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Kreisliga A Detmold

Kreisliga A Detmold – Vorberichte 18. Spieltag 2019/20

Nach der ausführlichen Winterpause bietet der 18. Spieltag einen Viererpack an Begegnungen. Darauf bereitet euch Lippe-Kick gewohnt detailreich vor.

Die „Junx“ wollen sich belohnen

Kreisliga A Detmold (hk). Bereits am Nikolaus-Tag gab es den Auftakt zum dritten Rückrundenspieltag. In einem echten Tore-Rausch gaben es sich der SV Diestelbruch/Mosebeck und der Türkische SV Horn so richtig, triumphierten die Egge-Kicker schlussendlich mit 6:4. Da der sensible Rasenplatz in der Heidener Rotenberg-Kampfbahn in dieser Jahreszeit eher Ruhe und Entspannung verordnet bekommt, ist das TuRa-Heimspiel gegen die SG Brakelsiek/Wöbbel zunächst einmal auf Dienstag, den 3. März 2020, verschoben worden. So liefert der Spielplan vier Partien, sind zwei Aufstiegs-Anwärter involviert, jeweils als Gast. Spitzenreiter SV Eintracht Jerxen/Orbke ist beim Neuling FSV Pivitsheide zu Besuch und der TuS WE Lügde unternimmt eine Reise in die Residenzstadt – zum SC Türkgücü Detmold. Immerzu interessante Nachbarschafts-Duelle liefern sich die Sportfreunde Berlebeck/Heiligenkirchen und der Post TSV Detmold II und der FC Fortuna Schlangen sowie der TuS Horn-Bad Meinberg.

 

Dieser Bericht wird Ihnen präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

SC Türkgücü Detmold vs. TuS WE Lügde

(hk). Jetzt wird es ernst. Die Testphase ist vorbei. Wer kennt das nicht. Einige Schüler fühlen sich nur dann so richtig motiviert, wenn es ernst wird, die Klassenarbeit ansteht. Übungen sind oft doch nur Schall und Rauch. Ähnlich verhält es sich bei den Fußballern vom SC Türkgücü Detmold, die sich auf den harten Prüfstein mit dem Großkaliber TuS WE Lügde extrem freuen, bezeichnet Sportclub-Trainer Erhan Eksioglu diesen Kontrahenten doch nicht völlig unlogisch als „bärenstark.“ Wie beschreibt der erfahrene Coach die Ausgangslage? „Wir sind Außenseiter und werden das Spiel so lange wie möglich offen gestalten. Gut vorbereitet sind wir“, haben sie allerdings ausschließlich in der Halle getestet. Beim Artesia-Cup vom FC Augustdorf erlitten die Residenzler drei Pleiten in Serie. Nach einem 4:8 gegen den TSV Oerlinghausen, zog man auch beim 1:3 gegen den TuS Leopoldshöhe und beim 0:6 gegen den Post TSV Detmold jeweils klar den Kürzeren. Aber Indoor lässt sich mit der Serie auf dem großen Feld kaum vergleichen, gab es das letzte Liga-Spiel am 1. Dezember 2019, als mit 1:3 gegen die SG Brakelsiek/Wöbbel verloren wurde. Eine wichtige Charaktereigenschaft hat Eksioglu bei seinem Team lokalisiert: „Die Mannschaft ist willig und hat Lust auf den Gegner. Wir werden versuchen, Lügde alles abzufordern.“ Zum Vorteil könnte sich auswirken, dass der Kader ansprechend besetzt ist, steigt somit die Wahrscheinlichkeit auf einen erfolgreichen Rückserien-Auftakt. Ihsan Souk, mit 17 Toren einer der besten Goalgetter der abgelaufenen C1 Detmold-Hinserie, kehrt von der FSG

Erhan Eksioglu

Waddenhausen/Pottenhausen zu Türkgücü zurück. Eksioglu ist ganz verzückt: „Er wird uns im Offensivbereich verstärken. Er ist ein lautstarker Spieler, der im Offensivbereich dem Gegner keine Sekunde Ruhe gibt“, zählt der Filigran-Zocker zur Spezies der fußballerischen Störenfriede. Nicht unverhältnismäßig, dass die Stadt den Rasenplatz im Schulzentrum Mitte gesperrt hat, weshalb auf den benachbarten Hartplatz ausgewichen wird. Voll und ganz im Sinne von Erhan Eksioglu: „Ich wünsche mir ein faires, spannendes Match.“

 

