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Lippe-Kick gegen Corona – Chefin vom Landgasthof „Alter Krueg Ruensik“ im Interview

Wer schon einmal im Landgasthof „Alter Krug“ in Ruensiek geschlemmt hat, der kommt immer wieder. Das werden viele Gäste wohl bestätigen. Lippe-Kick hat sich mit der Gastronomin, Frau Wilma Thorenmeier, unterhalten.

„Wir wurden toll von unseren Gästen unterstützt, aufgemuntert“

Lippe-Kick gegen Corona (hk). Im malerisch gelegenen Ruensiek liegt der Landgasthof „Alter Krug“, der mit dem Motto aufwartet: „Raus auf s Land, weil bei uns mehr Leben ist.“ Im stilvoll eingerichteten Ambiente gibt es drinnen wie draußen perfekte Möglichkeiten, um bei guter deutscher Küche kulinarisch sämtliche Sinne voll verköstigen zu lassen. Bis zu 100 Gäste kann das mehr als 140 Jahre alte Restaurant im Bergland vom südostlippischen Südosten bewirten. Diese können aus der üppig gefüllten Speisekarte auswählen, zugleich jedoch auch aus saisonalen Angeboten aussuchen. Die Chefin Wilma Thorenmeier hat sich bei Lippe-Kick über die Corona-Krise, den Weg aus dem Shutdown und vor allem ihre Gastronomie unterhalten.

 

Lippe-Kick: Hallo Frau Thorenmeier, Lippe-Kick hofft, dass Sie und Ihre Mitarbeiter die Corona-Krisenzeit bisher gesundheitlich gut überstanden haben. Haben Sie persönlich mit einer so langen Schließungszeit gerechnet?

 

Wilma Thorenmeier: „Die Restaurants wurden genau an dem Datum geschlossen, an dem unsere Betriebsferien begonnen haben. Wir haben gehofft, dass es nach drei bis vier Wochen wie gewohnt weiter geht.“

 

Lippe-Kick: Inwieweit hat sich die Schließung auf Ihren Personalbestand ausgewirkt?

Thorenmeier: „Wir haben, soweit es möglich war, alle Mitarbeiter in der ganzen Zeit in unserem Drive-in beschäftigt und jetzt arbeiten alle wieder wie vorher.“

 

Lippe-Kick: Ihr Tagesablauf hat sich in der Corona-Krisenzeit verändert. Welche Vorkehrungen haben Sie zur Existenzsicherung Ihres Lokals und für die Zeit der Wiedereröffnung getroffen?

Thorenmeier: „Wir haben die Zeit mit einem Drive-in überbrückt, der Gott sei Dank gut angenommen wurde. Wir haben die Zeit zusätzlich dafür genutzt, zu renovieren und den Betrieb auf die Öffnung vorzubereiten.“

 

Lippe-Kick: Sie führen mit dem Alten Krug ein bekanntes Ausflugslokal. Wie haben Ihre Stammgäste auf die Schließung reagiert?

Thorenmeier: „Wir wurden ganz toll von unseren Gästen unterstützt. Sie haben das Essen abgeholt und uns mit  vielen netten Nachrichten aufgemuntert.“

 

Lippe-Kick: Sie konnten nach dem Lockdown Ihr Speiselokal wieder öffnen. Was für Maßnahmen haben Sie getroffen, um die Corona-Regeln einzuhalten?

Thorenmeier: „Im Restaurant haben wir fünf Tische weniger und auch einige Tische verkleinert. Wir haben Trennwände eingezogen, Desinfektionsstationen errichtet und ein Einbahnstraßen-System eingeführt. Das Personal hat einheitliche Masken erhalten und wurde geschult. Im Biergarten wurde ein Zelt aufgestellt und zusätzliche Sitzplätze auf dem Hof geschaffen.“

 

Lippe-Kick: Wie alle anderen Unternehmen haben Sie während der Schließung große Umsatzeinbußen gehabt. Mit wie viel Prozent rechnen Sie bis zum Jahresende?

Thorenmeier: „So genau kann man es noch nicht absehen. Uns fehlt der komplette Saalbetrieb und auch jetzt wird das Restaurant noch nicht so gut angenommen, wie vor Corona.“

 

Lippe-Kick: Ein Teil der Bevölkerung zeigt in Bezug auf Covid-19 immer noch große Ängste. Inwieweit hat sich das bisher auf den Besuch ausgewirkt?

Thorenmeier: „Das merken wir leider auch, aber die Gäste haben immer noch die Möglichkeit, Essen abzuholen.“

 

Lippe-Kick: Die Gastronomie ist ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Erwarten Sie vonseiten der Kommunen und des Kreises mehr Unterstützung?

Thorenmeier: „Wir haben immer Ansprechpartner und werden vom Bürgermeister und seinem Team auf dem Laufenden gehalten.“

 

Lippe-Kick: Ihre Gäste haben sich wie überall in Lokalen an die von der Landesregierung erlassenen Regeln zu halten. Werden diese Regeln von allen Gästen beherzigt oder gibt es Diskussionen und Verstöße dagegen?

Thorenmeier: „Wir haben tolle Gäste und bis auf die ein oder andere vergessene Maske können wir uns nicht beschweren.“

 

Lippe-Kick: Die Wirte müssen die Abstandsregeln seit Wiedereröffnung an Ihren Tischen durchführen. Haben Sie entsprechende Umbauarbeiten oder Anbauten geplant, um die Anzahl der Sitzplätze zu erhalten?

Thorenmeier: „Durch das Zelt haben wir auch bei Regen einige Tische mehr zur Verfügung.“

 

Lippe-Kick: Viele Bürger haben durch die Corona-Krise Ihren Arbeitsplatz verloren oder haben Kurzarbeit. Hat sich dies bei den Speisebestellungen und dem Trinkgeld bisher ausgewirkt?

Thorenmeier: „Nein.“

 

Lippe-Kick: Inwieweit haben Sie daran gedacht, Ihre Verluste durch veränderte Geschäftszeiten auszugleichen?

Thorenmeier: „Für Feiern, die nachgeholt werden, arbeiten wir auch im nächsten Urlaub.

 

Lippe-Kick: Konfirmationen, Kinderkommunionen, Hochzeiten, Beerdigungen und Jubiläen mussten leider als größere Gesellschaften ausfallen. Sind aus diesem Grunde für die nächste Zeit besondere Angebote geplant?

Thorenmeier: „Viele Termine werden nachgeholt.“

 

Lippe-Kick: Die Bundesregierung hat ein großes Hilfspaket für die Wirtschaft geschnürt. Halten Sie diese Maßnahmen für ausreichend?

Thorenmeier: „Wir werden sehen, was tatsächlich ankommt und was wofür genutzt werden darf.

 

Lippe-Kick: Gehen Sie nach der Wiedereröffnung in der Gastronomie wieder von einer Erholung aus oder rechnen Sie mit vielen Insolvenzen und Schließungen?

Thorenmeier: „Es gibt bereits jetzt einige Betriebe, die nicht wieder öffnen und im Herbst werden bestimmt leider viele folgen.“

 

Lippe-Kick: Frau Thorenmeier, Lippe-Kick dankt Ihnen für dieses Interview und wünscht Ihnen für die Zukunft beruflichen Erfolg und nette Gäste.

Thorenmeier: „Vielen lieben Dank, bleiben Sie gesund und sonnige Grüße aus Ruensiek wünscht Ihnen Wilma Thorenmeier.“

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