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Kreisliga B1 Lemgo

SG Kalldorf – Schwier plant den Neuaufbau

Der neue Kalldorf-Coach, Frank Schwier, baut eine ganz neue Mannschaft auf, die mit der letztjährigen Truppe so gut wie nichts mehr zu tun hat. Er setzt auf die Jugend.

 

 

Jugend forscht in Kalldorf

Kreisliga B1 Lemgo (ab). Nach dem Weggang von Stephan Brill und zahlreicher Spieler hat die SG Kalldorf mit Frank Schwier einen Mann geholt, der sich bestens im Jugendfußball auskennt. Mit diesem Wissen baut Schwier in Kalldorf eine neue Mannschaft zusammen, die Potenzial hat, zunächst aber auch erst einmal viel Zeit braucht, um sich zu entwickeln und sich an die Begebenheiten im Senioren-Fußball zu gewöhnen. Schwier selbst war zuletzt als Co-Trainer der A-Jugend des niedersächsischen Vereins VfL Bückeburg tätig, ist aber auch im Kalletal kein Unbekannter.

 

Im Gegenteil, Frank Schwier (Bild rechts) ist seit 2002 Kalldorfer und hat dort auch schon einmal die E- und D-Jugend des 2001er-Jahrgangs trainiert. Auch sein Sohn, Jan-Malte, der einzige Nachwuchs des 54-jährigen Trainers, hat dort gespielt, wanderte aber ebenfalls nach Bückeburg ab. Auf der Kalldorfer Jahreshauptversammlung hat Schwier dann aber „erfahren, wie schlecht es um den Verein bestellt ist.“ Aber er hat auch erkannt, dass es in Kalldorf Möglichkeiten gibt, etwas aufzubauen. Er nutzt seine guten Kontakte im Jugendfußball und gibt jungen Spielern die Chance, sich zu beweisen. „Das soll Kalldorf auch wieder ausmachen“, meint Schwier, der schon vor vielen Jahren eine große Chance dafür gesehen hat, dass im Kalletal etwas Großes hätte entstehen können, schlug einen gemeinsamen Jugendförderverein für alle Kalletaler Teams vor. Seine Idee stieß aber auf wenig Gegenliebe. Die Konsequenz: Die besten Spieler der Kalletaler Jugendmannschaften verstreuten sich in ganz Lippe und den angrenzenden Fußballkreisen.

 

 

Nur noch eine Mannschaft

Nun gilt in Kalldorf unter Schwier das Motto „Jugend forscht“. Schwier erklärt: „Wir wollen jungen Spielern, die in den Nachbarvereinen vielleicht nicht so Fuß fassen, wie sie sich das vorstellen, eine Bühne bieten.“ Also „mal wieder ein Neuanfang“, wie es der Neu-Coach ausdrückt. 23 Spieler hat er derzeit im Kader, aus dem letztjährigen Kader ist kaum einer geblieben. Einzig Florian Bradt und Lucas Brauner (Bild links) gehörten zum letztjährigen Aufgebot der ersten Mannschaft. 19 Spieler sind zusammen mit Ex-Coach Stephan Brill zum FC Exter gewechselt. Auch die eigene A-Jugend musste zahlreiche Abgänge verkraften. Die zweite Mannschaft wird ebenso nicht mehr gemeldet, viele Spieler rücken in die erste Mannschaft auf. Aktuell steht im Training das Kennenlernen im Vordergrund. Wohin die Reise mit der Truppe geht, weiß auch Schwier noch nicht: „Ich habe keine Erwartungserhaltung. Wichtig ist mir, den Spaß zurückzubringen. Und wir wollen auch nach dem Training zusammensitzen und mal ein Würstchen essen oder ein Bierchen trinken.“ Das wird bisher auch „gut angenommen“, wie der Coach meint.

