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Kreisliga B2 Lemgo

TSG Holzhausen/Sylbach II – Ellerbrok im Interview

Der B2 Lemgo-Aufsteiger TSG Holzhausen/Sybach II wirft einen persönlichen Rückblick auf die bisherige Serie. Schaut euch mal an, was der Aufstiegstrainer Henri Ellerbrok zu sagen hat.

 

Rückblick Hinrunde 2019/20

 

Kreisliga B2 Lemgo. 23 Punkte und der elfte Platz. Das ist die Ausbeute unserer zweiten Mannschaft. Sicherlich ausbaufähig, aber im absoluten Soll als Aufsteiger des letzten Jahres. Eine Tendenz oder ein Resultat aus irgendwelchen Statistiken zu lesen, fällt jedoch schwer. Spielerisch ein Auf und Ab, wie bei einem EKG. Man holt Punkte bei Favoriten wie SV Wüsten (2:2) oder TuS RW Grastrup/Retzen (3:2), lässt dann aber, auf eine besonders bittere Art und Weise, Punkte beim Tabellenvorletzten Yunus Lemgo (3:3) liegen. Glücklicherweise kann man bereits jetzt schon sagen: Der Abstieg ist kein Thema mehr, weshalb das Saisonziel voraussichtlich erreicht werden wird.

 

Um jedoch ein paar Zahlen zum Kader der Hinrunde hervorzuholen, hat der Coach einmal seine Statistik-Keule geschwungen! Folgend also die Zahlen, Daten, Fakten der Hinrunde im Überblick!

 

• Meiste Einsätze nach Spielen: Marc „MHW“ Wöllner (17)
• Meiste Einsätze nach Zeit: Eduard Ritter (1403 Minuten)
• Die meisten Positionen: Nils Bolze (6)
• Die meisten gelben Karten: Andre Berkemann (5)
• Die meisten Tore: Alexander Möwe (7)
• Trainingsweltmeister: Nicolas „Uwe“ Mosig (ca. 80 Prozent)
• Die meisten Strafen: Sebastian „Deutschland“ Funke (7)
• Gelb-Rot in dieser Saison: Sebastian Ewers und Alexander Möwe
• Meiste Einwechslungen: Tobias „Mutti“ Kammel (6x)
• Meiste Auswechslungen: Marc „MHW“ Wöllner (6x)

 

Frag den Coach:

 

Hast du einen besonderen Moment der Hinrunde?

Da fallen mir sofort unsere Comeback-Qualitäten ein, die wir gegen Wüsten und Retzen gezeigt haben. Gegen Wüsten packt Tobias „Mutti“ Kammel drei Minuten vor Schluss einen richtigen Feuerball aus, der uns den Ausgleich rettet und gegen Retzen ist es Sebastian Ewers, der in letzter Minute noch den mehr als verdienten Siegtreffer erzielt und fast im Anschluss mit Gelb-Rot vom Platz geschickt wird.

 

Wie zufrieden bist du mit der Hinrunde?

Unter dem Strich bin ich zufrieden mit der Hinrunde. Hier und da haben wir sicherlich unnötig und leichtfertig Punkte abgegeben, auf der anderen Seite haben wir jedoch auch Punkte geholt, die vorher so nicht eingeplant waren. Was das spielerische Potenzial angeht, wäre sicherlich eine Platzierung im einstelligen Bereich wünschenswert gewesen, aber aufgrund der engen Tabelle ist dieses Ziel definitiv noch erreichbar und bekanntermaßen wird ja erst zum Schluss abgerechnet (Vorausgesetzt wir kriegen noch einmal die Möglichkeit zu spielen).

 

Gibt es für dich einen oder mehrere „Gewinner der Vorbereitung“?

In dieser Vorbereitung kann ich besonders Toni Scheffer hervorheben, der richtig Gas gegeben hat. Nachdem er in der Hinrunde noch nicht so zum Zug gekommen ist, wie erhofft, hat er seine Chance genutzt, einen riesigen Sprung nach vorne gemacht und hätte es mehr als verdient gehabt, nun auch auf seine Spielanteile zu kommen.
Darüber hinaus ist Alexander Möwe zum Ende der Vorbereitung richtig gut in Fahrt gekommen und hat auch seinen Torriecher wiedergefunden. „Xandi“ wird auch in der Rückrunde eine extrem wichtige Rolle als Pressing-Maschine einnehmen und dem Gegner im Spiel gegen den Ball permanent unter Druck setzen.

Rückrundenauftakt!

Seit dem 29.01 rollt nun wieder der Ball auf der Eichenkampfbahn. Ein 25 Mann großer Kader (inklusive Spieler der Dritten) trainieren gemeinsam für das neue selbsternannte Ziel: 40 Punkte! Die Motivation? Bier! Ganz simpel findet Coach Henri zu Beginn der Rückrunde die richtigen Worte, um die Jungs noch einmal heiß zu machen.
Super Vorbereitung, jedenfalls den Ergebnissen nach zu urteilen!

