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Kreisliga B2 Lemgo

Kreisliga B2 Lemgo – Der Goalgetter-Report

Auch in dieser Winterpause liefern wir euch die populäre Rubrik, die auch gegenwärtig wieder mit einem Spieler-Quintett besetzt ist.

„Döller ist ein absoluter Vollblut-Stürmer“

 

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Fair auf fünf Vereine verteilen sich die besten Goalgetter aus der Kreisliga B2 Lemgo. Auffällig: Vom Herbstmeister TuS Lockhausen und vom drittplatzierten TuS Asemissen II ist dieses Mal kein Spieler dabei. Einmal mehr überragend ist Killer Krause unterwegs, der routinierte Goalgetter vom TuS Lipperreihe II, der unangefochten an der Spitze steht, fast doppelt so viele Tore erzielt hat, wie der Zweitplatzierte – Konstantin Levykin aus Hörstmar/Lieme. Verlässlich trifft einmal mehr der unnachahmliche Instinktspieler Sascha Döller für den TuS RW Grastrup/Retzen. Im Kampf um die Top Five geht es eng zur Sache, haben es Ionica Serea und Moritz Simon ganz knapp noch in den erlauchten Kreis geschafft. Lippe-Kick möchte diesen Spielern die angemessene Ehre erweisen, sie durch ihre Trainer vorstellen, ein Porträt über die Kantonisten liefern, die den Teamerfolg mit ihren erfolgreichen Netzversuchen honorieren.

 

Dieser Bericht wird Ihnen präsentiert von:

 

Von Henning Klefisch

 

Alexander Krause (Bild links), TuS Lipperreihe II, 32 Tore, 29 Jahre alt. Ehemalige Vereine: Seit seinem siebten Lebensjahr jagt er in Lipperreihe dem Ball hinterher. Trikotnummer: 13.

Spitzname:

Alex.

 

Marotten/Verhaltensweisen:

Vielleicht präsentiert sich Krause auch deshalb in der „Form seines Lebens“, wie es sein Coach Thorsten Taverner erklärt, weil es in seinem Herzen gefunkt hat. Er hat eine neue Freundin, weshalb er sich konkret dazu motiviert, seinem neu geschaffenen Astralkörper frischen Glanz zu verleihen. Adlerauge Taverner hat ihn noch nie so fit gesehen. Und: „Er ist Bayern München-Fan”, zählt dies Taverner augenzwinkernd als eine weitere Marotte auf.

 

Sein schönster Treffer:

Einen Eckball hat er direkt im gegnerischen Gehäuse für die La Furia Roja eingeschweißt. Erzielt hat er diese kurz vor der Winterpause im Prestige-Spiel gegen den SV Wüsten. By the way: Der Ex-Coach Sebastian Milde hat einen Sohn in die Welt gebracht. „Wir gratulieren zum Nachwuchs”, möchte Taverner an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen.

 

Was macht ihn so besonders?

Der Torriecher ist bei ihm sehr weit ausgebildet, hat er das Stürmerhandwerk doch von der Pike auf gelernt. Zwischenzeitlich war er allerdings einige Jahre in der Abwehr verortet. Er zieht seinen Vorteil allerdings auch aus einem sehr guten Kollektiv. Seine Geselligkeit macht ihn innerhalb der Mannschaft sehr beliebt. Wenn sich vor den Zusammenkünften getroffen wird, ist Krause einer der Ersten. Aber: Der Zeitpunkt vom Ende hat sich geändert: „Vor Jahren war er noch einer der letzten, die nach dem Training nach Hause gegangen sind. Mittlerweile ist er auch ein Familienmensch geworden. Er geht halt schon mal nach dem Training dann direkt nach Hause“, um sich um seine Liebsten zu kümmern.

 

Torgefährlichkeit:

Krause hat den Goalgetter-Swag in sich, ist ein wahrer „Vollblut-Stürmer”, wie Taverner findet, ergänzt: „Er versenkt die Dinger eiskalt.” Woher kommt diese Fähigkeit? Sein Coach verrät, dass der Führende der Torjägerliste diese Qualität schon in jungen Jahren erkennen lässt.

 

Steigerungspotenzial:

Taverner ist der Meinung, dass noch mehr bei Alexander Krause möglich erscheint, weil: „Er könnte noch mehr Ballbehandlung trainieren.“ Und: „Er muss noch an seiner Konzentration vor dem Tor arbeiten, damit er auch Mal die “einfachen” machen kann“, gibt es zudem noch Optimierungsbedarf im Kopfballspiel.

