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Kreisliga B2 Lemgo

TBV Lemgo III – Trainer-Team hört am Saisonende auf

Den Aufsteiger führte er zusammen mit Sebastian Klaas in sichere Tabellengefilde der B2 Lemgo. Nach dieser Saison ist Feierabend für Serkan Köse, wie er gegenüber Lippe-Kick mitgeteilt hat.

„Konnte die konsequente Verbindlichkeit nicht mehr einhalten.“

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Nach zweieinhalbjähriger Trainertätigkeit beim TBV Lemgo III endet für Serkan Köse diese Zeit am Saisonende. Entscheidend ist für die Beendigung die Durchsetzung der Prioritätenliste, denn fortan möchte der 35-Jährige seine familiären und beruflichen Verpflichtungen in den Fokus rücken. So ganz aus der Welt ist er allerdings nicht, will er weiterhin beim Training vorbeischauen, auch mittrainieren. Er geht mit einem weinenden Auge, wenn er gegenüber Lippe-Kick klarstellt: „Wir bedanken uns ausdrücklich für die schöne und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

Von Henning Klefisch

 

 

Serkan Köse

Serkan Köse ist ein vielbeschäftigter junger Mann. Er ist Vater von einer vierjährigen Tochter und eines fünf Monate alten Sohnes. Dazu ist er bei der Sparkasse Lemgo in wichtiger Position beschäftigt, in der Regional-Leitung aktiv, verantwortet die Filialen in dem Bereich Bad Salzuflen unter dem Chef Marko König. Viele Abendtermine bestimmen seinen Berufsalltag. Sonst ist er auch oft erst um 19.00 Uhr zu Hause. Für Köse gilt die Devise, dass er voll dabei sein möchte, verdeutlicht er im Lippe-Kick-Gespräch: „Ich wollte einen Schlussstrich ziehen. Wenn ich nicht 100 Prozent meine Kraft dafür habe, möchte ich es nicht machen. Ich will es nur ganz oder gar nicht machen.“ Bereits in der Winterpause hat er diese schwerwiegende Entscheidung getroffen, diese dann auch gegenüber dem Vorstand so kommuniziert. „Sie finden es zwar schade, können es aber komplett nachvollziehen“, erzählt Köse von den Gesprächen. Die aktuelle Corona-Pause, die dadurch frei werdenden Sonntage, die er vollständig mit der Familie planen, dann verbringen kann, haben ihn in seiner Entscheidung noch einmal bestätigt. Während der Spielzeit ist es der Fall gewesen, dass er bereits beim Frühstück mit Abmeldungen konfrontiert wurde, mit Fragen nach den Trikots oder anderen organisatorischen Angelegenheiten. Es ist gar nicht einmal das Trainingspensum gewesen, trainierte die dritte Mannschaft doch nur einmal pro Woche – am Mittwochabend. „Es ist die konsequente Verbindlichkeit, die ich nicht mehr einhalten konnte und wollte“, erklärt der Familienvater, der dies mit seinem Privatleben nicht mehr vereinbaren konnte.

 

„Man verbindet Freunde, Hobby und sportlichen Ehrgeiz!“

 

Natürlich stellt sich automatisch die Frage, ob nicht auch Sebastian Klaas, mit dem er das Traineramt seit Sommer 2017 zusammen bekleidet hat, es eigenständig fortführen möchte. Schnell wurde dieser Gedanke allerdings verworfen, denn Klaas, der wegen Schichtarbeit unregelmäßig  nicht verfügbar ist, möchte sich künftig nur noch auf seine Aufgabe als Spieler konzentrieren. So hat er eine Woche Früh- die andere Woche Spätschicht. Keine einfache Situation, um neben dem Job zu coachen. Nicht nur die Arbeit auf dem Platz nahm Zeit in Anspruch. Es war auch die Finanzierung der Mannschaft, das Dealen von Trainingsmöglichkeiten in der Winterpause. Serkan Köse sagt im Lippe-Kick-Gespräch dazu etwa: „Wir haben uns selbst finanziert, Sponsoren und Werbung selbst besorgt. In der Winterpause waren wir wöchentlich in der Soccer-Halle. Die Spieler mussten dafür keinen Cent dazu bezahlen. Vielen Dank an die Sponsoren. Da steckt viel Zeit und Arbeit dahinter. Das ist unser Herzensprojekt“, sind zuletzt etwa mit Kenan Sayan und Andreas Hildebrandt zwei vielversprechende Neuzugänge präsentiert worden. Es war eine Art „Baby“ von Köse und Klaas, das nun selbstständig weiterlaufen muss. Der Wunsch der beiden Mannschafts-Architekten ist klar: Die Idealvorstellung wäre es, dass einer aus dem Mannschaftskreis das Coaching übernimmt. Bisher waren die Gespräche noch erfolglos. Dass es auch künftig kein Selbstläufer wird, das befürchtet Serkan Köse, der gegenüber Lippe-Kick mit Blick Richtung Vereinsführung berichtet: „Es wird schwierig, einen Nachfolger zu finden. Mit dieser Mannschaft verbindet man Freunde, Hobby und sportlichen Ehrgeiz. Da den richtigen Mann zu finden, das muss man abwarten. Das macht nicht jeder.“ Denn: „Das ist nur eine dritte Mannschaft. Wir appellieren an die Mannschaft, dass sich vielleicht ein Spielertrainer findet“, wäre dies wohl eine annehmbare wie attraktive Option, um die Zukunft der TBV-Dritten zu sichern.

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