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Kreisliga A Detmold

Kreisliga A Detmold – Vorbericht 20. Spieltag 2019/20

Der Primus aus Jerxen/Orbke darf sich ausruhen, aus der Entfernung beobachten, was die anderen Teams so treiben. Dieser 20. Spieltag bietet interessante Partien.

Köhler klagt: „Uns fehlt das Selbstvertrauen!“

Kreisliga A Detmold (hk). Man muss kein ausgewiesenes Mathematik-Genie sein. Gewinnt der TuS WE Lügde seine Nachholspiele, dann führt er mit einem Punkt Vorsprung vor dem Blomberger SV die Spielklasse an. Vorausgesetzt, die Nelkenstädter sind in ihren Nachholpartien erfolgreich. Der Schönheitsfehler: Nachholspiele werden an ungünstigen Terminen angesetzt, weshalb Studenten und Schichtarbeiter wegfallen. Daher darf man darauf gespannt sein, ob die aufstiegswilligen Südostlipper tatsächlich mit einer reinen Weste aus diesen Terminen außer der Reihe gehen. Der Türkische SV Horn fährt unterdessen sein eigenes Rennen, wird es für die roten Adler nur noch darum gehen, den vierten Rang vor den gierigen Treibern aus Heiden, Berlebeck/Heiligenkirchen und Horn-Bad Meinberg zu verteidigen. Für alle spürbar: Uns steht eine heiße Phase bevor. Hoffentlich verbrennt sich hier keiner.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

TuS Horn-Bad Meinberg vs. Blomberger SV

(ab). TuS-Coach Sascha Möller wird den Kader für das Spiel gegen den bislang ungeschlagenen Blomberger SV erst am Samstag „konkret beisammenhaben“, sieht sein Team aber „ganz gut gewappnet für das Duell.“ Die Erinnerungen an das Hinspiel (4:6) sind eher durchwachsen: „Das Hinspiel war recht wild. Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit (1:4) konnten wir es sehr offen halten.“ Recht beeindruckt zeigt sich Möller von der Qualität des Kaders des BSV: „Der Gegner ist natürlich durch die Bank mit starken Einzelspielern bestückt, von denen jeder an einem formstarken Tag den Unterschied machen kann.“ Für den TuS Horn-Bad Meinberg ist das Spiel also „eine echte Bewährungsprobe nach zuletzt guten bis ordentlichen Auftritten“ und sechs Serien in Folge. Möller ist gespannt, „wie weit wir schon sind jetzt“ und ist guter Dinge: „Zu Hause auf Asche ist immer alles möglich.“

 

Die Kicker aus der Nelkenstadt scharren bereits wieder mit den Hufen. Und auch, wenn auf Asche spielen muss, ist Coach Mike Winkler voller Vorfreude: „Endlich geht’s los, das stimmt sicherlich. Und wir nehmen es, wie es kommt.“ Auch den Spielern ist in den Trainingseinheiten anzumerken, dasss sie „nun endlich die Serie spielen wollen.“ Das letzte Vorbereitungsspiel gegen Germania Hagen (5:0) lief zwar „recht ordentlich“ für den BSV, anhand dessen will man aber noch nicht einordnen, wo man derzeit steht. Da sieht Winkler einen kleinen Vorteil beim TuS, der bereits zwei Ligaspiele absolviert hat. „Dazu hat HBM durch die beiden Siege natürlich Selbstvertrauen getankt und eine Serie hingelegt und insbesondere in der Offensive gut ausgesehen“, findet Winkler. Doch über die Serie des TuS kann man in Blomberg nur müde lächeln, ist man selbst doch seit Saisonbeginn und damit seit 14 Spielen ungeschlagen, steht zudem im Kreispokal-Finale gegen Jerxen-Orbke Mitte Mai und kennt Pflichtspielniederlagen nur noch vom Hörensagen. Trotz oder gerade wegen dieser Umstände will der BSV „die drei Punkte gerne einfahren“ und den Lauf des TuS stoppen. „Wer dafür in der Startelf steht, ist noch nicht final entschieden“, so Winkler. Schließlich sind Stirz, Uzunlar, Demirkutlu und Retzlaff doch erst wieder ins Mannschaftstraining nach Verletzungen eingestiegen, Wilhelmi und Tuzakci aus Urlaub/Arbeit zurück und Konrad Maca, Chris Milinski verletzt, sowie Cieslik gesperrt. „Könnte besser sein“, so Winkler, „aber wir wollen nicht klagen und positiv in die Rückrunde starten.“

