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Kreisliga A Lemgo

TuS Ahmsen – Führt die neue Aufstellung Richtung Aufstieg ?

Eine sehr erfreuliche Entwicklung hat der TuS Ahmsen genommen, der im ersten Jahr nach dem A-Liga-Aufstieg fast den Durchmarsch geschafft hat, in der kommenden Spielzeit aber wieder an das Tor zur Bezirksliga klopfen möchte.

 

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Kreisliga A Lemgo (hk). Aus dem fernen Heiligenkirchen heraus folgte die weite Anreise Richtung nordwestlichen Zipfel des Lipperlandes, zum TuS Ahmsen. Die Grün-Weißen, die sich zu einem echten Spitzenteam in Lemgos Kreisoberhaus entwickelt haben, boten die gesamte Vorstandsriege auf, um Lippe-Kick einen gebührenden Empfang zu bereiten. Ehre, wem Ehre gebührt, möchte man fast schon spitzbübisch meinen und blickt auf das neue und spannende Konzept der Grün-Weißen. Mit Christoph Schlautkötter und Ex-Coach Michael Tönsmann sind zwei langjährige Trainer nun mit in der Position des sportlichen Leiters. Urgestein Lothar Köhnemann verteilt charmant Komplimente, sagt: „Die beiden neuen starken Männer an meiner Seite sind für die Verknüpfung der Jugend und Senioren zuständig.“ Chefcoach der Erstvertretung ist der einstige Goalgetter Jörn Seifert, der zusammen mit Urgestein Jens Janson die Geschicke beim Tabellenvierten aus der Vorsaison leitet. Köhnemann lässt als Obmann seine reichhaltigen Kontakte spielen. Äußerst hilfreich: Die fleißige Vorstandsriege hält den sportlich Verantwortlichen den Rücken frei.

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Von Henning Klefisch

 

Oft ist es nur Effekthascherei, ob national oder regional, wenn die Vereine von einer gezielten Nachwuchsförderung sprechen. Dies wird mantraartig kommuniziert, doch zu häufig nicht gelebt. Anders in Ahmsen, die das Wedeln mit der schönen Marie im Spielersektor vernachlässigen, vielmehr eine intensive Nachwuchsförderung in den Fokus nehmen. Man geht unkonventionelle Wege, wie auch Tönsmann seinen internen Positionswechsel im Lippe-Kick-Gespräch begründet: „Das ist gewiss nicht selbstverständlich für externe Leute. Für einen anderen Verein hätte ich das nicht gemacht“, so der letztjährige Coach der Ahmser-Himmelsstürmer, der federführend für die Verzahnung zwischen Jugend und Senioren sein wird. „Diese Nachhaltigkeit muss zu uns passen. Für uns besitzt die Identifikation mit dem Verein, dem Ort eine große Wertigkeit“, ergänzt der kommunikationsstarke Vereins-Boss Greßhöhner, der klarstellt: „Keiner muss sich profilieren“, zugleich mit Stolz kundgibt: „Wir sind in den schwarzen Zahlen. Budget mäßig ist die Jugendabteilung die größte Gruppe bei uns.“

 

„Wir sprechen ein offenes Wort“

 

Dass die Senioren in der folgenden Saison die vorderen Plätze ins Visier nehmen, das wünscht er sich, hält es für realistisch. Zugleich mahnt er aber auch mit Blick auf die wenig berauschenden Nuller-Jahren, die mit einem Verbleib in der C-Liga ihren Tiefpunkt nahmen: „Wir wissen, wo wir herkommen, haben in der Vergangenheit Federn gelassen. Wir sind und bleiben ein Dorfverein. Wir brauchen aber Ziele, müssen dafür die Strukturen geschaffen werden.“ Er hebt den Zeigefinger, unterstreicht dies mit einem eindringlichen Blick und sagt: „Keiner muss sich profilieren!“ Ein Tanz auf dem finanziellen Drahtseil, mit der Gefahr, von diesem zu stürzen, das vermeidet der eloquente Vereins-Boss zusammen mit seinem Team aber so sehr wie der Teufel das Weihwasser. „Es funktioniert über dieses Flair. Wir sprechen ein offenes Wort, vertrauen dem Trainerteam. Bei uns gibt es keinen Neid“, soll der Zusammenhalt einen Erfolgsbaustein zum erhofften Sprung in den Bezirksliga-Fußball bieten. Um diese Gemeinschaft im gesamten Verein zu stärken, findet für alle im Trainer- und Vorstandsteam ein „schönes Weihnachtsessen“ statt, so der zweite Vorsitzende Moritz Nähler. Worauf man beim Verein aus dem nur 1000 Einwohner-Ort ein Stück weit stolz ist: 500 Mitglieder sind im Verein, davon 119 Mitglieder in der Turn-Abteilung. Interessant wird es, als er auf die beiden hervorragend gepflegten Tennisplätze zu sprechen kommt. Wenn die Jahresringe bei den Fußballern neue Ausmaße annehmen, die Reserve oder sogar die Alt-Herren als fußballerisches Betätigungsfeld dienen, dann steigt die Wahrscheinlichkeit auf ein Mitwirken im weißen Sport, dem Tennis. Eine wahre Sportskanone stellt auch hier die Vereins-Legende und Tausendsassa Jens Janson, der gefühlvoll mit dem Schläger umzugehen weiß, einige Bestwerte aufgestellt hat. Ahmsen-Manager Lothar Köhnemann spricht schmunzelnd von einem fließenden Übergang, der auch hier anzutreffen ist.

 

Junge und ambitionierte Neuzugänge

 

Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt sprach einst: Wer Visionen hat, der muss zum Arzt. Für Köhnemann gibt es Ziele, eine Veränderung, Mauern, die bewusst eingerissen wurden. Das Trainerteam ist juvenil und strotzt vor Tatendrang, möchte der TuS Ahmsen den 100. Geburtstag im kommenden Jahr möglichst zusammen mit dem Bezirksliga-Aufstieg feiern. Die Grün-Weißen können nicht nur gut reden, sie handeln auch danach. Zunächst kam Schnapper Luca Sievert aus Lüerdissen und Offensiv-Wirbler Basel Neamy vom SV Werl-Aspe. So ist mit Gideon Benkel, Robin Venghaus und Jan Ehlert ein Trio vom SC Bad Salzuflen nach Ahmsen gewechselt. Benkel kickt schon seit 2019 bei den Grün-Weißen, Venghaus hat eine fünfjährige Schaffenspause eingelegt. Von einer „geballten Jugendpower“ spricht Köhnemann, wenn er Fynn Richter, Finn Petzold und Gianluca Sieveking rhetorisch ins Visier nimmt. Allesamt haben zuletzt noch in der A-Jugend gespielt. Auch die Zweite, die in den vergangenen beiden Spielzeiten zweimal ganz kräftig vom Fußball-Gott geküsst wurde. Zunächst zogen zwei Teams zurück, ehe Corona dem sich abzeichnenden Abstieg einen Strich durch die Rechnung machte. Nun soll der blonde Maestro, Tobias Frenzel (Bild links), in der Reserve den Jungs Feuer unter dem Hintern machen.

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