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Kreisliga A Lemgo

Platzcheck – Kampfbahn Lippe-Nord Hohenhausen

Niklas Schuhmacher ist Obmann der TSG Hohenhausen, langjähriger Spieler, auch die gute Seele der Kalletaler. Nach Rücksprache mit den beiden Platzwarten Hermann „Mister TSG“ Schröder und Rolf „Priester“ Stock stellt er die schöne Anlage vor.

 

 

Party-Atmosphäre in historischer Kulisse

Platzcheck (hk). Die Anlage wurde in der Spielzeit 1983/84 erbaut. Dafür haben damals viele helfende, ehrenamtliche Hände mitgewirkt. Eine neue Adresse darf sie ebenfalls ihr Eigen nennen. Seit März 2020 liegt die Kampfbahn Lippe-Nord am Heinrich-Johanning-Weg 1 in 32689 Kalletal. Fast schon skurril: „Die Anlage hatte vorher keine eigene Anschrift, deswegen haben wir vom erweiterten Vorstand die Umbenennung der Straße beantragt, damit auch sämtliche auswärtige Personen nun den Platz über das Navi finden können“, so ein jovialer Schuhmacher. Zum Hintergrund: Heinrich Johanning (1915-2003) war übrigens ein Sportfunktionär der TSG, der mehr als ein Vierteljahrhundert Vorsitzender des Vereins war.

 

 

Es besteht eine Heim- und eine Gästekabine im Hohenhausener-Sporthaus – ausgestattet mit Bänken, einer einladenden Garderobe und Tischen. Die Heimkabine ist deutlich größer als die Gästekabine und als L-Form aufgebaut. Durchaus besonders: Gemeinschaftsduschen sind angesagt. Eine tolle Perspektive: Das komplette Sporthaus, inklusive Kabinen, Duschen und Aufenthaltsräumen, soll in den kommenden Jahren saniert und überholt werden, um für eine bessere Wohlfühlatmosphäre in den heiligen Gemächern zu sorgen. Auch der Spielleiter darf über sein eigenes Reich herrschen, stehen ihm eine separate Kabine, ebenso eine Dusche, zur Verfügung. In diesem Domizil befindet sich zudem ein Computer, um tagesaktuelle Spielberichte anzufertigen.

 

 

Das kühle Blonde zwitschern

 

Wie viele Zuschauer bevölkern die Kampfbahn? Schuhmacher erklärt: „Das ist schwer zu sagen. Das Areal ist groß und konkrete Sitzplätzeaußer circa acht Bänke, verteilt vier auf der Heimseite und vier auf der Gästeseitegibt es nicht.“ Auf der Fläche vor dem Sporthaus sind noch einige Sitzgelegenheiten vorhanden. Stimmungsfördernd: „Dort sitzen die Mannschaften nach dem Training oder nach den Spielen und zwitschern gerne mal das ein oder andere kühle Blonde.“ Im Sporthaus, was gerne auch zu Feierlichkeiten diverser Art genutzt wird, finden bis zu 100 Personen Platz. Wenn die Feier als Freiluftveranstaltung ausgedehnt wird, vergrößert sich diese Anzahl erheblich. Ob Geburtstage, Polterabende, Silvester, Mannschafts- oder Weihnachtsfeiern, der Grund, um die schöne Lokalität aufzusuchen, ist von unterschiedlicher Natur. Nicht nur die Mitglieder können das Sporthaus mieten, auch Nichtvereinsmitglieder kommen in diesen Genuss.

 

 

 

 

„Die Arbeit kann man nie genug wertschätzen“

 

Schröder und Stock fühlen sich verantwortlich für die Platzpflege, sie kümmern sich um das vollständige Revier. Stock mäht den Rasen, sprengt den Rasen mit Wasser, dies mit ganz viel Herzblut. Den Wühlmäusen hat er mit einer großen Portion Engagement den Kampf angesagt, ist dies eine echte Competition für den fleißigen Platzwart. Schröder streut das Spielfeld ab, nicht mit der gewöhnlichen Kreide, sondern mit Farbe. Wenn es zu Reparaturmaßnahmen kommt, auch die Botanik gestutzt werden muss, legt er ebenfalls Hand an. Schuhmacher zeigt sich sehr dankbar, als er bei Lippe-Kick darlegt: „Wenn wir die beiden nicht hätten, dann würde der Platz und das Drumherum nicht so aussehen und gepflegt sein, wie es derzeit ist. Dafür ein kurzer Dank von mir, dem erweiterten Vorstand und des gesamten Vereins. Die Arbeit kann man nie genug wertschätzen.“

Rückläufige Zuschauerkulisse

 

