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Kreisliga A Detmold

Blomberger SV – „Die zweitbeste Mannschaft steigt nicht auf“

Es herrscht Unverständnis im Lager des Blomberger SV über den Nicht-Aufstieg, dennoch zeigt man sich diplomatisch und nimmt die Entscheidung so hin.

 

Statement vom Blomberger SV zur Aufstiegsentscheidung

Kreisliga A Detmold (ab). Ungeschlagen ist der Blomberger SV durch die vermutlich bald abgebrochene Saison marschiert. Im Kreispokal schaffte man es auch bis ins Finale. In der Liga siegte man bei Jerxen-Orbke. Dennoch steigt der BSV nicht auf. Lügde und Jerxen-Orbke spielen nächste Saison in der Bezirksliga, während „die zweitbeste Mannschaft“ der Liga in der A-Liga verweilt. Unverständlich für den Blomberger SV einerseits, man nimmt die Entscheidung aber so hin und greift nächste Saison neu an. Michele Caporale äußert sich bei Lippe-Kick zum Nicht-Aufstieg des Blomberger SV.

 

 

Zunächst einmal gibt sich „Capo“ sportlich und fair: „Wir möchten dem SV Jerxen-Orbke und dem TuS WE Lügde erstmal unsere Glückwünsche ausrichten. Beide Mannschaften haben in dieser Saison bewiesen, dass sie es verdient haben aufzusteigen, daher hat es nicht die falschen Mannschaften getroffen.“ Dennoch bleibt „natürlich ein sehr fader Beigeschmack bei der Aufstiegsregel, denn die zweitbeste Mannschaft steigt nicht auf“, hadert der Obmann. Denn: „Wir sind in der aktuellen Tabelle Zweiter, wir sind im Koeffizienten auf dem zweiten Platz und wenn es zwei Aufsteiger gibt, müssten wir dazugehören!“

 

„Um Hinrunde als Maßstab zu nehmen, muss die auch beendet sein“

Dass das nicht der Fall ist, liegt an der vom FLVW aufgestellten Aufstiegsregelung. Die besagt, dass der aktuelle Tabellenführer aufsteigt. Bei einer ungleichen Anzahl an ausgetragenen Spielen wird ein Quotient (Erzielte Punkte geteilt durch gespielte Spiele) berechnet. Der weist den TuS WE Lügde (2,769 Punkte) demnach als Tabellenführer knapp vor dem BSV (2,733) aus. Zudem darf der Hinrunden-Erste ebenfalls aufsteigen. Auch hier entscheidet der Quotient: Jerxen-Orbke (2,769) liegt hauchdünn vor Lügde (2,75) und Blomberg (2,667) und darf deshalb auch aufsteigen. Und genau das stößt auf Missmut im Lager des BSV: „Damit man eine Hinrundentabelle als Maßstab nimmt, muss eine Hinrunde auch beendet sein! In unserem Fall fehlen sogar noch die wichtigsten Partien, um eine aussagefähige Hinrundentabelle darzustellen.“ So hat Lügde beispielsweise weder gegen Blomberg noch gegen Jerxen-Orbke gespielt, dem BSV fehlt unter anderem noch das Spiel gegen Brakelsiek/Wöbbel, um zumindest auf die gleiche Anzahl an Spielen wie Jerxen-Orbke zu kommen.

 

Auch Kreisvorstand Dennebier kann nichts machen

Auch ein Gespräch mit Kreisvorstand Gottfried Dennebier (Bild rechts) verlief ergebnislos: „Er sagte, dass die Empfehlungen vom Verband alternativlos für ihn wären. Er kann für uns nichts machen, nachdem ich ihn gebeten habe, ein gutes Wort beim Verband für uns einzulegen, damit wir eventuell sogar drei Aufsteiger im Kreis Detmold haben.“ Dies müsse man nun „schweren Herzens so akzeptieren“ meint Caporale, „denn wir Vertrauen Gottfried Dennebier, wenn er sagt, dass es unmöglich ist, dass wir aufsteigen. Denn für ihn wäre es nur zum Vorteil, wenn er drei weitere Bezirksligisten vorweisen könnte.“

 

BSV braucht Zeit, „um die Saison zu verdauen“

So braucht der komplette Verein erst einmal Zeit, „um diese Saison zu verdauen, denn wir wollten unserem BSV zum 100-jährigen zwei Feiern ermöglichen (Aufstieg und Pokalsieg), dies können wir leider nicht mehr erreichen, daher ist diese Saison, obwohl ich unheimlich stolz auf dieses Team (inkl. Trainer, Betreuer) bin, eine komplette Niederlage.“ Wie sehr der Verein hinter der ersten Mannschaft steht, konnte man eindrucksvoll beim Auswärtsspiel in Jerxen-Orbke erleben: „Es kamen mehr BSV-„Fans“ dorthin, als zu einem Heimspiel. Die Stimmung war gut und dies beflügelte uns auch zu diesem 3:2-Sieg.“

 

 

Auch die ungeschlagene C-Jugend darf nicht rauf

Doch nicht nur die Senioren trifft es dieser Tage hart. Auch die C-Jugend, die in der Kreisliga A mit neun Punkten aus drei Spielen auf dem ersten Platz steht, darf ebenfalls nicht aufsteigen. „Hier muss sich jeder Verantwortliche im Jugendbereich hinterfragen, ob dies so korrekt ist“, meint Caporale. Die Entscheidung ist noch weniger nachvollziehbar: „Wir gewinnen gegen den Qualifikationsersten aus der Gruppe A und gegen den ersten aus der Gruppe B, dazu noch gegen die JSG Hiddesen-Heidenoldendorf und steigen trotzdem nicht auf.“ Unerklärlich für den Obmann: „Hier wird eine ganze Mannschaft bestraft, die die Qualifikationsrunde dafür genutzt hat, dass alle Spieler ihre Einsatzzeiten bekommen dürfen. In der Kreisliga A gab es dann eine klare Absprache, dass die besten Spieler mehr Einsatzzeiten bekommen. Die Folge, wir gewinnen alle Spiele gegen die vermeintlich besten Mannschaften und sind trotzdem nicht mit in der Verlosung.“

 

„Gibt keinen Grund, uns zu benachteiligen“

Die Erklärung liefert Caporale gleich mit: „Man ist raus, weil der Quotient aus der Qualifikation – die Qualifikation bestand aus zwei Gruppen, ein fairer Vergleich unmöglich – gepaart mit dem Quotienten aus der Kreisliga A gilt. Und da hat unsere Mannschaft ein Unentschieden zu viel.“ Stattdessen „freut“ sich die C-Jugend der JSG SF BHK/TuS Horn-Bad Meinberg über den Aufstieg. Den jungen Kickern des BSV war das „fast unmöglich zu erklären, da man doch nichts falsch gemacht hat! Das beste Team darf nicht aufsteigen.“ Aber auch in diesem Fall wird sich der BSV „nicht gegen die Entscheidung wehren, denn wenn wir hören, dass diese Empfehlung einzuhalten ist, dann müssen wir ihnen vertrauen. Dies tun wir zu 100%, denn wieso sollten wir benachteiligt werden, dafür gibt und gab es keinen Grund.“ So bleibt Michele Caporale abschließend nur noch, „allen alles Gute zu wünschen, in der Hoffnung, dass sich die Lage immer mehr entspannt und wir unser liebstes Hobby wieder genießen können.“

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