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Halbfinale

Kreispokal Lemgo – Das Halbfinale 2019/2020

SG Bega/Humfeld vs. SV Werl-Aspe & RSV Barntrup vs. TSV Oerlinghausen lauten die heutigen Partien im Halbfinale des Lemgoer Kreispokals.

 

 

Schafft die SG den nächsten Coup?

Kreispokal Lemgo (ab). Ein Spiel nur noch, dann wäre der größte Erfolg der Vereinsgeschichte perfekt. Und auch wohl einer der größten Überraschungen, die es in den letzten Jahren im Kreispokal gegeben hat. Die SG Bega/Humfeld, frisch in die A-Liga aufgestiegen, schickt sich an, als letztjähriger B-Ligist ins Kreispokalfinale einzuziehen. Doch zunächst muss mit dem SV Werl-Aspe ein weiterer zukünftiger Liga-Konkurrent ausgeschaltet werden. Im Finale wartet dann auf jeden Fall ein Bezirksligist. Der RSV Barntrup und der TSV Oerlinghausen kreuzen im zweiten Halbfinale die Klingen.

 

SG Bega/Humfeld vs. SV Werl-Aspe

So ganz gelegen kommt der SG Bega/Humfeld dieses Halbfinale nicht. Zumindest rein zeitlich gesehen. Sollte die SG auch diese Partie gewinnen, stünde am kommenden Donnerstag das Finale an. Mit dem bereits absolvierten Viertelfinale am letzten Wochenende, dem Start in den diesjährigen Kreispokal am kommenden Sonntag, und der englischen Woche zum Liga-Auftakt, müsste Bega/Humfeld innerhalb von drei Wochen sechs Partien bestreiten. Nach einer Pause von über einem halben Jahr. Hier hätte sich Coach Michael Krügel (Bild links) mehr Fingerspitzengefühl bei der Ansetzung der Spiele gewünscht. Doch es ist, wie es ist. „Wir müssen zusehen, das Spiel gewohnt konzentriert anzugehen. Und dann müssen wir mal schauen, was rauskommt“, gibt sich der Coach pragmatisch. Ziel ist es, das Spiel „lange offen“ zu halten und dann „vielleicht die nächste Überraschung“ zu schaffen. „Wenn es überhaupt eine Überraschung wäre“, lässt Krügel den Punkt an dieser Stelle allerdings offen, denn: „Ich sehe keinen Favoriten und rechne mit einem offenen Spiel. Es wird auf die Tagesform ankommen.“ Ein paar kleinere Rätsel gibt der kommende Gegner auf, der „gute Spieler verloren und ein paar junge Spieler bekommen“ hat. So recht weiß man den SVWA nicht einzuschätzen. Dafür weiß Krügel umso besser, wozu seine Mannschaft im Stande ist. Auch, wenn er „zwangsläufig“ etwas ändern muss. Patrick Besch ist nach seiner Oberschenkelverletzung aus dem letzten Spiel noch nicht wieder fit, hat aber immerhin „leichte Entwarnung“ geben können. Aber auch so wird der Coach auf drei, vier Positionen umstellen, was bei der Tiefe des Kaders, der auf vielen Positionen gleichwertig doppelt besetzt ist, nicht unbedingt mit einem Qualitätsverlust einhergehen muss. Zur Verfügung steht Michael Krügel, abgesehen von Besch, der gesamte Kader. Als problematisch erachtet er allerdings die Anstoßzeit um 18.30 Uhr. „Das könnte fast schon zu spät sein“, befürchtet der Coach, dass es gegen Spielende zu leichten visuellen Schwierigkeiten kommen könnte. „Aber das ist ja dann für beide Mannschaften gleich.“

 

Darüber macht sich Marcio Goncalves keinen Kopf. Der SVWA-Coach freut sich: „Endlich geht es wieder los. Das Kribbeln ist endlich wieder zu spüren und die Vorfreude steigt immer mehr. Ich bin froh darüber, dass die Pokalsaison nachgeholt wird“, so der Coach, denn, „wenn man erstmal im Pokalhalbfinale steht, dann will man dieses ja auch spielen.“ Auch gegen einen nahezu unbekannten Gegner: „Gegen Bega/Humfeld habe ich bislang noch nicht gespielt. Aber die Mannschaft ist eingespielt, hat gute Akteure über die Außen und können gefährliche Standards schießen, wie auch im Pokalviertelfinale zu sehen zu war.“ Eine Delegation des SV Werl-Aspe hat sich am vergangenen Sonntag den kommenden Gegner genau angeschaut: „Wir sind auf das Spiel vorbereitet, müssen schnell die Bedingungen auf dem Platz annehmen und versuchen unser Spiel aufzuziehen.“ In zahlreichen Testspielen, sieben an der Zahl, hat Goncalves (Bild rechts) seine Truppe auf die kommenden Aufgaben vorbereitet. Größtenteils zu seiner Zufriedenheit: „Wir haben gute Tests gespielt und konnten unser System verinnerlichen. Jetzt wird man sehen, wie wir in die Pflichtspiele reinkommen.“ Keinen Zweifel lässt der Coach daran, was man sich vorgenommen hat: „Wir wollen natürlich ins Finale, das ist klar.“ Deshalb hat sich die Mannschaft auch „mental auf dieses Spiel vorbereitet“. „Wir wissen, was auf uns zukommt“, so Goncalves. Womit wir wieder beim Thema Anstoßzeit sind. Die ist dem Trainer nämlich etwas zu früh: „Die frühe Anstoßzeit sorgte für ein paar Personalprobleme.“ Doch die konnte man mittlerweile lösen: „Wir können auf die gesamte Mannschaft bauen.“