Was wird für den Hunger zwischendurch angeboten? „Kurz BuB (Bier und Bratwurst). In der Vergangenheit haben wir bei Heimspielen unsere mobile Theke und den mobilen Grill aus dem Sporthaus auf die Fläche vor das Sporthaus gestellt. Ausgeschenkt wird frisches Veltins, seit Kurzem neuer Vertragspartner, vorher Herforder, und Bratwurst von der Schlachterei Holzhauer bei uns aus dem Ort.“ Ein echter Clou: „Neuerdings haben wir aber eine nagelneue Grillhütte gebaut. Dann muss die mobile Theke und der Grill nicht mehr jedes Mal aus dem
Sporthaus geschoben werden. Aus der Grillhütte werden ebenfalls Bratwurst und Veltins verkauft. Natürlich gibt es auch Softgetränke. An Hohenhausener-Heimspieltagen der Seniorenmannschaften der SG gibt es auch Kaffee und frischen, selbstgebackenen Kuchen und Torte im Sporthaus. Hierüber freuen sich auch viele junge und ältere Herren und Damen“, schmunzelt er. Dieses üppige gastronomische Angebot kann aber nicht verhindern, dass die Zuschauer weniger werden. „Wenn ich an meine Kindheit und Jugend, welche ja noch nicht so lange zurückliegt, zurückdenke, ist die Zuschauerzahl leider gegenüber „heute“ zurückgegangen. Im Schnitt würde ich zwischen 20 und 100 Zuschauern schwanken. Es kommt immer darauf an, welche Mannschaft der SG (1., 2. oder 3.) gerade spielt. Es ist auch verständlich, dass die erste Mannschaft mehr Zuschauer hat als die dritte. Obwohl die 2./3. auch oft viel zu bieten hat“, könnte dies mit mehr Besuchern allerdings besser honoriert werden.

 

Fehlende Kalletal-Kracher im Ligabetrieb

 

Wann wird es voll? „Am besten besucht ist der Sportplatz im Hochsommer zu Derbys oder attraktiven Spielen (zum Beispiel Gegner auf Augenhöhe). Dann würde ich sagen, dass wir die 100 Zuschauer, inklusive Gäste natürlich, locker knacken. Derbys sind aber generell besser besucht als „normale“ Spiele. Da freuen sich alle besonders drauf“, sind die Kalletal-Knaller wie gegen FC Unteres Kalletal, SG Kalldorf oder auch SG Lüdenhausen/Talle/Westorf zuletzt nicht mehr im Ligabetrieb möglich gewesen. Zumindest muss die Erstvertretung darauf in dieser Serie verzichten. Eindrucksvoll: „Besonders gut besucht ist die Anlage bei unseren legendären Saisonabschlüssen. Dort wird mit allen Spielern, Trainer, Mannschaften, Betreuern, allen Fans und Freunden und auch Gästemannschaften, Spielern, Fans, eine riesige Sause verlebt, die gerne auch mal über drei Tage gehen kann. So war es zumindest letztes Jahr beim Saisonabschluss“, war dieser im Hang-Over-Style für einige Feierbiester unvergesslich. „Dort gibt es dann „richtig einen an die Lippe“ mit Bier und Schnaps und es werden vorher mindestens 50 Kilogramm Schaschlik von unseren „Russen“ eingelegt. Die werden dann gegrillt und jeder, der möchte, darf Schaschlik essen. Ein Traum aller, sag ich nur“, bekommt Schuhmacher dabei feuchte Augen. Insgesamt ist dieser Komplex schön anzusehen, auch äußerst praktikabel. Kleines Manko: Die Flutlichter sind jedoch noch verbesserungswürdig.

 

Viele fleißige Helfer

 

Ausführlichster 80er Jahre-Style ist das Ambiente im Sporthaus, sollten hier Modernisierungsmaßnahmen Einzug halten. Ein externer Gutachter hat bereits ein Sanierungskonzept veranschlagt. Bis Ende 2020 könnte das Sporthaus dann auch energetisch und optisch einwandfrei fertiggestellt sein. „Hintergrund ist, dass wir seit Anfang 2019 Eigentümer des Sporthauses und der Sportanlagen sind und uns dementsprechend auch darum kümmern müssen“, so die Erklärung vom Obmann. Passioniert ist bereits gearbeitet worden, plaudert doch Niklas Schuhmacher aus dem Nähkästchen, wenn er sagt: „Die bereits oben erwähnte Grillhütte, inklusive Getränkeausschank, wurde Anfang dieses Jahres durch zahlreiche ehrenamtliche Helfer , aktive und passive Mitglieder, Spieler, Trainer, Betreuer, erweiterter Vorstand, errichtet. Ein neuer Grill gehört natürlich auch dazu. Vor Errichtung der Hütte wurde eine Fläche neu gepflastert, inklusive Abflüsse für die Hütte. Strom sind wir gerade noch dabei zu installieren.“ Es erhellt sich die Tendenz, dass die Kampfbahn Lippe-Nord zu einem echten Schmuckkästchen wird.

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