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Ex-Profi Daniel Brinkmann im Verbal-Doppelpass

Die spielfreie Zeit bietet die Möglichkeit, einen lippischen Ex-Profi zum Gespräch zu bitten. Lest selbst.

„Ich wünschte, wir hätten die Tagesschau und sonst nichts“

Allgemein (hk). Beim Fußball-Oberligisten SC Wiedenbrück hat Daniel Brinkmann seit Anfang Januar dieses Jahres die Nachfolge als Coach von Björn Mehnert angetreten. Zusammen mit Oliver Zech und Dirk Flock trainiert er fortan den Regionalliga-Absteiger. In der lippischen Region ist Brinkmann kein Unbekannter, spielte er doch einst für den TuS Horn-Bad Meinberg, den TuS Eichholz/Remmighausen und den SV Diestelbruch/Mosebeck zu Jugendzeiten, ehe es ihn nach Paderborn weiterzog, um dort eine Profi-Karriere zu starten.Im Lippe-Kick-Gespräch äußert sich der A-Lizenz-Inhaber, wie er seine Zeit inmitten vom Corona-Virus verbringt, wie er die Perspektiven seiner Ex-Vereine bewertet. Er äußert sich zudem zum lippischen Fußball im Interview mit Lippe-Kick-Reporter Henning Klefisch.

 

Dieses Interview wird präsentiert von:

 

Lippe-Kick: Hallo Daniel, zunächst einmal recht herzlichen Dank, dass wir mit Dir ein Interview führen dürfen. Derzeit grassiert weltweit die Coronavirus-Thematik. Deine Meinung dazu?

 

Daniel Brinkmann: „Für mich ist es schwer zu beurteilen, da ich weder die medizinische noch die politische Lage sachlich beurteilen kann. Fakt ist, dass wir uns in einem absoluten Ausnahmezustand befinden. Die Folgen sind für uns, glaube ich, noch gar nicht sichtbar. Unabhängig von den Fakten über diesen Virus, finde ich es unfassbar, wie schnell sich Nachrichten über die verschiedenen Medien verbreiten und die Leute verunsichern. Ich wünschte, wir hätten die Tagesschau am Abend und sonst nichts.“

 

Lippe-Kick: Was hat sich für Dich und Deine Familie durch das Corona-Virus verändert?

 

Brinkmann: „Wir bestreiten unser Leben gerade komplett in Haus und Garten. Es ist irgendwie auch schön, so viel Zeit mit der Familie verbringen zu können. Trotzdem denke ich oft an die Menschen in den Städten. Die können sich nicht einfach mal in den Garten setzen oder mit ihren Kindern eine Runde Fußball spielen und grillen.“

 

Lippe-Kick: Eine Prognose zu stellen, ist für viele schwer. Was denkst Du persönlich darüber, wann wieder der Alltag einkehrt?

Brinkmann: „Die Frage übersteigt eindeutig meine Vorstellungskraft und meine Kompetenz.“

 

Lippe-Kick: Du kommst aus dem Profifußball. Dort herrscht derzeit die pure Unruhe, da es um den Verlust von hohen Einnahmen geht. Wie bewertest Du diese Situation?

Brinkmann: „Sicherlich geht es im Fußball um viel Geld und viel Prestige, trotzdem sollte der Fußball sich nicht wichtiger nehmen als er ist. Der Fußball beziehungsweise die Vereine haben dieselben Probleme wie jedes andere Unternehmen auch.“

 

Lippe-Kick: Hast Du Kontakt zu Deinen Ex-Vereinen, Ex-Mitspielern, um Dich über die aktuelle Lage mit Ihnen auszutauschen?

Brinkmann: „Nein, ich nutze die Zeit, um etwas vom Smartphone wegzukommen. Gelegentlich mal Instagram und Familienchat reicht auch mal.“

 

Lippe-Kick: Zum Sportlichen: Gib bitte eine Einschätzung zu den sportlichen Perspektiven Deiner Ex-Vereine ab. Schaffen Arminia und Cottbus den Aufstieg, Augsburg und Paderborn den Klassenerhalt? Wenn ja, warum?

Brinkmann: „Bei Arminia bin ich fest davon überzeugt, dass sie aufsteigen. Das könnte wahrscheinlich nur eine Verletzung von Klos verhindern. Ansonsten sind sie sehr konstant und spielen einen klaren Ball. Cottbus kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Allerdings muss man sagen, dass sie von der ganzen Struktur des Vereins mindestens in die dritte Liga gehören. Augsburg hatte ein sehr schweres Startprogramm. Sie werden sich hoffentlich fangen und nächstes Jahr in die zehnte Bundesliga-Saison gehen. Bei Paderborn glaube ich nicht an den Klassenerhalt. Ich bin aber überzeugt davon, dass der Verein weiter ruhig und besonnen arbeiten wird und einen guten Fußball zeigt.“

 

Lippe-Kick: Ein kurzer Blick auf den lippischen Fußball. Welchen Teams traust Du künftig zu, eine prägende Rolle auch überkreislich zu spielen?

Brinkmann: „Da muss ich leider sagen, dass ich da keinen Verein sehe. Es müsste sich schon ein großes Unternehmen oder ein privater Gönner an einen Verein binden und diesen über Jahre pushen. Ansonsten wird es sehr schwer, dauerhaft auch mal mehr als Bezirksliga oder Landesliga zu spielen.“

 

Lippe-Kick: Falls die Saison irgendwann weitergeht: Wer steigt aus den A-Ligen in den Bezirksfußball auf?

 

Brinkmann: „Jerxen-Orbke spielt den mit Abstand besten Fußball. Ob sie gegenüber Lügde und Blomberg aber auch die Konstanz haben, wird sich zeigen. Sie haben einfach eine sehr junge Truppe.“

 

Lippe-Kick: Ich wünsche Dir trotz allem eine gute Zeit und stehe für Rückfragen gerne zur Verfügung.

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