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Platzcheck

Platzcheck – Nalhof & Bösingfeld

Weiter geht unsere Reise durch das Lipperland im Extertal. Wir stellen euch die Plätze in Nalhof und Bösingfeld, deren Geschichte und einen Kampf gegen Maulwürfe vor.

 

Fußball in der lippischen Idylle

Platzcheck (ab). Im traumhaft gelegenen Extertal gibt es einige Sportplätze, die eine interessante Geschichte haben. Ab der kommenden Saison wird der neu gegründete SC Extertal seine Spiele unter anderem auf den Sportplätzen Nalhof und Bösingfeld austragen. Patrick Dreier stellt uns die Plätze vor.

 

 

Seit 1948 existiert der Sportplatz in Nalhof bereits. Seit der Gründung 1993 hat der FC Oberes Extertal dort seine Heimspiele ausgetragen. Ab kommenden Sommer wir der SC Extertal dort spielen. „Eine idyllische Anlage dieser Sportplatz, doch gab es dort immer wieder Besucher, die keinen Eintritt zahlen wollten“, weiß Patrick Dreier zu berichten. „Mal waren es die Kühe von der Nachbarwiese, mal die Wildschweine aus dem Wald.“ Doch als ziemlich lästig und beharrlich erwies sich der Besuch aus der Erde. Mit dem Maulwurf hatte man jahrelang zu kämpfen, ehe Sascha Höltke auf die Idee kam, das Projekt „Rollrasen mit Maulwurfgitter“ ins Leben zu rufen. „Die Idee war, den alten Rasen abzutragen, ein Maulwurffestes Gitter zu verlegen und dort den Rollrasen drauf zu entfalten.“ 2013 wurde dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt. Rückblickend „eine der besten Entscheidungen, die man treffen konnte.“ Und eine, die „nur mit viel Hilfe der Vereinsmitglieder in ehrenamtlicher Arbeit gestemmt werden konnte. Darauf darf man stolz sein“, findet Dreier.

 

Der „neue“ Platz sorgt für begeisterte Gesichter

Eingeweiht wurde der „neue“ Platz mit der erstmaligen Austragung des SoccerSummerCup (SSC). „80 Jugendmannschaften kamen an diesem Wochenende nach Nalhof und man sah nur begeisterte Blicke in den Gesichtern der Kinder. Man hatte in Nalhof einen Top-Platz geschaffen.“ Für die Zuschauer stehen am Spielfeldrand schöne, große, robuste Bänke zum Hinsetzen, sowie auch eine Bande zum Anlehnen zur Verfügung. „Auf Höhe der Mittellinie befinden sich die Bereiche der Teams, wo ein überdachter Sitzbereich zur Verfügung steht“, so Dreier. Das Sporthaus stellt zwei Kabinen mit einer großen Gemeinschaftsdusche sowie einen Schiriraum. „Nicht zu vergessen ist der Gemeinschaftsraum. Dort werden Besprechungen, Analysen, Erste-Hilfe-Kurse und vor allem Partys durchgeführt.“ Versorgt werden die Zuschauer am Platz mit Pommes und Bratwurst sowie alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken.

 

SCB und Fichte Bielefeld scheitern beinah in Nalhof

Gut gefüllt ist der Platz besonders dann, „wenn es gegen die Vereine aus der Umgebung geht. Dazu zählen Duelle gegen Alverdissen, Barntrup, Bega/Humfeld und natürlich Almena, die sich momentan leider eine Liga tiefer befinden und somit das „größte Derby“ zurzeit aussteht“, wartet Dreier auf die Rückkehr des TuS. Das bislang wohl größte Spiel der Geschichte sah der Platz in der Saison 2009/2010, als es der FC Oberes Extertal bis ins Finale des Lemgoer Kreispokals schaffte, dort gegen den SC Bad Salzuflen aber knapp im Elfmeterschießen den Kürzeren zog. Durch den Finaleinzug schaffte man es dennoch in den Westfalen-Pokal, wo man in der ersten Runde auf den VfB Fichte Bielefeld traf. Den damaligen Westfalen-Ligisten hatte man sogar am Rande einer Niederlage, doch erneut musste man im Elfmeter-Schießen die Segel streichen. Trotzdem ein großartiges Ereignis: „Der Platz war rappelvoll und die Stimmung war unbeschreiblich, da man den Favoriten bis ins Elfmeterschießen Zwang. Leider musste man sich dort 5:6 geschlagen geben. Es war trotzdem eine super Erfahrung“, erinnert sich Patrick Dreier.

 

Bösingfeld

Wenige Kilometer in südliche Richtung befindet sich am Schulzentrum Bösingfeld ein Ascheplatz, „worauf ausgewichen wird, sobald die Jahreszeit umschwingt. Auch bei schlechten Wetterbedingungen kann dort trainiert und gespielt werden, wo bei anderen Mannschaften das Training bzw. Spiel wahrscheinlich ausfällt“, so Dreier. Das Großfeld gibt es dort seit 1988, vorher war der Platz nur halb so groß und wurde von der Schule genutzt. Auch der Ascheplatz ist ganz gut ausgestattet: „Im dortigen Sporthaus befinden sich Toiletten, ein Grill- und Getränkestand sowie ein Besprechungsraum. Die Umkleidekabinen befinden sich in der Turnhalle des Schulzentrums. Der Platz wird regelmäßig mit einem Metallgitter abgezogen, damit der Platz schön eben ist und der Ball vernünftig laufen kann. Zuschauer finden rings herum Platz, um das Spiel zu verfolgen, natürlich mit Pommes oder Bratwurst und dem passendem Kaltgetränk.“ Doch natürlich belegt der Ascheplatz nur den zweiten Rang, „alle Spieler ziehen den Rasenplatz vor und hoffen darauf, dass der Platz bald ersetzt wird, durch zum Beispiel einen Kunstrasenplatz. Denn die offenen Knie und Hände haben alle satt.“

 

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