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Kreisliga A Detmold

FC Fortuna Schlangen – Sportliche Themen treten in das Abseits

Diese Idee besitzt durchaus Potenzial. Fortuna Schlangen-Betreuer Jens Riepenhausen erklärt, wie es zukünftig laufen könnte – nach der Corona-Krise.

 

„Der Fußball wird sich erstmal nicht erholen“

 

Kreisliga A Detmold (hk). Immer, wenn ich vom Wohnort Paderborn in Richtung des geliebten Lipperlandes fahre, besitzt Schlangen den Status eines Sehnsuchtsortes für mich. Der Heimatort vom hiesigen FC Fortuna ist nämlich der erste lippische Fleck, der mir auf meiner Reise gen meiner Heimat begegnet. Nicht nur atmosphärisch, auch fußballerisch wurde es einem meistens warm ums Herz, denn die Schlänger verkörperten jahrelang eine etablierte Spitzenmannschaft in der A Detmold. In dieser Serie ist der personelle Aderlass wohl zu gewaltig, um an frühere Leistungen anknüpfen zu können. Für den FC-Betreuer Jens Riepenhausen ist jedoch vor allem die Corona-Problematik ein diskussionswürdiges Thema.

 

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Von Henning Klefisch

 

Jens Riepenhausen

Der derzeitige neunte Tabellenplatz mit bescheidenen 22 Punkten aus 17 Partien kann nicht der Anspruch der stolzen Fortunen sein. Nach der schwachen Hinserie und der lang dauernden Winterpause ist endlich wieder so etwas wie Normalität eingekehrt, waren die Trainingsleistungen ordentlich, multiplizierte sich die Zuversicht, dass die richtigen Lehren gezogen wurden. „Mit dem Ziel, mit einem Neuanfang mit jüngeren und erfahrenen Spielern eine ordentliche Rückrunde zu spielen“, erklärt FC-Betreuer Jens Riepenhausen dazu im Lippe-Kick-Gespräch. Der Ursprungsplan, der plötzlich durchkreuzt wurde: Der „engagierte Trainerstab“ um Chefcoach Eugen Kubi zusammen mit seinem Assistenztrainer Viktor Wiegel sollte bis zum Saisonende arbeiten, ehe Sascha Weber und Kai David den Staffelstab übernehmen. Der Startschuss in das neue Fußball-Jahr funzte mehr als ordentlich. In einer spektakulären Partie wurde zwar zum Wiederauftakt mit 3:4 gegen den TuS Horn-Bad Meinberg verloren, allerdings folgten zwei Zu-Null-Siege mit dem 3:0 beim Post TSV Detmold II und dem 4 : 0 über die SG Brakelsiek/Wöbbel.

 

Individuelle Fitness erlangen

 

Die Umsetzung der guten Vorsätze für das neue Jahr wurden jäh durch den fortschreitenden Corona-Virus unterbrochen. Nach einem Beschluss der Bundesregierung hat am Freitag, dem 13. März 2020, der FLVW-Kreis Detmold sämtliche Amateur-Spiele vorläufig bis zum 19. April 2020 abgesagt. Fortan war ausschließlich das individuelle Training befohlen, um die nötige körperliche Fitness zu erlangen. Für Riepenhausen sind die Schutzmaßnahmen nachvollziehbar: „Das ist auch die richtige Entscheidung gewesen, um sich selbst und seine Mitmenschen zu schützen. Deswegen war die Entscheidung der Bundesregierung mit der Ausgangssperre nur eine Frage der Zeit gewesen. Dies ist auch nach einer kurzen Zeit eingetreten. So ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass der Virus demnächst eingedämmt wird. Und demnächst ebenso wieder mit der Mannschaft zu trainieren, aber dies ist leider noch nicht absehbar, wann es sein soll.“ Daher liefert er folgende Verhaltens-Tipps: „Bis dahin sollten wir die Regeln einhalten und sozialen Kontakt vermeiden.“ Logisch ist auch: Die Kicker aus den ersten beiden Seniorenteams erlangen eigenständig die nötige Fitness, haben sie allerdings die große Sehnsucht, möglichst bald wieder auf dem Spielfeld zu stehen, ist das Fußkribbeln klar erkennbar.

