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Kreisliga A Lemgo

SC Bad Salzuflen – Einspruch gegen Aufstiegs-Regel

Der SC Bad Salzuflen wird Einspruch einlegen gegen die Aufstiegs-Regel. Man fühlt sich unfair behandelt, weil die Kreise die Regel unterschiedlich auslegen.

 

Biermann nicht einverstanden mit Aufstiegsregel

Kreisliga A Lemgo (ab). Der SC Bad Salzuflen ist aktueller Tabellenführer der Kreisliga A Lemgo. Dennoch wird man in der kommenden Saison nach jetzigem Stand nicht in der Bezirksliga antreten, sondern weiterhin A-Ligist bleiben. Anders als der TBV Lemgo und der TuS Lipperreihe, die vom Kreis Lemgo grünes Licht für die Bezirksliga bekommen haben. Der FLVW-Verbands-Ausschuss muss zwar noch zustimmen, doch das scheint nur noch Formsache zu sein, da am 9. Juni nur über den endgültigen Saisonabbruch abgestimmt wird. Der SC Bad Salzuflen wird die Entscheidung jedoch nicht einfach so hinnehmen, sondern Einspruch einlegen.

 

 

Nicht aber, weil man selbst „unbedingt in die Bezirksliga aufsteigen“ will, wie Coach Frank Biermann sagt, sondern „weil wir uns ungerecht behandelt fühlen.“ Er meint damit die nicht komplett einheitliche Regelauslegung in allen Kreisen. „Erst heißt es, der Erste und der Herbstmeister steigt auf.“

Frank Biermann

Das wäre in der Kreisliga A Lemgo in beiden Fällen der TBV Lemgo gewesen. Die Regel wurde modifiziert, da es zunächst hieß, das Torverhältnis würde bei Punktgleichheit entscheiden. Das wurde geändert, somit steigt auch der TuS Lipperreihe auf, der zur Winterpause punktgleich mit dem TBV Erster war. „Das kann nicht sein“, meint Biermann. „Wir haben Einspruch eingelegt. Das muss vernünftig und in allen Kreisen gleich gewertet werden“, findet der Coach und zieht einen Vergleich: „In Detmold ist Jerxen-Orbke nach aktueller Tabelle Dritter in der Quotientenwertung und darf aufsteigen. Wir sind auch Dritter und dürfen nicht aufsteigen.“ Aus der Kreisliga B Detmold gehen mit den SF Oesterholz-Kohlstädt auch der nach Quotienten-Regel drittplatzierte Verein mit rauf. Biermann kann auch nicht verstehen, dass in Detmold „die Hinrunde gewertet wird, obwohl die gar nicht zu Ende gespielt wurde.“

 

Biermann: „Ich kann das nicht nachvollziehen“

Auch mit einem Blick nach Bielefeld ist festzustellen, dass mit dem VfL Oldentrup, der Spvg Versmold und dem SV Heepen drei Teams aufsteigen werden, obwohl sowohl nach aktueller als auch nach Hinrunden-Tabelle Versmold in beiden Wertungen nach Anwendung der Quotienten-Regel vorne liegt. In Lemgo guckt mit dem SC Bad Salzuflen eines der drei dominierenden Teams der Saisons in die Röhre. „Ich kann das nicht nachvollziehen. Wir sind aktuell Erster. Wir haben zwar ein Spiel mehr als Lemgo und Lipperreihe, aber wir haben dieses eine Spiel auch gespielt und wir haben es gewonnen. Das kann man uns jetzt nicht einfach abziehen oder so tun, als hätten Lemgo und Lipperreihe ihre Nachholspiele automatisch schon gewonnen.“ Zudem hat auch das Rückspiel zwischen Bad Salzuflen und Lipperreihe nicht stattgefunden. „Im Endeffekt hat uns die bisherige Saison dann nichts gebracht. Wir fühlen uns verarscht“, gibt Biermann offen zu und fügt an: „Das ist nicht gerecht.“ Denkbar knapp liegt der SCB in der aktuellen Tabelle laut Quotienten-Regel hinter dem TuS Lipperreihe. 0,023 Punkte beträgt der Unterschied, ein Hauch von Nichts. Weit vor allen anderen Teams haben Bad Salzuflen, Lemgo und Lipperreihe der Liga ihren Stempel aufgedrückt.

 

 

„Alles ausschöpfen, was uns zur Verfügung steht“

Biermann kündigt an: „Wir werden alles ausschöpfen, was uns zur Verfügung steht“ und lässt offen, was man tun wird, wenn die Entscheidung so bestehen bleibt. Es geht ihm gar nicht mal darum, dass man nicht aufsteigt: „Lemgo und Lipperreihe können von mir aus gerne aufsteigen, da habe ich überhaupt nichts gegen. Wenn es in allen Kreisen vernünftig und gleich geregelt wird.“ Sein Vorschlag wäre ein ganz anderer gewesen: „Wir hätten das so machen sollen wie in Bayern. Wir wissen doch noch nicht mal, ob die neue Saison im September wieder anfangen kann. Also einfach jetzt die Saison so lange pausieren, wie es sein muss und dann im Herbst fortsetzen.“ Ohnehin wird der Spielplan in den nächsten Jahren vermutlich ans Kalenderjahr angepasst aufgrund der Winter-WM in Katar 2022. „Das wäre die optimale Gelegenheit gewesen, das jetzt schon zu machen“, so der Coach. Auch die Tatsache, dass die aktuelle Regel keine Absteiger vorsieht, beschäftigt Frank Biermann: „Da werden Teams, die gerade einmal zwei oder drei Punkte bisher geholt haben, für ihr Nicht-Können belohnt.“ Auch, die Saison „komplett zu annullieren“ wäre für Biermann eine bessere Lösung gewesen als die jetzige.

 

Noch kein Training möglich, Spielersuche gestaltet sich schwierig

An Training ist in Bad Salzuflen im Übrigen aktuell auch noch nicht zu denken, die Spieler halten sich individuell fit. „Die Plätze sind nicht freigegeben, ich verstehe das nicht, weil Training ja wieder erlaubt ist. Es wäre schön, mal wieder was am Ball machen zu können. Es gibt genug Trainingsformen, wo man den Abstand einhalten kann.“ Erschwert wird derzeit auch die Suche nach neuen Spielern:

Georgios Athanassiadis

„Wir wissen ja nicht, in welcher Liga wir spielen, viele Spieler machen das ja auch davon abhängig, ob sie zu einem kommen oder nicht. Derzeit kann ich ihnen dazu ja auch nichts sagen.“ Immerhin wird der aktuelle Kader wohl so zusammen bleiben, mit Ausnahme von Keeper Georgios Athanassiadis, der aufgrund eines Umzugs wohl nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

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