Connect with us

Bezirksliga Staffel 2

Bezirksliga 2 – Vorberichte 19. Spieltag 2019/20

Für Augustdorf und Oerlinghausen gilt es am Sonntag, die Pleiten von vor zwei Wochen wieder wettzumachen. Zu Gast sind zwei Spitzenteams.

 

Heymann: „Beweisen, dass wir das Fußballspielen nicht verlernt haben“

Bezirksliga 2 (ab). Sowohl Augustdorf als auch Oerlinghausen guckten punktemäßig am vergangenen Spieltag in die Röhre. Nun ist man auf Wiedergutmachungskurs. Mit dem VfB Schloß Holte und dem TuS Dornberg sind allerdings der aktuelle Tabellenvierte und der Spitzenreiter zu Gast im Lipperland. Genau der richtige Gegner zum richtigen Zeitpunkt, findet zumindest FCA-Coach Matthias Heymann. Der erste Verfolger des TuS, der FC Türk Sport Bielefeld, hat eigentlich ein Derby gegen Wellensiek, das Spiel wird aber wohl ausfallen. Lokalduelle steigen zudem zwischen SW Sende und dem TuS Friedrichsdorf, sowie zwischen dem FSC Rheda und Türkgücü Gütersloh.

 

Dieser Bericht wird Ihnen präsentiert von:

 

 

FC Augustdorf vs. VfB Schloß Holte

Für den FC Augustdorf hätte das Fußballjahr 2020 schlechter kaum beginnen können. Nach dem 0:4 beim SC Hicret Bielefeld zum Auftakt geht es nun gegen den viertplatzierten VfB Schloß Holte. Das allein ist nun wirklich nicht sonderlich schlimm, aber die personelle Ausgangslage könnte besser sein. „Aktuell laufen wir personell ein wenig auf dem Zahnfleisch. Auch am Sonntag fehlen uns leider wieder zehn Spieler“, meint Coach Matthias Heymann, der das aber „grundsätzlich nicht als Ausrede gelten“ lassen will. Er fordert stattdessen: „Wir müssen endlich wieder die Grundlagen abrufen, um erfolgreich Fußball spielen zu können. Dazu gehört in erster Linie Einsatz- und Laufbereitschaft. Wenn es dann trotz 100% Einsatz am Ende gegen eine Spitzenmannschaft wie Schloß Holte nicht reicht, kann ich das akzeptieren.“ Auch in dieser Spielzeit hat der FCA bereits unter Beweis gestellt, dass man „mit dem passenden Einsatz jede Mannschaft der Liga schlagen“ kann. Ins offene Messer will man gegen den VfB aber nicht laufen: „Zunächst einmal wollen wir hinten sicher stehen und möglichst kein Gegentor kassieren. Das ist schwer genug auf dem Heidesportplatz.“ Zwar mag auch der ein oder andere vielleicht denken, dass ausgerechnet jetzt so ein Gegner kommt, doch Heymann findet den Zeitpunkt „genau richtig, um allen zu beweisen, dass wir das Fußballspielen nicht verlernt haben.“

 

Eine alte Fußballweisheit besagt: „Jedes Spiel beginnt bei 0:0.“ VfB-Coach André Koslowski will die klare Auftaktniederlage des FCA damit nicht zu hoch hängen, denn: „Gerade Spiele gegen FCA sind in der Vergangenheit immer enge Spiele gewesen. Das ist schon fast traditionell.“ So hat man auch das Heimspiel gegen die Sandhasen denkbar knapp nur mit 1:0 für sich entscheiden können. Als Favorit reisen die Holter Löwen auch diesmal an. Seit zehn Spielen sind die blau-weißen bereits ungeschlagen: „Wir wollen unseren Weg weitergehen und erfolgreich bleiben. Wir wollen gewinnen“, so die klare Ansage von Koslowski, der den kommenden Gegner nicht an Platz elf messen will: „Ich denke, dass die Mannschaft des FCA besser ist, als es die derzeitige Tabellensituation beschreibt. Die Mannschaft hat Qualität.“ Das ändert jedoch nichts an der Marschroute der Gäste, die „mutig nach vorne spielen“ wollen. Auch, wenn die personelle Situation „eine Katastrophe“ ist. So haben sich in den letzten vier Wochen gleich drei Spieler einen Kreuzbandriss zugezogen, der letzte kam „nach schwerem Foulspiel“ im Top-Spiel gegen Rheda vor zwei Wochen dazu. Insgesamt summiert sich die Zahl der Spieler, die mit Kreuzbandrissen langfristig fehlen auf sechs in den letzten eineinhalb Jahren. Und da auch noch weitere kurzweiligere Ausfälle sowie eine Sperre für Sonntag hinzukommen, hat der VfB aktuell „den kleinsten Kader der Liga in der Rückrunde.“ 14 Spieler, darunter zwei Torhüter, hat Koslowski noch zur Verfügung. „Das wird also insgesamt sehr schwer. Ohne Unterstützung aus der zweiten Mannschaft wird es die gesamte Rückrunde über nicht gehen.“

 

Schiedsrichter ab 15.00 Uhr ist der Sportskamerad Eike Schäffer.

