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Kreisliga C2 Detmold

Kreisliga C2 Detmold – Der Goalgetter-Report

Auch die C2 Detmold wird etwas schärfer vorgestellt. Wie? Mit dem Porträtieren der besten Torschützen. Taucht ein in die Welt der vielen Tore.

 

„Silas ist ein Vollblut-Stürmer, der genau weiß, wo das Tor steht“

 

Kreisliga C2 Detmold (hk). Eine kleine, aber feine Änderung präsentieren wir euch in dieser Ausgabe. Dieses Mal haben wir sechs Torjäger im Portfolio, da ein Verein aus dem Führungsquintett stumm blieb und auf dem geteilten sechsten Rang gleich zwei Goalgetter mit jeweils zehn Einschlägen stehen. Die Rede ist von Thomas Feldmann (Fortuna Schlangen II) und Klaus Halili (SG Kollerbeck/Rischenau II). Doppelt so viele Tore haben schon Luca Heise (Schlangen II) und Timo Meier (SF Berlebeck/Heiligenkirchen II) erzielt, die sich derzeit einen spannenden Zweikampf um die Torjäger-Kanone liefern. Nicht völlig perspektivlos im Windschatten liegt Silas Peter, der für die Sportfreunde Oesterholz/Kohlstädt II schon 16 Mal genetzt hat. Niko Schulz komplettiert mit seinen Dutzend Treffern die auserwählten Scharfschützen.

 

Dieser Bericht wird Ihnen präsentiert von:

 

Von Henning Klefisch

 

Luca Heise  Bild links, FC Fortuna Schlangen II, 20 Tore, 19 Jahre alt. Ehemalige Vereine: Jugend FC Fortuna Schlangen. Trikot-Nummer: 10.

Spitzname: –

Marotten/Hobbys:

Auf und außerhalb vom Spielfeld ruht er in sich selbst, bewahrt auch in hitzigen Situationen stets einen kühlen Kopf.

Der schönste Treffer: –

Was macht ihn so besonders:

Im Seniorenbetrieb ist er im Angriff aktiv, doch im Nachwuchsbereich fühlte er sich zumeist in der Mittelfeld-Zentrale am besten aufgehoben. Fortuna II-Coach Daniel Sens betont jedoch: „Für das Trainer-Team war aber von Anfang an klar, dass er bei uns im Sturm spielt.“

Torgefährlichkeit:

Der Rechtsfuß ist flink wie ein Hase, besticht mit einem enormen Ballgefühl, einer tollen Technik „und kann sehr gut und dabei vor allem fair Bälle per Grätsche erobern und mit Ball am Fuß sofort weiterlaufen, wo die meisten Spieler in der Zeit nicht einmal wieder aufgestanden wären“, zeigt sich Sens von dieser Eigenschaft sehr beeindruckt.

Steigerungspotenzial:

Seine Kondition könnte tatsächlich noch besser sein. Aber die Perspektive stimmt ihn positiv, wenn er völlig richtig prophezeit: „Ansonsten ist in dem Alter und bei seinem Potenzial natürlich noch nicht das Ende seiner Entwicklung erreicht.”

Timo Meier (Bild links), SF Berlebeck/Heiligenkirchen II, 20 Tore, 26 Jahre alt. Ehemalige Vereine: Post SV Detmold, TuS Eichholz/Remmighausen. Trikot-Nummer: 7. Der Hintergrund: Seine Lieblingszahl. Und: „Genau die Mitte von den beiden Geburtstagen meiner beiden Kinder“, verrät der Kantonist bei Lippe-Kick.

Spitzname:

„Meier.“

Marotten/Marotten:

Der Stellenwert der Familie ist für ihn konkurrenzlos. „Das steht für mich immer an erster Stelle. Ansonsten mache ich natürlich auch viel mit Freunden“, ist dies die Kraft-Quelle, um für seine Torjäger-Feste aufzutanken.

