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Kreisliga A Detmold

SuS Pivitsheide – Alle überrascht

Man musste schon mit dem Schlimmsten rechnen, doch die Pivitsheider haben sich unter Trainerfuchs Karsten Kuczer prächtig entwickelt.

„Ich liebe diese Moral meiner Mannschaft“

Kreisliga A Detmold (hk). Zugegeben, ein Michael Loos bin ich nicht. Weder optisch noch inhaltlich. Erst seit 2013 bin ich im Amateurfußball aktiv, berichtete zuvor ausgiebig über den englischen, spanischen und italienischen Fußball, war redaktionell in den ersten drei deutschen Ligen beheimatet. Ich sammelte danach in den unteren Klassen aber hilfreiche Erfahrungswerte. Was ich vor nunmehr sieben Jahren bei Fanreport bemerkte, als ich den unteren Amateurfußball in Sachsen-Anhalt genauso unter meine Fittiche nahm wie in Rheinland-Pfalz oder Schleswig-Holstein, war ein ganz anderes Miteinander. Kurzum: Es wurde mehr mit- als übereinander gesprochen. Was das alles mit dem SuS Pivitsheide zu tun hat? Vor der Saison wurde viel im lippischen Fußball getuschelt, meist ging es um die drohende Abstiegsgefährdung der Pivitker. Alle Experten wurden Lügen gestraft, denn eine seriöse Platzierung im Tabellenmittelfeld war für diese so nicht zu erwarten.

 

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Von Henning Klefisch

 

Erleichterung nimmt beim SuS-Coach Karsten Kuczer die Oberhand, wenn er im Lippe-Kick-Gespräch verdeutlicht: „Ich freue mich für die Mannschaft, dass wir aktuell auf dem neunten Platz stehen. Genauso freue ich mich, dass die sogenannten Experten kein Recht behalten haben.“ Die Lila-Grünen haben die richtige Antwort auf dem Platz gegeben. Mit nur einem Dutzend Akteuren aus dem letztjährigen Kader ging der Vorzeigeverein in die Serie. Auffällig: Seit dem Aufstieg 2009 wurde immer ein einstelliger Rang belegt, 2012, 2013 und 2016 sogar jeweils die Vizemeisterschaft gefeiert. Ein Jahrzehnt nach der B-Liga-Meisterschaft begann der Spieler-Exodus aus dem gelobten Land an der Hebbelstraße, wo fußballerisch Honig und Milch floss. Man suchte und fand interne Hilfe. Ungemein wichtig, dass zumindest ein Trio aus der B-Liga-Reserve eine Spielklasse nach oben gezogen wurde, womit zumindest 15 Spieler den Kader bevölkern. Kuczer muss zugeben, dass die Aufgabe kompliziert gewesen ist: „Der Start in die Saison war also mit vielen Baustellen behaftet. Man merkte auch der Mannschaft die Verunsicherung an. Auch das Teamgefüge musste in der schweren Phase sich wieder zum Positiven entwickeln.“ Die richtigen Kniffe hat er angewendet, flüstert er doch Lippe-Kick ins Ohr: „Wir haben viel investiert, um die Qualität zu steigern.“

 

„Die Jungs sind einfach nur klasse“

 

Mit einer gezielten Kommunikation und einem ansprechenden Konzept sind seit dem personellen Aderlass zum Teil hochkarätige Spieler verpflichtet worden, namentlich: Clemens Weber, Hendrik Laabs (Bild links oben; zuletzt SV Eintracht Jerxen/Orbke), Kevin Schneider (Bild links unten; SG Bentorf/Hohenhausen), Nico Zimmermann (Bild rechts; SF Berlebeck/Heiligenkirchen), Gerion Hartmann (SG Hiddesen/Heidenoldendorf II), und Luca Kroll (SV Brenkhausen/Bosseborn). Kuczer ist ganz angetan von den Neuen, sagt im Lippe-Kick-Gespräch: „Mit den sechs Neuzugängen haben wir sehr viel Qualität und Charakter dazu bekommen. Die Jungs sind einfach nur klasse.“ Auch in Summe erscheint alles sehr stimmig, rühmt er doch die „tolle Moral in der Mannschaft“, hat diese sich kontinuierlich weiterentwickelt. Außergewöhnlich, dass die SuS-Jungs auch nach einem Rückstand von drei oder vier Toren an ihre Chance glauben, diese suchen, niemals aufstecken. „Ich liebe diese Moral an meiner Mannschaft. Es sind alles klasse Jungs und es macht mir viel Spaß mit ihnen“, fühlt sich Karsten Kuczer an vertrauter Wirkungsstätte pudelwohl. Das hat auch weitere Gründe. Strebsam waren seine Jungs in der Vorbereitung, standen hier das Kurzpass-Spiel, die Verlagerung und das Umschaltspiel klar im Fokus. Der Aufschwung in den Vorbereitungspartien ist unverkennbar. Nach einem 1:3 beim SV Werl-Aspe folgte ein 3:1-Sieg beim TBV Lemgo II, ehe beim TuS Lipperreihe II mit 8:1 triumphiert wurde. Ein kleiner Dämpfer: Am Sonntag wurde mit 2:6 beim Lemgoer B1-Ligisten TSV Kirchheide verloren. Die Zielsetzung ist nunmehr klar ausgerufen, sagt Kuczer gegenüber Lippe-Kick extrem tatendurstig: „Wir möchten weiter punkten und uns unter den ersten zehn Teams wiederfinden.“ Auch die Hausaufgaben außerhalb vom Spielfeld werden fleißig und strebsam erledigt: „Wir arbeiten jetzt schon wieder für die kommende Saison an Neuzugängen. Wir müssen uns noch breiter aufstellen“, so seine ehrliche Forderung.

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