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Kreisliga B2 Lemgo

FC Union Entrup – Blick nach vorne

Nicht allzu viele Glanzlichter hat im bisherigen Saisonverlauf der FC Union Entrup zünden können. Lippe-Kick geht den Ursachen auf den Grund. Klickt mal hinein.

Rückrunde sinnvoll nutzen

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Es ist eine normale, traditionelle Reaktion, den FC Union Entrup zum erlauchten Kreis der Spitzenteams zu zählen. Das Zahlenwerk hilft als Argumentationsstütze, denn seit dem A-Liga-Abstieg im Jahr 2013 gab es einzig im ersten Unterhaus-Jahr eine Endplatzierung im zweistelligen Bereich. Seit 2015 waren die Unioner stets im näheren Sichtfeld zu den begehrten Plätzen an der Sonne. In dieser Spielzeit können die nördlichen Tabellengefilde nur schemenhaft per Fernrohr begutachtet werden. Der tiefe Absturz in die niedrigste Kreisliga droht allerdings nicht so wirklich, wie auch Union-Obmann Timm Lessow im Lippe-Kick-Talk seriös versichert: „Normalerweise müssen 20 Punkte eigentlich reichen, zumindest hat das die Historie gezeigt.“

 

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Von Henning Klefisch

 

Es sind nur mickrige zwei Plätze Vorsprung auf einen Abstiegsrang, doch dieser wirkt bedrohlicher als er tatsächlich ist. Entscheidend ist stets, wie es sich mit dem Punkte-Abstand verhält, sind hier 13 Zähler Bonus für die Entruper gelistet. Hinter dem Strich lauert Yunus Lemgo auf eine mögliche Schwächeperiode der besser gestellten Teams, doch muss selbst ganz fleißig auf die Punktepirsch gehen. Lessow (Bild links) erwartet, dass seine Unioner in den verbleibenden 13 Saisonpartien das Zähler-Kontingent noch weiter anreichern. Was überhaupt nicht in seiner Gedankenwelt war: „In diesem Jahr sind es nun einmal Yunus und Ahmsen II, die überraschend wenig Punkte sammeln konnten, ebenso überraschend befinden wir uns derzeit tabellarisch nicht weit weg von denen.“ Im Vergleich zu den Teams in der unmittelbaren Tabellen-Nachbarschaft haben die Blau-Gelben relativ wenig Gegentore schlucken müssen, doch Lessow verzieht dabei sein Gesicht, als ob er beherzt in eine Zitrone gebissen hätte: „Im Schnitt über zwei Gegentreffer pro Spiel entspricht nicht unseren und als Hüter erst recht nicht meinen persönlichen Ansprüchen. Das haben wir in der Vergangenheit deutlich besser gemacht. Das ist vielleicht auch der Grund, warum wir da unten stehen.“

 

Personalprobleme trüben die Laune

Das Angriffsspiel lahmt gewaltig, werden auch vortreffliche Abschlusssituationen oft nicht mit einem Treffer belohnt. Aufwand und Ertrag stehen in einem sehr ungünstigen Missverhältnis. Hinzu gesellen sich nunmehr zwei empfindliche Ausfälle. Christian Pörtner zog es in der Winterpause zum FC Donop/Voßheide, Sören Gerke hat sich bei den lippischen Hallenmeisterschaften heftig verletzt, weshalb Chefcoach Peter Lewecke (Bild rechts) nunmehr monumentale Umbaumaßnahmen im Abwehrbereich durchführen muss. „Die letzten acht Monate sind für mich – bezogen auf die Personalentwicklung – eine absolute Katastrophe gewesen. Fünf Spieler verlierst du im Sommer kurz vor Fristende, trotz sicher geglaubter Zusage bzw. Aussagen. Hinzukommen einige Langzeitverletzungen, Krankheiten und dann der Abgang von Christian im Winter.“ Die Folgeerscheinung, die ein heftiges Stirnrunzeln verursacht: „Dann stehst du da zur Wintervorbereitung mit 14 Mann im Kader und weißt gar nicht, was du tun sollst.“

 

Erst Wunden lecken, dann Kräfte tanken

Beruhigt zeigt sich Lessow, dass das Miteinander mit der eigenen Reserve hervorragend funktioniert. Was er im Detail meint: „Mit Pascal Klinkmann (Bild links) und Sebastian Cramer (Bild rechts), zwei nahezu unverzichtbare Spieler in der Zweiten, füllen wir den Aderlass auf, mit der Konsequenz, zur Rückserie mit beiden Mannschaften nur 15–16 Spieler zur Verfügung zu haben.“ Da im bisherigen Saisonstadium vieles die eigenen Erwartungen torpedierte, müssen diese erheblich reduziert werden. Sich zu regenerieren, an den Schwachstellen zu arbeiten, das wird das vorrangige Ziel für den Verein aus dem 1000 Einwohner-Ort – nördlich von Lemgo gelegen – sein. „Ich denke nicht, dass für uns tatsächlich hinsichtlich Abstieg etwas anbrennt. Daher werden wir die Rückserie nutzen, um die besagte Flaute in allen Mannschaftsteilen wieder dahin zu bekommen, wo sie war und auch hingehört.“ Das Feld in der B2 Lemgo ist nah beieinander, weshalb mit einer Serie der Sprung zu den Mittelklasseteams möglich ist. Vielleicht gelingt es allerdings auch, mit einer schwungvollen Rückserie dann im folgenden Jahr mehr Tuchfühlung zu den vorderen Plätzen aufzunehmen. Quasi ein Comeback im hohen Norden.

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