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Fanstory

Fanstory – TuS WE Lügde

Seit drei Jahren unterstützt Saskia Trinks die Westfälische Eiche aus Lügde, dies sehr leidenschaftlich. Ihre Geschichte erzählt sie nun bei Lippe-Kick.

 

Fußball als Therapiemaßnahme

Fanstory (hk). Fußball ist ihr Leben. Grün-weiß und blau-gelb schlägt ihr Herz. Das sind die Lieblingsfarben von Saskia Trinks, die den SV Werder Bremen und den TuS WE Lügde unterstützt. Der Hintergrund: Vor mittlerweile sechs Jahren ist die 30-Jährige von Bremen nach Lügde gezogen, hat nun den abstiegsbedrohten Bundesligisten, aber auch den aufstiegsinteressierten A-Ligisten fest in ihrem Herzen verankert. In der Lippe-Kick-Fanstory erklärt die vierfache Mutter: „Mein Herz schlägt seit Jahren für Werder Bremen. Somit ist das Interesse am Fußball da, seit ich denken kann.“ Ab dem Jahr 2017 zählt sie sich als Anhängerin der Westfälischen Eiche aus Lügde, ist sie mit ihren Kindern doch allzu häufig im Emmerauenpark spazieren gewesen. So auch bei einem Match der Osterräderstädter. Schnell hat sie ihr Herz ein weiteres Mal verloren, begründet Trinks bei Lippe-Kick: „Ich fand die Spielweise und das Zusammenspiel unheimlich packend und daher bin ich dann immer hingegangen.“

 

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Von Henning Klefisch

 

Für Trinks ist das Fandasein zugleich auch eine Therapiemöglichkeit. Seit knapp einem Jahrzehnt ist sie von einer Sozialphobie betroffen, bedeutet: Sie meidet jegliche Menschenansammlungen, baut selten eine engere Beziehung zu anderen Menschen auf. Selbst ist die Frau, veranschaulicht sie im Lippe-Kick-Gespräch: „Das wollte ich ändern und so setzte ich mir selbst das Ziel, jeden Sonntag zum Fußball zu gehen, um diese Phobie in den Griff zu kriegen.“ Lippe-Kick findet: Das ist eine aktive und selbstständige Bewältigung dieser Phobie, die den Erfolg bringen könnte. Wenn Saskia Trinks an Lügde denkt, dann wird ihr warm ums Herz. Insbesondere die Kreispokal-Partien aus der Vorsaison haben es ihr so richtig angetan. Im Halbfinale gab es am 1. Mai 2019 vor einer bemerkenswerten dreistelligen Kulisse einen 5:3-Erfolg nach Elfmeterschießen gegen den SV Diestelbruch/Mosebeck. Im Endspiel am 29. Mai war man in Oesterholz dem Bezirksliga-Veteran Post TSV Detmold erst nach Verlängerung mit 4:5 unterlegen. Als „besonders emotional“ charakterisiert Trinks die Aufstiegsspiele Anfang Juni. Nach einem respektablen 1:1 in Schlangen verloren die Südostlipper mit 1:2 gegen die SG Hiddesen/Heidenoldendorf. Für die Vierfach-Mutter waren diese Partien „besonders emotional“, hat es ihr vor allem das hart umkämpfte Remis am Rennekamp angetan. „Ich war vom damaligen Trainer Uwe Hohnhold sehr fasziniert“, verrät sie im Lippe-Kick-Gespräch. Nicht nur diese letztlich missglückten Aufstiegsspiele haben einen Platz in ihrem Herzen eingenommen. Ebenso die Reise in den Handball-Tempel nach Lemgo, wo stets zum Jahres-Auftakt die lippischen Hallenmeisterschaften stattfinden, ist für sie „immer ein Highlight. Man freut sich auf bekannte Gesichter, nette Gespräche und spannende Spiele“, so ihre Begründung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trinks setzt die richtigen Prioritäten

 

