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Kreisliga A Detmold

Kreisliga A Detmold – Der Goalgetter-Report

Auch in dieser Winterpause liefern wir euch die populäre Rubrik, die auch nun wieder mit einem Spieler-Quintett besetzt ist.

 

„Nehrig geht es um den Erfolg der Mannschaft“

Kreisliga A Detmold (hk). Fair auf fünf Vereine verteilen sich die besten Goalgetter aus der höchsten Detmolder Kreisliga. Auffällig, dennoch auch nachvollziehbar: Die Aufstiegsanwärter sind allesamt vertreten. So schicken Jerxen/Orbke, Blomberg, Lügde und auch der Außenseiter TSV Horn jeweils einen Spieler in diese Best of-Auswahl. Diese illustre Auswahl wird vom Zauberwürfel Chris Capelle komplettiert. Er wirbelt für seinen Heimatverein TuS Horn-Bad Meinberg. Lippe-Kick möchte diesen Spielern die angemessene Ehre erweisen, sie durch ihre Trainer vorstellen, ein Porträt über die Kantonisten liefern, die den Teamerfolg mit ihren erfolgreichen Netzversuchen honorieren.

 

Dieser Bericht wird Ihnen präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch & André Bell

 

Kevin Pietsch SV Eintracht Jerxen/Orbke, 24 Tore, 23 Jahre alt. Ehemalige Vereine: Jugend TuRa Heiden, dann SVE Jerxen/Orbke. Trikot-Nummer: 18

 

 

Spitzname:

Pietschi

 

Marotten/Verhaltensweisen:

Sein Trainer Marco Schlobinski informiert die lippische Fußballgemeinde: „Kevin Pietsch ist einfach ein guter Typ. Auf und neben dem Platz eine Persönlichkeit. Er ist abgezockt, clever und schont im Spiel weder sich noch den Gegenspieler.“ Pietsch gilt als guter Laune-Bär, wichtig für die Kabinen-Atmosphäre. Wenn es nötig ist, haut er verbal auf den Tisch. „Er ist ein absoluter Teamplayer“, preist ihn sein Coach.

 

Der schönste Treffer:

Hart umkämpft war der 1:0-Heimsieg über den Aufsteiger FSV Pivitsheide. Pietsch mutierte zum Matchwinner. Sein goldenes Tor war nicht besonders schön, aber typisch für ihn, wie auch Schlobinski findet: „Da wollte er den Treffer mit aller Macht und vorher war nicht viel gelungen. Aber er ist drangeblieben und trifft dann auch“, adelt ihn sein Coach.

 

Was macht ihn so besonders:

24 Treffer sind eine bemerkenswerte Bilanz, hat er doch das eine oder andere Spiel ausgesetzt. Schlobinski zählt die Vorzüge auf: „Er hat ein gutes Auge, Spielverständnis und antizipiert viele Situationen. Dazu kommt der Wille, immer gewinnen zu wollen und eine gute Physis“, macht all dies ihn zu einem nahezu kompletten Stürmer.

 

Steigerungspotenzial:

Mehr Gelassenheit in seinem Wesen, auch eine bessere Kontrolle seiner Emotionen, das wünscht sich Schlobinski, der treffend anmerkt: „Es kann nicht immer glatt laufen, aber wir brauchen ihn als Leader. Er zieht andere mit und braucht dafür eine positive Haltung. Das macht er diese Saison aber schon sehr gut.“

 

 

Cihat Keles Türkischer SV Horn, 21 Tore, 30 Jahre alt. In der Jugend beim TuS Horn-Bad Meinberg, Spielvereinigung Brakel (dort Westfalen- und Landesliga). Im Seniorenbereich: SV Höxter, Brakel, TSV Horn (seit 2015).

 

 

Spitzname:

König Keles

 

Der schönste Treffer:

Im vorletzten Match vor der langen Winterpause hat Cihat Keles aus der satten Distanz von 29 Metern einen Freistoß direkt in den Giebel gezimmert. Vom Trainer-Guru Thorsten Schmiech ist Keles ganz bewusst in den Angriff beordert worden, da seine Qualitäten für die Verteidigung schlicht zu schade sind. Ünal flüstert Lippe-Kick zu: „Ich glaube, da läuft auch eine kleine Motivations-Wette zwischen den beiden, was nicht heißt, dass er ein Ego ist vor dem Tor.“

 

Was macht ihn so besonders:

Die Familie Keles lebt den TSV Horn mit jeder Faser. Bereits der Vater hat im alten Jahrtausend, in den 90er Jahren, im Egge-Stadion den Ball gejagt. Damals wurde der kleine Cihat vom Fußball aus nächster Nähe gefesselt. Mutter Keles ist auch eine Ünal, eine Tante von TSV-Manager Ender Ünal. Dieser schwärmt vom Sohnemann: „Er ist unsere türkische Eiche geworden, kann alle Positionen spielen, wobei er in der Bezirksliga Abwehr und in der A-Liga Stürmer spielt. Nach dem Urgestein Hasan Karaduman ist er der dienstälteste Kicker im TSV-Kader, als Capitano das wichtige Bindeglied zwischen dem Vorstand, dem Trainerteam und der Mannschaft. Er ist Bruder, Papa und Opa – alles für die Jungs. Ünal glaubt an die Ewigkeit: „Ich bin stolz, so einen Menschen bei uns im Team zu haben. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er von uns in den nächsten Jahren je weggeht. Er hat einen großen Stellenwert bei uns“, ist Keles sich dessen bewusst. Bruder Oguzhan spielt auch für die Egge-Kicker.