 

Ob das gelingt, zeigt sich ab 15.00 Uhr auf dem Hartplatz im Eggestadion. Henry Schröder leitet diese Begegnung.

 

SF Berlebeck-Heiligenkirchen vs. SuS Pivitsheide

(ab). Mit dem gewonnen Hinspiel im Hinterkopf gehen die Sportfreunde das Duell mit dem SuS Pivitsheide an und wollen auch das Rückspiel „wieder erfolgreich gestalten“, nicht zuletzt, weil es ein Heimspiel ist. Allerdings könnten die Voraussetzungen dafür besser aussehen. „Wir laufen auf dem Zahnfleisch“, meint Obmann Matthias Kuhlmann, der aber die Hoffnung hat, dass es „bald besser wird.“ Aktuell haben die Sportfreunde mit diversen Langzeitverletzten zu kämpfen. „Wir müssen sehen, wie wir es hinbekommen, sind aber zuversichtlich“, so Kuhlmann im Vorfeld der Partie.

 

In Sachen Personal sieht es bei den Gästen nicht sonderlich viel besser aus, wie Coach Karsten Kuczer verrät, der aktuell „drei Verletzte und mehrere Kranke“ ersetzen muss. „Wir fahren mit einem dezimierten Kader zum BHK.“ Das Hinspiel ging mit 1:3 verloren, nun will man die Revanche: „Wir werden wir alles versuchen, um zu punkten.“ Den Gastgebern bescheinigt Kuczer, „eine gute Hinserie gespielt“ zu haben. Die Marschroute für Sonntag: „Wir müssen alles geben und dann schauen wir mal.“

 

Ertugrul Alp hat ab 15.00 Uhr die Spielleitung.

 

FC Fortuna Schlangen vs. SG Brakelsiek/Wöbbel

(ab). Nach dem Sieg am vergangenen Sonntag beim Post TSV Detmold II steht für die Fortuna aus Schlangen das nächste richtungsweisende Spiel an. Betreuer Jens Riepenhausen meint vor dem Duell gegen Brakelsiek/Wöbbel, dass ein weiterer Erfolg „das Ende der Krise“ bedeuten würde und man sich vom Abstiegsgespenst wohl endgültig verabschieden würde: „Damit würden wir von uns unten absetzen.“ Für den Rest der Saison würde man sich dann vornehmen, „noch eine ordentliche Rückrunde zu spielen.“ Den Druck sieht Riepenhausen aber klar beim Gegner: „Brakelsiek steht mit dem Rücken zur Wand, die müssen punkten, um nicht bedrohlich nah an den Abstiegsplatz zu geraten. Der Gegner wird versuchen, alles reiszuwerfen was geht“, so der Betreuer. Er weiß: „Einen Underdog bzw. angeschlagenen Boxer darf man dann nicht unterschätzen. Die haben nichts zu verlieren.“ Das hat man schon im Hinspiel gemerkt, als man nur knapp mit 3:2 bei der SG gewinnen konnte. Aber wenn die Fortuna die „gleiche Mannschaft auf den Platz stellen“ kann, die letzte Woche „in der zweiten Halbzeit eine gute Leistung gezeigt hat, werden wir die drei Punkte in Schlangen behalten.“ Da ist sich Riepenhausen zumindest sicher. Zu Gegner an sich kann er allerdings „momentan nicht viel sagen. Sie haben gegen Heiden auf Kunstrasen verloren, was uns ja entgegenkommt.“ Zudem hatte die SG „in der Vorrunde auch einige wichtige Ausfälle zu beklagen, die jetzt nach und nach wiederkommen und sich wieder finden müssen.“ Was die eigene Mannschaft betrifft, fordert Riepenhausen, dass das „Umschaltspiel noch besser werden“ muss, denn: „Es ist noch nicht so flüssig, wie man das gewohnt war. Und die Standards waren auch immer eine gute Waffe von uns.“ Auch hier ist also noch Luft nach oben. In Sachen Kader gibt es hingegen nichts zu meckern. „Alle sind fit“, verkündet der Betreuer. Der ein oder andere auswärtige Arbeiter oder Student könnte aber dennoch nicht zur Verfügung stehen. Es sieht derzeit aber ganz so aus, als wenn auch Simon Tronich, Tony Schäfer und Daniel Tronich zur Verfügung stehen könnten. Thomas Antidze klagt auch nicht mehr über Beschwerden am Oberschenkel. Und auch Hazhir Kadirpur hat nach Verletzung und Urlaub wieder den Anschluss gefunden hat.

