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Kreisliga B1 Lemgo

Bollwerk-Report – Kreisliga B1 Lemgo

Die Defensive ist Trumpf, das gilt zumindest in der Kreisliga B1 Lemgo. Die ersten drei Teams der Tabellen stellen auch die besten Abwehrreihen.

 

Ziereis: „Das sind zehn Gegentore zu viel“

Kreisliga B1 Lemgo (ab). Aus einer gesicherten Defensive ansehnlich nach vorne spielen, das zeigen die Teams an der Tabellenspitze in schöner Regelmäßigkeit. Allen voran das Führungsduo Kirchheide (16 Gegentore) und Bega/Humfeld (17 Gegentore). Mit etwas Abstand folgt die SG Extertal/Laßbruch/Silixen, die mit 27 Gegentreffern die drittbeste Defensive der Liga stellt. Um auch den Abwehrrecken mal eine Bühne zu bieten, haben wir den Bollwerk-Report ins Leben gerufen. Hier ist die B1 Lemgo-Variante.

 

Dieser Bericht wird Ihnen präsentiert von:

 

 

TSV Kirchheide, 18 Spiele, 16 Gegentore

Nicht einmal ein Gegentor pro Spiel kassierte der Absteiger in dieser Spielzeit. Mit ein Grund, weshalb man ganz vorne mitspielen konnte. Noch-Coach Andre Plaß (Bild links) erklärt: „Mit Rapier, Ellermeier, Robin Winter und Hermsmeier haben wir schon sehr gute Abwehrspieler in unseren Reihen. In der Vorbereitung zum Saisonstart beorderte ich dazu Phillip Winter in die IV-Position. Eigentlich auf der Sechs zu Hause, nahm er die Position voll an und gewinnt nahezu alle Zweikämpfe. Dazu kommt sein gutes Spielverständnis und enorme Ballsicherheit. Mit Siebert gesellt sich noch einer der besten Hüter mit dazu. Mit seiner Ruhe und seinen guten Reflexen gibt er der Mannschaft die enorme Sicherheit. Ich muss aber auch die loben, die bisher in der Verteidigung ausgeholfen haben, wie z.B. Thomas Dick, Berger, Jannik und Niko von Heiden. Auch, wenn da mal der ein oder andere Augenroller kam, haben alle ihre Aufgaben bravourös gemeistert.“

 

 

SG Bega/Humfeld, 14 Spiele, 17 Gegentore

Für SG-Coach Michael Krügel (Bild rechts oben) war bei seinem Amtsantritt im Sommer 2018 klar, dass besonders an der Defensive gefeilt werden muss. Stand jetzt mit großem Erfolg, stellt man doch die zweitbeste Defensive. Im Tor hat der Coach ein wahres Luxus-Problem, verfügt über gleich drei Klasse-Torhüter. So hat im Spiel gegen Kalldorf der nominelle dritte Mann und Hüter der zweiten Mannschaft, Oleg Klassen (Bild links), ein tolles Spiel gezeigt und dazu beigetragen, den Sieg zu holen. Aber auch die anderen beiden Keeper Nils Freitag und Björn Topp mussten äußerst selten hinter sich greifen, kassierten gerade in den Spitzenspielen kaum bis gar keine Gegentore. „Jeder hat seine Vorteile. Nils gibt die Kommandos und hat ein gutes Stellungsspiel. Björn ist ein cleverer Torwart, spielt schon seit zig Jahren im Tor, ist stark auf der Linie und im Eins-gegen-Eins. Sie ergänzen sich. Und dahinter habe ich sogar noch einen starken dritten Torwart.“ Auch in der Abwehrreihe kann Krügel auf gutes Personal zurückgreifen. Die etatmäßigen Innenverteidiger sind Matthias Soltau (Bild rechts unten), Ömer Sansar und Marvin Dubbert. Letzterer ist „im besten Alter, spielt abgeklärt und führt die Mannschaft.“ Soltau hingegen gehört zu den jüngeren Spielern im Kader, ist Jahrgang 1998. „Er hat eine bärenstarke Technik, könnte aber noch etwas trainingsfleißiger sein“, meint Krügel. Der erfahrene Sansar hat ebenfalls „seine Vorteile“, der Coach erinnert sich an eine starke Klärungsaktion im Spiel gegen Barntrup II, der einzigen Partie in diesem Jahr. Das große Plus der SG: „Wir haben in den Spitzenspielen nur zwei Gegentore kassiert.“ Aber: „Neun oder zehn Gegentore haben wir innerhalb des Sechzehners bekommen, da müssen wir noch enger am Mann stehen“, sieht der Coach hier Nachholbedarf. Nicht zu vergessen sind die Außenverteidiger und Sechser: „Nils Kuhlemann hat sich zu Saisonbeginn in die Mannschaft gespielt als Rechtsverteidiger, Fabian Heuer hat auf der linken Seite ein sehr gutes Stellungsspiel.“ Ein großes Lob bekommt auch Nico Czepan, der im Sommer 2018 aus Sonneborn kam: „Er kann überall spielen, außer im Tor vielleicht, dafür ist er ein bisschen zu klein. Aber Nico kann ich als Innenverteidiger, Außenverteidiger oder Sechser aufstellen. Er hat sich gemacht, läuft viele Bälle ab und erkennt die Situationen richtig gut.“ Das Kreispokal-Spiel gegen Lipperreihe ist Krügel da im Gedächtnis geblieben, als Czepan links und Jan Woznikowski auf rechts ein überragendes Spiel gezeigt und das A-Liga-Spitzenteam ausgeschaltet haben. Apropos überragend: „Was die Jungs gegen Kalldorf gezeigt haben, war schon richtig gut gegen Spiele wie Schneider, Mattern oder Körnig“, meint Krügel nicht ohne Stolz. Luft nach oben sieht er aber dennoch: „Gerade, wenn wir jetzt aufsteigen sollten, geht es in der A-Liga anders zur Sache. Da müssen wir dran arbeiten.“

