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Kreisliga A Detmold

FSV Pivitsheide – Wenig Druck, aber viel Jugendlichkeit

Eine neue Führung leitet die FSV Pivitsheide. Im Vorstand und auf sportlicher Ebene. Lippe-Kick wirft einen Blick in den Verein hinein.

 

Jugend als Zukunftsperspektive

 

Kreisliga A Detmold (hk). Mit neuem Personal an empfindlichen und entscheidenden Positionen geht die FSV Pivitsheide das zweite A-Liga-Jahr nach dem Aufstieg an. Nachdem zunächst Jürgen Schubert als Vereinsboss, später Dimitri Charov als Chefcoach und letztlich Andree Köhler als Obmann ihre Posten aufgaben, respektive aufgeben mussten, weht nun ein frischer Wind bei den Schwarz-Gelben an der Oerlinghauser Straße. Der neue Vorstandsboss Christian Wortmann und sein Team um Uwe Stührenberg, Marco Dröge, Rolf Kröger, Ilse Gwiasda und Petra Heidkemper verstehen sich als Team-Player, denen die Verzahnung zwischen Jugend und Senioren außerordentlich wichtig ist. Dirk Pohlmann ist neuer Fußball-Obmann bei der FSV Pivitsheide. Da ist es nur beispielhaft, dass 13 A-Jugendliche in den Herren-Fußball aufrücken, auch das neue Trainerteam juvenilen Stallgeruch verströmt. Dennis Brokmann (zuletzt A-Junioren-Coach) und der neue Co-Trainer Bülent Sagdic (Alt-Herren-Obmann) bilden das neue Trainergespann.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

 

Von Henning Klefisch

 

Die jugendliche Unbekümmertheit ist für Wortmann eine ganz wichtige Komponente, wird durch die enge Verbindung zwischen der Jugend und den Senioren die Identifikation gestärkt. „Die Jugendarbeit ist mir sehr wichtig“, weist Wortmann sichtlich stolz darauf hin, dass dies alles „ohne eine Spielgemeinschaft“ vonstattengeht. Ein Grundproblem ist für ihn, was auch als Antriebsmotor für sein Engagement gilt: „Viele wissen alles besser, viele handeln aber nicht“, möchte er stattdessen mit anpacken, Tugenden entwickeln und durchsetzen, die er einst unter Trainerlegende Friedhelm Götemann von der Pike auf lernte. Die da konkret wären: „Respekt, Kameradschaft, Freundschaft, Ehrlichkeit“, zählt er diese auf. Bereits in der Jugend sollen diese Werte vorgelebt werden, um beim Fußball auch Inhalte für das Leben zu erlernen. Ein allzu seltenes Phänomen im lippischen Fußball: Bis auf die B-Jugend sind sämtliche Jugendmannschaften bei der FSV Pivitsheide besetzt. Von der D- und C-Jugend gibt es sogar die doppelte Ausführung. Kröger offenbart: „Es gab eine Massenabmeldung“, hat die Vakanz in der zweitältesten Nachwuchsklasse durchaus Gründe. Im Frauenfußball agiert man erfolgreich mit dem SuS Pivitsheide zusammen. „Dem Frauenfußball schenken wir genauso viel Aufmerksamkeit wie den Männern“, unterstreicht der Vater eines Sohnes und einer Tochter bei Lippe-Kick. Sagenhaft ist die Faszination und Anziehungskraft, die von den Mini-Kickern und der F-Jugend ausgeübt wird. Mehr als 20 Kids haben sich angemeldet, was die Kapazitäten zeitweise überstieg, dank viel Manpower allerdings in vernünftige Bahnen gelenkt wurde. Der Zulauf ist nicht nur bei den Spielern enorm. Probleme, Schiedsrichter zu finden, haben die Pivitsheider keinesfalls. Die Vorgaben werden voll erfüllt. Stark: Ebenso im Funktionärsbereich sind sämtliche Posten besetzt.

 

„Brokmann und Sagdic bilden das passende Puzzlestück“

 

Die vakante Trainerfrage nach dem Ausstieg von Dimitri Charov und der Interimsbereitschaft von Dirk Jahnke ist nun geklärt. Brokmann und Sagdic schwingen fortan das Zepter. Wie lief es ab? Die neuen Verantwortungsträger sprachen nach dem Charov-Aus mit dem neuen Trainer-Team, erklärt Brokmann (Bild rechts), der neue Chef-Coach, zu den Gründen für sein Ja-Wort: „Das Konzept hat mir zugesagt und der Verein gibt mir in jungen Jahren das Vertrauen.“ Vorteilhaft ist der Rückhalt im Team: „Die Spieler haben sich für die Position des Trainers für mich stark gemacht und ich kenne alle Jungs aus der Pivitsheider-Jugend oder habe selbst mit ihnen zusammen gespielt“, weiß man dadurch, was man aneinander hat. Dies seit rund einem Jahrzehnt mittlerweile. Wortmann ist spürbar angetan, wenn er deutlich macht: „Das sind beides feine Menschen. Sie bilden das passende Puzzlestück. Sie werden einen sehr jungen Kader anleiten“, strömen allein 13 A-Jugendliche hoch. Diese führen punktgleich mit dem Spitzenreiter JSG Diestelbruch/Mosebeck/Eichholz/Remmighausen und dem Dritten JSG Hügelland Belle/Brüntrup/Cappel/Istrup/Leotal mit jeweils 31 Punkten die A-Jugend-Kreisliga an. Zudem holten die Pivitsheider den Kreispokal-Sieg. Der Jugend-Baumeister Brokmann adelt seine Shootingstars bei Lippe-Kick: „Sehr talentierte Spieler, die vor allem Kameradschaft, Sozialverhalten, Zusammenhalt und Spaß am Fußball mitbringen“, könnten diese Elemente tatsächlich für den einen oder anderen Farbtupfer sorgen. Aus der U19-Auswahl vom SVE Jerxen-Orbke findet Fabian Heggemann den Weg zur FSV Pivitsheide. Brokmann würdigt den externen Zugang als einen „sehr robusten, technisch und zweikampfstarken Linksfuß, der lange höherklassig in Jerxen gespielt hat und dort zu einem richtig guten Spieler gereift ist.“ Da er gemeinsam mit seinen Kumpels in Pivitsheide zocken möchte, zudem ein exzellenter Repräsentant für „unsere neue Philosophie“ ist, wird eine gewisse Erwartungshaltung mit dem Neuzugang verbunden.