 

TSV Oerlinghausen vs. TuS Dornberg

Nach dem misslungenen Auftakt in Senne kommt nun mit dem TuS Dornberg ein weiteres Großkaliber der Liga auf den TSV Oerlinghausen zu. Nicht zuletzt wegen der Pleite vor zwei Wochen, die „abgehakt“ ist, wie Milko Micanovic meint, will man sich gegen den TuS wieder von einer besseren Seite zeigen. „Wir haben auch im Hinspiel nicht schlecht ausgehen und gehen motiviert ins Rückspiel, weil wir da unglücklich nur Unentschieden gespielt haben.“ Zwar gibt es personelle einige Ausfälle, dennoch wird der TSV „elf Krieger auf den Platz schicken, die alles geben werden.“ Und „ohne überheblich sein zu wollen: Am Kalkofen muss man auch erstmal gewinnen.“ Micanovic hofft, dass die Mannschaft „eine ordentliche Partie“ abliefern wird, woran er allerdings nicht zweifelt: „Wie Miron schon gesagt hat, solche Gegner liegen uns aus welchem Grund auch immer besser.“ Ziel ist es, „erstmal das 0:0 halten“ und dann vorne mindestens „einmal zustechen und die drei Punkte am Platz behalten.“

 

Anders als der TSV ist der TuS Dornberg mit einem Sieg ins Jahr 2020 gestartet, wenn auch ohne wirklich zu überzeugen. „Gegen Avenwedde hatten wir das nötige Spielglück“, meint Coach Jens Horstmann. Schwer tat man sich auch im Hinspiel gegen die Bergstädter: „Oerlinghausen war ein sehr unangenehmer Gegner, offensiv sehr wuselig, da haben wir sie nicht zu packen gekriegt. Besonders in der zweiten Halbzeit. Das 1:1 war leistungsgerecht.“ Rückblickend war das Unentschieden eines „der schlechtesten Saisonspiele, das liegt aber auch immer am Gegner. Wir haben das nicht gut gemacht, Oerlinghausen hingegen hat es sehr gut gemacht. Das ist für uns Warnung genug.“ Wenig Beachtung schenkt Horstmann dagegen der 3:7-Klatsche des TSV beim TuS 08 Senne vor zwei Wochen: „Die liegen da nach 20 Minuten schon 0:3 hinten. Senne hat offensiv eine enorme Qualität, das ist dann sehr, sehr schwer. Aber sie haben da trotzdem noch drei Tore geschossen.“ So erwartet der Coach auch am Sonntag „ein sehr enges Spiel.“ Schließlich will „jeder gegen den Tabellenführer was zeigen, da wird sich keiner zusätzlich motivieren müssen. Wir sind die, die man schlagen oder zumindest ärgern will. Für uns macht das nochmal jedes Spiel etwas schwerer, zumal jedes Spiel bei 0:0 beginnt. Und es gibt glaube ich nur ganz wenige Mannschaften in der Liga, die sagen, dass sie mit einem Unentschieden gegen Dornberg nicht zufrieden wären. Deshalb geht jede Mannschaft erstmal mit einem guten Gefühl ins Spiel und wollen erstmal nicht hinten liegen.“ Das bedeutet für den TuS Dornberg, selbst auch nochmal eine Schippe drauflegen zu müssen: „Solche Teams sind schwierig zu bespielen, das haben wir gegen Avenwedde gemerkt, die haben es uns richtig scher gemacht. Wir haben zwar 2:0 gewonnen und alle sagen das war souverän und der ein oder andere meint dann, wer solche Spiele gewinnt, der steigt auch auf. Ich sehe das aber andersrum: Wenn man öfter so spielt, steigt man eben nicht auf.“ Und Horstmann weiß auch, dass seine Truppe „nicht jedes Spiel gewinnen“ wird. „Es kann gut sein, dass wir in Oerlinghausen nicht gewinnen.“ Zunächst einmal muss seine Mannschaft „besser Spieler als gegen Avenwedde. Da haben wir viele Dinge nicht umsetzen können, haben ein bisschen mutlos agiert, als hätten wir Angst zu verlieren. Wenn man sich dann zu passiv verhält, kann das nach hinten losgehen. Wir müssen mutig an die Sache rangehen, brauchen keine Angst vor Fehlern zu haben. Wenn der Gegner dann besser ist, dann ist das eben so. Aber ich bin guter Dinge, dass wir gute Siegchancen haben.“ Das auch trotz der personellen Ausfälle. Dominik Kuck hat sich gegen Rheda verletzt, Marcel Kranzioch wird wegen einer Achillessehnenreizung wohl auch etwas länger ausfallen, Daniel Kauffeldt ist krank. Damit fehlen Horstmann drei Spieler, die die rechte Seite beackern können. Zudem weilte Lennart Versick zuletzt im Urlaub, auch Maximilian Margott ist erst kürzlich wieder ins Training eingestiegen. Nach längerem Ausfall ist auch Andreas Janzen, zweitbester Torjäger des TuS, wieder mit an Bord. Dafür wird Charley Achtereekte kurzfristig ausfallen.

 

Schiedsrichter Justus Sundermann aus dem Kreis Gütersloh pfeift das Spiel um 15.00 Uhr an.

More in Bezirksliga Staffel 2