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Kreisliga A Detmold

SV Jerxen/Orbke – „Die Regel war das Fairste, was möglich war“

Für die Eintracht geht es nach rund einem Vierteljahr Pause wieder weiter mit dem Trainingsbetrieb. Seit eineinhalb Wochen befinden sich die Junx wieder im selbigen. Wir schauen darauf, haben auch mit Aufstiegstrainer Marco Schlobinski gesprochen.

 

Jerxen beendet Corona-Pause

Kreisliga A Detmold (hk). Die lange Wartezeit hat endlich ein Ende genommen. Wie junge Welpen liefen die Senioren- und Jugendmannschaften vom SV Eintracht Jerxen/Orbke auf die Wiese, um der Kugel hinterherzujagen. Dies natürlich alles unter allzu strengen Hygienebestimmungen. Für die Erstvertretung geht es analog dazu um die Vorbereitung auf eine Zukunft im überkreislichen Fußball. Schlobinski bezieht bei Lippe-Kick Stellung zur umstrittenen Aufstiegsregelung.

 

Von Henning Klefisch

 

„Im Mai waren uns die Auflagen für ein kontaktloses Kleingruppentraining zu hoch und daher haben wir komplett auf ein Training in der Fußballabteilung verzichtet. Aufgrund der Änderungen in der Corona-Schutzverordnung zum 30. Mai 2020 ist ein Kontakttraining in 10er-Gruppen wieder möglich. Das sind wir jetzt auch angegangen, um unseren Spielern auch wieder, wenn auch eingeschränktes, Training anzubieten”, so der sportliche Leiter des Leistungsbereiches, Frank Wibbeke, im Lippe-Kick-Gespräch. Keiner wird gezwungen, die Übungseinheiten wahrzunehmen, doch Kicker, wie auch die Eltern im Jugendbereich, haben dieses freiwillige Angebot allzu gerne angenommen, hat Wibbeke erkannt: „Mir ist nicht ein Fall bekannt, in dem Spieler oder Eltern Bedenken geäußert haben.“ Man bleibt unter sich, trainiert aus reiner Vorsicht in purer Isolation, meidet den Kontakt zu anderen Mannschaften wie der Teufel das Weihwasser. Pro Woche gibt es eine Einzigartigkeit bezüglich der Übungseinheiten.

 

„Wir sehen die Aussagen des FLVW sehr kritisch“

Wibbekes Wunsch ist plausibel: „Wir hoffen, dass wir im Juli dann das Trainingsprogramm wieder hochfahren können und die Mannschaften in eine annähernd normale Vorbereitung gehen könnten.“ Welchen Umgang das Bundesland Nordrhein-Westfalen ab dem 30. Juni 2020 mit den Kontaktbeschränkungen wählt, das ist entscheidend, denn somit wird hier eine Richtung vorgeben. „Denn wir sehen die Aussagen des FLVW sehr kritisch, dass Freundschaftsspiele gemäß Corona-Schutzverordnung bis zum 31. August 2020 verboten seien. Dieses ist definitiv falsch, wenn man sich auf die Corona-Schutzverordnung bezieht. Hier ist der Wettbewerb innerhalb der Kontaktsperre bis zu 100 Zuschauer erlaubt und lediglich Sportfeste verboten”, kritisiert Wibbeke die Aussagen des FLVW und verweist darauf, dass, sobald die Kontaktbeschränkung es zulassen würde, das Land Nordrhein-Westfalen auch einen Spielbetrieb wieder ermöglicht.

Klar ist: Die Junx stehen in den Startlöchern und sobald die Legitimation existent ist, wird auch wieder gezielter die Vorbereitung auf den Re-Start angegangen, der faktisch ein Saisonstart ist.

 

„Klar, dass nicht alle glücklich sind“

Der Aufstieg ist als klares Ziel ausgerufen worden. Allerdings ist es mit der Realisierung immer so eine Sache, muss man an prominenter Stelle einfach mal beim Hamburger SV, Hannover 96, 1. FC Nürnberg oder selbst dem VfB Stuttgart nachfragen, die sich extrem schwer damit tun, möglichst schnell die gewünschte Spielklasse wieder zu erreichen. Eine Polonaise hat die Eintracht an der B239 ganz bestimmt nicht zelebriert, um das schnellstmögliche Comeback umzusetzen. Viel Power, Tempo und Wucht, eine Schaufel mannschaftliche Geschlossenheit und ein konstanter Hauch von Technik und Spielfreude haben die Blau-Weißen eine Spielklasse höher gehievt. Schlobinski offenbart: „Klar freuen wir uns über den Aufstieg, aber mit Sicherheit ist alles verhaltener, als wenn man es auf dem Platz schafft. Die Regel ist schlussendlich mit Sicherheit das Fairste, was möglich war, wenn es auch in vielen Kreisen und auch bei uns mit Blomberg Härtefälle gab. Man muss solche Dinge akzeptieren, denke ich. Es war für die Verantwortlichen sicherlich nicht einfach.“ Gesetz ist Gesetz, muss leider irgendwo eine Grenze gezogen werden: „Man hat diese Kriterien gewählt und es ist klar, dass nicht alle glücklich sind. Auch wir fühlen mit den Blombergern, das ist bitter und eine tolle Saison von ihnen bleibt ohne Lohn! Sportlich wäre es vermutlich Blomberg oder wir geworden“, doch die fröhlichen Eichen aus Lügde steigen eben eine Spielklasse höher auf, nach rund drei Jahrzehnten Absenz. Empathie beweist Schlobinski aber mit den Nelkenstädtern, bemerkt er schließlich im Lippe-Kick-Gespräch: „Die Frage, wie wir mit der Situation umgehen würden, stellt sich so nicht. Sicherlich hätten wir es ähnlich aufgefasst und verarbeiten müssen wie der BSV.“

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