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Kreisliga C1 Lemgo

TuS Almena – Abwehrstark in neuer Umgebung

Man darf sich durchaus auf die Schulter klopfen rund um den Sportplatz Bükerfeld mit der wunderschönen Tribüne. Man ist weiterhin autonom und konkurrenzfähig.

 

 

 

Heimstark und stolz

 

Kreisliga C1 Lemgo (hk). Beim TuS Almena überwiegt eindeutig das Positive. Neben der SG Kalldorf ist der B-Liga-Absteiger der einzige Verein aus dem Extertal und Kalletal, der weiterhin komplett eigenständig ist, unter dem gleichen Namen auch so spielt. Schon jetzt ist klar, dass sie das auch in der kommenden Spielzeit in der C1 Lemgo machen werden. Obwohl die Mannschaft von Coach Alexander Hoffmann mit nur elf kassierten Gegentoren die mit Abstand beste Defensive der gesamten Spielklasse stellt, fährt der Aufstiegs-Express ohne den populären Verein aus dem rund 1300 Einwohner-Dorf, der nahe der Grenze nach Niedersachsen beheimatet ist.

 

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Von Henning Klefisch

 

Die Einstimmung auf die neue Serie verlief stimmungsfördernd. Gegen Hoffmanns Ex-Verein, den RSV Schwelentrup, wurde mit 1:2 verloren. Siege gab es mit dem 3:2 über den TuS Ahmsen II und dem 2:0 über den SV Goldbeck. Die Herausforderung, vor der der TuS Almena im Sommer 2019 stand: „Der Verein musste viele Abgänge verkraften, ein neues Team musste geformt werden aus Neuzugängen und teilweise inaktiven Spielern.“ Überrascht zeigt sich Hoffmann keinesfalls, dass von zehn Begegnungen bereits vier nicht gewonnen wurden: „Dass es solche und solche Spiele in der Saison geben wird, war allen im Verein klar. Deswegen gab und gibt es auch in der aktuellen Saison keine Vorgabe des Vereins.“ Anders gestaltet sich die Situation für die Mannschaft und die Trainer: „Wir als Team haben jedoch ein Ziel, das wir verfolgen und es auch egal, wie es jetzt kommt in der Saison, auch erreichen werden.“ Picobello liest sich die Heim-Statistik mit blitzsauberen fünf Siegen aus fünf Partien. In der Fremde war Almena eher wie ein zahnloser Stubentiger unterwegs, gab es hier nur jeweils einen Sieg und ein Remis, dafür aber drei Pleiten. Worauf der Tabellenvierte stolz sein darf: „Unser Prunkstück in dieser Saison ist, wie man es auch in der Tabelle sehen kann, die Defensive.“ Eine nachvollziehbare Erklärung: „Da wir ja alle wissen, dass die Defensive in der Offensive anfängt, will ich hier natürlich erwähnen, dass das ganze Team dazu beiträgt, dass wir hinten stabil stehen.“

 

 

Vorfreude auf Extertal-Derby

 

Wie versucht der TuS Almena trotz der unberechenbaren wie unabsehbaren Corona-Krise seine normale Fitness zu verteidigen? „Zurzeit halten wir uns mit Laufeinheiten fit“, erklärt Alexander Hoffmann (Bild links) und führt weiter aus: „Der Vorstand und ich haben ein sogenanntes Kopfgeld ausgesetzt für die drei Besten, nur gibt es bei uns kein Geld, sondern Bier und Schnaps oder Gutscheine zum Essen gehen.“ Der „Bulle“ Hoffmann frohlockt, dass schon vier, fünf Neuverpflichtungen in trockenen Tüchern sind, die Bekanntmachung von diesen Neuen aber erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt. Er liefert einen dezenten Hinweis im Lippe-Kick-Gespräch: „Ich kann aber sagen, dass alle schon einmal für Almena gespielt haben.“ Denn: „Wer weiß, wie die Ziele in der nächsten Saison aussehen, denn dann gehen wir in unser 100-jähriges Vereinsjubiläum.“ Fast schon staatsmännische Worte wählt der Ex-Coach vom TSV Kirchheide II und vom RSV Schwelentrup, sind diese aber auch mit viel Wahrheitsgehalt versehen: „Wir sind alle stolz, ein Teil der Geschichte zu sein. In heutigen Zeiten ist es nicht selbstverständlich, dass ein Dorf so lange eigenständig bleibt. Da gibt es auch andere Beispiele im Extertal. An dieser Stelle wünschen wir vom TuS Almena dem neugegründeten Verein SC Extertal (Bild rechts) viel Erfolg! Wir freuen uns schon auf das erste Derby.“

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