 

Wie auch zur Hinrunde, kommt man ungeschlagen durch die Vorbereitungsspiele. Es gab vier Spiele gegen B/C Ligisten. Sogar ein 5:1 gegen einen direkten Konkurrenten der Liga, den TuS Leopoldshöhe II. Am Ende eine Tordifferenz von 18:5 und ein großer Kader, der heiß auf den Rückrundenstart ist! Es bleibt abzuwarten, wann oder ob überhaupt noch einmal die Möglichkeit besteht, gemeinsam als Team in dieser Konstellation aufzulaufen. Es wäre ein unverdientes Ende für Coach Henri. Nach zwei erfolgreichen Jahren wird er zum Saisonende sein Amt als Trainer der zweiten Mannschaft niederlegen. Keinen richtigen Abschluss zu finden, wäre verdammt schade für alle Beteiligten.

 

Frag den Coach:

Wie zufrieden bist du mit der gesamten Vorbereitung?

 

Ich bin mit dieser Vorbereitung sehr zufrieden, da das Team super durchgezogen hat und sich auch bei den härteren Einheiten nicht geschont hat. Das Feuer und Engagement der Spieler motiviert einen als Trainer immer wieder abwechslungsreiche und anspruchsvolle Übungen vorzubereiten. Dementsprechend ist es natürlich umso bitterer, dass jetzt alles auf Eis liegt und wir nicht wissen, wann und ob überhaupt noch einmal in dieser Saison gespielt werden kann.

 

Was hat sich personell noch einmal zur Hinrunde verändert?

Patrick Bökehof tauscht den Platz im Sturm gegen Handschuhe ein und heizt so zusätzlich den Konkurrenzkampf auf der Torwart-Position an. Patrick hat seine ganze Jugend auf dieser Position gespielt und wusste während der Vorbereitung durchaus zu überzeugen. Zudem stoßen mit Manuel Hanke und Basti Bobe zwei Spieler mit viel Ehrgeiz und Erfahrung von der ersten Mannschaft zu uns. Ich bin mir sicher, dass beide uns mit ihren Fähigkeiten einen weiteren Schritt nach vorne bringen werden.

 

Möchtest du noch etwas hinzufügen?

Als allererstes möchte ich mich im Namen der Mannschaft bei Jascha Hofmann und dem Markant für den gesponserten Trikotsatz danken. Die neuen Gewänder sind einer Meister-Mannschaft mehr als würdig!
Darüber hinaus möchte  ich mich auf jeden Fall bei allen Vereinsmitgliedern für die bedingungslose Unterstützung, Sonntag für Sonntag bedanken. Mit diesem Support habt ihr sicherlich noch einmal eine Extra-Portion Motivation aus meinen Spielern herausgekitzelt und uns so zu den vergangenen Leistungen und Ergebnissen verholfen. Auch dem Verein möchte ich für die gute Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen danken.
Zusätzlich möchte ich mich natürlich bei meiner Mannschaft bedanken für alles, was wir gemeinsam erreicht haben und dass sie es so lange mit mir ausgehalten haben. Unabhängig von den Ergebnissen sind wir stets als Einheit aufgetreten, haben uns auf und neben dem Platz ständig unterstützt.
Zu guter Letzt möchte ich mich herzlich bei meinem Betreuer-Team bedanken. Ohne Rübe und Haka (und auch Ö in der Vor-Saison) wäre die Mannschaft nicht zu der gebotenen Leistung in der Lage gewesen. Nur durch euren unermüdlichen Einsatz – Trikots besorgen, Wasser tragen, Spielberichte ausfüllen, um nur ein paar Aufgaben aufzuzählen – habt ihr der Mannschaft, aber vor allem mir den Rücken frei gehalten. So konnte ich mich auf die sportlichen Dinge wie Aufstellung und Taktik konzentrieren. Das als Produkt dieses Teamworks am Ende der vergangenen Saison die Meisterschaft herausgesprungen ist, ist der absolute Wahnsinn und war keinesfalls selbstverständlich. Dieses besondere Ereignis, gleichbedeutend mit der besten Platzierung der zweiten Mannschaft in den vergangenen 20 Jahren werde ich für immer in Erinnerung bewahren.

 

 

Schlusswort/ Fazit „Ich“

 

Ich für meinen Teil möchte den Verein und diese Mannschaft einfach loben. Ich habe nach der Jugend den Spaß am Fußball verloren und ihn nach dem Wechsel zu diesem Team wiedergefunden. Die TSG II ist wie eine große Familie. Jeder hat irgendwie, irgendwo seine eigene Rolle. Es gibt keine einzelnen Gruppen innerhalb der Mannschaft, nur ein WIR. Ich würde niemanden aus diesem Team tauschen wollen. Ich glaube, das macht uns am meisten aus!

 

Es benötigt nicht viel Zeit, um sich hier wohlzufühlen. Das ist wohl auch der Vereinsführung zu verdanken, die ein einmaliges Vereinsleben pflegt und so der Kontakt zu den anderen Spielern und Mitglieder leicht fällt. Man sieht sich untereinander schon öfter als seine eigene Familie. Nicht selten 4-5-mal die Woche, auch ohne Training. Nicht selten sitzt man im Sommer beim Bierchen bis um 22.00 Uhr noch am Platz, trifft sich untereinander zum Bundesliga-Gucken oder geht gemeinsam Essen. Alles gemeinsam! Unabhängig, ob erste, zweite oder dritte Mannschaft angehörig. TSG Holzhausen/Sylbach ist das beste Beispiel für den Amateurfußball!

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