 

Das neue Kalldorfer Team

Die Mannschaft, die Frank Schwier zur Verfügung hat, setzt sich zusammen aus Florian Bradt und Lucas Brauner, die, wie erwähnt, schon letzte Saison in der ersten Mannschaft gespielt haben. Aus der zweiten Mannschaft rücken Nils Barczewski, Marius Berkner, Felix Böke, Christopher Brauner, Tobias Flörkemeier, Jens Grospitz, André Jeß, Jan Rehme, Patrick Ridder, Jannis Vahrenkamp und André Wiebesiek in die erste auf. Aus der eigenen A-Jugend kommt Fin Harzmeyer, aus der Jugend des FC Unteres Kalletal wechseln Niklas Heling, Rafael Hesse und Jonas Tappe zu den Schwarz-Gelben, ebenso wie Daniel Ölberg, der von den A-Junioren von CSL Detmold kommt. Viel Erfahrung bringt Defensivmann Sven Zegers mit, der vom SV Bischofshagen-Wittel nach Kalldorf wechselt und die Abwehr anführen soll. Auch Luis Althaus (SG Bentorf/Hohenhausen II), Ron Kutkowski (FC Unteres Kalletal; Bild rechts), der die Mannschaft im ersten Testspiel als Kapitän auf das Feld geführt hat, Marcel Dyck und Samuel Schlecht (beide SC Lemgo/West) bringen schon Erfahrungen aus dem Senioren-Bereich mit.

 

 

Heimspiele in Heidelbeck

Eine weitere Problematik in Kalldorf war zuletzt auch der Sportplatz. Doch auch daran wird gearbeitet. In Kürze wird der Platz saniert, braucht dann aber noch ein halbes Jahr gute Pflege, um wieder bespielbar zu sein. In der kommenden Hinrunde wird die SG Kalldorf ihre Heimspiele deshalb auf der Heidelbecker Alm austragen. Bis dahin wird vorher noch reichlich getestet. Das erste Spiel beim Mindener B-Ligisten FC Blau-Weiß Holtrup am gestrigen Sonntag verlor die SG mit 1:3 (Torschütze für Kalldorf: Rafael Hesse). Am 09.08 ist der BV Stift Quernheim II (B2 Herford) der nächste Gegner, vier Tage später gastiert Kalldorf bei der SG Schweicheln (B1 Herford), weitere drei Tage später beim TSV Steinbergen (Kreisliga Schaumburg). Danach kommt der SC Lemgo/West (C2 Lemgo), dann der TuS Wiedensahl-Niederwöhren II (2. Kreisklasse Schaumburg). Nachdem dann die erste Partie im Lemgoer Kreispokal beim SC St. Pauli am 27.08. gespielt wurde, testet Kalldorf zwei Tage später beim Mindener B-Ligisten TSG Neuenknick. Spätestens dann wird auch Schwier ungefähr wissen, wo seine Mannschaft steht. Eine grundsätzliche Prognose gibt er aber nicht ab, auch ein Saisonziel wird zumindest offiziell nicht genannt.

 

„Offensiv und aggressiv nach vorne“

Wohl aber, welche Art von Fußball Frank Schwier spielen lassen will. „Offensiv und aggressiv nach vorne“ soll es zukünftig gehen. „Ich werde mich an keinem einzigen Gegner orientieren, mir keine anderen Spiele angucken, sondern schroff meinen Spielstil spielen lassen.“ Dabei blickt er, und dafür gibt es gleich einen Fünfer ins Lippe-Kick-Phrasenschwein, „von Spiel zu Spiel.“ Denn er weiß auch, dass die Truppe nicht gleich „auf den Platz geht und alle weghaut. Die Jungs werden auch mal abgekocht werden“, plant Schwier auch Negativerlebnisse mit ein. Ihm zur Seite stehen René Althaus, ein weiterer Coach, der „zur Philosophie passt“ und Fabian Martin als Betreuer der Mannschaft, der ebenfalls eine wichtige Stütze sein wird.

 

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