Wie gestaltet sich der Ablauf für Saskia Trinks an einem Match-Day? „Ein Spieltag läuft bei mir meist gleich ab. Ich mache mich zu einem Hörbuch fertig, ziehe meine Kinder an und dann geht’s los zum Platz“, auf die Emmerkampfbahn oder eben auch zu einem Auswärts-Kick. Sie offenbart gegenüber Lippe-Kick, dass ihre Familie sich davon genervt fühlt, dass Trinks selbst die Testspiele der Eichen vor Ort beobachten möchte, gibt es allerdings Ausnahmen: Spiele unter der Woche sind tabu. Immerhin sind zwei ihrer Kinder bereits schulpflichtig, müssen abends im Bett liegen. Und: Wenn ein Familienmitglied gesundheitlich angeschlagen ist, wird ebenso dem Spiel ferngeblieben. Ansonsten ist sie allerdings Feuer und Flamme für ihre Blau-Gelben: „Hier ein “Hallo”, da ein Gespräch und sobald meine Mannschaft den Rasen betritt, bin ich voll in meinem Element.“ Mit einem selbstgemachten Armband und ihrem von der Mannschaft geschenkten TuS WE Lügde-Schal supported sie ihren Verein, geht die Liebe sogar bis unter die Haut, ziert seit Februar 2020 schließlich ein TuS WE Lügde-Tattoo ihren Körper. Sie dokumentiert, was typisch ist: „Spezielle Rituale sind bei mir, dass ich mit dem Lied “Kreisliga-Legenden” im Ohr Richtung Spiel aufbreche. An meinem linken Handgelenk trage ich stets ein selbstgemachtes Armband, welches ich anziehe, sobald das Spiel angepfiffen wird.“ Zudem werden vor dem Anpfiff mit den Spielervätern Gespräche über die anstehende Begegnung geführt. Wichtig ist für Saskia Trinks die Selbstdisziplin, verhält sie sich seriös: „Da ich meist meine Familie dabei habe, trinke ich keinen Alkohol oder nehme an Partys nach den Spielen teil.“

 

„Wessel gibt der Mannschaft Sicherheit“

 

In der WE-Fanszene fühlt sich Trinks extrem gut aufgehoben, gelten die Lügde-Fans doch als treu und leidenschaftlich. Man kennt und schätzt sich, wenn man den aktuellen Tabellendritten der A Detmold zu den Spielen begleitet. Die 30-Jährige spricht von einem „Wir-Gefühl“, was vorherrscht. Zudem ist ein hohes Maß an Kreativität in der Fan-Szene auszumachen. Wenn bedeutende Partien anstehen, werden aufwendige Choreografien entworfen, zudem wird der Verein deutlich vernehmbar bestärkt. Die diesjährige Hallenserie beim LZ-Cup war nicht nach ihrem Geschmack, musste Lügde doch hier ein vorzeitiges Ausscheiden verkraften. Der dritte Rang in der Serie mit Blickrichtung nach oben stellt sie allerdings „zufrieden.“ In den kälteren Jahreszeiten ist der Naturrasen in Lügde mehr Fluch als Segen, fielen bereits vor der unberechenbaren Corona-Krise einige TuS-Spiele aus. Im Vergleich zum Primus SV Eintracht Jerxen/Orbke haben die Schützlinge von Coach Andreas Hoffmann vier Begegnungen mehr in der Hinterhand. „Außerdem bin ich sehr froh, dass wir unseren Torwart Felix Wessel zurückhaben“, ist der Sympathikus doch dank seiner verbindlichen Art und seiner vorbildlichen Leistungsfähigkeit ein Fanliebling bei der Westfälischen Eiche. „Die Mannschaft kennt ihn, er kennt die Mannschaft. Das ist ein wunderbares Zusammenspiel. Ich denke, er gibt der Mannschaft Sicherheit.“ An diesen Worten lässt sich leicht erkennen: Saskia Trinks ist regelrecht angetan vom Rückkehrer vom FC Rot-Weiß Kirchlengern. Die große Hoffnung gibt die fußballvernarrte Frau aber nicht auf: „Ich hoffe, dass es bald weitergeht.“

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