Absolut glänzend war die Vorbereitung aus Sicht vom TuS WE Lügde. Drei Siege gab es bei hartnäckigen Rivalen. Zunächst ist mit 5:1 beim TBV Lemgo II triumphiert worden, dann mit 9:5 beim TuS Eichholz/Remmighausen. Zuletzt war man gar beim Bezirksligisten RSV Barntrup mit 2:1 erfolgreich. „Speziell in Barntrup waren wir sehr gut organisiert“, schwärmt Westfälische Eiche-Coach Andreas Hoffmann im Lippe-Kick-Gespräch. Er formuliert als Zielsetzung: „Wir wollen natürlich die drei Punkte holen und dabei ein gutes Spiel abliefern. Wir wissen aber auch von den Stärken des Gegners, der in der Offensive gut besetzt ist“, zudem mit Souk einen brandgefährlichen Angreifer neu dazubekommen hat. Auch die Gäste präsentieren eine Verstärkung mit Patrick Roefs. Der zweimalige Supercup-Sieger mit Germania Hagen hat sich hervorragend akklimatisiert im neuen

Andreas Hoffmann

Umfeld. Der in der Vorrunde studienmäßig so heftig belastete Patrick Blum wirft ebenfalls wieder seinen Hut in den Ring. Kevin Jeschonek allerdings verteidigt nicht mehr für die Eichen, sondern für seinen Ex-Verein SG Sabbenhausen/Elbrinxen.

 

Um 14.30 Uhr pfeift Philipp Hertrich diese Begegnung an.

 

SF Berlebeck-Heiligenkirchen vs. Post TSV Detmold II

(ab). Nach langer Pause geht es „weiter mit dem Liga-Alltag. Aber wo man steht, ist nicht möglich zu sagen. Wer das kann und damit Recht hat, Hut ab. Aber ich glaube nicht, dass das möglich ist“, findet Obmann Matthias Kuhlmann. Die Begründung: „Man kann eine Vorbereitung haben, die total gut läuft, man kann alle Testspiele gewinnen. Aber wenn man dann das erste Spiel spielt wie die letzte Bratwurst und verliert, dann glaube ich halt nicht, dass man das daran ablesen kann. Aber das geht allen Mannschaften so.“ Deshalb konzentriert man sich auf die Partie am Sonntag. Mit dem Post TSV Detmold II hat man noch eine Rechnung offen: „Unser Gegner hat uns seinerzeit die erste Saisonniederlage zugefügt. Entsprechend sind die Jungs auch heiß und motiviert, das auszumerzen. Das war damals eine ziemlich unglückliche und auch peinliche Vorstellung“, erinnert sich Kuhlmann. „Das wissen alle Beteiligten.“ Die „ordentliche Vorbereitung“, mit der man „nicht unzufrieden“ ist, hängt man bei den Sportfreunden nicht zu hoch: „Man sieht erst, wenn gespielt wird, wo man steht.“ In Sachen Kader macht sich der Obmann „keine Sorgen.“ Ob es Ausfälle gibt, steht noch nicht fest, Kuhlmann geht davon aus, dass die Sportfreunde „aus dem Vollen schöpfen können.“

 

Um 14.30 Uhr geht es in Heiligenkirchen los. Rudolf Gallmann leitet diese Begegnung.

 

FC Fortuna Schlangen vs. TuS Horn-Bad Meinberg

(hk). Die Vorzeichen könnten deutlich besser sein. Die Hinrunde, leider ebenso die Winterpause, war eher von trüben Nachrichten geprägt, haben einige Spieler den Verein verlassen, andere sind verletzt. Erschwerend kommt hinzu: Die drei geplanten Testspiele gegen den TSC Steinheim, die Spielvereinigung Brakel II und den SV Blau-Weiß Etteln wurden jeweils abgesagt. FC-Betreuer Jens Riepenhausen spricht deshalb auch von einer „durchschnittlichen Vorbereitung.“ Gegen die Nachbarn aus Horn-Bad Meinberg erwartet den Tabellenzehnten direkt eine knifflige Aufgabe, rühmt Riepenhausen schließlich die „guten Einzelspieler“, auch die „kampfbetonte Mannschaft“, die nicht unterschätzt werden darf. Immerhin performen die Kurstädter mit dem achten Rang und 19 Punkten aus 13 Begegnungen doch eine „mehr als ordentliche Saison.“ Und: „Das ist eine intakte Mannschaft geworden, die oft zu gefallen weiß. Sie werden mit einer eingespielten Truppe zum Rennekamp kommen und werden nicht so einfach zu schlagen sein“, benötigen die Fortunen schon eine vorzeigbare Leistung, um dreifach zu punkten. Der kämpferische Faktor war im Hinspiel Trumpf, teilten sich die Tabellen-Nachbarn beim 3:3 kameradschaftlich die Punkte. Der Ur-Schlänger entsinnt sich: „Jeder hatte im Spiel eine gute Phase, damit das Unentschieden auch in Ordnung ging.“ Für den Gastgeber wird es darauf ankommen, sich als sperrig zu erweisen, als widerstandsfähig und resolut im eigenen Ballbesitz, auch während der Ball-Jagd. Zugleich sollte mutig im Angriffsspiel agiert werden, um gemeinschaftlich diese Aufgabe zu meistern. „Wenn man mit einer positiven Einstellung in das Spiel geht, kann man etwas erreichen. Der Einsatz muss stimmen“, benennt Jens Riepenhausen mögliche Erfolgskomponenten. Ohne Test-Spiele fischen die Fortunen im Trüben, was die exakte Standortbestimmung angeht. Der Einsatz von Thomas Antidze,  Rudi Dorofeev und Simon Tronich ist jeweils fraglich.  Artur Wiegel , Tommy Schulz, Maik Fehse und Darren Rawlins haben sich fußballerisch eine neue Herausforderung gesucht.