 

Sascha Döller (Bild links), TuS RW Grastrup/Retzen, 16 Tore, unbekanntes Alter. In der Jugend beim SC Paderborn 07 und dem DSC Arminia Bielefeld. Im Seniorenbereich bei Teutonia Altstadt, SpVg. Heepen, TuS Lipperreihe, TSV Oerlinghausen und dem BSV Müssen. In der Altliga bei Arminia Bielefeld. Trikot-Nummer: 10.

Spitzname:

Der Döller, Döller-Time-Maker.

Marotten/Verhaltensweisen:

Ein Muster an Loyalität und Team-Player-Style, das ist Sascha Döller, der auf und außerhalb vom Spielfeld als begnadeter Mannschafts-Spieler in Erscheinung tritt, mit seiner großartigen Routine die Mannschaft auch aus schwierigen Situationen heraus manövrieren kann. So manche Schlacht hat der Taktgeber auf dem Spielfeld ausgefochten, weshalb er das Scharnier zwischen Mannschaft und Trainer darstellt, „da er kein Blatt vor den Mund nimmt und jedem seine ehrliche Meinung kundtut, was ich in diesem Fall sehr schätze“, sagt sein Coach Thore Eitner.

Der schönste Treffer:

Unvergessen ist Döllers Tor zur 1:0-Führung im Kreispokal-Achtelfinale gegen die SG Kalldorf. Die Wirkung von erzielten Treffern in der richtigen Situation hat ihm ausgesprochen geholfen. Eitner führt aus: „Wir hatten zu dem Zeitpunkt schon ein paar Freundschaftsspiele gemacht. Sascha hat in jedem Spiel, aber wirklich in jedem Spiel, seine erste Chance verballert, warum auch immer. Vor dem Spiel bin ich zu ihm hingegangen und sagte zu Ihm: „Heute ist ein K.-o-Spiel. Heute musst du mal deine erste Chance reinmachen. Nicht nur für das Team, sondern auch für dich.“ Was passiert? Die Rot-Weißen haben Anstoß. Die Kugel wird einmal quer gespielt, es folgt der Pass auf die linke Seite, wo Jannis Lorenz steht. Dieser läuft die Bahn runter, passt auf Döller, der exakt an der linken Strafraumgrenze positioniert ist. Nach einer Drehung in Richtung vom gegnerischen Gehäuse hämmert er das Objekt der Begierde in den oberen rechten Torwinkel. 35 Sekunden zeigt die Spieluhr zu diesem Zeitpunkt erst an. Der schlagfertige Döller. „Sascha kommt auf mich zugelaufen und fragt: Trainer, noch irgendwelche Fragen?“ Eitner zeigt sich mit dieser Antwort zufrieden.

 

Was macht ihn so besonders:

Auch wenn der Autor dieser Zeilen in Grastrup und Retzen von nun an vielleicht verdammt wird, doch: Döller ist keine 18 mehr, ist er dem

Thore Eitner

Teenagertum deutlich entwachsen. Eitner findet es bemerkenswert, wie fit der erfahrene Sturmtank ist, dabei – wie Thomas Müller – seinen Schlangenkörper nur selten nachhaltig malträtieren lässt. Die Motivation, die er an den Tag legt, besitzt Vorbildcharakter. Bei jeder Trainings-Übung ist er mit viel Eifer dabei, zeigt sich hochmotiviert und strebsam. Einzig für zehn Zeigerumdrehungen in einem Test-Kick hat er ausgesetzt. Ansonsten ist er der Dauerbrenner. Was ein offenes Geheimnis ist: „Jeder weiß, dass er ein absoluter Vollblut-Stürmer ist, der immer Tore, Tore und Tore machen will.“ Einen leichten, aber vorteilhaften taktischen Kniff hat Thore Eitner in der Mitte der Hinrunde vorgenommen. Als Spielmacher hat er den dreimaligen Team-Lemgo-Auswahlspieler eingesetzt, „weil er der Mannschaft da momentan am besten helfen kann“, begründet sein Coach. Auf das eine oder andere Tor muss er dann notgedrungen verzichten. Für eine spielbestimmende Persönlichkeit, die Tore so sehr benötigt, wie Babys die Muttermilch, ist das nicht selbstverständlich, gab er dem visionären Eitner aber fügsam zur Antwort: „Alles klar, Trainer. Wenn du das so möchtest,

Lippe-Kick-Reporter Andre Brell übergibt die Trikots an Timo Drechshage und Fabian Perner.

dann wird das auch so gemacht“, unterstützt er dadurch auch die Autorität von Eitner.

