben Rödinghausen. Wir bleiben Regionalliga.

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