Der schönste Treffer:

Klar, grundsätzlich ist jedes Tor wichtig, wenn es denn zur gewünschten vollen Ausbeute führt. Beim 4:2-Auswärts-Sieg beim Jäger Oesterholz/Kohlstädt II tritt Meier als Doppeltorschütze in Erscheinung. Ein Tor ist sehr schön anzusehen, haut er den Ball doch aus spitzem Winkel präzise in den Giebel – in das Keeper-Eck, genießt Tim Luca Wolf im Sportfreunde-Gehäuse bei diesem Einschlag die optimale Perspektive, hat aber keine Chance. Atemberaubend ist der Quicky-Hattrick innerhalb von nur acht Zeigerumdrehungen, den er beim 5:1-Kantersieg über den TuS Horn-Bad Meinberg II erzielt hat.

Was macht ihn so besonders:

Meier ist ein extrem cooler Vollstrecker vor dem gegnerischen Kasten. Selbst unterstreicht er: „Ich konzentriere mich auf jedes Spiel, um das Beste für das Team und mich zu geben.“ Wie ein Gepard sprintet er seinen Gegenspielern oft davon, sehen diese von ihm oft nur die Rückansicht. Mit der Mischung aus seiner Dynamik und Eleganz bereitet er den Gegenspielern im Eins-gegen-eins oft Kopfzerbrechen.

Torgefährlichkeit:

Unfassbar ist sein Killerinstinkt vor der Aluminiumbox. Äußerst gründlich behandelt er die sich bietenden Möglichkeiten, ist seine Treffer-Quote ausgesprochen gut. Er kombiniert das spielerische Moment mit einem rigorosen Abschluss, weiß dank seiner Schusstechnik was er tun muss, um das Runde in das Eckige zu befördern. Beim Abschluss verfügt er über Nervenstränge, die dick wie Torpfosten sind.

Steigerungspotenzial:

Wenn er ein häufigerer Gast beim Trainingsbetrieb sein würde, könnte er sich in allen Bereichen noch verbessern.

Silas Peter (Bild links), SF Oesterholz/Kohlstädt II, 16 Tore, 26 Jahre alt. Ehemalige Vereine: Jugend FC Fortuna Schlangen. Im Seniorenbetrieb seit 2017 bei den Sportfreunden. Trikot-Nummer: 9.

Spitzname:

Peng-Peng-Peter

Marotte/Hobbys:

Borussia Dortmund ist sein Herzensverein, nimmt er sich am Baby-Bomber Erling Braut „Heiland“ Haaland ein Beispiel und ballert, was der Körper hergibt. Auch Phil „The Power“ Taylor eifert er nach, spielt passioniert Darts. Nicht nur auf dem Spielfeld, auch außerhalb davon gilt er als ein äußerst hilfsbereiter Mensch.

Der schönste Treffer:

Zwei Treffer sind außerordentlich hervorzuheben. Beim 3:1-Auswärtssieg im Rehberg-Stadion in Marienmünster eröffnet er bei der SG Rischenau/Kollerbeck II wunderschön den Torreigen. Was ist passiert? Ein weites Zuspiel aus der eigenen Defensive pflückt er gekonnt aus der Luft, um dann in einer Bewegung den Fänger vom Gastgeber, Jens Schölzel, zu überwinden. Beim 3:0-Heimerfolg über Belle-Cappel III zirkelt Silas Peter das Spielgerät von der Grundlinie in den gegnerischen Kasten.

Was macht ihn so besonders/ Torgefährlichkeit:

Bemerkenswert ist seine Technik, auch sein Blick für die Situation, ignoriert er – bewusst oder unbewusst – besser postierte Mitspieler zuweilen. „Silas ist ein Vollblut-Stürmer, der genau weiß, wo das Tor steht“, adelt sein Mitspieler René Nowak den unglaublichen Torinstinkt von Peng-Peng-Peter. Wenn er einmal seine geeignete Schussposition gefunden hat, gibt es meist kein Erbarmen mehr für den gegnerischen Schnapper. Viele Fahrkarten schießt er nicht. „Durch seinen extrem starken und genauen Schuss lässt er dem Torwart nur selten eine Chance“, kann dieser dem Geschoss meist nur hinterherschauen.