 

Um 18.30 Uhr ertönt an der B 66 in Humfeld der Anpfiff aus der Pfeife des Unparteiischen Benjamin Löding. Marius Teuber und Lutz Höna assistieren ihm an der Seitenlinie.

 

 

RSV Barntrup vs. TSV Oerlinghausen

Bei den roten Teufeln ist die Bereitschaft für den Pokal prinzipiell vorhanden. „Grundsätzlich freuen wir uns auf den Pokalfight. Was gibt es Schöneres, als abends unter Flutlicht ein Pokalhalbfinale zu spielen?“, fragt RSV-Coach Daniel Barbarito (Bild rechts). Wie gesagt, grundsätzlich. Denn aktuell kommt „dieses Spiel leider eine Woche zu früh, oder zu spät, je nachdem wie man es sehen will.“ Denn Barbarito muss auf einige „wichtige Stützen des Teams“ und „insgesamt auf sechs potentielle Stammspieler verzichten, die entweder angeschlagen sind oder privat verhindert.“ Einen motivierten Kader hat Barbarito natürlich trotzdem zur Verfügung: „Die anwesenden Spieler sind heiß darauf, dass es endlich wieder losgeht.“ Die Vorbereitung auf die Saison hat der Coach damit verbracht, „ein neues System zu installieren, welches in den letzten beiden Testspielen ausprobiert wurde. Dies hat sehr gut geklappt, auch, wenn wir nicht großartig gefordert wurden.“ Den MTSV Aerzen (Bezirksliga Niedersachen) und den FC Gütersloh II (Kreisliga A) konnte man deutlich bezwingen. „Trotzdem muss man auch dann in der Lage sein, den Gegner optimal zu bespielen und das haben meine Jungs bravourös gemacht“, lobt Barbarito. Ganz so einfach wird es gegen den TSV Oerlinghausen aber mit Sicherheit nicht. „Es wird schwer, aber wir werden alles daran setzen, Oerlinghausen ein ebenbürtiger Gegner zu sein und für eine Überraschung zu sorgen.“ Die Rollen für das Spiel sieht der Coach deutlich verteilt: „Wir sind klarer Außenseiter.“

 

In den Pflichtspiel-Modus umschalten müssen jetzt auch wieder die Kicker des TSV Oerlinghausen. Erfolgreiche, oder auch nicht so erfolgreiche, Testspiele schön und gut, doch nun geht es um nichts weniger als das „Weiterkommen im Pokal.“ Tobias Dingerdissen, neuer Co-Spielertrainer des TSV, berichtet: „Die Mannschaft ist gut drauf, wir haben eine gute Stimmung in der Mannschaft. Da wir einen relativ großen Kader diese Saison haben, ist auch Konkurrenzkampf da.“ Und da Coronabedingt auch nur 15 Spieler eingesetzt werden dürfen, war das Hauen und Stechen um die Kaderplätze entsprechend hoch. Anders als Daniel Barbarito sieht Tobias Dingerdissen die Rollen in diesem Spiel nicht so deutlich verteilt: „Das ist Pokal, da gibt es keinen Favoriten. Das Spiel beginnt bei 0:0 und hat bekanntlich seine eigenen Gesetze.“ Da die Bergstädter mit dem RSV Barntrup einen „robusten Gegner“ erwarten, gilt es „körperlich dagegenzuhalten.“ Schließlich soll es keine Kaffeefahrt werden: „Wir fahren nach Barntrup, weil wir unseren Titel, den wir letztes Jahr gewonnen habe, verteidigen wollen.“ Die personellen Voraussetzungen dafür bezeichnet Dingerdissen (Bild links) als „gut.“ Eine Handvoll Spieler fehlt aus beruflichen Gründen oder verletzungsbedingt, „aber der Kader ist groß genug und wir hoffen, dass wir weiterkommen und das Finale spielen können.“

 

An der Pfeife betätigt sich ab 19.00 Uhr Timo Franz-Sauerbier. Tatkräftige Unterstützung von der Seitenlinie kommt von Jonas Engelke und Darius Grob.

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