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Platzcheck

Platzcheck – TSG Holzhausen/Sylbach

Hepa, schaut euch mal die wunderbare Anlage von der TSG Holzhausen/Sylbach etwas genauer an. Platzwart Andreas Kosche nimmt euch mit auf die Reise an die Eichenallee. Ein Klick könnte Glücksgefühle bescheren.

 

Platzcheck (hk). In drei Jahren feiert das Sporthaus an der Eichenallee in Holzhausen den runden 70. Geburtstag. Die Sportanlage mit der einzigartigen und stimmungsvollen Tribüne, ist 1953 erbaut worden. Für Fußball-Nostalgiker ist ein Besuch der Heimstätte der TSG Holzhausen/Sylbach ein Must-Have, denn dieses Schmuckstück verbindet brückenartig die Historie mit der Moderne. Platzwart Andreas Kosche, der mit ganz viel Herz diese Aufgabe ausfüllt, schwärmt nämlich: „Das Flutlicht ist ein Vorzeigeprojekt. Es ist ein LED-Flutlicht. Wir sind der einzige Verein in Lippe, der so etwas hat. Das Licht kann man schalten. Eine super Sparmaßnahme, umweltschonend“, ist letzteres in diesen Hoch-Zeiten vom Umweltschutz außerordentlich wichtig. Eine Herzensangelegenheit ist es für Kosche, dass auch der Parkplatz, auf den rund 35 Autos passen, eine neue LED-Beleuchtung erhalten hat. „Das sorgt für mehr Sicherheit in den dunklen Monaten”, betont der Fachmann. Gewiss ist es auch kultig, sich vor dem Spiel das stets beliebte Bratwürstchen mit Pommes Frites einzuverleiben, um dann an der Bierbude, von Obmann Michael „Benno“ Wehmeier betrieben, ein kühles Blondes zu vernaschen. Dies findet alles auf der Tribüne statt, die mit den Buden 24 Meter lang ist, ohne 16. Wenn es in der Halbzeitpause noch etwas mehr sein soll, bietet das vielversprechende Catering Süßigkeiten in allen Variationen und zum Wachwerden nach einer müden ersten Halbzeit einen Kaffee an. Andreas Kosche kam vor gut zwei Jahren durch eine Ausschreibung an den Job als Platzwart bei der TSG Holzhausen/Sylbach, die von vier Seniorenteams und acht Jugendteams repräsentiert wird. Da ist es kein Wunder, dass neben dem Rasenplatz auch noch ein Kunstrasenspielfeld zur Verfügung steht. Der Sportplatz ist in Holzhausen sehr zentral gelegen, direkt an der Hauptstraße, von außen exzellent einsehbar, was auch seinen Grund hat, wie der ausgebildete Handwerker gegenüber Lippe-Kick verrät: „Das habe ich schön freigeschnitten. Wenn die Leute vorbeikommen, sollen und können sie etwas sehen.“ In Holzhausen und Sylbach wird zusammengehalten, man ist stolz auf seinen Verein, ist die schicke Tribüne meist mit 200 und mehr Zuschauern sehr gut gefüllt. Insbesondere in den Derbys gegen Grastrup/Retzen, TSV Schötmar und Lockhausen schwappt die Stimmung über, bringen doch auch die Gäste-Teams einige Anhänger auf die kurze Reise mit. Andreas Kosche hebt vor allem positiv hervor: „Seit den zwei Jahren, wo ich dabei bin, ist immer viel Ruhe, kein Theater, es geht friedlich zur Sache.“ So etwas ist auch in der heutigen Zeit im Amateurfußball beileibe nicht normal. Er fühlt sich pudelwohl bei der TSG, lobt er diese doch fast schon überschwänglich: „Der Verein legt ein tolles Engagement an den Tag, das ist vorbildlich. Vom Präsidenten bis zur Putzfrau. Alle halten zusammen.“ Seit Mai 2018 ist Kosche nun verantwortlicher Hausmeister bei der TSG Holzhausen/Sylbach. Der passionierte VfL Bochum-Anhänger freut sich im Lippe-Kick-Gespräch: „Ich wurde echt gut aufgenommen.“ Voller Begeisterung stellt er fest: „Was die Trainer auch für die Kids veranstalten, ob einen Fackelumzug, auch die Sponsoren wie der Markant-Markt Jascha Hoffmann unterstützen den hiesigen Fußball hervorragend. Das ist alles vorbildlich.” Die Stadt Bad Salzuflen hegt und pflegt die Anlage, was sich auch anhand der Kabinen und den sanitären Anlagen ablesen lässt, die 2016 – neben der angrenzenden Turnhalle – komplett saniert wurden, nun hübsch anzusehen und gepflegt sind. „Es wurde sehr viel investiert. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Salzuflen funktioniert hervorragend, besser geht es nicht. Kompliment”, so der Platzwart aus Leidenschaft. Jede Kabine verfügt über eigene sanitäre Anlagen. Auch der Schiedsrichter darf sich über eine separate Kabine freuen, die mit Dusche, WC und einem Laptop ausgestattet ist. Wenn man den Weg von der Kabine an der meist gut gefüllten Tribüne vorbei raus auf den Sportplatz beschreitet, blickt man auf der gegenüberliegenden Seite auf die Gästeanhängerschaft. Holzhausen/Sylbach präsentiert sich gastfreundlich, stellt dem Besuch portable Bänke zur Verfügung, die meist der gegnerische Obmann quer über den Platz schleppt. Ehrensache, dass er diese nach dem Spiel auch wieder akkurat aufräumt. Wie sieht denn die konkrete Aufgabenliste vom 48-Jährigen aus, der zuvor als Tischler gearbeitet hat? „Ich muss den Sportplatz, die Kabinen sauber halten, bin für die Schließanlagen verantwortlich und für einen gesicherten Ablauf.“ Ein besonderes Highlight ist der Rasenmäher, der BigMow. Einzig bei den Kanten und in der Nähe der Spuranlage muss er aktiv werden. Der sympathische Kosche bekommt große Augen, wenn er über diesen Rasenroboter spricht: „Er mäht selbstständig und sehr sauber.“ Auch andere Dinge werden jedoch vereinfacht. So gibt es etwa hinter den Toren ein System, wodurch automatisch die Netze hoch gehängt werden. Man spürt es: Andreas Kosche fehlt es in Holzhausen/Sylbach an nichts.

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