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Platzcheck

Platzcheck – TuS Bexterhagen

Der Platzwart aus Leidenschaft, Karl-Heinz Dodt, stellt sein Paradies, die Sportanlage am Alten Postweg, im Platzcheck bei Lippe-Kick vor.

 

 

Platzcheck (hk). Exakt vier Jahrzehnte ist der Sportplatz am Alten Postweg alt, zog der ruhmreiche TuS Bexterhagen einst von der Waldstraße in Wülfer-Bexten an die Hauptstraße vom kleinen 900 Einwohner-Ort. An dieser rund zwei Hektar großen Wirkungsstätte hat man sich noch weiter ausgebreitet, denn ab dem Jahr 2019 kam ein Kunstrasenplatz hinzu, der allerdings nur für Spiele der jüngeren Jugendteams und für Übungseinheiten zur Verfügung steht. Der Rasenplatz mit den Maßen 105 mal 70 Meter gehört optisch und inhaltlich zur Creme de la Creme in den lippischen Gefilden. Was macht diese Anlage so besonders? Platzwart Karl-Heinz Dodt findet darauf eine angemessene Antwort: „Sie wird von allen Mitgliedern anerkannt. Sie kommen und kümmern sich. Die Gemeinschaft macht die ganze Anlage aus. Es ist ein unglaublicher Zusammenhalt zu spüren, mit dem Gefühl: „Das ist unser Platz.“ Beispielhaft, dass selbst beim Abschlusstraining am Donnerstag der Platz gut gefüllt ist, klönen die Vereinsmitglieder bei einem Bierchen, fachsimpeln über das Weltgeschehen, noch mehr über die Dorfneuigkeiten, am meisten über den geliebten TuS Bexterhagen. Meist stehen sie auf Seite der Hauptseite, unmittelbar am Vereinsheim und dem Kabinentrakt, ist ein Teil davon überdacht.

 

Unabhängiger Sachverständiger vom Bexterhäger Platz begeistert

 

Bis zu 1000 Zuschauer finden auf der Anlage Platz. Unmittelbar vor dem Vereinsheim bieten sich Sitzoptionen, dazu sind rund um den Platz sechs feststehende Bänke verteilt, auf die, je nach Breite und Größe der Besucher, bis zu fünf Leute gleichzeitig entspannen können. Der Verein stellt allerdings ebenso die Option, Partybänke aufzustellen, falls verlangt. Wann wird es besonders voll? Dodt, Vater vom Vereinsboss Thorsten, und mit acht Jahrzehnten auf dem Buckel ein Grandseigneur, wie er aus dem Lehrbuch steht, weiß aus Erfahrungswerten: „In den Spielen gegen Leopoldshöhe, Bad Salzuflen, Werl-Aspe, Asemissen, Lipperreihe, Oerlinghausen, Holzhausen/Sylbach, Ahmsen, Lockhausen, auch gegen Lemgo, wird es richtig voll. Wir haben speziell bei diesen Heimspielen bis zu 300 Zuschauer auf dem Platz“, ist das für die Kreisliga wahrlich eine stolze Zahl. Damit die Spielfläche auch tatsächlich zum sauberen Kick einlädt, ist die Gemeinde in Zusammenarbeit mit Platzwart Karl-Heinz Dodt fleißig. Der Bexterhäger erklärt zu den Pflegemaßnahmen im Lippe-Kick-Gespräch: „Der Platz wird immer gestriegelt. Die Gemeinde fährt mit einem Trecker mit Haken über den Platz, um Moos und alte Brocken, trockene Erde, vom Platz zu entfernen.“ Die Greenkeeper der „Reds“ machen regelmäßig Jagd auf Maulwurfshügel, die bei Nichtbeseitigung zu gefährlichen Verletzungen führen können. In der Spielzeit wird der Naturrasenplatz zwei-, dreimal pro Woche mit einem Mulcher, einer Art Rasenmäher, der gleichzeitig das Mähgut zerkleinert, bearbeitet. Dodt betont: „Er hat 135 Zentimeter Schnittbreite.“ Damit der Platz nicht nur gut aussieht, sondern auch gesund ist, wird regelmäßig ein unabhängiger Sachverständiger von der Gemeinde beauftragt, um das Geläuf etwas genauer zu inspizieren. „Er checkt sogar Bundesligaplätze, nimmt bei uns Bodenproben. Wir haben den besten Rasenwuchs und die beste Rasennarbe in der gesamten Region. Er meint, der Platz wird sehr gut gepflegt“, stellt Karl-Heinz Dodt nicht ohne Stolz in seiner Stimme fest.

 

„Für die Kreisliga A ist das alles gut!“

 

Auch die Kabinen überzeugen mit ihrer Größe und guten Ausstattung, wurden sie doch erst vor fünf Jahren komplett renoviert. Sanitäre Anlagen sind jedem Kabinenbereich einzeln zuzuordnen, verfügt der TuS Bexterhagen über drei dieser Art, je eine für Heim- und Gastmannschaft und natürlich hat auch das Schiedsrichterteam ein eigenes Reich. Damit die vielen Zuschauer auch tatsächlich diese Begegnungsstätte mit sportlichem Mehrwert erreichen, stehen Parkplätze zur Verfügung, auf denen bis zu 350 Autos parken können. Wichtig für die Gaumenfreunde: Es muss keiner hungern oder dursten. Im liebevoll eingerichteten und großzügig ausgerichteten Vereinsheim befindet sich eine separate Küche, können dort auch Feiern stattfinden. Im großen Thekenbereich werden bei Heimspielen auch Getränke ausgegeben. Neben diversen Kaltgetränken und einem „gezapften Bier“, wie Dodt Senior stolz verkündet, werden auch Tee und Kaffee angeboten. Kulinarisch gibt es die Sportplatz-Klassiker wie Brat- und Currywurst, Pommes, Kuchen und Süßigkeiten. Was könnte besser sein? Dies fragt Lippe-Kick den sympathischen wie wortgewandten Routinier. Dieser hegt diesbezüglich keinerlei Ambitionen, sagt nur in sich ruhend: „Für die Kreisliga A ist das alles gut“, ist er also wunschlos glücklich.

 

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