 

Michael Münsterteicher pfeift die Begegnung um 15.00 Uhr an.

FSV Pivitsheide vs. TSV Horn

(hk). Ein starkes Nervenkostüm, ein gesundes Herz und rheinischen Frohsinn, das benötigt ein FSV-Anhänger in diesen Tagen. Mit schlappen fünf Punkten aus 18 Partien rangiert die FSV Pivitsheide an letzter Position. Der Rettungsrang ist allerdings sehr nah, steht die SG Brakelsiek/Wöbbel nur mit zwei Zählern besser da. Der Fußball-Gott scheint kein FSV-Jersey zu tragen, fehlen mit Tim Manca, Leon Jordan und dem kolumbianischen El Matador David Alexander Bedoya Ramirez gleich drei Spieler wegen eines Kreuzbandrisses. Abwehr-Gigant Alexander Görzen plagt sich mit Leistenproblemen seit fast einem Jahr herum. FSV-Obmann Andree Köhler nörgelt: „Es läuft alles gegen uns.“ Voreilig den Klassenerhalt abzuschenken, das kommt ihm nicht in die Tüte. Zunächst stehen die Partien gegen die Schwergewichte TSV Horn und Blomberger SV an, folgen danach Kontrahenten, die sich mehr auf Augenhöhe befinden. „Da habe ich die Hoffnung, dass es noch klappt“, möchte Köhler diese nicht zu Grabe tragen. Viel mehr sagt er gegenüber Lippe-Kick im Brustton der Überzeugung: „Ich glaube, die Mannschaft hat die Qualität für die A-Liga. Der Knoten muss platzen.“ Es fehlt der berühmte, oft zitierte Befreiungsschlag, laufen viele Spiele gegen die Pivitsheider. „Man kann mithalten, auch gegen Jerxen/Orbke war es vom Ergebnis deutlicher, als der Verlauf war“, beschreibt er die 0:3-Pleite zum Wiederauftakt. Es folgte ein 1:3 in Diestelbruch. Dass die roten Adler mit viel Spielfreude gesegnet sind, die Kugel gerne und oft ihr Eigentum nennen, das weiß Köhler selbstredend. „Unsere Chance ist, dass es für die um nichts mehr geht. Für uns geht es um mehr“, könnte hier die Motivation für den krassen Außenseiter sprechen, der jahrelang zwei Spielklassen von den Egge-Jungs entfernt war. Auffällig: Die Stürmer scheinen über eine solche Torsch(l)usspanik zu klagen wie eine 38-jährige Singlefrau, denn 25 Tore sind gleichbedeutend mit einem lauen Lüftchen im Sturm. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr haben die Pivitsheider in der B-Klasse mehr als 100 Treffer markiert. Woran könnte es liegen? Köhler glaubt an mentale Probleme, sagt: „Aufgrund der vielen Negativerlebnisse fehlt das Selbstvertrauen.“