 

Rational nicht zu greifen ist für den TuS Horn-Bad Meinberg-Coach Sascha Möller der kommende Widersacher FC Fortuna Schlangen. Er glaubt an eine „Wundertüte“, wenn er über das langjährige Spitzenteam spricht, erörtert seine Ausführungen etwas detailreicher: „Dies nach den Veränderungen im Winter, den Absagen aller Testspiele.“ Einen Zusammenhang mit der eigenen Mannschaft möchte er deshalb allerdings nicht konstruieren, ist die eigene Maxime klar ausgerufen: „Wir wollen unser Spiel aufziehen und an die Siegesserie aus dem Oktober/November nahtlos anknüpfen.“ Vier Dreier in Folge gelangen, bevor es in die lange Winterpause ging. In der Vorbereitung siegten die Möller-Männer aber einzig mit 6:2 gegen den SV Steinheim, setzte es aber Niederlagen bei Eichholz/Remmighausen (3:5), dem TBV Lemgo (2:6) und zuletzt im Gastspiel bei der SG Hiddesen/Heidenoldendorf (1:2). „Flexibilität ist das Stichwort unserer Vorbereitung. Mal schauen, wie wir Sonntag auftreten.“ Der Kader ist eng auf Kante genäht. Einzig die Langzeitverletzten fehlen weiterhin. Möller verhehlt aber nicht: „Wir bringen viel Qualität mit. Es wird Härtefälle geben und ich werde noch grübeln müssen“, mit welcher Formation er sich die lukrativsten Chancen ausrechnet.

 

 

Moritz Busch-Tolkemitt pfeift um 14.30 Uhr diese Begegnung auf dem Kunstrasenplatz vom Schlänger Rennekamp an.

 

FSV Pivitsheide vs. SV Eintracht Jerxen/Orbke

(hk). Auch für den Liga-Leader aus Jerxen/Orbke nimmt die rund dreimonatige Pflichtspielpause jetzt ein herbeigesehntes Ende. Obwohl gleich drei Test-Vergleiche gegen den VfL Lüerdissen, den TSV Oerlinghausen und den TuS Lipperreihe abgesagt wurden, waren die „Junx“ fleißig im Proben. Dies auch überaus effektvoll, wie die Siege über Oesterholz/Kohlstädt (7:1), Asemissen (4:2), Augustdorf (7:4) und Bexterhagen (2:1) unterstreichen. Zuletzt trennte man sich 1:1-Unentschieden vom VfL Ummeln. Auch SVE-Chefcoach Marco Schlobinski scharrt mit den Stollen, blickt mit einem Lächeln in seinem Antlitz auf die Vorbereitungsphase zurück: „Wir hatten ein gutes Programm mit reichlich Testspielen und Ziel war es, möglichst viel Spielzeit für alle zu gewährleisten. Das hat ordentlich funktioniert und auch ein, zwei Leute, die angeschlagen waren, sind so wieder näher herangekommen.“ Im taktischen Bereich sind keine gravierenden Neuheiten in Szene gesetzt worden, stand vielmehr im Blickpunkt, die aktuelle Spielweise weiter zu verfeinern. „Manchmal ist Geduld gefragt und auch längere Zeiten von Ballbesitz muss man sauber gestalten“, wirft Schlobinski absolut treffend ein. Der 14. Saison-Sieg im 16. Spiel würde die Laune von Schlobinski erheblich steigern, dient der knappe 1:0-Hinspiel-Sieg allerdings als warnendes Beispiel. Der Jerxer legt seine Stirn in Falten, ruft sich ins Gedächtnis: „Wir waren zwar klar überlegen, aber treffen erst spät.“ Auch er ist sich eindeutig bewusst, dass die FSV-Jungs nicht wählerisch in ihrem Wesen sind, wann und wie sie die relevanten Zähler für den Klassenerhalt einsammeln. Trotzdem: „Das ist sicherlich aber ein Gegner, gegen den man nichts liegen lassen darf“, schreibt Schlobinski seinen Schützlingen in das Aufgabenheft. Auf das verletzte Kicker-Trio Jannik Fischer, Damian Prochotta und André Schönwälder muss Schlobinski in diesem Start-Match verzichten. Paul Klundt plagt sich noch mit einem Rückstand herum und muss ebenso passen wie der erkrankte Fabian Droletz.

 

Auf dem Kunstrasenplatz an der Oerlinghauser Straße leitet Referee Malte Arend ab 17.00 Uhr diese Begegnung.

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