 

Riepenhausen‘ s Ratschläge für die Jugend

 

Auch einige Fortuna-Jugendteams sind mit Trainingsplänen ausgestattet worden, verfolgen zahlreiche FC-Youngster doch hohe Ziele in der laufenden Meisterschaft. Riepenhausen rechnet damit, dass von den Mini-Kickern bis zur D-Jugend bis zum Saisonende wohl keine Pflichtspiele mehr anstehen und empfiehlt: „Im oberen Bereich von der C – A-Jugend sollte die Hinrundentabelle gewertet werden.“ Dann sollte das Führungstrio in einer Relegations-Competition den Meister ausspielen. Dieser würde dann im Juni oder Juli an der Aufstiegsrunde teilnehmen, während die anderen Mannschaften sich in Pflichtfreundschaftsbegegnungen duellieren. Riepenhausen erklärt: „Dies wäre von mir ein Vorschlag, aber man muss schauen, wie sich der Kreis beziehungsweise der DFB entscheidet. Es kann auch das schlechte Szenario eintreten, dass im Jugendbereich alles annulliert wird“, so seine Bewertung der Sachlage.

 

Riepenhausen hofft auf faire Spiele

 

Als deutlich wichtiger erachtet Riepenhausen die Fortführung der Serie im Seniorenbetrieb, „hängt dort viel mehr davon ab als im Jugendbereich“, betont er. Aus sportlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten hofft er sogar, dass ein Serienende auf dem Platz ausgetragen wird, selbstverständlich zu einem späteren Zeitpunkt. Dadurch, dass Großveranstaltungen wie Olympia und die Fußball-Europameisterschaft 2020 um ein Jahr nach hinten verschoben wurden, herrscht hier eine größere Flexibilität, wenn bis dahin das Virus hoffentlich eingedämmt ist. Riepenhausen wirft ein: „Das einzige Problem an der Sache ist, dass die Sommerferien einen Strich durch die Rechnung machen können“, gibt es wohl auch hier eine praktikable Möglichkeit. Wenn es gesundheitlich möglich ist, sollte wieder gespielt werden, am besten vor oder während der Sommerferien. „Dann könnte die neue Serie im Herbst beginnen“, so der Vorschlag vom Ur-Fortunen, der weiterhin im Blick hat: „Danach in zwei Gruppen die Rückrunde spielen. Das heißt, die ersten sieben, acht Teams würden dann um die Meisterschaft spielen und der Rest um den Klassenerhalt. Die Punkte aus der Vorrunde würde man dann mit in die Rückrunde nehmen, gegen die Mannschaft, gegen die man in der Rückrunde duelliert. Da ist dann jedes Spiel ein wichtiges Spiel. Da zählt dann jeder Punkt.“ Dieses Modul ähnelt in Ansätzen dem der belgischen Liga, gibt es dort das spannende Play-Off-Modell. Riepenhausen bewertet die Umsetzung dieses Vorschlags als sinnvoll, würde somit die Serie ein wenig verkürzt, hätte für die Spielzeit 2021/22 einen normalen Ablauf zur Folge. Letztlich müssen die Entscheidungsträger die Köpfe rauchen lassen, werden die Diskussionen wahrscheinlich leidenschaftlich geführt, kann es doch nicht jedem gerecht gemacht werden. Für Jens Riepenhausen genießt die Menschlichkeit eine hohe Bedeutung, appelliert er auch an die Vernunft: „Und nach der jetzigen Krise, sollte man danach fair miteinander umgehen und sich sportlich duellieren. Der Beste an dem Tag soll gewinnen und danach respektvoll sich vom Spiel verabschieden. Es sollen allgemein faire Spiele werden.“ Er malt bereits ein Schreckensszenario an die Wand: „Ich denke, der Fußball wird sich nach dieser Krise erstmal nicht so erholen, aber sollte das Beste daraus machen.“

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