Connect with us

Bezirksliga

RSV Barntrup – Entwicklung wichtiger als Platzierung

Die Barntruper wollen sich im zweiten Jahr nach dem Aufstieg in der neuen Spielklasse noch besser integrieren, auch fußballerisch zulegen. Dies soll mit der Verpflichtung der spannenden Neuzugänge gelingen.

„Wir wollen eine Spielkultur zeigen“

 

Bezirksliga 3 (hk). Aus einem oft gehegten Wunsch wurde Realität. So bewertet zumindest das Gros der neun Lipper das komprimierte Zusammensein in der Bezirksliga 3, die durch die vollständige Zusammenführung einen markant lippischen Einschlag genießt. RSV Barntrup-Coach Daniel Barbarito springt vor Frohsinn nicht im Kreis, möchte sich der allgemeinen Heiterkeit nicht anschließen, wenn er im Lippe-Kick-Gespräch konstatiert: „Ich habe mich mit der allgemeinen Euphorie schwergetan. Spiele gegen Lipperreihe oder Oerlinghausen haben null Derby-Charakter“, stehen hier einstündige Touren an – pro Fahrt. Wie er die eigenen Perspektiven bewertet, auch die Neuzugänge, das hat er Lippe-Kick im Gespräch vor Ort berichtet.

Dieser Text wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch

 

Barbarito sieht es überhaupt nicht ein, sich auf einen konkreten Tabellenplatz festnageln zu lassen. Einstellig sollte es bitteschön sein, doch wichtiger erscheint ihm die spielerische Weiterentwicklung. Lang Holz zu spielen, dann auf die zweiten Bälle zu gehen, das entspricht nicht seinem Naturell, protegiert er lieber ein planvolles Flachpassspiel aus der eigenen Abwehr heraus. „Wir wollen immer von hinten aufbauen, eine Spielkultur zeigen. Wenn es dann der zwölfte Platz wird, ist das auch nicht dramatisch.“ In der neu aufgepimpten Spielklasse eine gute Rolle zu spielen, einen unverkennbaren Fußballstil zu demonstrieren, das wäre die herausragende DNA für die Barntruper. „Die neue Spielklasse ist schwächer besetzt als die vergangene mit den Paderborner-Mannschaften“, stellt das Barntruper-Urgestein fest. Wie 2011 das Husarenstück mit dem Landesliga-Aufstieg zu packen, das ist eine zu

tollkühne Traumtänzerei, wie Barbarito weiß. Er hat vor allem den prächtig besetzten TBV Lemgo im Blick, auch die Bezirksliga-Routiniers vom TSV Oerlinghausen oder den SV Höxter, der prominent und zielgerichtet Bezirks- , Landesliga-Kicker, sogar einen Oberliga-Kicker dazulotsen konnte, auf der Rechnung, wenn es um den Sprung in die Landesklasse geht.

 

 

Freche und unbekümmerte Neuankömmlinge

 

Auch die Barntruper haben sich zielgerichtet verstärkt, vor allem jung und willig sind zwei Merkmale, die eine entscheidende Rolle bei der Auswahl gespielt haben. Beim SC Paderborn, beim TBV Lemgo und zuletzt in der A-Jugend der JSG Extertal/Almena/LaSi hat der erst 18-jährige Niklas Rogall seine Fußball-Lehrzeit erlebt. „Er zeigt auf dem Spielfeld keinen Respekt, ist frech“, überlegt Barbarito den Jungspund vielleicht sogar von Anfang an einzusetzen. Ähnlich angetan zeigt er sich von den Fähigkeiten eines Tim Joker, der trotz seiner Jugendlichkeit komplett in der ersten Mannschaft kicken soll. Klar, taktisch existiert bei ihm noch Luft nach oben, doch Joker vereint einige Qualitäten in sich: „Er hat eine unglaublich gute Schusstechnik, ist sehr spielstark, unbekümmert“, so Barbarito über den Sohn vom einstigen Bega-Bomber Sergej Jokers. Nicht nur optisch hat er einige Gene von seinem Vater vererbt bekommen. Niklas Meier, er wird im Volksmund nur „Bomber“ genannt, kickte zuletzt in der Niedersachsenliga für den VfL aus Bückeburg. „Er reist mit viel Vorschusslorbeeren an, ist technisch sehr gut. Vor allem sein erster Kontakt ist stark“, weist er im physischen Bereich noch reichlich Steigerungspotenzial auf. Die Erwartungshaltung dämpft sein neuer Coach bewusst: „Er wird keine 30 Tore erzielen“, besitzt er allerdings das Potenzial, um Spiele zu entscheiden. Abwarten, so lautet das Motto beim nächsten Neuen. Daniel Wall hat vier Jahre kein Fußball mehr gespielt. Deshalb hat auch Daniel Barbarito registriert, dass man dies zeitweise merkt. Dennoch besitzt die menschliche Wundertüte etwas unkonventionelles, wird er die Vorbereitung im Bezirksliga-Team bestreiten, um dann zu schauen, ob der 20-Jährige in der ersten oder zweiten Mannschaft fußballerisch verortet wird. Vom SC Extertal wechselt Jan Malte Opitz zu den roten Teufeln. Der 24-jährige Mittelfeldmann ist technisch ungemein versiert, extrem flink auf den Beinen. Trotzdem weist er noch taktische Defizite auf, wie Barbarito verrät, ihn zugleich lobt: „Er ist enorm lernwillig, fleißig, möchte an seinen Schwächen arbeiten.“ Diese Spieler bedeuten eine toxische Gemengelage – für die Rivalen.

 

Fahrschule Duru

More in Bezirksliga

%d Bloggern gefällt das: