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Historisch

TuS Leopoldshöhe – Zehnjähriges Bezirksliga-Jubiläum

Was waren das noch für Zeiten, als der TuS Leopoldshöhe höherklassig aktiv war, die lippischen Farben mit viel Esprit und Stolz vertrat. Aufstiegstrainer Carsten Schulze blickt zurück.

 

„Haben zwei Kreise im Kreis“

 

Kreisliga A Lemgo (hk). Exakt zehn Jahre ist es mittlerweile her, dass dem TuS Leopoldshöhe der erstmalige Sprung in die Bezirksliga glückte. In diesen Tagen war eigentlich der Plan, sich zu treffen, um das Jubiläum voll und ganz auszukosten. Vielleicht wird dies 2020 tatsächlich noch so eintreten. Für den aktuellen Leo-Obmann Carsten Schulze ist unvergesslich: „Vor allem die vier Wochen Meisterfeier werden immer in Erinnerung bleiben.“

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

 

Von Henning Klefisch

 

Zusammen mit dem SV Werl-Aspe oblag den Leos der klare Favoritenstatus, lieferten sich beide Kontrahenten ein hart umkämpftes Kopf-an-Kopf-Rennen um den Bezirksliga-Aufstieg. Hilfreich für die nimmersatten Löwen, dass Aspe sich inmitten der Rückserie eine ausführliche Schwächeperiode nahm, während Leo fleißig punktete, letztlich daher völlig verdient aufstieg, wie auch Schulze findet und anmerkt: „Neun Punkte Vorsprung, bester Angriff und die wenigsten Gegentore belegen das.“ Was war denn die Erfolgsrezeptur? „Wir hatten eine gute Mischung. Mit Sven und Marcel Sielemann hatten wir auf dem Platz ganz wichtige Eckpfeiler, die auch neben dem Platz einen super Job gemacht haben. Dazu hatten wir mit Florian Müller einen Kapitän, der damals schon wie ein Trainer gedacht hat und die Truppe voll im Griff hatte. Mit Kevin Sonntag, Robin

Marcel Heisler

Herrmann und Marcel Heisler kamen drei Jungs aus der Jugend, die komplett unbekümmert aufgespielt haben. Dazu Toni oder Artur Fast, die für jede Abwehr zu schnell waren.“

 

Wird kein Lipper mehr Landesliga spielen“

 

Eher mäßig gestaltete sich der Start für die Löwen in die A-Liga-Serie. Nach acht Partien standen erst drei Dreier zu Buche. Entscheidend war auch die Anleitung von der lippischen Fußball-Ikone Erich Gnade, ruft sich Schulze bei Lippe-Kick ins Gedächtnis: „Wichtig war, dass die Truppe wollte und Erich die Jungs fit gemacht hat. Auch, dass wir Marcel Sielemann zum Stoßstürmer umfunktioniert haben, war wichtig, da wir einfach zu viele Chancen brauchten“, entwickelte sich dadurch eine gewisse Coolness im Torabschluss. Die Aussichten für die lippische Zukunft beziffert er als schlecht, urteilt er: „Es wird kein Lipper mehr Landesliga spielen, selbst die Bezirksliga wird für viele zu hoch sein. Der Unterschied zu den anderen Kreisen wird immer größer. Das fängt schon mit der Ausbildung im Jugendbereich an und hört bei der Aufwandsentschädigung im Seniorenbereich auf. Und das liegt nicht nur an den Vereinen“, nimmt er hier die Spieler in die Verantwortung. Bedenklich ist die Entwicklung im lippischen Fußball, betont Schulze doch im Lippe-Kick-Gespräch: „Es sterben immer mehr Vereine. Im Jugendbereich sind so viele Vereine zusammen, da dauert die Begrüßung länger als die Mannschaftssitzung. Aber wir haben zwei Kreise im Kreis“, fehlt ihm spürbar das Miteinander.

 

 

Bild-Quelle: Carsten Schulze.

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