 

Torgefährlichkeit:

Döller ist ein Kicker, der aus jeder Situation ein Tor erzielen kann. Er ist immer bestrebt, Lösungen ausfindig zu machen, besitzt er eine extreme Tor-Gier, haben Ärzte bei ihm mutmaßlich sogar schon eine Sucht diagnostiziert. Eitner ist aufgefallen: „Egal, ob es 3:0 steht oder 10:0. Er will immer Tore, Tore, Tore schießen.“

 

Steigerungspotenzial:

Jeder Fußballer hat etwas, was er noch besser machen muss. Ihm fehlt die Effektivität, auch zuweilen die Coolness vor dem gegnerischen Gehäuse. Trotz seiner ordentlichen Trefferquote hätten es noch deutlich mehr sein können, vergab er einige vielversprechende Möglichkeiten. „Aber daran werden wir in der Vorbereitung arbeiten und ich bin mir sicher, dass die Quote in der Rückserie besser aussehen wird.“

 

Ionica Serea (Bild links), SV Wüsten, 12 Tore, 50 Jahre alt. Zuvor war er Schiedsrichter in der rumänischen Liga und pfiff sogar in der Champions League-Qualifikation.

Der schönste Treffer:

Einen Fünferpack hat Serea im Spiel gegen den TSV Schötmar erzielt.

Was macht ihn so besonders:

Dank seiner ausgereiften Technik kann er viele Situationen spielerisch auf dem Platz lösen. Zudem verfügt er über eine ausgewiesene Spielintelligenz und eine Übersicht, zum richtigen Zeitpunkt den Pass zu spielen. Und, ein weiteres besonderes Merkmal, das ihn auszeichnet: „Vom Kopf her. Er ist ein richtiger Teamplayer, besitzt einen starken Fair-Play-Gedanken, wirkt auf dem Platz deeskalierend, behält immer die Ruhe und lässt sich nicht provozieren von gegnerischen Spielern“, so SV Wüsten-Pressewart Marvin Bahlo voller Anerkennung.

 

Torgefährlichkeit:

Dank seiner Routine und hohen Spielintelligenz trifft er vor dem gegnerischen Gehäuse oft die richtige Entscheidung. Was als eine Stärke, eher nicht vor dem Tor, zu erkennen ist: „Außerhalb des Platzes versucht er sich immer einzubringen und ist ein richtiger Teamplayer trotz des großen Altersunterschieds und der Sprachbarrieren.“

 

Steigerungspotenzial:

Was für Bahlo fast schon allzu logisch erscheint: „Durch sein Alter ist er natürlich nicht mehr der Schnellste und Spritzigste.“ Zudem wünscht er sich zuweilen, dass Serea seine mannigfaltigen Erfahrungswerte noch gezielter an die jungen Wüsten-Füchse weitergibt. Der Pressewart schränkt jedoch auch ein: „Allerdings ist er auch erst seit ein paar Jahren in Deutschland und eine neue Sprache zu lernen, ist natürlich nicht immer so einfach. Vor diesem Hintergrund hat er sich aber von Beginn an sehr gut integriert“, lobt er ihn hier.

 

Moritz Simon (Bild links), TSG Holzhausen/Sylbach, 12 Tore, 19 Jahre alt. Ehemalige Vereine: SV Werl-Aspe. Trikot-Nummer: 14.

 

Der schönste Treffer:

Gegen Yunus Lemgo trifft Simon ausgerechnet mit seinem schwachen linken Fuß direkt in den Torwinkel. Fußball paradox.

 

Was macht ihn so besonders:

Sein neuer und alter Coach Jörg Koring kennt Simon schon, seitdem dieser ein kleiner Steppke war. Er kann ihn daher realistisch einschätzen, wenn er verdeutlicht: „Ich kenne ihn schon von klein auf. Es ist sehr viel Potenzial vorhanden für mehr.“ Und, was nicht verachtet werden darf. „Er ist bei jedermann beliebt, ist sich für keine Feier zu schade, schließt meistens mit ab“, sind dies anständige Werte, die ihn auszeichnen.