 

Weiter mit Jahnke/Niemeyer

 

Uwe Stührenberg

Diese neue Gesinnung bezeichnet Dennis Brokmann via Lippe-Kick wie folgt: „Aktiv mit viel Ballbesitzspiel offensiv agieren, Gegner in gewissen Zonen pressen und zu Fehlern zwingen, als Mannschaft verteidigen, mutig und strukturiert nach vorne“, klingt dies definitiv rosig. Weitere Neuverpflichtungen stehen auf der Fahndungsliste, wird nach Kriterien wie „Kameradschaft, Zusammenhalt und Sozialverhalten“ Ausschau gehalten. „Sie können ohne Druck spielen, sollen respektvoll sein, zueinander finden, mit junger Power spielen“, so die formulierte Wunschliste von Wortmann im Lippe-Kick-Gespräch. Für den dritten Vorsitzenden Uwe Stührenberg ist die Vorfreude greifbar: „Ich bin großer Hoffnung. Nun herrscht eine andere Wortwahl. Wir hatten in der Vergangenheit wirklich gute Spieler, aber hatten keine Kameradschaft.“ Schnell legt er jedoch den Fokus auf das, was kommt: „Dennis Brokmann kann den Fußball gut vermitteln, er hat klare Vorstellungen. Das ist ansteckend. Er möchte keine Quertreiber in der Mannschaft. Wir sind auf einem guten Weg“, so ein hoffnungsvoller Stührenberg. Wortmann ergänzt: „Wenn wir die gewünschten Tugenden abrufen, dann kommt der Erfolg von allein. Ich freue mich riesig auf die Zukunft mit den jungen Leuten.“ Dass die jungen Wilden sich wohl in den südlichen Tabellengefilden der A-Klasse zuvorderst wiederfinden, der Klassenverbleib die oberste Bürgerpflicht darstellt, das ist die pure Wirklichkeit. „Den Klassenerhalt versuchen wir zu erreichen, auch wenn wir wissen, dass es schwer wird. Das klare Ziel ist, die junge Mannschaft zu führen und weiter zu

Dirk Jahnke

entwickeln.“ Wenn die Entwicklung dann mit dem erreichten Ziel Klassenerhalt belohnt wird, ist die Bestätigung nur umso aussagekräftiger. Konstanz lautet derweil das Schlagwort bei der FSV-Zweitvertretung, werden dort auch weiterhin Dirk Jahnke und Manuel Niemeyer coachen.

 

Ausbildung genießt Vorrang

 

Jaja, die Corona-Pandemie sorgt auch bei der FSV Pivitsheide für kollektiven Stillstand. Wenn es wieder losgeht, der Situation vernünftig begegnet werden kann, dann sieht sich die FSV „vorbereitet“, hat Wortmann schließlich folgende Sichtweise bei seinen Jungs erkannt: „Wir wollen starten und sind heiß.“ Wenn es mit der Vernunft vereinbar ist, dann wird auch wieder geübt, im Einklang mit den erforderlichen Hygienemaßnahmen, dem notwendigen Sicherheitsabstand und der nötigen Vorsicht. Man zeigt sich flexibel, was die Sportplatzbelegung angeht, muss und wird hier viel kommuniziert werden, um Überschneidungen zu
vermeiden. So dürfte es etwa darauf hinauslaufen, dass pro Spielhälfte eine Mannschaft trainiert. Es muss allerdings abgewartet werden, wie es sich in der Praxis entwickelt. Wenn wieder so etwas wie Normalität

Dirk Pohlmann

vorherrscht, sollen auch die Prinzipien weiter durchgesetzt werden, wie etwa, dass ein Trainerschein Pflicht ist. Aucg ganz im Sinne vom neuen Obmann Dirk Pohlmann: Die Jugend ist die Zukunft, bietet eine vielversprechende Perspektive für die FSV Pivitsheide, doch die Ausbildung genießt höchste Priorität, wie der zweifache Familienvater mit Nachdruck klarstellt: „Die Schule ist viel zu wichtig, die Hausaufgaben müssen erst erledigt werden, bevor es zum Fußball geht“, soll hier der angemessene Einklang vorherrschen. Auch die FSV Pivitsheide wird bis zum Saisonstart weiterhin fleißig ihre Hausaufgaben erledigen.

 

 

 

 

 

 

 

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