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Kreisliga A Lemgo

TSV Oerlinghausen II – Rüter würde keinen absteigen lassen

TSV-Coach Jan Rüter zeigt wenig Verständnis für die sogenannten Hamsterkäufe und meint: „Es gibt halt immer solche, die sich nicht an Regeln halten.“

 

Rüter: „Keiner will so eine Entscheidung treffen“

Kreisliga A Lemgo (ab). Jan Rüter greift für die Amateurligen die Idee auf, die auch für die Profiligen die Runde macht: Kein Team absteigen zu lassen und dafür die Ligen mit Aufsteigern zu vergrößern. Ob das umsetzbar ist, darüber muss sich der TSV-Coach keine Gedanken machen. Zum Glück, wie er selbst sagt.

 

 

Jan Rüter selbst geht es gut und auch in seinem persönlichen Umfeld sind „alle gesund.“ Der Speditionskaufmann hat auch den Kontakt mit seinen LKW-Fahren auf „ein Minimum“ beschränkt.

Jan Rüter

„Man hält halt Abstand“, folgt er damit der Regelung der Bundesregierung. „Die Maßnahmen finde ich richtig“, so Rüter. Kein Verständnis hat er für die, die Lebensmittel hamstern: „Selbst bei einer Ausgangssperre würde sich nichts daran ändern, dass man einkaufen gehen darf. Die Lebensmittelversorgung wird nicht eingestellt. Das würde die ganze Situation nur noch verschlimmern.“ Es gebe aber „immer solche, die sich nicht an Regeln halten.“

 

„So schnell wird einem nicht langweilig“

Er selbst gehört aber nicht dazu. Auch den Kontakt zu seinen Eltern hat er eingestellt. Nicht etwa aus Angst, sich anzustecken sondern „aus Vorsorge, dass ich sie nicht unwissentlich anstecke. Ich will das Virus nicht übertragen, falls ich es in mir tragen sollte.“ Langweilig wird Rüter in diesen Tagen nicht: „Ich bin erstmal froh, dass ich noch arbeiten gehen darf und kann. Und dann leben wir ja zum Glück in einer Zeit, wo das Handy allgegenwärtig ist. Da wird einem nicht so schnell langweilig.“ Zudem hat er sich den Football Manager installiert und dort eine Karriere mit Arminia Bielefeld gestartet. „Ich bin gleich in der ersten Saison aufgestiegen.“ Wenn das mal kein gutes Omen ist.

 

„Jeder ist für sich selbst verantwortlich“

„Bis mindestens Ostern müssen wir diese Lage noch aushalten“, schätzt der Coach. Mit seinem Team hat Rüter noch an dem Donnerstag-Abend, an dem der FuL-Kreis Bielefeld alles abgesagt hat, reagiert: „Da haben wir schon damit gerechnet, dass auch bei uns alles abgesagt wird. Bei der ganzen Angelegenheit geht es aber weniger um uns Sportler. Wir sind alle fit genug.“ Dennoch fehlt der Fußball. Seinen Spielern hat Rüter keinen Plan mitgegeben: „Das hätte ich zwar machen können, aber es hätten sich eh nicht alle daran gehalten. Es hält sich jeder individuell fit. Jeder hat sein Leben, jeder muss jetzt für sich damit klarkommen, jeder ist für sich selbst verantwortlich.“

 

„Irgendeinen wird es treffen“

Dass es bisher noch keine komplette Absage der Saison gegeben hat liegt laut Rüter daran, dass „keiner die Entscheidung treffen will. Da müssen so viele Punkte berücksichtigt werden. Ich bin froh, das nicht entscheiden zu müssen.“ Rüter befürchtet, dass es „schwierig wird, die Saison bis Juni zu Ende zu spielen. Man sollte da auch kein Risiko eingehen. Klar wollen alle lieber heute als morgen wieder spielen.“ Aber egal, welche Entscheidung dann getroffen werden sollte: „Es wird immer einen geben, dem das nicht gefällt. Einen wird es treffen. Es wird so oder so Diskussionen geben.“ Eine Idee wäre, „keinen absteigen zu lassen“ und die Ligen zu vergrößern. Dann müsse man aber überlegen, „bis in welche Ligastufe das möglich ist.“

 

 

Rüter sieht keine Vereine gefährdet

Vermutlich würde Jan Rüter über diese Szenarien und Möglichkeiten aber „ganz anders denken, wenn wir oben mitspielen oder unten drinstecken würden. So ehrlich muss ich da sein. Für uns geht es ja im Grunde um nichts mehr.“ Dass ein lippischer Verein durch diese Krise in Existenzangst ausbricht, glaubt und hofft Rüter indes nicht: „Ich hoffe nicht, dass sich irgendein Verein allein auf die Zuschauereinnahmen ausrichtet. Davon können die meisten eh nur den Schiedsrichter bezahlen.“

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