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Kreisliga A Detmold

TuS Horn-Bad Meinberg – „Kein Verein stirbt ohne Kunstrasen“

Obwohl der Ball nicht rollt, gibt es einige Dinge, die den TuS Horn-Bad Meinberg-Coach Sascha Möller bewegen. Guckt mal im Lippe-Kick-Insidereport, was er zu sagen hat.

 

 

„Das hat zahlreiche Vereine versaut“

 

Kreisliga A Detmold (hk). Die Bälle verharren in Tatenlosigkeit beim TuS Horn-Bad Meinberg. Man wartet beruhigt ab, was noch folgen wird. Coach Sascha Möller setzt keine Übungseinheiten an, macht seinen Spielern für die spielfreie Zeit auch keinerlei Vorgaben. Rund um die Kurstadt trifft man gewiss auch mal einen joggenden TuS-Zocker, werden diese Fitnesseinheiten schließlich im Individualbereich praktiziert. Möller äußert sich zur Kunstrasensituation in Horn-Bad Meinberg, zu möglichen Kaderveränderungen, glaubt nicht an eine reinigende Wirkung durch das schreckliche Corona-Virus, dessen Folgen noch längst nicht absehbar sind.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch

 

Lippe-Kick versucht zumindest, etwas tiefgründiger zu analysieren, vom ehemaligen Spieler der SG Hiddesen/Heidenoldendorf und Coach der Sportfreunde Oesterholz/Kohlstädt aufzugreifen, welche Erfahrungswerte der Fußball aus der Pandemie sammeln kann. Der 33-Jährige präsentiert sich eher unromantisch, antwortet mit ein wenig Kummer in seiner Stimme: „Ich denke wenig. Die Strukturen im Profibereich sind sehr festgefahren und es werden weiter ordentlich Gelder fließen.“ Er bekommt die Kurve auch Richtung lippische Gefilde: „Im Amateursport passiert da auch wenig. Man hört immer noch, dass selbst für die Kreisliga von Spielern große Summen gefordert werden oder ein Nebenjob organisiert werden soll. Das widert mich an und hat zahlreiche Vereine in den letzten Jahren leider versaut. Die Selbsteinschätzung stimmt bei vielen nicht, aber irgendwer scheint das ja immer zu zahlen.“ Tatsächlich ist es erstaunlich, dass einige Vereine oft auch gegenüber der Presse jammern, dass die Spieler vor allem von einer Geldgier getrieben werden. Bedenklich und ein merkwürdiges Phänomen: Auch weiterhin werden für Kreisliga-Kicker Gelder gezahlt, ist dies vielleicht auch ein Grund dafür, warum der eine oder andere Fußballer eine gewisse Arroganz demonstriert, wenn er für sein Hobby in der dritttiefsten deutschen Spielklasse sogar noch mit der schönen Marie entlohnt wird. Möller möchte keine verrückten Dinge im Personalsektor unternehmen, diese besorgniserregende Entwicklung damit nicht weiter befeuern. Folglich übt er sich in Bescheidenheit, was die Kaderplanung angeht. Er vertraut seinem Team, verdeutlicht gegenüber Lippe-Kick: „Wir haben einen guten und flexiblen Kader, wenn alle wieder an Bord sind. Nur um den Kader zu verbreitern, müssen wir nicht aktiv werden.“ Für ihn geht es mehr um eine Qualitätsanreicherung, fahndet er vielmehr nach potenziellen Stammkräften „und da gibt es nicht so viele Kandidaten bei unserer Qualität auf den meisten Positionen.“

 

Kein Verständnis für „Dramatik in der Thematik“

 

 

Dass die Stadt Horn-Bad Meinberg mit seinen vielen Fußballteams im Junioren- und Seniorenbereich zeitnah einen Kunstrasenplatz benötigt, ist verbrieft. Es tut sich etwas, das ist offensichtlich. Es muss geschaut werden, inwieweit die relevanten Fördertöpfe dafür angezapft werden können, doch als vorteilhaft könnte sich erweisen, dass ein Spieler vom TuS Horn-Bad Meinberg II extrem gut vernetzt ist, wie Möller via Lippe-Kick erfreut postuliert: „Unser Mitglied Patrick Pauleikhoff und seine CDU haben hier das

Patrick Pauleikhoff

Thema hervorragend nach vorne gebracht und ich bin vorsichtig optimistisch, dass sich eine echte Perspektive in dem Thema ergibt.“ Klar ist für ihn: „Kein Verein stirbt ohne Kunstrasen, aber die Investitionen in einen gepflegten Rasenplatz, auch seitens der Kommunen, sind teilweise wirklich erbärmlich geworden. Wer aber meint, er könne nur mit einem Kunstrasen überleben, hat eine sehr beschränkte Perspektive.“ Da wir derzeit in einer Epoche der Fusionen und Jugendspielgemeinschaften leben, tut sich hier eine Möglichkeit auf, unterschiedliche Sportplätze zu benutzen, somit für eine gewisse Schonung der Rasenflächen zu sorgen. Auch deshalb versteht er die „Dramatik in dieser Thematik nicht.“

 

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