 

 

SG Extertal/Laßbruch/Silixen, 18 Spiele, 27 Gegentore

Mit 27 Gegentreffern hat die SG die drittbeste Defensive. „Aber das sind mindestens zehn zu viel“, meint Coach Christian Ziereis (Bild links). „Gerade ich als ehemaliger Defensiv-Spieler habe natürlich größere Ansprüche.“ Dennoch sieht Ziereis auch die positiven Dinge: „Trotz alldem entwickeln sich alle Spieler im defensiven Bereich immer weiter und wie wir ja alle wissen, fängt die Abwehrarbeit vorne an. Wir haben eine junge Truppe, gerade auch in der Defensive, und ich denke, da passt die Mischung der Spieler ganz gut mit Oguzhan Cevik und Robin Dreier in der IV, die alles mitbringen, was ein Abwehrspieler haben muss, es aber noch nicht immer auf den Platz bringen können. Oguz, der viel spricht und sehr zweikampfstark ist, aber manchmal überdreht. Robin, der mehr sprechen muss, auch zweikampfstark ist, beidfüßig ist, aber manchmal mehr aufdrehen muss. Aber zusammen ergänzen sie sich schon ganz gut.“

Einen, den Ziereis außerdem noch hervorheben muss, ist Felix Koch (Bild rechts), der eine „sehr gute Entwicklung macht mit seinen 22 Jahren. Er ist fast überall einsetzbar.“ Eine starke Defensivleistung hat die SG im Spiel gegen Kirchheide am 1. März gezeigt, als man dem TSV die erste und einzige Saisonniederlage zufügte. „Da haben wir defensiv hervorragend gespielt“, lobt der Coach. „Unvergesslich“ war diese Saison allerdings noch nichts. Aber: „Es waren schon gute Paraden dabei im Spiel gegen Bega/Humfeld. Trotz Niederlage war Marco Urban überragend.“

Verbesserungspotenzial sieht Ziereis überall, „aber gerade auf der Torwart-Position musste ich wegen Arbeit, Verletzungen und Urlaub viel wechseln und das müssen wir in den Griff bekommen. Es ist schwer, sich als Abwehrspieler öfter auf einen anderen Torwart einzustellen. Und wenn das klappt, machen wir alle weniger Fehler und bekommen weniger Gegentore. Hört sich einfach an, ist aber so.“ Und auch, wenn nur einige Namen gefallen sind, hätte der Coach „noch mehr Spieler nennen können, weil alle hart arbeiten und was beitragen zum Erfolg.“

 

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