Steigerungspotenzial:

Als weißer Wilson Kipketer wird er nicht Eingang in die lippische Fußballgeschichte finden. Er läuft nicht gerne, ist er ökonomisch und spritsparend unterwegs. Ebenfalls verbesserungswürdig: Als seine größte Leidenschaft ist der Defensivzweikampf nicht zu benennen. Nowak prognostiziert hoffnungsfroh: „Wenn er sich da noch steigert, kann er noch deutlich mehr Tore schießen.“ Und: „Er ist gerade vor zwei Wochen 26 geworden, und hat seine beste Zeit noch vor sich“, darf man darauf gespannt sein, wie viel beim besten Oesterholz/Kohlstädt II-Torschützen noch im Tank ist.

Niko Schulze (Bild links), SG Brakelsiek/Wöbbel II, 12 Tore, 24 Jahre alt. Ehemalige Vereine: SG Brakelsiek/Wöbbel. Trikot-Nummer: Wechselhaft.

Spitzname: –

Marotten/Hobbys:

Schulze ist ein treuer Zeitgenosse, trägt er trotz der aktuell so schweren Zeit sein Werder Bremen-Trikot mit Würde.

Der schönste Treffer:

Schulze ist der ausgewiesene Fachmann für Weitschuss-Tore, haut er ausgesprochen gerne beherzt und entschlossen aus der zweiten Reihe drauf. „Ein feines Ding, wo Torhüter und Gegenspieler stehen und er trotzdem über alle hinweg ins Tor schlenzte“, schwärmt Julian Kriete von diesem wunderschönen Einschlag zum 4:0-Zwischenstand gegen den BSV Müssen III (4:1-Endstand).

 

Was macht ihn so besonders/Torgefährlichkeit:

Sein Mitspieler Kriete lobt Niko Schulze als „schnell, technisch stark“, kann er diese Fähigkeiten sinnvoll einsetzen. Dass der beste Bra/Wö II-Schütze als Mittelfeldmann bereits ein Dutzend Tore auf seinem Konto aufweist, bezeichnet er als „eine Ansage!“

Steigerungspotenzial:

„Mehr Training und Willen machen jeden stärker“, möchte Julian Kriete nicht zu sehr ins Detail abgleiten.

 

Klaus Halili (Bild links), SG Rischenau/Kollerbeck II, 10 Tore, 28 Jahre alt. Ehemalige Vereine: TuS Rot-Weiß Schieder (F- bis B-Jugend), JSG Elbrinxen-Rischenau (A-Jugend), TSV Rischenau, TSV Schwalenberg (18 Monate), TSV Rischenau, nachdem der TSV Schwalenberg abgemeldet wurde. Seit Sommer 2019 bei der SG Rischenau/Kollerbeck. Trikot-Nummer: 11.

Spitzname:

Halili.

Marotte/Hobbys:

Im Vergleich zu einigen jungen Spielern, die viermal im Jahr den 80. Geburtstag von ihrer Oma feiern, die zudem fünfmal beerdigt wird, glänzt Klaus Halili mit einer wohltuenden Zuverlässigkeit. Er hilft in der Organisation rund um die zweite Mannschaft mit. SG II-Spielertrainer Felix Büker verrät: „Wir gehen vor jedem Spiel zusammen die Startaufstellung und Taktik durch.“ Halili gilt als Multitalent, lässt er beim DC Dynamo Rischenau zudem noch die Dartpfeile fliegen.

Sein schönstes Tor:

Das 3:2-Siegtor über den BSV Müssen III ist persistent in der Gedankenwelt von Führungsspieler Büker. Nach einem Flankenball von der Außenposition Richtung Strafraumkante verarbeitet der Sturmtank die Kugel geschickt, schießt aus der Drehung über den Müssener Hüter Fabio Barbiere hinweg ins Netz.