Torgefährlichkeit:

Was ihn für die gegnerischen Schnapper zu einer persona non grata macht, erklärt Koring: „Mit seinen gerade einmal 19 Jahren verfügt er über eine große Kaltschnäuzigkeit.“ Ergänzend fährt er fort: „Definitiv sind seine Stärken Schnelligkeit, Technik und ein unfassbares Kopfballspiel.“

Steigerungspotenzial:

Der Teenager lässt es aufgrund seiner überbordenden Jugend an der fehlenden Routine vermissen, was aber völlig logisch ist. Die sammelt er im Einklang mit den absolvierten Partien.

 

Özcan Altunbas (Bild links), TBV Lemgo III, 11 Tore, 26 Jahre alt. Ehemalige Vereine: – Trikot-Nummer: Hier muss sich Altunbas den Gegebenheiten vor Ort anpassen, erklärt sein Coach Frank Schröder dazu via Lippe-Kick: „Er ist ja eher schmal gewachsen, da kommt es ihm bei den verschiedenen Trikotsätzen eher auf das Größenschild im Kragen als auf die Nummer auf dem Rücken der Trikots an.“

Spitznamen:

Da Özcan Altunbas seinem lange Zeit ebenfalls im gleichen Team kickenden Bruder zum Verwechseln ähnlich sieht, hat es eine ganze Zeit gedauert, bis seine Mitspieler und Trainer ihn erst erkannt, dann sogar beim richtigen Namen gerufen haben.

Marotten/Hobbys:

Özcan handelt voll und ganz nach dem Slogan der taiwanischen Teebauern, sprich: In der Ruhe liegt die Kraft. Er gilt als ausgeglichener und entspannter Ruhepool im Team der Hansestädter.

Der schönste Treffer:

Bezaubernde Tore sind relevanter Bestandteil in seinem Handwerks-Koffer. Es kommt nicht allzu selten vor, dass er tatsächlich die Kugel in den Giebel zimmert. Im Gastspiel beim TuS Leopoldshöhe II verströmt er ganz besonders viel Glanz. Zur Halbzeitpause sieht es nicht unbedingt prächtig aus für die Lemgoer, müssen sie doch einem 0:1-Pausenrückstand hinterherlaufen. Im zweiten Abschnitt gleicht sich die Spielkompetenz der beiden immer mehr an. Acht Minuten nach dem Seitenwechsel egalisiert Altunbas, um spätestens in der 83. Minute zum Matchwinner zu mutieren. Nach einem Flankenball von der Außenposition lauert er gierig in der Mitte, nimmt Fahrt auf, um der Kugel näherzurücken, um sie dann aus Nahdistanz zu versenken. „Genau so, wie wir es vorher besprochen hatten. Nichts Besonderes, aber ein Treffer des Willens – und einer, der uns drei Punkte eingebracht hat“, streicht Schröder dieses bedeutungsvolle Tor noch längst nicht aus seinem Gedächtnis.

Was macht ihn so besonders:

Wenn er einmal die Murmel am Fuß hat, düst er los wie der Blitz. Er ist bissfest in den direkten Duellen unterwegs, zudem extrem von Ehrgeiz geprägt. „Er läuft fast das ganze Spiel über die linke Linie rauf und runter. Und er ist zuverlässig“, beeindrucken seinem Trainer diese Tugenden außerordentlich.

Torgefährlichkeit:

Mit diesen Qualitäten im Bunde entwickelt er eine ungeheure Torgefahr. Wenn er den Turbo zündet, von seinen Mitspielern sauber in Szene gesetzt wird, sprintet er los, sieht die passenden Räume, besetzt diese. Für Schröder ist es das Gesamtpaket, das fasziniert: „Er hat aber auch einen ganz guten Riecher fürs Nachsetzen und Draufgehen vorne und hat sich und der ganzen Mannschaft so schon viele Torchancen beschert.“

Steigerungspotenzial:

Noch mehr Glauben an sich selbst, konkret im direkten Duell mit dem Gegner, würde ihm ganz guttun. Frank Schröder prognostiziert: „Aufgrund seiner Schnelligkeit hätte kaum ein Gegenspieler in der Kreisliga B eine Chance gegen ihn.“ Vielleicht hilft ihm eine Portion mehr Pragmatismus, beobachtet der bei Radio Lippe tätige Schröder noch zu oft `Hacke/Spitze’ bei „the fast one.“

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