 

 

Konrad Maca 16 Tore, 28 Jahre alt. Fing in Polen an zu spielen, wurde dort mit der A-Jugend von Stal Rzeszow dritte bei den polnischen Meisterschaften, kickte danach in der 2. polnischen Liga für die erste Mannschaft von Stal Rzeszow. Wechselt letzten Sommer dann vom Hakedahler SV zum Blomberger SV. Trikot-Nummer: 9

 

 

Der schönste Treffer:

Wenn es nach BSV-Coach Mike Winkler und auch Maca selbst geht, dann ist in der Rückrunde noch einiges vom Stürmer zu erwarten. „Das schönste Tor ist ihm noch nicht gelungen, er hofft, es kommt in der Rückserie“, meint Winkler.

 

Was macht ihn so besonders:

Konrad Maca ist beim Blomberger SV eingeschlagen wie eine Bombe. Aus der B-Liga kommend hat er in der Hinserie satte 16-mal eingenetzt. Für Mike Winkler nur wenig verwunderlich: „Konrad ist ein Stürmer mit hoher Dynamik, Technik und Durchsetzungsvermögen in seinen Aktionen. Dazu kommt seine Erfahrung, u.a. aus der zweiten polnischen Liga, die ihn für unser Spiel sehr wichtig macht.“ Maca ist einfach „eine absolute Verstärkung für das Team“, schwärmt der Coach. Und dadurch, dass weitere polnische Spieler beim BSV unter Vertrag stehen, war auch die Integration in den neuen Verein für den Goalgetter keine große Herausforderung.

 

Steigerungspotenzial:

Das Steigerungspotenzial sieht Mike Winkler mit einem zwinkernden Blick auf die aktuelle Torjäger-Wertung: „Kevin Pietsch steht mit 24 Treffern ganz oben, daran muss er arbeiten.“

 

 

Chris Capelle TuS Horn-Bad Meinberg, 16 (12) Tore (Anm. d. Red.: Seine vier Tore gegen den Post TSV Detmold II wurden ihm abgezogen), 23 Jahre alt. Ehemalige Vereine: Mit Ausnahme einer B-Jugend-Spielzeit in Heidenoldendorf kickte Capelle stets für seinen Herzensverein, den TuS Horn-Bad Meinberg. Trikot-Nummer: 11.

 

 

Spitzname:

Chris, Zauberwürfel.

 

Der schönste Treffer:

Mit einem Geschoss aus 25 Metern Torentfernung feuert er den Ball in den Schlänger Kasten zum 3:1 gegen die Fortuna. Extrem emotional war das 4:3 in der Nachspielzeit im Orts-Derby gegen den Türkischen SV Horn, war er hier aus einer Position heraus erfolgreich, aus der er zwei Wochen zuvor gegen Jerxen/Orbke das potenzielle 1:0 noch vergab.

 

Was macht ihn so besonders:

Der zweite TuS-Spielführer besitzt eine enge Bindung zum Verein, coacht auch eine Jugendmannschaft. Als Kicker ist er für Gegenspieler so schwer wie nasse Seife zu greifen, ist extrem wendig, enorm antrittsstark. Für die Mannschaft ist er emsig unterwegs, geht auch die weiten Wege, die weh tun, mit – die nach hinten. Sein Torschuss hat das gewisse Etwas, aus Nahdistanz und auch aus weiterer Entfernung. Bereits in der Jugend unter Coach Sascha Möller unterstrich er seine ausgeprägten Fähigkeiten. Zu Heidenoldendorfer B-Junioren-Zeiten traf er in der Spielzeit 2013/14 in 22 Partien 16 Mal.

 

Steigerungspotenzial:

Im Spiel abseits vom Ball könnte sein Aktionsradius größer sein, gibt es zudem noch Entfaltungsmöglichkeiten im Tiefenspiel.

 

 

Nils Nehrig TuS WE Lügde, 16 Tore, 26 Jahre alt. Ehemalige Vereine: Bad Pyrmont (Landesliga), seit 2017 in Lügde. Trikot-Nummer: 11.

 

 

Marotten/Verhaltensweisen:

Felsenfest steht er zu Borussia Dortmund, unterstützt den BVB in guten wie in schlechten Zeiten.

 

Der schönste Treffer:

Oft sind es die entscheidenden Tore, die Nehrig markiert. Diese führen die Westfälische Eiche meist auf den Erfolgspfad. „Zudem ist er ein hervorragender Vorlagengeber. Das vergessen viele“, erklärt Hoffmann via Lippe-Kick. Als äußerst wichtig erscheint ihm Nehrigs Tor zum 2:1 für die Lügder gegen den Türkischen SV Horn – in Spielminute 89.

 

Was macht ihn so besonders:

Auf den Offensivpositionen ist Nehrig polyvalent einsetzbar, besitzt aber auch die Gabe, im Notfall aus einer etwas defensiveren Position heraus zu agieren. „Ich würde behaupten, sonst hätte er das eine oder andere Tor mehr auf dem Konto“, spekuliert TuS-Trainer Andreas Hoffmann. Was ihn ganz besonders auszeichnet: „Ihm geht es aber nicht nur um Tore, sondern um den Erfolg der Mannschaft“, sind ihm Ego-Züge fremd. Das ist auch der Auslöser für seine Entwicklung hin zum Führungsspieler. Er ist nämlich gut für das Binnenklima im Team, wirkt sogar unterstützend bei der Trainingsarbeit, besetzt vollständig die Rolle als Unterschiedsspieler.

 

Steigerungspotenzial:

Vielleicht sollte Nehrig häufiger den Gang zum Kopfball-Pendel antreten, denn hier existiert noch reichlich Luft nach oben. Hoffmann räumt mit einer Mär auf: „Aufgrund seiner Größe geht man immer davon aus, dass er die Hälfte seiner Tore mit dem Kopf erzielt. Dem ist aber nicht annähernd so.“

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