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Platzcheck

Platzcheck – „Schiefer Brink“ Laßbruch

Berühmt berüchtigt ist er, dieser Sportplatz in Laßbruch, der seinen Namen völlig zurecht trägt.

 

Platz mit Alleinstellungsmerkmal im lippischen Fußball

Platzcheck (ab). „Schon der Name des Platzes sagt alles“, meint Detlef Schröder, der erste Vorsitzende des SV Laßbruch, über den „Schiefen Brink.“ Mit dem Gefälle hat der Platz im lippischen Fußball ein Alleinstellungsmerkmal, so Schröder weiter: „Schon so mancher Kreisligafußballer hat den Weg vom unteren Ende Richtung Freibad verflucht, um dann in der zweiten Halbzeit festzustellen, dass man den Ball schon extrem drücken muss, um nicht über das untere Tor zu zielen.“ Der „Schiefe Brink“ ist in der Tat eine unebene und für Gast-Teams unangenehme Angelegenheit.

 

 

Seit der Nachkriegszeit, als der Platz wiederhergestellt werden musste, wird am „Schiefen Brink“ Fußball gespielt. Die ersten Jahre, wie damals üblich, „mit Asche im Sechzehner“, so Detlef Schröder. Für die Zuschauer stehen auf dem Wall zur Straße hin Bänke, aber auch stehend kann das Geschehen von dort aus, wie auch von der anderen Seite aus vorm Fangzaun, bestaunt werden. Umziehen können sich sämtliche Akteure, also Schiedsrichter als auch Spieler, im Untergeschoss des Freibades, welches den Platz hangaufwärts abgrenzt. „Dieses wurde im Zuge der völligen Modernisierung des Freibades Anfang der 70er Jahre neu errichtet. Seitdem bilden Sportplatz und Freibad eine Einheit. Die beiden großen Kabinen für Heim- und Gästemannschaft besitzen jeweils eigene Duschbereiche mit vier Duschen. Die damals übliche Bauart (mit vielen Fliesen) versprüht auch heute noch den Charme der 70er“, erklärt Schröder. Richtung Sportplatz befinden sich eine Damen- und Herrentoilette und die Schiedsrichterkabine mit eigener Dusche.

 

Neues Flutlicht, neue Fenster

Im Laufe der Jahre mussten immer wieder einzelne Bereiche runderneuert werden, wie z.B. die Heizungsanlage und die sanitären Anlagen. Auch in den letzten Jahren fanden Modernisierungsmaßnahmen statt: „2015 wurden die Fluter des Flutlichtes durch LED-Leuchten ersetzt und vor zwei Jahren wurden die fast 50 Jahre alten Fenster in Kabinen und Toiletten gegen zeitgemäße ausgetauscht.“ In einem eingeschossigen Flachbau gegenüber den Kabinen sind die Toilettenanlage des Freibades und der Geräteraum des Sportplatzes untergebracht. Zu Beginn der 90er Jahre hat der Verein in Eigenarbeit und mit Zutun vieler Helfer einen Gemeinschaftsraum und einen Unterstand daran angebaut. „Dafür erhielt man seinerzeit einen Förderpreis des Landes“, erzählt Detlef Schröder mit Stolz.

 

„Die beste Stadionwurst der Kreisliga A“

Am oberen Teil des Parkplatzes Richtung Unterstand befindet sich der fest installierte Grillstand. „Hier werden mit wechselnden Helfern aus den Reihen des SV Laßbruch auf dem Holzkohlegrill Bratwürste, Krakauer und Steaks von Fleischer Hannover aus Almena angeboten.“ Und auch hier weiß Schröder mit stolzgeschwellter Brust zu berichten, dass ein „Vertreter eines westlippischen Vereins“ die Laßbrucher Stadionwurst als die beste der Kreisliga A“ bezeichnete. Traditionell gibt es dazu Herforder Flaschenbier, Biermix- und Softgetränke.

Gegen die Nachbarn kamen „bis zu 200 Zuschauer“

Der im Herbst und Frühling hinreichend große Parkplatz wird zusammen mit dem Freibad genutzt, was dann aber „vor allem an heißen Sommertagen dann doch zu Parkproblemen führen kann.“ Nicht selten reihen sich dann die PKW an der Straße entlang bis in das Dorf hinunter. Zu früheren Zeiten waren es vor allem die Derbys gegen Silixen und Almena, „die die Zuschauer anlockten. Da waren dann bis zu 200 Leute am Platz.“ Nach dem Zusammenschluss mit Silixen zum FC Laßbruch/Silixen dann vor allem gegen den TuS Almena. „Aber auch bei Spielen gegen Gegner aus dem benachbarten Kalletal (Heidelbeck, Hohenhausen, Lüdenhausen) drängten sich Zuschauer an den Seiten dicht an dicht“, so Schröder, der ebenfalls anmerkt, wie zuvor schon einige andere Sportsfreunde, dass das „Zuschauerinteresse in den letzten Jahren aus unterschiedlichen Gründen“ stark nachgelassen hat.

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