 

Die unbeliebte Influenza hat die Kicker vom Türkischen SV Horn ausgerechnet zum Vorbereitungsbeginn mit voller Wucht getroffen. Viele Spieler sind zur Untätigkeit verdammt worden, weshalb Coach Thorsten Schmiech im Lippe-Kick-Gespräch klagt: „Den ausgefallenen Trainings und Spielen laufen wir derzeit noch etwas hinterher, aber trotzdem wollen wir natürlich endlich wieder die Pille in Punktspielen über den Rasen jagen.“ In Testpartien geschah dies beim 1:3 bei den Sportfreunden Oesterholz/Kohlstädt, beim 1:7 beim TBV Lemgo und jüngst beim 3:9 beim SV Höxter. Ohne Erfolgserlebnis gehen die Horner also aus diesen Vorbereitungspartien. Vielleicht ist dadurch auch die Motivation ein Stück weit gesteigert worden, veranschaulicht Schmiech doch: „Die Jungs haben derzeit richtig Lust zu kicken, was sie Sonntag sicher auch zeigen wollen!“ Wenn er an die FSV Pivitsheide denkt, erwartet er einen „eher stabil defensiv arbeitenden Gegner“, war dies zumindest im Hinspiel der Fall. Er blickt in den Rückspiegel: „Damals hat uns ein frühes Tor deutlich geholfen, unser Spiel mit der nötigen Ruhe durchzubringen, was ich mir natürlich auch für Sonntag erhoffe!“ Ganz viel Obacht muss mit Blick auf die „stets gefährlichen Standards“ herrschen, die der Aufsteiger mit viel Wucht und Präzision in die gegnerische Gefahrenzone befördert. Unklar ist, ob Milcan Colak und Enes Ulun mitspielen können.

 

Auf dem Kunstrasenplatz an der Oerlinghauser Straße wird Uwe Jahn ab 15.00 Uhr pfeifen.

SC Türkgücü Detmold vs. SV Diestelbruch/Mosebeck

(hk). Der Tabellenelfte SC Türkgücü Detmold bekommt am Sonntag Besuch vom SV Diestelbruch/Mosebeck. Da die Stadt Detmold den Rasenplatz am Schulzentrum dichtgemacht hat, wird es erneut auf dem Tenneplatz um Punkte und Tore gehen. Sportclub-Coach Erhan Eksioglu ist fest davon überzeugt, dass das folgende Duell strapaziös wird, rechnet er schließlich mit einem „starken Gegner.“ Die Beobachtung vom kahlgeschorenen langjährigen Mittelfeld-Motor ist präzise: „Die Weber-Männer sind lautstark und fordern dir über die 90 Minuten alles ab. Die kämpfen bis zur letzten Sekunde und sind immer sehr gefährlich im Spielaufbau.“ Er gibt sich allerdings überzeugt, dass sein Team die passenden Lösungen dafür parat hat, ein Gegengift entwickelt. Auch die Motivation ist genau richtig bei den Hausherren. „Die Mannschaft ist willig und hat große Lust auf den Gegner“, erklärt der Coach. Wie soll der erwünschte Heimsieg gelingen? „Wir werden versuchen, unser Spiel zu machen und dem Gegner alles abfordern. Vom Kader her sind wir in einer guten Besetzung und wollen auch den Dreier zu Hause behalten“, um dem Abstiegskampf schon in Kürze Lebewohl zu sagen. Nach dem niederschmetternden 0:5 gegen den SV Eintracht Jerxen/Orbke wären dies die ersten Zähler im neuen Fußball-Jahr. Was über allem steht: „Ich wünsche mir ein faires, spannendes Match.“

 

Kevin Bauer ist am Sonntag ab 15.00 Uhr mit der Spielleitung beauftragt.

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