Was macht ihn so besonders:

Auf den Offensivpositionen ist Halili flexibel zu verwenden, weicht er gerne auf die Bahnen aus, ist aber auch als Spielmacher oder zentraler Angreifer gut zu gebrauchen. Büker findet positive Worte: „Er hat ein gutes Spielverständnis und weiß seine Mitspieler in Szene zu setzen. Seine Ruhe am Ball und die gute Spielübersicht sind für die Mannschaft sehr wichtig.“ Zudem besitzt er einen immensen Aktionsradius, gefällt als exzellenter Ball-Eroberer.

Torgefährlichkeit:

Felix Büker

Auf Umwegen den Torerfolg zu suchen, passt ihm nicht in den Kram. Er schaut, welcher Weg der schnellste ist, profitiert er dabei von seinem fulminanten Antritt und seinem technischen Können. Er ahnt die Situation, gilt als Raumdeuter, könnten seine großartigen Fähigkeiten auch dadurch zustande kommen, dass er fleißig bei den Übungseinheiten der Erstvertretung mitwirkt. Zudem hat der routinierte Akteur schon viele Situationen auf dem Spielfeld erlebt, trifft er dann oft die richtige Entscheidung.

Steigerungspotenzial:

Felix Büker möchte nicht allzu lange um den heißen Brei drum herumreden: „Er kämpft seit einigen Jahren mit seinem Übergewicht und kann daher sein Potenzial nicht ausschöpfen. Mit der richtigen Fitness hätte er mindestens doppelt so viele Tore geschossen.“ Es ist allerdings schon baldige Besserung in Sicht, juchzt der Leader doch: „Er arbeitet sehr akribisch daran und wird spätestens zur nächsten Saison in Topform sein.“ Mehr Unerschütterlichkeit gegenüber komplizierten Situationen, das würde ihm helfen, verfällt er allzu häufig in den Nörgel-Modus.

 

T. Feldmann

Thomas Feldmann, FC Fortuna Schlangen, 10 Tore, 27 Jahre alt. Ehemalige Vereine: Bis auf ein Jahr in der F-Jugend in Benhausen hat er ausschließlich für die Fortuna gekickt. Trikot-Nummer: 8.

Spitzname:

Rosti.

Marotten/Hobbys:

Sein Coach Daniel Sens lobt ihn ausdrücklich: „Ein ruhiger Spieler, den man selten aus der Ruhe bringen oder provozieren kann. Wenn er sich mal aufregt über Schiedsrichter oder Gegenspieler, dann muss schon etwas passiert sein.“ Am Computer zockt er gerne, schwingt auch gerne in der Diskothek das Tanzbein.

Sein schönstes Tor:

Im Auftaktspiel der Fortuna gegen die SG Istrup/Brüntrup II traf er nach einem Balldiebstahl und einem flinken Konter mit einem wuchtigen Schuss von der Strafraumgrenze aus halblinker Position – mit seinem linken Fuß in den Giebel zur Führung.

Was macht ihn so besonders:

Bis auf die Position zwischen den Pfosten gilt Feldmann als Allround-Kicker, der auf den Außenpositionen sich heimisch fühlt, ebenso in der Zentrale. Er ist sehr selbstkritisch, weil: „Selbst wenn er drei, vier Tore in einem Spiel gemacht hat, findet er meistens, dass er schlecht gespielt hat“, erklärt Sens mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

Torgefährlichkeit:

Feldmann ist mit beiden Füßen stark, ist das rechte Bein dennoch im Vorteil. Mit seiner Dynamik weiß er zu überzeugen, ist zudem wuchtig im Kopfball, präsent in den Zweikämpfen, strahlt enorm viel Torgefahr aus.

Steigerungspotenzial:

Problemlos könnte Feldmann ein paar Spielklassen höher angreifen, aber er lebt seine Freizeit in vollen Zügen, studiert sehr gerne und kickt aus der reinen Freude heraus – dies ziemlich gut. Im Bereich der Kondition könnte er sich allerdings noch sputen.

EDEKA Wiele

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